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Umweltschutz im Alltag: Hochbeete – Gärtnern auf Terrasse und Balkon

Description: [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] HOCHBEET ALS ALTERNATIVE Hochbeete liegen im Trend, auch wenn sie schon eine lange Tradition im Gartenbau haben. Ein „hohes Beet“ entsteht bereits, wenn eine mit Steinen umgrenzte Beetfläche sich langsam durch Ernterückstände mit Erde anfüllt und somit höher als die Umgebung liegt. Heute legt man Hochbeete in sehr unterschiedlichen Arten bewusst an. So verschieden sie in Form, Ma- terialien oder Aufbau sind, so haben sie die erhöhte Pflanzfläche mit senkrechten Wänden gemeinsam. Der Gartenfachhandel hat sich auf die Nachfrage an Hochbeeten eingestellt. So gibt es fertige Bausätze aus Metall, Holz oder Kunststoff zu kaufen. Welche Vorteile bietet ein Hochbeet gegenüber einem klassischen Beet am Boden? HochbeetKlassisches Beet Kann je nach Bauart überall stehen (auch auf Pflaster!) bzw. ist mobilAn vorhandene „Gartenflä- chen“ gebunden Aufbau eines optimalen Pflanzsubstrates möglichVorhandene Erde lässt sich nur langsam verbessern -> Problem bei schwere Böden: Verdichtungen u. Staunässe Alle Arbeiten auch bei körper- lichen Einschränkungen im Stehen oder Sitzen (je nach Bauart) möglichViele Arbeiten nur in gebück- ter Haltung oder im Knien möglich Kein UmgrabenUmgraben (bei schweren Böden) Grundsätzlich für alle Gemüsearten geeignet, bei Tischbeeten jedoch nicht für WurzelgemüseEignung je nach Bodenart evtl. eingeschränkt Schädlinge leichter erkennbar, Beet für sie schwerer erreich- bar (Schnecken, Mäuse)Schädlinge können länger unentdeckt bleiben Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Kaiser-Friedrich-Str. 1, 55116 Mainz Telefon: 06131 16-0 Unsere Kooperationspartner ■■ Landesamt für Umwelt ■■ Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ■■ Bund Umwelt- und Naturschutz (BUND) ■■ DWA, Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/ Saarland ■■ Bioland Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. ■■ Handwerkskammern Rheinland-Pfalz ■■ Energieagentur Rheinland-Pfalz ■■ Gartenakademie Rheinland-Pfalz ■■ Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ■■ Landesforsten Rheinland-Pfalz ■■ SGD Nord und SGD Süd ■■ Landesuntersuchungsamt Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de Impressum „Umweltschutz im Alltag“ ist eine Initiative des rhein- land-pfälzischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten für einen effizienten und nach- haltigen Umweltschutz Redaktion: Sell, LfU Text: DLR Rheinpfalz/Gartenakademie Rheinland-Pfalz, LfU. Fotos: Pixabay © Landesamt für Umwelt (LfU); August 2019 UMWELTSCHUTZ IM ALLTAG HOCHBEETE - GÄRTNERN AUF TERRASSE UND BALKON STABIL MUSS ES SEINAUF DIE SONNE KOMMT ES ANWELCHE FÜLLUNG DARF ES SEIN? Hochbeete eignen sich besonders, wenn…Standort: Optimal ist ein sonniger Platz. Ideal ist es, das Beet in Nord-Süd-Richtung auszurichten, um die Sonneneinstrahlung perfekt zu nutzen.Die „klassische“ Füllung eines Hochbeetes ist ein vom Hügelbeet abgeleiteter Schichtaufbau. Dabei ist die stabile Einfassung mit verschiedenen Materialien wie Holzschnitt, Gartenabfällen, Kompost und Komposter- de aufzufüllen. Die Höhe beträgt in der Regel etwa 80 cm, ist aber variabel und lässt sich an die Wünsche und Bedürfnisse des Gärtners anpassen. ■■ keine Pflanzfläche vorhanden ist (z. B. Balkon oder eine Pflanzaktion auf einem Schulhof…), ■■ der Gartenboden problematisch ist (z. B. schwere, staunasse oder steinige Böden), ■■ bequemes Arbeiten gewünscht oder notwendig ist. Ein Hochbeet selbst zu bauen, ist gar