Description: [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Problem Feuchttücher In Toiletten entsorgte Feuchttücher, wie z. B. feuchtes Toilettenpapier aus Vlies, stellen die Abwasserentsor- ger vor schwierige technische Probleme. Feuchttücher jeglicher Art sollen daher nicht über die Toilette entsorgt werden. Das Vlies besteht aus einem Polyester-Viskose- Gemisch oder aus Fasern, die mit Kunstharzen ge- festigt sind – genau das wird zum Problem für die Kläranlagen. Die Feuchttücher verstopfen Rohre, Kanäle sowie Überläufe und verfan- gen sich in den Abwasserpumpen. Lange, verfilzte und zähe Stränge belasten die Pumpen und bringen sie letztendlich zum Stillstand. Dieses Problem der Verstopfung © OOWV wird als Pumpenkiller bezeichnet. Die Kosten für die Behebung der Störungen müssen alle Verbraucherinnen und Verbraucher bezahlen! Zudem schwimmen die Tücher in den Kläranlagen an der Oberfläche der Wasserbecken und verringern so den Sauerstoffaustausch. Dadurch wird insbesondere die biologische Reinigungsstufe der Kläranlage gestört, wie dies auch bei über die Toilette entsorgten Medika- menten, Essensresten und Chemikalien der Fall ist. Es geht auch ohne Feuchttücher aus Vlies! ■■ Verwenden Sie Feuchttücher aus Papier, diese lösen sich in Wasser auf. ■■ Befeuchten Sie Toilettenpapier oder benutzen Sie einen Waschlappen. ■■ Sollten Sie dennoch Feuchttücher aus Vlies nutzen, bitte in einem Restmüll-Abfalleimer entsorgen. Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Kaiser-Friedrich-Str. 1, 55116 Mainz Telefon: 06131 16-0 Unsere Kooperationspartner ■■ Landesamt für Umwelt ■■ Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ■■ Bund Umwelt- und Naturschutz (BUND) ■■ DWA, Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/ Saarland ■■ Bioland Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. ■■ Handwerkskammern Rheinland-Pfalz ■■ Energieagentur Rheinland-Pfalz ■■ Gartenakademie Rheinland-Pfalz ■■ Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ■■ Landesforsten Rheinland-Pfalz ■■ SGD Nord und SGD Süd ■■ Landesuntersuchungsamt Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de Impressum „Umweltschutz im Alltag“ ist eine Initiative des rhein- land-pfälzischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten für einen effizienten und nach- haltigen Umweltschutz Redaktion: Sell, LfU Fotos: Pixabay, Oldenburgisch-Ostfriesische Wasser- verband (OOWV), DWA, LfU © Landesamt für Umwelt (LfU); Juni 2019 Umweltschutz im AllTAG Was gehört ins klo und was nicht? Was ins Klo sollteWas gehört warum nicht ins klo?wARUM KEINE mEDIZIN INS kLO? Im Prinzip ganz einfach! Nur zwei Dinge gehören in die Toilette:Feste AbfälleWas passiert?Wohin damit?Feuchttücher, Feuchtes Toilet- tenpapierverstopfen die Rohrlei- tung, setzen Pumpwerke außer BetriebSchwarze MülltonneWindeln, Zahn- seide, Putzlappenverstopfen die Rohrlei- tung, setzen Pumpwerke außer BetriebSchwarze MülltonneViele Medikamentenrückstände lassen sich in Kläran- lagen nur teilweise aus dem Abwasser entfernen. Ei- nige medizinische Substanzen werden fast vollständig entfernt, andere Stoffe verlassen die Kläranlage ohne nennenswerten Abbau. Im Durchschnitt lassen sich etwa 40 Prozent der Substanzen eliminieren. Speiseresteverstopfen die Rohleitun- gen und locken Ratten anBiotonneHeftpflaster, Slipeinlagenverstopfen RohrleitungenSchwarze MülltonneWattestäbchen, Kondomelassen sich in Kläranlage nicht entfernenSchwarze MülltonneZigaretten, Korkenmüssen in Kläranlage Schwarze Mülltonne mühsam entfernt werdenMedikamente, Tablettenkontaminieren das Abwasser und schädigen LebewesenSchadstoffsamm- lung/ -mobil, schwar- ze Mülltonne, flüssige Medikamente im Behältnis lassenWC-Steinevergiften das Abwassernicht verwendenFlüssige AbfälleWas passiert?Wohin damit?Farben, Lacke, Pflanzenschutz- mittel, Verdünnervergiften das AbwasserSchadstoffsammlung, SchadstoffmobilChemikalienzerfressen RohleitungenSchadstoffsammlung, SchadstoffmobilPutzmittel, Rohr- reinigervergiften das Abwasser, zerfressen Rohrleitungen und DichtungenSchadstoffsammlung, SchadstoffmobilFett, Speiseölführt zu Rohrverstop- fungenSchwarze MülltonneTapetenkleisterführt zu Rohrverstop- fungenSchadstoffsammlung, SchadstoffmobilStreubare AbfälleWas passiert?Wohin damit?Asche, Katzen- streu, Vogelsandverstopft die Rohleitun- genSchwarze Mülltonne ■■ Menschliche Ausscheidungen ■■ Toilettenpapier Was nicht ins Klo sollte Leider landen oft Abfälle in der Kanalisation, die eine Gefahr für Abflussrohre, Rohrleitungen, Abwasser- pumpwerke und die Umwelt darstellen. Diese Sachen dürfen daher nicht in der Toilette ent- sorgt werden: 1. Gemüse- und Fleischabfälle, Es- sensreste, Speiseöle und -fette OIL 2. Hausmüll: Zigarettenkippen, Feu- erzeuge, Rasierklingen, Flaschenver- schlüsse, Altpapier, Plastik und andere feste Abfälle 3. Medikamente (fest und flüssig) 4. Hygieneartikel: Babywindeln, Slip- einlagen, Damenbinden, Inkontinenzprodukte, Tam- pons, Kondome, Haare, Wattestäbchen, Papiertü- cher und vor allem Feuchttücher 5. Sondermüll: Batterien, chlorhaltige und ätzende Putz- und Reinigungsmittel, Altöl, Chemikalien, Far- ben und Lacke Grafiken: © DWA Die nicht vollständig abgebauten Medikamentenrück- stände gelangen mit dem Kläranlagenablauf in unsere Bäche und Flüsse. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass selbst geringe Konzentrationen einzelner Wirk- stoffe negative Auswirkungen auf die Umwelt haben können. Wohin mit der alten Medizin? Ihre Altmedikamente können Sie bei vielen Apotheken, aber in jedem Fall beim Schadstoff- Mobil oder bei der Schadstoff- Sammelstelle abgeben. Dort ist nicht nur eine sichere Lagerung, sondern auch der Weg in die Abfallverbrennung gewährleistet. Altmedikamente können über den Restmüll entsorgt werden, wenn dieser thermisch verwertet (verbrannt) wird. In 86 % der Kreise und kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz ist dies der Fall. Auskunft erteilt Ihre Kreis- oder Stadtverwaltung. Altmedikamente sollten im Restmüll nicht sichtbar sein, damit sie nicht in die Hände von Kindern oder Unbefugten gelangen. Weitere Informationen finden Sie auf www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de
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Language: Deutsch
Time ranges: 2019-01-01 - 2019-12-31
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