Description: Bei vielen Maßnahmen zum Klimaschutz in der Landwirtschaft tritt Zielkonkurrenz zwischen Atmosphärenschutz und Grundwasserschutz in Erscheinung: eine Verminderung der NH3- bzw. N2O-Emission aus Wirtschafts- und Mineraldünger in die Atmosphäre hat eine erhöhte N-Zufuhr zur Landwirtschaftsfläche zur Folge. Wenn die höhere Zufuhr nicht durch eine äquivalente Verminderung der NZufuhr mit anderen Nährstoffträgern ausgeglichen wird, erhöht sich zwangsläufig der N-Überschuss der Flächenbilanz. Für die Zukunft wird weiterhin vorgeschlagen, die Begriffe Flächenbilanz- bzw. Stallbilanz-Überschuss abzulösen durch die Termini „hydrosphärischen N-Überschuss“ und „atmosphärischen N-Überschuss“, womit die Aussagerichtung dieser Größen klarer benannt wird. Geht man von einem Schutzgut-bezogenen Ansatz aus, dann ist als Indikator nicht länger der (nationale) N-Überschuss relevant, sondern in Bezug auf Grundwasser der Anteil der Analysegebiete, deren NO3-Konz. im Sickerwasser den WRRLGrenzwert unter-/überschreitet, und in Bezug auf NH3- und N2O-Emissionen der Anteil der Flächen, deren Critical Load für Stickstoff unter-/überschritten wird.
Global identifier:
Doi(
"10.60810/openumwelt-6897",
)
Tags: Bodenstickstoff ? Grundwasserverschmutzung ? Mineraldünger ? Nitrat ? Critical Load ? Eutrophierung ? Sickerwasser ? Stickstoff ? Stickstoffüberschuss ? Grundwasserschutz ? Grundwasser ? Wasser ? Klimaschutz ? Atmosphäre ? Landwirtschaft ? Wasser ? Landwirtschaftliche Fläche ? Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft ? Närstoffreduzierung ? Soil | Land ?
License: DCAT-AP.de Sonstige geschlossene Lizenz
Language: Deutsch
Issued: 2016-01-01
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