nicht schwer. Dieses lässt sich beispielsweise aus Holz relativ leicht herstellen, zudem ist Holz als nachwachsender Roh- stoff klimafreundlich. Zu den beständigen Holzarten gehören z. B. Lärche, Birke oder Douglasie. Neben Holz eignen sich auch Steine, Weidengeflecht (s. Foto) oder Säcke als äußerer Halt für die Beeterde. Häufig lässt sich auch altes Material verwenden, wie beispielsweise Euro-Paletten oder Schubkarren. So wird ein Hochbeet schnell zum Upcycling-Projekt und zu einem echten Hingucker! Größe: Es gibt keine festen Maße. Eine Höhe von 80 cm ist für sitzendes Arbeiten und kleine Personen optimal, bis 100 cm für stehendes Arbeiten von groß- en Personen. Bei der Breite gelten 120 cm als sinnvoll (beidseitig zugänglich, sonst schmäler.) Die Länge ist frei wählbar. Unterfahrbare Tischbeete eignen sich für Rollstuhlfah- rer und Personen, die nicht lange stehen können, dann einfach einen Stuhl dazu stellen. Für Kinder, eine der Körpergröße entsprechende Höhe (kein Bücken), die ausgestreckten Arme sollten die Beetmitte erreichen. Natürlich wird nicht immer die gleiche Hochbeetform die geeignete sein. Auf dem Balkon wird man eher zu Trögen und Kübeln greifen, während im Garten große Beete stehen können. Was pflanze ich an? Offene Hochbeete sind in der Regel direkt mit dem Boden verbunden (nach unten offen, z. B. gemauerte Beete). Sie müssen stabil genug sein, um den durch die Erdfüllung entstehenden hohen Innendruck auszu- halten. Es empfiehlt sich, im Abstand von einem Me- ter Pfosten ausreichend tief in den Boden einzulassen. Größe und Form sollte den vorhandenen Örtlich- keiten angepasst werden. Rechteckig, rund, asymme- trisch, sehr klein (z. B. Weinkiste) bis sehr groß (meh- rere Meter lang). Grundsätzlich sind alle Gartenpflanzen geeignet, besonders Blattgemüse, Kräuter, Erdbeeren etc. Zur Auflockerung bieten sich auch bienenfreundliche Stauden und Blumen an. Bei kleinen Beeten ist aufgrund des eingeschränkten Wurzelbereiches von 20-30 cm ein Anbau von Wurzel- gemüse bzw. Kartoffeln nicht sinnvoll. Weitere Informationen finden Sie auf www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de Bei kleinen bzw. flachen Beeten ist der Schichtaufbau allerdings nicht umsetzbar, so dass es auch Hochbeete mit reinen Substratfüllungen gibt. Vor- und Nachteile beider Varianten im Überblick: Klassischer SchichtaufbauHomogenes Substrat Voraussetzung: genügend Füllhöhe (i.d.R. 0,8 – 1m). Vorteile: Entstehung von Rotte-Wärme (Ernteverfrü- hung) und ständige „Nachlie- ferung“ pflanzenverfügbarer Nährstoffe. Einsatz garteneigener organi- scher Materialien (z.B. Zweige, Laub) -> geringe Substrat- schicht nötig. Nachteile: „Setzen“ durch Verrottung -> nach 3 – 4 Jah- ren “auffüllen“ mit organisch. Material bzw. Neuaufbau nötig.Voraussetzung: Keine, auch bei Tischbeeten möglich Vorteile: Kein eigenes Gar- tenmaterial nötig. (z. B. „Balkongärtner“). Kaum „Setzen“ bei struk- turstabilem Substrat bzw. leichtes Auffüllen. Nachteile: Kein „Mistbeet- Effekt“. Kosten für Substrat (Düngung). Klassischer Schichtaufbau:

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Tags: Birke ? Douglasie ? Kompost ? Lärche ? Kunststoff ? Mainz ? Gemüsebau ? Kartoffel ? Schnecke ? Grünabfall ? Rheinland-Pfalz ? Saarland ? Gartenbau ? Nährstoff ? Solarstrahlung ? Verrottung ? Forstschädling ? Kind ? Maus ? Rhizosphäre ? Metall ? Schulhof ? Hortisol ? Bodenart ? Düngung ? Forst ? Pflanze ? Boden ? Arbeit ? Naturschutz ? Gestein ?

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Language: Deutsch

Time ranges: 2019-01-01 - 2019-12-31

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