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Untersuchungen der Lumbricidenfauna auf ausgewählten Flächen des Höglwaldes 21 Jahre nach Beginn des Kalkungsexperimentes (ST172)

Description: Das Projekt "Untersuchungen der Lumbricidenfauna auf ausgewählten Flächen des Höglwaldes 21 Jahre nach Beginn des Kalkungsexperimentes (ST172)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt, Studienfakultät für Forstwissenschaft & Ressourcenmanagement, Fachgebiet für Waldernährung und Wasserhaushalt durchgeführt. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, ob sich durch eine einmalige Kalkung d.h. ohne zusätzliche waldbauliche Maßnahmen eine leistungsfähige Lumbricidenpopulation etablieren und sich der Humuszustand dauerhaft verbessern kann. In einem 99-jährigen Fichtenaltbestand im bayerischen Tertiärhügelland (Höglwaldexperiment) wurde 21 Jahre nach Kalkung mit 5 t/ha Dolomit erneut eine Beprobung der Lumbricidenfauna in der organischen Auflage und im Mineralboden durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass sich die Regenwurmlebensgemeinschaft sowohl hinsichtlich ihrer Gesamtabundanz als auch ihrer -biomasse jener einer ungekalkten Kontrollfläche wieder angenähert hatte. Auch die Artzusammensetzung auf der ehemals gekalkten Fläche glich den Verhältnissen auf der ungekalkten Vergleichsparzelle, auf der die epigäische Art Dendrobaena octaedra deutlich dominierte. Zur Abschätzung des Baumarteneinflusses auf die Regenwurmfauna auf gleichem Standort wurde eine direkte angrenzende Buchenfläche ebenfalls untersucht. Während die Abundanz der Regenwürmer dort in der gleichen Größenordnung wie unter Fichte lag, war die Regenwurmbiomasse im Buchenbestand statistisch signifikant höher als auf den Fichtenparzellen. Darüber hinaus war die Artenzusammensetzung deutlich zugunsten von Lumbricus rubellus verschoben. Ein Vergleich mit bodenchemischen Kennwerten zeigt, dass die Größe der Regenwurmlebensgemeinschaften eng mit dem pH-Wert und der Basensättigung der organischen Auflage verbunden ist. Daneben scheint auch die Nahrungsgüte für die Regenwurmfauna bedeutsam zu sein. Wie die Ergebnisse zeigen, lässt sich eine Erhöhung der Biomasse der Regenwürmer und eine damit einhergehende Verbesserung der Humusform dauerhaft nur dann erreichen, wenn Säurestatus und Nahrungsgüte das Vorkommen leistungsfähiger Arten ermöglichen. Dies ist, in Abhängigkeit der standörtlichen Verhältnisse, durch die Einbringung von Laubbaumarten wie der Buche möglich.

Types:
SupportProgram

Origin: /Bund/UBA/UFORDAT

Tags: München ? Buche ? Fichte ? Regenwurm ? Bayern ? Laubbaum ? Synökologie ? Baum ? Kalkung ? Ökologische Bestandsaufnahme ? Pflanzenart ? Waldboden ? Bestockung ? Mineralboden ? Artenbestand ? Artenzusammensetzung ? Flächennutzung ? Langzeituntersuchung ? pH-Wert ? Populationsdichte ? Kennzahl ? Kenngröße ? Baumbestand ? Wasserhaushalt ? Probenahme ? Biomasse ? Ökologischer Faktor ? Dendrobaena oktaedra ? Lumbricidenfauna ? Lumbricus lumbrellus ? Auflagehorizont ? Regenwurmlebensgemeinschaft ? Höglwald ?

Region: Bayern

Bounding boxes: 12.53381° .. 12.53381° x 47.795° .. 47.795°

License: cc-by-nc-nd/4.0

Language: Deutsch

Organisations

Time ranges: 2006-01-01 - 2006-07-31

Status

Quality score

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