API src

Band 1/2012: Fließgewässerentwicklung und Grundwasserschutz - Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie ...

Description: Informationsdienst Gewässerkunde Flussgebietsmanagement 1/2012 Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Fließgewässerentwicklung und Grundwasserschutz im Zeichen der Wasserrahmenrichtlinie Erste Schritte zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie Weitere Themen: Leitfaden Maßnahmenplanung Oberflächen- gewässer • Kartendienst Wasserrahmenrichtlinie Start des Informationsdienstes Gewässerkunde Flussgebietsmanagement Wasserrahmenrichtlinie, Hochwasserrisikomanagementrichtlinie, Meeresstrategie- Rahmenrichtlinie – viel tut sich rund um die Gewässer in Niedersachsen. Darüber zu informieren, ist das Ziel dieser neuen Veröffentlichungsreihe. Von Stephan-Robert Heinrich, NLWKN Direktion Norden Inhalt Start des Informationsdienstes Gewässerkunde/ Flussgebietsmanagement Veröffentlichungen aus dem vielfältigen Themenbereich der Wasserwirtschaft haben in Niedersachsen Tradition. Aus der Vielfalt der Themen werden regelmä- ßig zu aktuellen Fragestellungen Publika- tionen veröffentlicht. S. 2 Fließgewässerentwicklung im Zeichen der Wasserrahmenrichtlinie – neue Herausforderungen! S. 3 Guter Zustand für das Grundwasser – die Wasserschutzberatung S. 5 Mit der Umsetzung der Wasserrahmen- richtlinie (WRRL), der Hochwasserrisiko- managementrichtlinie (HWRM-RL) sowie der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) hat die Information der Öffent- lichkeit als wesentlicher Eckpfeiler für einen erfolgreichen Gewässerschutz weiter an Bedeutung gewonnen. Ziel der HWRM-RL: Schaffung eines Risiko- bewusstseins für Hochwassergefahren Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie – Stand der Umsetzung in Deutschland S. 6 Schriftenreihe Wasserrahmenrichtlinie Leitfaden Maßnahmenplanung Oberflächengewässer S. 7 Informationen im Netz – der Karten- dienst Wasserrahmenrichtlinie S. 8 2 Ziel der WRRL: Guter Zustand für die Gewäs- ser (Foto: Jens Kubitzki)Ziel der MSRL: Schutz und Erhalt der Meere Angelehnt an den Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen, der seit über dreißig Jahren erscheint, startet der Nie- dersächsische Landesbetrieb für Was- serwirtschaft, Küsten- und Naturschutz jetzt mit der 1. Ausgabe des Informati- onsdienstes Gewässerkunde/ Flussge- bietsmanagement. Ausgangspunkt ist der Wunsch, in Ergänzung zu den bestehen- den, oft umfangreichen Veröffentlichun- gen, über kurze Artikel ein breiteres Pub- likum zu informieren.Berichtet wird über den laufenden Um- setzungsprozess der drei genannten Richtlinien und darüber hinaus zu weite- ren Themen aus der Gewässerkunde. Vorgesehen ist ein unregelmäßiges Er- scheinen nach Bedarf. Adressaten sind alle haupt- und ehrenamtlich am Gewäs- ser tätigen Akteure. Sie finden den Informationsdienst auch als Download auf den Internetseiten des NLWKN unter: www.nlwkn.niedersachsen.de/aktuelles/ Fließgewässerentwicklung im Zeichen der Wasserrahmenrichtlinie – neue Herausforderungen! Rund 80 % der natürlichen Fließgewässer in Niedersachsen haben den guten ökologischen Zustand nicht erreicht. Ein ähnli- ches Bild zeigt sich für die erheblich veränderten und künstlichen Gewässer. Angesichts dieser Situation besteht dringender Handlungsbedarf. Von Dr. Katharina Pinz, NLWKN Betriebsstelle Lüneburg Der Blick auf die Ergebnisse der ökologi- schen und chemischen Zustandsbewer- tung nach WRRL zeigt, dass die über- wiegende Mehrheit der Wasserkörper in Niedersachsen die Umweltziele der WRRL verfehlt. Oft muss ein mäßiger, unbefriedigender oder schlechter ökologi- scher Zustand oder ein schlechter chemi- scher Zustand bescheinigt werden. Eine Erklärung hierfür findet sich darin, dass durch die WRRL Belastungen auf- gezeigt werden, die bislang noch nicht in diesem Umfang und dieser Tiefe themati- siert oder noch nicht ausdrücklich als wasserwirtschaftliche Ziele dargestellt wurden. So sind zum Beispiel die Einfüh- rung und die gesetzlichen Vorgaben umfangreicher und strenger Umweltquali- tätsnormen bei gefährlichen Stoffen im Hinblick auf den chemischen Zustand der Gewässer in dieser Art ein Novum im Gewässerschutz. Um den guten Zustand oder das gute Potenzial für Fließgewässer entspre- chend den Anforderungen der WRRL zu erreichen, werden hinsichtlich der Was- serqualität und der Gewässerstruktur grundsätzlich ähnliche