API src

Katrin Eder: „Paradebeispiel für konkret und wirksam umgesetzten Klimaschutz vor Ort“

Description: 1,3 Millionen Euro aus KIPKI-Mitteln für Wärmepumpenanlage mit Geothermie-Bohrungen am Koblenzer Görres-Gymnasium – Klimaschutzministerin informierte sich vor Ort über Baufortschritt „Der Klimawandel ist längst keine abstrakte Bedrohung mehr, sondern eine Realität, die wir in unserem Alltag spüren – sei es durch Hitzesommer, Starkregenereignisse oder die Herausforderungen einer nachhaltigen Energieversorgung. Klimaschutz ist daher eine große Gemeinschaftsaufgabe, die nur gelingt, wenn wir alle Verantwortung übernehmen: Bund, Länder, Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger. Gerade die Kommunen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie sind die Orte, an denen Klimaschutz sichtbar wird, an denen Menschen erleben, wie sich Maßnahmen auf ihr direktes Umfeld auswirken. Deshalb haben wir mit dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation, kurz KIPKI, ein Programm geschaffen, das den Kommunen unkompliziert Mittel zur Verfügung stellt, damit sie selbst entscheiden können, welche Maßnahmen vor Ort sinnvoll und wirksam sind. Die mit 1,3 Millionen Euro aus KIPKI-Mitteln geförderte Errichtung einer Wärmepumpenanlage mit Geothermie-Bohrungen hier am Görres-Gymnasium ist ein Paradebeispiel dafür, wie Klimaschutz vor Ort konkret und wirksam umgesetzt werden kann“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder heute in Koblenz, wo sie sich auf dem Schulgelände über den aktuellen Stand des Bauvorhabens informierte. Gewonnen wird die Wärme für das Gymnasium über insgesamt 36 Sonden, die rund 150 Meter in die Tiefe gebohrt wurden. In einem weiteren Schritt werden die beiden Wärmepumpen im Keller des Gymnasiums eingebaut und die weitere Heizungsinstallation ausgeführt. Ziel ist es, zukünftig das Schulgebäude, bestehend aus dem Altbau aus dem 19. Jahrhundert und einem Anbau aus den 1960er Jahren, klimafreundlich zu beheizen. Nach Abschluss der Umbauten liegt die prognostizierte Endenergieeinsparung bei jährlich rund 651.000 Kilowattstunden. Dadurch wird voraussichtlich eine Reduktion der CO2-Emissionen von zirka 100 Tonnen pro Jahr erreicht. Überschüssige Wärme aus der Wärmepumpenanlage soll über das bestehende Nahwärmenetz weitergeleitet werden und die Grundlast des benachbarten Rathauses abdecken. „Die Umsetzung der KIPKI-Maßnahme markiert einen bedeutenden Fortschritt für das Klimaschutzkonzept der Stadt Koblenz. Mithilfe der bereitgestellten Mittel werden nicht nur städtische Liegenschaften energetisch saniert, sondern auch Fundamente für eine zukunftsfähige Stadtgestaltung gelegt. Neben dem ökologischen Nutzen steht dabei vor allem die langfristige Verbesserung der Lebensverhältnisse vor Ort im Fokus“, erläuterte Prof. Dr. Andreas Lukas, Baudezernent der Stadt Koblenz, die Relevanz der Maßnahme. „Die Maßnahme zeigt eindrucksvoll, wie Klimaschutz konkret funktioniert: Mit Ihrem Projekt wird der Verbrauch fossiler Energien gesenkt, Regelungen und Verteiler modernisiert, und eine nachhaltige Wärmeversorgung für eine zentrale Bildungseinrichtung unserer Gesellschaft geschaffen. Damit leisten Sie nicht nur einen Beitrag zur Energiewende, sondern