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Informationen zur chemischen Verbindung: Trichlormethin

Description: Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Trichlormethin.<br> Stoffart: Einzelinhaltsstoff.<br> Farbe: farblos. Es gelten folgende Umweltgefahren: Sonstige Umweltgefahren Text: Forsetzung: SEßHAFTIGKEIT: seßhaft STABILITÄT, LAGERUNG: - Kristalline Ausfällung bei Lagerung; selbst in hermetisch verschlossenen Gefäßen erfolgt unter Gelb- bis Braunfärbung langsame Dimerisierung zu N,N,N'',N''-Tetrakis-(2-chlorethyl)- piperazindiiumdichlorid (kristalline Ausfällung); - Für Munitionierung ausreichend stabil; - Nicht beständig gegenüber Wärme und Licht; Bei Temperaturen oberhalb 50 °C Dimerisation ; - Zersetzung beginnt oberhalb 100 °C und ist beim Siedepunkt vollständig; - In polaren Lösungsmitteln nicht stabil ; - Lösungen in Aceton oder Ether sind mehrere Tage beständig, ohne erkennbare Zersetzungs- erscheinungen; - Stabilisatoren: unpolare Lösungsmittel: z.B. Benzol, Dioxan, Hexan, Tetrachlorkohlenstoff SCHUTZMAßNAHMEN UND DEKONTAMINATION: - Zur Gelände-, Geräte- und Materialentgiftung wird Chlorkalk, dem Salzsäure bzw. Natriumhydrogensulfat zugesetzt wird, verwendet. - Zur Entgiftung von Glas- und Porzellangeräten: Salpetersäure, Chromschwefelsäure. - In alkoholischen Natriumsulfid-Lösungen wird es zu ungiftigen Verbindungen umgesetzt. Zitat: Bestandsaufnahme von Rüstungsaltlastverdachtsstandorten in der Bundesrepublik Deutschland - Band 3: Kampfstofflexikon Sonstige Umweltgefahren Text: Sehr gefährlicher Wasserschadstoff. Gelöste Substanz wird in Wasser langsam hydrolysiert, dabei pH-Wert-Senkung. Die teilhydrolysierten Zwischenprodukte bis hin zum Bis-(2-hydroxyethyl)aziridiniumchlorid sind gleichfalls toxisch. Man darf erwarten, daß N-Yperit innerhalb weniger Wochen zu ungiftigen Produkten hydrolysiert. Ungelöste Substanz am Boden von Gewässern unterliegt im wesentlichen nur dem Dimerisierungsprozeß und kann lange wirksam bleiben. N-Yperit-Dämpfe werden in der Luft durch Feuchtigkeit, Sauerstoff und Sonnenlicht langsam entgiftet. Zitat: Stoffdatenblätter Sonstige Umweltgefahren Text: HYDROLYSEEIGENSCHAFTEN: - Beschleunigung der Hydrolyse durch Alkalien; - In wäßriger Lösung stellt sich innerhalb von 30 bis 60 Minuten ein Gleichgewicht zwischen 2,2''-Dichlordiethyl-N-methylamin und 1-Methyl-1-(2-chlorethyl)-aziridiniumchlorid ein; - Teilhydrolysierte Zwischenprodukte sind ebenfalls toxisch; - Es ist zu erwarten, daß es innerhalb einiger Wochen zu ungiftigen Produkten hydrolysiert wird. VERHALTEN IM WASSER; AQUATISCHE TOXIZITÄT: - sehr gefährlicher Wasserschadstoff - Gelöst werden die Stickstoffloste in Gewässern langsam unter pH-Wert Senkung hydrolysiert; - Teilhydrolysierte Zwischenprodukte sind toxisch; Ungelöst am Boden des Gewässers unterliegt es im wesentlichen nur dem Dimerisierungsprozeß und kann lange Zeit wirksam bleiben. - Bei Vergiftung des Grundwassers durch den Inhalt von Kampfstoffgranaten ist ein hydrolytischer Abbau zu erwarten. Da jedoch bei Laborversuchen ein vollständiger Abbau nicht erreicht werden konnte, ist auch eine geringe Belastung des Geländes nicht auszuschließen. VERTEILUNGSKOEFFIZIENTEN: Flüchtigkeit aus Wasser bei 1m Wassertiefe: t1/ 2 = 6 bis 22 d (berechnet) LUFT: Dämpfe werden in der Luft durch Feuchtigkeit, Sauerstoff und Sonnenlicht