Maßnahmen er- forderlich werden, wie sie bereits in der Vergangenheit diskutiert und umgesetzt wurden. Dennoch sind die Ziele und Ansprüche der WRRL an den Zustand der Gewässer um einiges höher und umfangreicher als die in der Vergangen- heit verwendeten Maßstäbe. Eine inter- disziplinäre Betrachtung aller Belastun- gen aus Sicht der Wasserwirtschaft, der Landwirtschaft, des Bodenschutzes und des Naturschutzes ist gefordert und macht die Zusammenarbeit vieler Han- delnder erforderlich. Bei der Aufwertung des ökologischen Zustands hat heute eine biozönotisch ausgerichtete Sichtweise bei der Maß- nahmenplanung und -umsetzung speziell von hydromorphologischen Maßnahmen Vorrang. Dabei geht es bei dem sehr komplexen Anspruch, ganze Wasserkör- per zu verbessern, nicht nur um die Maß- nahmen als solche, sondern besonders um deren Wirkung auf die aquatische Flora und Fauna. Der Erfolg von Renatu- rierungsmaßnahmen ist nachweislich von der Lage der Maßnahmen, deren Umfang und auch deren Reihenfolge abhängig. Weitere aktuelle und sehr anspruchsvolle Bewirtschaftungsziele kommen hinzu. Zunehmend in den Vordergrund der Be- trachtungen rückt dabei beispielsweise das Thema der diffusen Belastungen aus der Fläche, vor allem im Kontext mit dem Verursacher Landwirtschaft und einer daraus resultierenden Nährstoffanreiche- rung der Fließgewässer und letztendlich der Küstengewässer. Aktuell liegt der Schwerpunkt in Nieder- sachsen häufig noch auf Maßnahmen, die vorrangig die Durchgängigkeit der Gewässer wiederherstellen sollen. Darüber hinaus werden aber verstärkt Maßnahmen mit einem größeren Flä- chenbedarf oder Maßnahmen, die die Entwicklung von Kleinstrukturen im Ge- wässer zulassen und Maßnahmen zur Reduzierung von diffusen Stoffeinträgen wie Sand oder Nährstoffen notwendig, wenn tatsächlich Erfolge im Sinne der WRRL erreicht werden sollen. Ebenso wird der Gewässerunterhaltung eine zunehmende Bedeutung bei der Gewässerentwicklung zukommen. Rahmenbedingungen Leitsätze Einheitlich und transparent vorgehen Agieren statt reagieren Bewirtschaftungsziele erreichen Als Land Vorbild sein Qualität sichern, Aus- und Weiterbildung stärken Verschlechterungs- verbot beachtenMaßnahmen an fachlichen Grundsät- zen ausrichtenFlächendeckendes Vorgehen unter Beachtung von PrioritätenMaßnahmenempfeh- lungen erarbeitenVorhandene Ansätze optimieren Umsetzungszeitraum ausnutzen• Ganzheitlichen Ansatz von Ökologie und Chemie verfolgen • Emissions- und Immissionsbetrach- tung der Wasserkör- per • Wirkung der Maß- nahmen an Quali- tätselementen aus- richten• Planungsraum funktional abgrenzen • Gesamtes Gewäs- sernetz berücksichti- gen • Wechselwirkungen Grundwasser und Oberflächenwasser betrachten• Erforderlichen Maßnahmenbedarf unabhängig vom Status vollständig erarbeiten • Maßnahmenkombina- tionen statt isolierter Einzelmaßnahmen planen • Abhängigkeiten zwischen Maßnah- menwirksamkeit und zeitlicher Umset- zungsreihenfolge beachten • Mehrfachnutzen von Maßnahmen berück- sichtigen• Hydromorphologische Maßnahmen ange- messen dimensionie- ren • Entwicklungskorridore für Gewässer schaf- fen • Eigendynamische Gewässerentwicklung bevorzugen Maßnahmen freiwillig umsetzen Kosteneffizienz beachten Gewässerunterhal- tung anpassen Rahmenbedingungen und Leitsätze für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Niedersach- sen aus dem Leitfaden Maßnahmenplanung Oberflächengewässer Teil D 3

Types:
Text {
    text_type: Publication,
}

Origin: /Land/Niedersachsen/NLWKN

Tags: Lüneburg ? Niedersachsen ? Genökologie ? Gewässerökologie ? Sand ? Sachsen ? Fließgewässer ? Nährstoff ? Ökologische Durchgängigkeit ? Chemischer Zustand ? Gewässerunterhaltung ? Grundwasserzustand ? Grundwasserschutz ? Küstengewässer ? Leitfaden ? Ökologischer Zustand ? Oberflächenwasser ? Wasserrahmenrichtlinie ? Gewässerstruktur ? Erheblich verändertes Gewässer ? Künstliches Gewässer ? Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie ? Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie ? Gewässerschutz ? Gewässerzustand ? Wasserkörper ? Meeresschutz ? Gewässerqualität ? Oberflächengewässer ? Gefahrstoff ? Flussgebietsmanagement ? Bodenschutz ? Umweltziel ? Kosteneffizienz ? Hochwassergefahr ? Diffuse Quelle ? Fauna ? Landwirtschaftliche Fläche ? Wasserwirtschaft ? Naturschutz ? Flora ? Landwirtschaft ?

License: all-rights-reserved

Language: Deutsch

Status

Quality score

Accessed 1 times.