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Waldzustandsbericht 2023

Description: [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] WALDZUSTANDS- BERICHT 2023 1 Impressum Herausgeber Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Kaiser-Friedrich-Straße 1 55116 Mainz Telefon: 06131 16-0 www.mkuem.rlp.de www.wald.rlp.de Mainz, November 2023 Durchführung, Auswertung und Gestaltung Zentralstelle der Forstverwaltung Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz Hauptstraße 16 67705 Trippstadt Telefon: 06131-884-268-0, Fax: 06131-884-268-300 zdf.fawf@wald-rlp.de www.fawf.wald.rlp.de nur als Download https://fawf.wald.rlp.de/de/veroeffentlichungen/waldzustandsbericht/ Titelbild: Wald bei Welschneudorf im südlichen Westerwald, Altbuchen mit Naturverjüngung übergehend in nach Borkenkäferbefall abgestorbene Fichten (Foto: Friedrich Engels) 2 WALDZUSTANDS- BERICHT 2023 Vorwort........................................................................................................................................................4 Waldzustand 2023 im Überblick.............................................................................................................6 Waldzustandserhebung (WZE)................................................................................................................8 Einflüsse auf den Waldzustand ............................................................................................................ 30 JEntwicklung der Luftschadstoffbelastung ...............................................................................31 JKlimawandel und Witterungsverhältnisse.............................................................................. 37 JWaldschutz................................................................................................................................... 41 Vielfalt unserer Eichenwälder – angepasst und anpassungsfähig.................................................. 46 Wiederbewaldung auf Schadflächen in Rheinland-Pfalz................................................................. 60 Anhänge „Entwicklung der Waldschäden....................................................................................................... 67 „Probebaumkollektiv 2023............................................................................................................... 73 „Regionale Abweichung vom Monatsniederschlag in Prozent (Januar bis Dezember).......... 74 „Abkommen und gesetzliche Regelungen zur Luftreinhaltung...................................................77 3 VORWORT Der Waldzustandsbericht 2023 ist ein weiteres Mahnmal der Folgen des Klimawandels. Von einer „Entspannung“ der Situation in den rhein- land-pfälzischen Wäldern kann keine Rede sein. Ausbleibende Niederschläge in der forstlichen Vegetationszeit verbunden mit hohen Tempera- turen und der chronischen Belastung durch Luft- schadstoffe setzen den Wald weiter unter Stress, daran ändert auch ein relativ nasser Sommer nichts. Die Wälder leiden weiterhin massiv unter der Dürre vergangener Jahre. Das Schadniveau ist gegenüber dem Vorjahr noch einmal angestiegen. Der Anteil deutlich geschädigter Waldbäume ist um vier Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Der Anteil starker Kronenschäden, abgestorbener Pro- bebäume und infolge biotischer Schäden vorzeitig entnommener Probebäume ist nach wie vor über- durchschnittlich hoch. Mit bereits heute circa 1,7 Grad Erwärmung ist Rheinland-Pfalz im bundesweiten Vergleich besonders stark vom Klimawandel betroffen – Menschen und Natur spüren dessen Auswirkun- gen somit bereits heute deutlich. Startete das Jahr 2023 nach einem milden Winter mit einem sehr niederschlagsreichen und durchschnittlich warmen Frühling, folgte gerade zum Beginn der Vegetationszeit während des Austriebs der Bäume von Mitte Mai bis Mitte Juli eine sehr trockene und warme Periode, die den Waldbäu- men nach dem trockenen und warmen Vorjahr 4 ©MKUEM/Christof Mattes erneut Stress verursachte. Nach ersten lokalen Niederschlägen ab Mitte Juli konnten sich die Bodenwasservorräte durch gleichmäßigere Re- genfälle ab Ende Juli im Laufe des Augusts wieder regenerieren. Auch in diesem Jahr zeigt sich, dass gerade unsere wichtigste Baumart Buche weiterhin massiv unter Hitze und Dürre leidet. Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil deutlich geschädigter Buchen um sieben Prozentpunkte höher, der Anteil derjenigen ohne sichtbare Schadmerkmale um drei Prozent- punkte zurückgegangen. Die Bilder absterbender Buchen zeigen sich inzwischen in immer mehr Wäldern von Rheinland-Pfalz. Die mehr als drei Jahrzehnte zurückreichenden Messreihen des Forstlichen Umweltmonitorings belegen die Erfolge der Luftreinhaltemaßnahmen, zeigen aber auch noch bestehende Defizite auf. Der Eintrag an Schwefel und Schwermetallen ist deutlich zurückgegangen. Die Stickstoffeinträge sind demgegenüber nur wenig reduziert und übersteigen die Schwellenwerte der Ökosystem- verträglichkeit. Zudem liegt die Säurebelastung – ohne gezielte Gegenmaßnahmen, wie vor allem die Bodenschutzkalkung - noch über dem Puffer- potenzial vieler Waldstandorte. Auch Ozon wirkt sich nach wie vor waldschädigend aus. Der Baumart Eiche ist im Waldzustandsbericht 2023 ein eigenes Kapitel gewidmet. Darin werden die Strategien und Anpassungsmöglichkeiten der Eiche an den Klimawandel näher beleuchtet. Da gerade die Eiche als heimische Laubbaumart als Hoffnungsträger bei der Anpassung unserer Wäl- der an den Klimawandel gilt, können hierdurch wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Dabei zeigt sich: Entscheidend ist immer der spezielle Standort, um daraus dann die richtigen Rück- schlüsse ziehen zu können. Der Bericht bestärkt darin, sich weiterhin für einen engagierten Klimaschutz in Rheinland-Pfalz einzusetzen – auch insbesondere vor dem Hinter- grund des notwendigen Ausbaus von Erneuerba- ren Energien. Zur Erarbeitung des Waldzustandsberichtes 2023 haben zahlreiche Fachleute mit umfangreichen Aufnahmen und Auswertungen in gründlicher und sorgfältiger Arbeit zusammengewirkt. Bei diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Landes- forsten Rheinland-Pfalz, insbesondere aber der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forst- wirtschaft in Trippstadt, bedanke ich mich ganz herzlich. Katrin Eder Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz 5

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Tags: Mainz ? Buche ? Eiche ? Fichte ? Hauptverkehrsstraße ? Ozon ? Waldbaum ? Waldzustandserhebung ? Laubbaum ? Waldschaden ? Waldökologie ? Rheinland-Pfalz ? Schwermetall ? Borkenkäfer ? Baum ? Schwefel ? Waldmonitoring ? Luftbelastung ? Luftreinhaltung ? Bodenwasser ? Dürre ? Kalkung ? Waldzustandsbericht ? Wiederaufforstung ? Stickstoffeintrag ? Forst ? Vegetationsperiode ? Waldverjüngung ? Klimaschutz ? Waldzustand ? Klimafolgen ? Anpassungs- und Vermeidungsstrategie ? Klimaanpassung ? Klimaschutzbericht ? Niederschlag ? Schwellenwert ? Arbeit ? Wald ? Schadstoff ? Forschungseinrichtung ? Klimawandel ? Forstwirtschaft ?

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Language: Deutsch

Time ranges: 2023-01-01 - 2023-12-31

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