langsam entgiftet. TOXIZITÄT: Wirkt auf Insekten sterilisierend. ABBAUPRODUKTE: - N,N,N'',N''-Tetrakis-(2-chlorethyl)-piperazindiiumdichlorid, Bis-(2-chlorethyl)- 2''-hydroxyethylammoniumchlorid, 2-Chlorethyl-bis-(2''-hydroxyethyl)-ammoniumchlorid, Tris- (2-hydroxyethyl)-ammoniumchlorid; - Abbauprodukte in Granaten: geringe Mengen Tris-(2-chlorethyl)-amin-hydrochlorid und N,N,N'',N''-Tetrakis-(2-chlorethyl)-piperazoniumdichlorid, das zum Triethanolamin hydrolysiert. GEFAHRENHINWEISE: Kemlerzahl: 66 Sonstige Umweltgefahren Text: VERHALTEN IN DER UMWELT: AUSBREITUNG IN DER UMWELT: Das Mackay-Modell berechnet die Verteilung von N-Lost in Wasser, Boden und Luft zu 69 %, 16 % und 15 %. In dem SESOIL-Modell wurde innerhalb der Simulationszeit von 10 Jahren eine Eindringtiefe von 3 m nicht erreicht; eine Grundwasser- gefährdung ist also bedingt durch die schneller verlaufende Hydrolyse auszuschließen. In der Luft erfolgt langsame Entgiftung durch Feuchtigkeit, Sonnenlicht und Sauerstoff. ABIOTISCHER ABBAU: HYDROLYSE: N-Lost wird nur langsam über mehrere, ebenfalls toxische Zwischenprodukte hydrolysiert. Die Hydrolyse (vgl. ""Transformation und Abbaubarkeit"") zum ungiftigen Endprodukt ist in einem mehrere Wochen umfassenden Zeitraum abgeschlossen, ungelöste Substanz kann jedoch wesentlich länger wirksam bleiben. PHOTOLYSE: N-Lost wird durch Sonnenlicht langsam entgiftet. Photolyse wurde berechnet. BIOAKKUMULATION: BCF = 1189,21 berechnet mit dem berechneten log Pow von 3,12. ÖKOTOXIZITÄT: TERRESTRISCHE ÖKOTOXIZITÄT: Akute Wirkung von N-Lost auf Wildvögel. N-Lost wirkt auf Insekten sterilisierend . AQUATISCHE ÖKOTOXIZITÄT: N-Lost zählt zu den gefährlichen Wasserschadstoffen. Gelöstes N-Lost wird in Wasser langsam hydrolysiert, dabei tritt eine pH-Senkung ein. Die Zwischenprodukte bis hin zum Bis-(2-hydroxyethyl)-aziridiniumchlorid sind gleichfalls toxisch. Man darf erwarten, daß N-Lost innerhalb einiger Wochen zu ungiftigen Produkten hydrolysiert. Ungelöstes N-Lost am Boden des Gewässers unterliegt im wesentlichen nur dem Dimerisierungsprozeß und kann lange Zeit wirksam bleiben. N-Lost Dämpfe werden in der Luft durch Feuchtigkeit, Sauerstoff und Sonnenlicht langsam entgiftet. Zitat: Kriterien zur Beurteilung und Deponierung von kontaminierten Materialien aus Rüstungsaltlasten

Types:
ChemicalCompound(
    ChemicalCompound {
        name: "Trichlormethin",
        synonyms: [
            "2-chloro-N,N-bis(2-chloroethyl)ethanamine",
            "Stickstofflost (HN-3)",
            "trichlormethin",
            "trichlormethine",
            "trichlorméthine",
            "triclormetina",
            "trikloormetiini",
            "triklormetin",
        ],
        cas_registry_number: Some(
            "555-77-1",
        ),
    },
)

Tags: Aminoethanol ? Hexan ? Tetrachlorkohlenstoff ? Insekt ? Rüstungsaltlast ? Chlorkalk ? Deponierung ? Vergiftung ? Glas ? Sauerstoff ? Benzol ? Lösungsmittel ? Salpetersäure ? Salzsäure ? Ether ? Deutschland ? Wildvogel ? Ökotoxizität ? Photolyse ? Temperatur ? Entgiftung ? Aquatische Toxizität ? Abiotischer Abbau ? Toxizität ? Umweltgefährdung ? Bewertungskriterium ? Volatilität ? Wassergefährdende Stoffe ? Bioakkumulation ? Laborversuch ? Grundwasser ? Hydrolyse ? Verteilungskoeffizient ? Chemische Verbindung ?

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