Description: [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] BADESEEN IN RHEINLAND-PFALZ Sonnenschein und warme Temperaturen laden uns ein, an einen der 70 rheinland-pfälzischen EU-Badegewäs- ser zu fahren und ein bisschen Urlaub in den Alltag zu bringen. Dazu zählen zahlreiche kleinere Stehgewässer, aber auch der 331 Hektar große Laacher See. Weiträu- mige Naherholungsgebiete mit mehreren Baggerseen befinden sich entlang des Rheins. Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Kaiser-Friedrich-Str. 1, 55116 Mainz Telefon: 06131 16-0 Unsere Kooperationspartner ■■ Landesamt für Umwelt ■■ Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ■■ Bund Umwelt- und Naturschutz (BUND) ■■ DWA, Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/ Saarland ■■ Bioland Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. ■■ Handwerkskammern Rheinland-Pfalz ■■ Energieagentur Rheinland-Pfalz ■■ Gartenakademie Rheinland-Pfalz ■■ Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ■■ Landesforsten Rheinland-Pfalz ■■ SGD Nord und SGD Süd ■■ Landesuntersuchungsamt Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de Vor der Fahrt zum See können Sie sich im rheinland- pfälzischen Badegewässeratlas unter www.badeseen.rlp.de umfassend über den See und seine aktuellen Untersuchungsergebnisse informieren. Impressum „Umweltschutz im Alltag“ ist eine Initiative des rhein- land-pfälzischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten für einen effizienten und nach- haltigen Umweltschutz Redaktion: M. Sell, LfU Fotos: MUEEF (Titel), LfU © Landesamt für Umwelt (LfU); Juli 2019 UMWELTSCHUTZ IM ALLTAG BADESEEN – ERFRISCHUNG IN DER NATUR AUSGEZEICHNETE WASSERQUALITÄT„BADE-KNIGGE“VORSICHT BEI CYANOBAKTERIEN In diesem Sommer (Stand Juni 2019) spricht nichts gegen einen Ausflug an einen Badesee. Fast alle Badeseen in Rheinland-Pfalz halten die aktuellen EU- Grenzwerte ein. Die meisten Seen wurden 2018 mit „ausgezeichnet“ bewertet, drei Seen mit „gut“.Badegewässer sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen!An manchen Badeseen können sich im Sommer zeitweise hohe Konzentrationen von „Blaualgen“, erkennbar an grünen Schlieren, entwickeln. Dabei handelt es sich um photosynthesebetreibende Bak- terien – sog. Cyanobakterien. Einige Arten produzie- ren unter bestimmten Bedingungen Giftstoffe, sog. Cyanobakterientoxine. Laut EU Vorgaben müssen Oberflä- chengewässer, an denen mit einer großen Zahl von Badenden zu rechnen ist, als EU-Badegewässer ge- meldet, überwacht und bewirtschaftet werden. In Rheinland-Pfalz untersuchen die Gesundheitsämter der Landkreise und das Landesuntersuchungsamt jedes Jahr die mikrobiologische Qualität dieser Ge- wässer. Vor und während der Badesaison werden Proben genommen und analysiert, um Krankheitser- reger auszuschließen. Die aktuellen Untersuchungen der hygienischen Wasserqualität veröffentlicht das Landesamt für Umwelt (LfU) im „Badegewässeratlas“: www.badeseen.rlp.de. Bei unerwartet hohen Einzelwerten der mikrobiolo- gischen Parameter werden Maßnahmen umgesetzt, z. B. ein befristetes Badeverbot ausgesprochen. Zusätzlich zu den Keimbelastungen kontrolliert das LfU die Badegewässer auf Algenblüten. Gerade Cy- anobakterien (Blaualgen) stehen hier im Fokus, da sie Hautreizungen oder Durchfall auslösen können. ■■ In Rheinland-Pfalz ist kein Fluss oder größerer Bach als Badegewässer ausgewiesen. Sie sind wegen der nicht auszuschließenden Infektionsgefahr, den Gefahren durch Schiffsverkehr und der zum Teil starken Strömung zum Baden nicht geeignet. ■■ Beachten Sie Schutzzonen! Schwimmen ist nur an den ausgewiesenen Badestellen zugelassen. ■■ Schonen Sie die Ufervegetation und bewegen Sie sich nur in den freigegebenen Flächen. Campen ist nur in den ausgewiesenen Bereichen gestattet. ■■ Hinterlassen Sie keinen Abfall. ■■ Benutzen Sie den See nicht als Toilette, sonst kön- nen Krankheitskeime ins Wasser gelangen. ■■ Bitte füttern Sie keine Fische und Wasservögel. Mit Essens- resten gelangen überflüssige Nährstoffe ins Gewässer. Tipps für sicheres Baden: ■■ Machen Sie sich mit den Regeln zur Selbsthilfe im Wasser für unerwartete Situationen vertraut! ■■ Überschätzen Sie im freien Gewässer nicht Ihre Kraft und Ihr Können! Gerade im Frühjahr (Mai/Juni) herrscht stellenweise noch eine sehr dünne warme Wasserschicht (darunter nimmt die Temperatur schnell stark ab). ■■ Kühlen Sie sich ab, ehe Sie ins Wasser gehen, und verlassen Sie das Wasser sofort, wenn Sie frieren! ■■ Nur ins Wasser springen, wenn das Wasser unter Ihnen tief genug und frei ist! Meiden Sie sumpfige und pflanzendurchwachsene Gewässer! ■■ Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich! Weitere Informationen finden Sie auf www.badeseen.rlp.de www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de Ein Gesundheitsrisiko besteht vor allem, wenn Was- ser mit hohen Cyanobakterientoxin-Konzentrationen geschluckt wird oder in die Atemwege gelangt. Cy- anobakterien können Übelkeit hervorrufen oder gar Magen-Darm-Entzündungen, Atemwegserkrankungen und allergische Reaktionen. Besonders gefährdet sind Kinder, falls sie beim Spielen im Flachwasser viel Wasser schlucken. Gerade dort können sich die Cyanobakterien stark konzentrieren. Aber auch Wassersportler mit intensivem Wasserkon- takt, wie z. B. Taucher, haben ein erhöhtes Risiko. ■■ Entsprechende Informationen und Warnhinweise vor Ort sind unbedingt zu beachten. Lassen Sie beim Baden in Seen mit deutlicher grüner Trübung und bei deutlicher Schlierenbildung Vorsicht walten! ■■ Eltern sollten besonders auf ihre Kinder achten. Ver- meiden Sie den Kontakt mit Schlieren. ■■ Nach dem Baden gründlich duschen und die Bade- kleidung reinigen.
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Language: Deutsch
Time ranges: 2019-01-01 - 2019-12-31
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