Description: Rheinland-pfälzische Forststaatssekretärin überreicht am Waldbildungszentrum in Hachenburg Abschlusszeugnisse an 50 neue Forstwirtinnen und Forstwirte "Unsere Wälder stehen angesichts der Klimakrise vor enormen Herausforderungen. Hitze, Trockenheit, Stürme und Schädlinge haben viele Bestände geschwächt. Die Folgen sind längst nicht mehr nur für Fachleute zu erkennen. Sie sind für jede Bürgerin und jeden Bürger sichtbar. Die Zukunft unserer Wälder entscheidet sich nicht von allein. Sie braucht eine nachhaltige und professionelle Waldpflege, die von qualifizierten Fachkräften vor Ort durchgeführt wird. Sie als Forstwirtinnen und Forstwirte sind diejenigen, die Waldentwicklung konkret ermöglichen. Gleichzeitig sind sie die sichtbarsten Botschafterinnen und Botschafter unserer Wälder", sagte Forststaatssekretärin Dr. Kristina Brixius heute im Waldbildungszentrum in Hachenburg. Dort überreichte sie 49 neuen Forstwirten und einer neuen Forstwirtin bei einer Feierstunde die Abschlussurkunden. Im Rahmen ihrer dreijährigen dualen Ausbildung konnten sich die Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2026 aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland in staatlichen, kommunalen und privaten Forstbetrieben die notwendigen praktischen Fertigkeiten aneignen. Ergänzt wurde ihre Ausbildung durch den Besuch der Berufsschule Bad Kreuznach und durch neun überbetriebliche Lehrmodule am Waldbildungszentrum Hachenburg. Prüfungsthemen waren die Bereiche Waldwirtschaft, Landschaftspflege, Holzernte sowie die Planung, Organisation und Kontrolle von Arbeitsaufgaben. Beruf im Wandel In ihrer Festrede beschrieb die Staatssekretärin auch die grundlegende Veränderung des Berufsbildes in den vergangenen Jahrzehnten. „Der moderne Forstwirtsberuf ist längst nicht mehr allein eine körperliche Tätigkeit. Er ist hochqualifizierte Facharbeit. Er verlangt technisches Verständnis, ökologische Kenntnisse, eigenverantwortliches Handeln und die Fähigkeit, komplexe Situationen zu beurteilen. Waldarbeit ist heute gleichermaßen Hand- und Kopfarbeit. Arbeitsabläufe müssen geplant, unterschiedliche Entwicklungsstadien von Waldbeständen beurteilt, moderne Technik eingesetzt und Entscheidungen getroffen werden, die langfristige Auswirkungen haben. Die naturnahen, vielfältigen und klimastabilen Wälder, die wir heute entwickeln wollen, verlangen ein hohes Maß an Fachwissen und Eigenverantwortung.“ Brixius betonte weiterhin die fortschreitende Digitalisierung in der Forstwirtschaft. Moderne Forstmaschinen, digitale Datenerfassung, Fernerkundung und künftig auch Anwendungen der Künstlichen Intelligenz veränderten die Arbeit zunehmend. „Die Zukunft der Forstwirtschaft wird deshalb aber nicht von Maschinen allein gestaltet werden. Sie wird von gut ausgebildeten Fachkräften verantwortet, die Technik, Naturverständnis und praktisches Können miteinander verbinden. Genau das zeichnet Sie als Forstwirtinnen und Forstwirte aus“, betonte die Staatssekretärin. Hervorragende berufliche Perspektiven Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel, so Brixius, machten auch vor der Forstbranche nicht halt. Gut ausgebildete Forstwirtinnen und Forstwirte seien in den kommenden Jahren mehr denn je gefragt, die beruflichen Perspektiven ausgezeichnet, ob in staatlichen, kommunalen oder privaten Forstbetrieben, in der Forsttechnik, in der Weiterbildung zur Meisterin oder zum Meister oder in vielen anderen Spezialisierungen. „Die Zukunft der Forstwirtschaft braucht Kompetenz, Engagement und Leidenschaft. Sie haben sich für einen Beruf entschieden, der nicht nur Zukunft hat, sondern Zukunft gestaltet.“ Brixius: „Wer selbst einmal junge Bäume gepflanzt hat, versteht unmittelbar, wie viel Geduld, Sorgfalt und Zuversicht notwendig sind, um einen Wald für kommende Generationen aufzubauen. Vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft Ihres Berufs: Nachhaltigkeit ist kein Schlagwort. Nachhaltigkeit bedeutet, heute Verantwortung für morgen zu übernehmen. Dafür stehen Forstwirtinnen und Forstwirte seit Generationen. Die Bäume, die Sie heute pflanzen, werden vielen Menschen Schatten spenden, Lebensraum bieten und Holz liefern – oft weit über die eigene Lebenszeit hinaus. Das ist eine große Verantwortung. Aber es ist auch ein großes Privileg.“
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Tags: Landschaftspflege ? Rheinland-Pfalz ? Saarland ? Baum ? Holzeinschlag ? Berufliche Fortbildung ? Demografischer Wandel ? Digitalisierung ? Forstbetrieb ? Sturm ? Spende ? Waldfläche ? Forstmaschine ? Künstliche Intelligenz ? Technik ? Ausbildung ? Schädling ? Pflanze ? Waldpflege ? Arbeit ? Datenerhebung ? Fernerkundung ? Forstwirtschaft ? Wald ? Forsttechnik ?
Region: Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz
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License: DCAT-AP.de Sonstige geschlossene Lizenz
Language: Deutsch
Issued: 2026-06-26
Last harvest: 16.07.2026 01:19
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