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Quantitative Rekonstruktion der Ozeanzirkulation

Description: Das Projekt "Quantitative Rekonstruktion der Ozeanzirkulation" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Heidelberg, Institut für Geowissenschaften durchgeführt. Durch ihre Rolle bei der Umverteilung von Salz, Wärme, Nährstoffen und Kohlenstoff, stellen sie Ozeane eine Hauptkomponente im Klimasystem unseres Planeten dar. Um realistische Voraussagen über die Reaktionen des Klimasystems auf Störungen machen zu können, ist es notwendig die Dynamik der Ozeanzirkulation zu verstehen und zu bestimmen. Ein Ansatzpunkt der modernen Forschung ist es daher, das Verhalten und die Rückkopplungseffekte der Ozeane unter den verschiedenen klimatischen Bedingungen der Vergangenheit zu untersuchen. Aufgrund der mangelnden Kenntnis der quantitativen Transportprozesse ist es jedoch noch immer nicht gelungen durch Modelle die Klimaschwankungen der Vergangenheit oder der Zukunft verlässlich zu simulieren. Es gibt zwar deutliche Hinweise auf eine wiederkehrende Umstrukturierung der Ozeandynamik in der variablen Klimageschichte des letzten glazialen Zyklus, eine übereinstimmende, belastbare und vor allem quantitative Rekonstruktion der Ozeanzirkulation existiert aber nicht. Das Hauptziel dieses Projektes ist es, für die dominierenden Wassermassen der Ozeane, die Zirkulationsrate quantitative zu bestimmen. Dies soll anhand von Messungen an marinen Sedimenten aus einer Vielzahl von Lokationen durchgeführt werden und insbesondere dramatische Klimaübergänge der Vergangenheit abdecken, wie z.B. Heinrich-Ereignisse, das letzte Glaziale Maximum, Dansgaard-Oeschger Ereignisse und die letzte Glaziale Termination. Dies soll erreicht werden durch den kombinierten Einsatz dreier voneinander unabhängiger Zirkulations-Proxies, die nicht durch den globalen Kohlenstoffkreislauf beeinflusst werden, in Verbindung mit inverser Modellierung. Die Messungen (zurück bis 30 ka) werden jeweils am selben Probenmaterial durchgeführt, was jegliche chronologischen oder stratigraphischen Probleme bei der Interpretation der Resultate umgeht. Während die Messungen des 231Pa/230Th-Proxys die Advektion in der gesamten Wassersäule wiedergibt, zeichnet der sortable-silt-Proxy die lokale Strömungsgeschwindigkeit an der Sedimentoberfläche nach. Ergänzend bieten Messungen von Neodym-Isotopen die Möglichkeit die Herkunft der jeweiligen Wassermasse zu bestimmen. Zunächst sollen hierzu die geochemischen Messmethoden substantiell verbessert werden, um eine umfassende Datenbasis dieser Zirkulations-Proxies zur Verfügung zu stellen. Durch das Zusammenführen der Daten und dem Abgleich zu Modellen unterschiedlicher Komplexität (Box-Modelle und gekoppelte komplexe Modellierung, Bern3D) soll diese Datenbasis zum ersten Mal umfassende und quantitative Rekonstruktionen der Ozeanzirkulation ermöglichen.

Types:
SupportProgram

Origin: /Bund/UBA/UFORDAT

Tags: Heidelberg ? Ethologie ? Neodym ? Paläoklimatologie ? Paläoökologie ? Geochemie ? Klimatologie ? Kohlenstoff ? Meeressediment ? Nährstoff ? Salz ? Meereswärme ? Marines Ökosystem ? Klimavariabilität ? Stratigraphie ? Prognose ? Isotopentechnik ? Prognosedaten ? Schluff ? Statistische Daten ? Gelöster organischer Kohlenstoff ? Ozeanzirkulation ? Gletscherschwund ? Datenverarbeitung ? Messverfahren ? Fließgeschwindigkeit ? Isotop ? Kohlenstoffkreislauf ? Physikalisches Modell ? Prognosemodell ? Quantitative Analyse ? Statistische Analyse ? Zirkulationsmodell ? Sediment ? Meeresgewässer ? Modellierung ? Meeresströmung ? Messdaten ? Messung ? Ozeanographie ? Advektion ? Klima ? Zirkulation ? Datenbank ? Probenahme ? Datenerhebung ? Klimawirkung ? Abdeckung ? Klimasystem ? Globale Aspekte ? Ozean ? Wechselwirkung ? Transportvorgang ?

Region: Baden-Württemberg

Bounding boxes: 9° .. 9° x 48.5° .. 48.5°

License: cc-by-nc-nd/4.0

Language: Deutsch

Organisations

Time ranges: 2016-08-01 - 2022-07-31

Alternatives

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