API src

Entwicklung und Umsetzung eines Konzepts zur nachhaltigen denkmalgerechten Sanierung mittelalterlicher Backsteinkonstruktionen unter Berücksichtigung der Energieeinsparung am Beispiel eines gotischen Dielenhauses der Lübecker Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe)

Description: Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Mustersanierung eines denkmalgeschützten Dielenhauses der Backsteingotik mit dem Ziel der nachhaltigen Bewahrung der Backsteinwände und ihrer historischen Putze als stofflicher Ressource und Kulturgut unter Berücksichtigung der Energie- und Wärmeschutzverordnung und der wohnlichen Behaglichkeit. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Aufbauend auf der bauhistorischen, bauphysikalischen, restauratorischen und materialkundlichen Erfassung der Ausgangssituation im Modellobjekt, dem Altstadthaus Engelsgrube 28 in Lübeck erfolgte die Begleitung der Sanierung hinsichtlich der Haustechnologie- und Wärmeschutzmaßnahmen sowie dem denkmalgerechten Umgang mit der Bausubstanz. Als Spezialproblem, das erst nach Beginn der Sanierung erkannt wurde und den Baufortschritt erheblich verzögerte, erwies sich die Belastung der Keller- und Erdgeschosswände sowie teilweise des Dachwerks mit einem hochgiftigen Teeranstrich. Das Problem wurde gesondert behandelt. Die Bauverzögerung hatte zur Folge, dass die Umsetzung der theoretisch erarbeiteten Konzepte insbesondere zur Haustechnik innerhalb der Projektlaufzeit nicht möglich war. Auch die vorgesehene Erfolgskontrolle konnte deshalb noch nicht erfolgen. Die Ergebnisse der Projektarbeit sind in eine Broschüre für interessierte Hauseigentümer, Architekten u.a. eingeflossen, die die Denkmalpflege im September 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Die Resonanz ist sehr positiv. Fazit: Die Fragestellung des Projektes hat in der Öffentlichkeit großes Interesse hervorgerufen und beschert der Denkmalpflege nach wie vor viele Anfragen zum Themenkomplex. Die Schwierigkeiten im Umgang mit schädlichen Mauersalzen ist für alle Hauseigentümer in der Lübecker Altstadt hoch aktuell und der Versuch, Lösungen aufzuzeigen ein brennendes Problem. In der im Projektkontext erstellten Broschüre wurden die prinzipiellen Mechanismen und der Weg zu einer Lösung aufgezeigt. Trotzdem muss weiterhin jeder Einzelfall gesondert untersucht werden. Eine generelle Handlungsempfehlung ist nicht möglich. Es zeigt sich, dass die energetische Sanierung eines Altstadthauses unter Bewahrung der denkmalgeschützten Substanz möglich ist. Schwierig und nach wie vor ungelöst ist die Umsetzung der Erkenntnis, dass zum nachhaltigen Erhalt der Bausubstanz ein Innenklima geschaffen werden muss, dass die schädlichen Mauersalzmischungen in Lösung hält bzw. ein Umkristallisieren verhindert. Hier müssen im Bereich der Haustechnologie neue innovative und kostengünstige Lösungen entwickelt werden.

Types:
SupportProgram

Tags: Lübeck ? Denkmalpflege ? Wohnqualität ? Bauphysik ? Schadstoffbelastung ? Wärmedämmung ? Salz ? Wohngebäude ? Anstrich ? Gebäudeklimatisierung ? Teer ? Wärmeschutzverordnung ? Gebäudetechnik ? Altstadt ? Energieeinsparung ? Erfolgskontrolle ? Stadtsanierung ? Gebäudesanierung ? Energieeinsparverordnung ? Weltkulturerbe ? Energetische Sanierung ? Handlungsempfehlung ? Denkmalschutz ? Pilotprojekt ? Feuchtigkeit ? Innenraum ? Kulturerbe ? Öffentlichkeitsinformation ? Kristallisation ? Gelöste Stoffe ? Kulturgüterschutz ? Werkstoffkunde ? Dielenhaus ?

Region: Schleswig-Holstein

Bounding boxes: 9.75° .. 9.75° x 54.2° .. 54.2°

License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0

Language: Deutsch

Organisations

Time ranges: 2007-01-31 - 2009-08-31

Status

Quality score

Accessed 1 times.