auch zur Bewusstseinsbildung – denn Schülerinnen und Schüler erleben hier unmittelbar, wie Klimaschutz praktisch umgesetzt wird. Dieses Projekt und auch die anderen über KIPKI finanzierten Maßnahmen hier in Koblenz sind Beispiele dafür, wie Kommunen Verantwortung übernehmen und Innovation vorantreiben. Es zeigt, dass Klimaschutz nicht nur eine Frage großer politischer Programme ist, sondern vor allem eine Frage des Handelns vor Ort“, betonte die Ministerin. Erfolgsprogramm KIPKI Alle 194 berechtigten Kommunen in Rheinland-Pfalz hätten über die Online-Plattform KIPKI-Anträge gestellt. Sämtliche Anträge mit rund 1.300 Teilprojekten seien bewilligt, die Projektumsetzung in den Kommunen begonnen worden. Allein diese Zahlen zeigten eindrucksvoll den großen Erfolg des Kommunalen Investitionsprogramms, so Katrin Eder. Ohne komplizierte Antragsverfahren habe die Landesregierung allen rheinland-pfälzischen Gebietskörperschaften insgesamt 250 Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Eine weitere Besonderheit bei KIPKI sei, dass ein Eigenanteil der Kommunen nicht nötig sei. „Dadurch konnten auch bei weniger gut gefüllten Gemeindekassen Projekte umgesetzt werden. Denn oft scheitert es bei Förderungen am Eigenanteil. Damit haben wir die Grundlage geschaffen, dass Klimaschutz nicht durch Bürokratie verhindert wird, sondern schnell und praxisnah umgesetzt werden kann. Eine Vielzahl an Kommunen investiert zusätzlich zu den Fördergeldern eigene Mittel. So entfaltet KIPKI eine große Hebelwirkung und es zeigt sich: Kommunen wollen Klimaschutz. So kommen zu den 180 Millionen Euro KIPKI-Mitteln weitere 80 Millionen Euro hinzu, die die Kommunen in Eigenleistung finanzieren. Und damit ein weiteres Plus in Sachen CO2-Einsparung“, so die Ministerin. Annähernd fünf Millionen Euro aus dem Landesförderprogramm erhält die Stadt Koblenz für ihre insgesamt acht Teilprojekte. Investiert wird dabei unter anderem in eine umfangreiche energetische Sanierung des Rathauses, in große PV-Anlagen, in die Mobilität und in verschiedene Maßnahmen der Klimawandelanpassung. „Klimaschutz ist machbar, er ist konkret, er ist vor Ort sichtbar. Ihr Projekt hier am Görres-Gymnasium ist ein leuchtendes Beispiel dafür. Mit KIPKI haben wir die Grundlage geschaffen, dass viele solcher Projekte entstehen können. Jede eingesparte Kilowattstunde fossiler Energie, jede Investition in nachhaltige Technologien bringt uns dem Ziel näher, Rheinland-Pfalz klimaneutral zu machen“, so Katrin Eder.

Types:
Text(
    PressRelease,
)

Origins: /Land/Rheinland-Pfalz/MKUEM

Tags: Koblenz ? Rheinland-Pfalz ? Schulgebäude ? Energiewende ? Gymnasium ? Wärmeversorgung ? Photovoltaikanlage ? Nachhaltige Energieversorgung ? Wärmepumpe ? Starkregen ? CO2-Minderung ? Hitzewelle ? Fossile Energie ? Klimaschutzkonzept ? Energieeinsparung ? Finanzierungshilfe ? Kommune ? Stadt ? Klimaschutz ? Klimaanpassung ? Energetische Sanierung ? Bauvorhaben ? Klimawandel ? Städtebau ? GreenTech ?

Region: Rheinland-Pfalz

Bounding boxes: 6.11235482579604° .. 8.508357430823889° x 48.96657144570153° .. 50.942335092015064°

License: other-closed

Language: Deutsch

Issued: 2026-01-15

Time ranges: 2026-01-15 - 2026-01-15

Status

Quality score

Accessed 1 times.