Description: Endbericht Konzentrationen und Umweltverhalten von Transformationspro- dukten bedeutsamer Pharmazeutika und von Coffein in der Wietze Dr. Wolf-Ulrich Palm†, Dr. Mario Schaffer‡, Prof. Dr. Klaus Kümmerer† † Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie Universitätsallee 1, 21335 Lüneburg ‡ NLWKN – Betriebsstelle Hannover-Hildesheim, Aufgabenbereich: Oberirdische Gewässer An der Scharlake 39, 31135 Hildesheim Version vom 1. Dezember 2021 Antragsteller: Leuphana Universität Lüneburg, Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaften Institut für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie Anschrift:Universitätsallee 1, 21335 Lüneburg Tel.:04131-677 2874 / 2893 Fax:04131-677 2822 / 2848 E-Mail:palm@uni.leuphana.de klaus.kuemmerer@leuphana.de Laufzeit: 1.7.2019 - 30.06.2021 Endbericht Wietze und Pharmazeutika Inhalt 1 2 3 Einleitung .......................................................................................................................... 4 Experimentelles ................................................................................................................ 5 Ergebnisse und Diskussion .............................................................................................. 7 3.1 Besonderheiten zu den einzelnen Verbindungen und den Messstellen...................... 8 3.1.1 Substanzen .............................................................................................................. 8 3.1.2 Messstellen ............................................................................................................. 9 3.2 Gesamtübersicht der gefundenen Konzentrationen.................................................... 9 3.3 Beispielhafte Konzentrationsverläufe in der Wietze ................................................ 11 3.4 Spezielle Themen ..................................................................................................... 14 3.4.1 Sommerkampagne Juni 2021 ............................................................................... 14 3.4.2 4-Hydroxyantipyrin .............................................................................................. 16 3.4.3 Konzentrationen in der Wulbeck.......................................................................... 18 Danksagung............................................................................................................................. 20 4 Literatur .......................................................................................................................... 20 2 Endbericht Wietze und Pharmazeutika Zusammenfassung In dem Ende Juli 2021 beendeten Projekt wurden die Konzentrationen von fünf Arzneimittelwirkstoffen und ausgewählten Transformationsprodukten dieser Pharmazeutika bzw. des Coffeins in der Wietze untersucht. Insgesamt wurden in zehn Messkampagnen 14 Probemessstellen in der Wietze und an Zu- flüssen die Konzentrationen für insgesamt 33 Verbindungen analysiert. Diese Messungen wurden von Laboruntersuchungen zum Abbau und Verhalten der Verbindungen begleitet. Alle acht im Vorfeld erwarteten Transformationsprodukte des Carbamazepins wurden in der Wietze gefunden, vom Diclofenac nur das photochemisch zu 100 % gebildete erste Photoprodukt (8-Chlor- carbazol-1-essigsäure), vom Sulfamethoxazol ein photochemisch gebildetes Oxazolderivat, vom An- tipyrin (Phenazon) das wahrscheinlich als Konjugat vorliegende 4-Hydroantipyrin und alle vom Coffein abgeleiteten acht untersuchten Xanthinderivate. Nur vom Trimethoprim konnten die beiden gesuchten Produkte nicht gefunden werden. Insgesamt konnten von den gesuchten Produkten zwölf Verbindungen nicht detektiert werden. Die Analytik der Verbindungen erfolgte nach sequenzieller Anreicherung über zwei SPE-Phasen mittels LC-MS/MS. Die instrumentellen Bestimmungsgrenzen (BG) lagen im Bereich einiger µg/L und in den Realproben im Bereich von 10 ng/L, da der Anreicherungsfaktor bei 500 lag. Diclofenac, trans-Dihydroxycarbamazepin und Carbamazepin wurden in den Oberflächengewässern (Wietze, Mühlengraben und Hengstbeeke) im Einzugsgebiet der Wietze mit maximalen Konzentratio- nen von 1000 – 3500 ng/L gefunden. Das maximale Konzentrationsniveau aller anderen detektierten Verbindungen lag im Bereich 10 – 600 ng/L. Pharmazeutika und ihre Produkte werden vollständig durch Kläranlagen in die Oberflächengewässer eingetragen und die Konzentrationen lassen sich vollständig durch Verdünnungen im Gewässer erklären. Dagegen zeigen die Xanthinderivate ein abweichendes Konzentrationsmuster mit diffusen Einträgen, z.B. über den Niederschlag. Von keinen der untersuchten Pharmazeutika und deren Produkten konnte auf der etwa 40 km langen Fließstrecke in der Wietze in einem Zeitbereich von ca. 1 Tag eine merkliche Reduktion der Gewässer- fracht bis zur Mündung in die Aller nachgewiesen werden. 3
Text { text_type: Publication, }
Origin: /Land/Niedersachsen/NLWKN
Tags: Hildesheim ? Lüneburg ? Messstation ? Fluss ? Arzneimittel ? Umweltchemie ? Arzneistoff ? Biokonzentrationsfaktor ? Einzugsgebiet ? Oberflächengewässer ? Verdünnung ? Diffuse Quelle ? Nachhaltige Chemie ? Bestimmungsgrenze ? Niederschlag ? Laboruntersuchung ? Umweltverhalten ?
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