Description: In den Hauptstraßen und -plätzen der europäischen Metropolen bündeln sich die Herausforderungen der Stadt der Zukunft: Hier muss nachhaltige Mobilität erprobt werden, hier erwarten die Anwohner Innen ein attraktives, urban gestaltetes Umfeld, hier wünschen sich Bewohner Innen anderer Stadtteile und Gewerbetreibende ein Durchfahrtsrecht. Die Ansprüche an diese Räume sind äußerst breit. Sie so zu vermitteln, dass eine lebenswerte, nachhaltige Metropole der Zukunft entsteht, ist eine stadtentwicklungspolitische Schlüsselaufgabe von Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. BUNDESplatz und BUNDESallee sind ideale Orte, diese Aufgabe schrittweise anzugehen - schon der Name verpflichtet. Das sahen auch die Nachkriegsplaner: Sie verwandelten den alten Quartiersmittelpunkt Kaiserplatz in einen Autoverkehrsknoten mit hart trennendem Tunnel und die alte Kaiserallee in eine autobahnähnliche Transitstrecke. Dazu kam eine querende Stadtautobahn. Solche öffentlichen Räume im Rahmen nachhaltiger Mobilität wieder zu urbanisieren, ist eine zentrale Zukunftsaufgabe - auch anderswo. Nicht durch ein Zurück in die kaiserliche Vergangenheit, sondern mit Blick auf eine bessere Zukunft. Auf dem Weg zu einer Transformation dieses Raumes zeigen sich aber auch deutlich die Hürden, die eine Veränderung erschweren - vor allem die Fragmentierung der beteiligten Akteure in den verschiedenen Ressorts und Ebenen der Verwaltung. Die Reflexion und Debatte über die Zukunft solcher Stadträume ist nicht mehr ohne Beteiligung machbar. Am Bundesplatz forderte eine sehr große, aktive Bürger Inneninitiative diese Debatte aktiv ein und treibt den Prozess kontinuierlich voran. Die von ihr schon früh herbeigezogenen wissenschaftlichen Partner haben in anderen Städten untersucht, wie einseitig autogerechte öffentliche Räume umgestaltet werden können. Etwa am Acton Town Square in London oder am Sønder Boulevard in Kopenhagen und bringen diese Erkenntnisse in das Projekt ein. Für die Raumwerkstatt Paradies Bundesplatz wurde der Platz temporär verkehrsberuhigt. Vor dieser neuen Kulisse erarbeiteten über 5.000 BürgerInnen vor Ort mit Vertretern von Politik, Zivilgesellschaft und Fachwelt Visionen für die Bundesallee und den Platz: ein neues Zentrum des Quartiers, mit mehr Platz für Fußgänger, Fahrradverkehr und Raum für CarSharing & Co. Aktuell gilt es, diese Visionen gemeinsam mit den Akteuren auszuhandeln und in konkrete Handlungen zu übersetzen. Dazu zählen die Überwindung der Fragmentierung von Zuständigkeiten und Räumen, die Stärkung der umgebenden Quartiere, die Schaffung eines städtischen Boulevards neuen Typs und nicht zuletzt die Entwicklung eines attraktiven Platzes mit einem Knotenpunkt für nachhaltigen Verkehr.
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Tags: Berlin ? London ? Autobahn ? Hauptverkehrsstraße ? Stadtstraße ? Kopenhagen ? Raumentwicklung ? Berlin ? Stadtentwicklungspolitik ? Bürgerbeteiligung ? Stadtplanung ? Tunnel ? Urbanisierung ? Carsharing ? Fußverkehr ? Verkehrsplanung ? Stadtverkehr ? Großstadt ? Nachhaltige Entwicklung ? Lebensqualität ? Reflexion ? Stadtentwicklung ? Nachhaltige Mobilität ? Nachhaltiger Verkehr ? Green Economy ? Radverkehr ? Verkehrsinfrastruktur ? Verwaltung ? Zuständigkeit ? Stadt ? Beteiligung ? Verkehrsentwicklung ? Urbaner Raum ? Verkehrsmobilität ? Urbane Mobilität ? Zivilgesellschaft ? Gesellschaftspolitische Aspekte ? Kontinuierliches Verfahren ? Handlungsbeteiligter ? Stadtteil ? Wettbewerb Zukunftsstadt 2030 ?
Region: Zoologischer Garten Berlin
Bounding boxes: 13.3371° .. 13.3371° x 52.50794° .. 52.50794°
License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0
Language: Deutsch
Last harvest: 10.06.2026 00:11
Time ranges: 2015-07-01 - 2016-05-31
Webseite zum Förderprojekt
https://www.tib.eu/de/filter/?repno=13ZS0037 (Webseite) ?Webseite zum Förderprojekt
https://www.wettbewerb-zukunftsstadt.de/ (Webseite) ✓Webseite zum Förderprojekt
https://www.wettbewerb-zukunftsstadt.de/teilnehmende-kommunen/berlin-wilmersdorf.html (Webseite) ?Accessed 1 times.