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Fehlende Immunität: Impfquote gegen Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 noch sehr niedrig

Description: Die Rinder in Rheinland-Pfalz sind nicht ausreichend gegen das sich derzeit von Südwesten ausbreitende Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 geschützt (BTV8). Das zeigen aktuelle Zahlen des Landesuntersuchungsamtes (LUA). Eine Auswertung des dortigen Tiergesundheitsdienstes bei gut 273.000 gehaltenen Rindern im Land bis zum 7. März 2026 (10. KW) zeigt eine Impfquote von nur 18,8 Prozent. Bei den ebenfalls empfänglichen 75.000 gehaltenen kleinen Wiederkäuern liegt die Impfquote bei den Schafen bei 7 Prozent und bei den Ziegen bei nur 3 Prozent. Ein guter Immunschutz möglichst vieler empfänglicher Tiere ist aber erforderlich, um die Erkrankung und ihre Weiterverbreitung durch die Vektoren, die Gnitzen (Bartmücken), zu verhindern. Eine abgeschlossene Impfung ist derzeit der einzige zuverlässige Schutz gegen die Tierseuche. Damit Infektionsketten abbrechen können, sollte eine Impfquote von deutlich über 50 Prozent möglichst zeitnah (erfahrungsgemäß bis Mitte Juli) noch vor der mit steigenden Außentemperaturen zunehmenden Hauptgnitzenaktivität erreicht werden. Die Tierhalterinnen und Tierhalter sind deshalb aufgerufen, Rinder und andere empfängliche Tierarten wie Ziegen und Schafe gegen das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV8) durch Impfung zu schützen. Das Land Rheinland-Pfalz und die rheinland-pfälzische Tierseuchenkasse unterstützen die freiwillige Impfung bei Rindern und kleinen Wiederkäuern gegen BTV in Form eines Zuschusses von 2,50 Euro pro Impfdosis für Rinder sowie 2,00 Euro pro Impfdosis für Schafe oder Ziegen ( https://tsk-rlp.de/leistungen/beihilfen ). Menschen können sich nicht mit dem Virus der Blauzungenkrankheit anstecken; Milch und Fleisch erkrankter Tiere können bedenkenlos verzehrt werden. Eine aktuelle BTV8-Infektion bei einem Ziegenbock in der Pfalz zeigt jedoch, dass die zuletzt in Frankreich häufiger aufgetretene Virusvariante auch die Nutztierbestände hierzulande bedroht. Bereits Ende November 2025 hatte das LUA das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 bei einem Rind aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm nachgewiesen und das ganze Land zu einer Restriktionszone erklärt. Die Folge: Rinder und kleine Wiederkäuer dürfen nur dann aus Rheinland-Pfalz in BTV8-freie Gebiete verbracht werden, wenn durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen wurde, dass sie frei von BTV8 sind. Zusätzlich müssen die Tiere mindestens 14 Tage vor der Blutentnahme mit Insekten abwehrenden Mitteln (Repellentien) behandelt worden sein, um die Tiere vor Mückenstichen und einer Übertragung des BTV-Virus durch die Gnitzen beim Blutsaugen zu schützen. Ausnahmen gibt es hingegen für Tiere, die gegen den jeweiligen Serotyp des Virus geimpft sind und sich innerhalb des garantierten Immunitätszeitraum des jeweiligen Impfstoffs befinden. Von der Blauzungenkrankheit betroffene Tiere zeigen Allgemeinstörungen mit Fieber, Aktivitätsminderung und Fressunlust. Weiter sind Lahmheiten mit Schwellungen der Gliedmaßen, deutlicher Milchrückgang und Fehlgeburten in allen Trächtigkeitsstadien feststellbar. Auch die langfristigen Auswirkungen können gravierend sein: Während der Trächtigkeit infizierte Kälber zeigen häufig schwerste Missbildungen des zentralen Nervensystems. Wenn bei der täglichen sorgfältigen Tierbeobachtung solche ungewöhnlichen Änderungen auffallen, sollten Tierhalter das örtlich zuständige Veterinäramt informieren, damit eine Infektion differentialdiagnostisch abgeklärt werden kann. In Absprache mit dem Tierarzt sind dann geeignete Proben zu nehmen und an das LUA zu schicken.

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Tags: Schaf ? Insekt ? Repellent ? Pfalz ? Wiederkäuer ? Rheinland-Pfalz ? Rind ? Ziege ? Frankreich ? Blutuntersuchung ? Tierart ? Tierseuche ? Nervensystem ? Virus ? Tierbeobachtung ? Infektion ? Krankheit ?

Region: Rheinland-Pfalz

Bounding boxes: 6.11235482579604° .. 8.508357430823889° x 48.96657144570153° .. 50.942335092015064°

License: DCAT-AP.de Sonstige geschlossene Lizenz

Language: Deutsch

Issued: 2026-03-11

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