Description: Nicht jeder Singvogel singt melodisch Für die meisten Vogelarten liegen sehr verlässliche Verbreitungs- und Bestandsdaten vor. Die große Datenmenge wird sowohl durch professionelle Vogelkundler (Ornithologen), als auch durch die vielen Hobby-Ornithologen erhoben. Gerade Singvogelarten lassen sich zur Brutzeit durch ihre charakteristischen Gesänge gut nachweisen und zählen. Innerhalb einer Art gibt es zwischen den individuellen Unterschieden im Gesang auch regionale Dialekte, die mehr oder weniger attraktiv auf Weibchen wirken. Die größte Singvogelart in Deutschland ist übrigens der Kolkrabe, auch wenn seine Lautäußerungen nicht mit dem melodischen Gesang beispielsweise einer Amsel vergleichbar sind. Wilde Papageien in Deutschland? Etwa seit den 1980er-Jahren gehören vor allem in den Städten entlang des Rheins subtropische Papageien wie der Halsbandsittich zum gewohnten Stadtbild. Außer ihm kommen in Deutschland noch weitere ca. 20 exotische Arten vor, die sich als ehemalige Gefangenschaftsflüchtlinge erfolgreich verbreiten konnten. Dazu gehören auch Flamingo, Mandarinente, Nilgans und Nandu. Die Bestände solcher Neozoen werden genau beobachtet, aber nicht in die Gefährdungsanalyse einbezogen. Wie geht es den Vögeln? Der Wiedehopf ( Upupa epops ) gilt in Deutschland als gefährdet. Foto: Johannes Karich Während sich die Bestände einiger Greifvogelarten in den letzten Jahrzehnten erholen konnten, hat sich die Situation vor allem für die Bewohner der halboffenen Kulturlandschaft – beispielsweise Rebhuhn, Turteltaube, Wiesenpieper und Braunkehlchen – drastisch verschlechtert. Über 70 % der Vogelarten dieses Lebensraumes sind mittlerweile bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben. Eine Erholung der Bestände dieser Arten wird nur eintreten, wenn genügend Ersatzlebensräume geschaffen und weniger Pestizide in der Landschaft verwendet werden. Rote Liste der Vögel Die neue Rote Liste der Brutvögel wurde bisher nur in den „Berichten zum Vogelschutz“ 57 (2020) veröffentlicht. Ryslavy, T.; Bauer, H.-G.; Gerlach, B.; Hüppop, O.; Stahmer, J.; Südbeck, P. & Sudfeldt, C. (2020): Rote Liste der Brutvögel Deutschlands, 6. Fassung, 30. September 2020. – Berichte zum Vogelschutz 57: 13–112. Die Gefährdungseinstufung der Vogelarten ist auf der Website des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten zu finden. Die Bereitstellung der Daten auf der Website des Rote-Liste-Zentrums sowie eine Veröffentlichung der Publikation in der NaBiV-Reihe des Bundesamtes für Naturschutz stehen derzeit noch aus. Die Rote Liste der wandernden Vogelarten Deutschlands ist nicht Teil der unten aufgeführten Gesamtartenliste. Hüppop, O.; Bauer, H.-G.; Haupt, H.; Ryslavy, T.; Südbeck, P. & Wahl, J. (2013): Rote Liste wandernder Vogelarten Deutschlands, 1. Fassung, 31. Dezember 2012. – Berichte zum Vogelschutz 49/50: 23–83. Artenportraits Kuckuck ( Cuculus canorus ) Papageitaucher ( Fratercula arctica ) Rebhuhn ( Perdix perdix ) Rotmilan ( Milvus milvus ) Waldrapp ( Geronticus eremita ) Themenspecials Birdrace : Hier rennen nicht die Vögel sondern die Beobachter und Beobachterinnen
Text(
Editorial,
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Origins: /Bund/BfN/Rote-Liste-Zentrum /Wissenschaft/DLR/Projektträger/Rote-Liste-Zentrum
Tags: Amsel ? Braunkehlchen ? Kolkraben ? Rebhuhn ? Kuckuck ? Brutvogel ? Greifvogel ? Singvogel ? Wiedehopf ? Papagei ? Rotmilan ? Pestizid ? Vogel ? Neozoen ? Deutschland ? Rhein ? Rote Liste gefährdeter Arten ? Vogelschutz ? Kulturlandschaft ? Risikoanalyse ? Stadt ? Naturschutz ? Landschaft ?
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