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Fischereiliche Bonitierung von Gewässern sowie Kartierung und Monitoring von Fischbeständen im Land Brandenburg

Description: Zielstellung: Die längerfristigen Zielstellungen des Projektes liegen neben der Ertragswertschätzung für ausgewählte Brandenburger Seen mit landeseigenen Fischereirechten in der exemplarischen Dokumentation und Analyse der Ertragsentwicklung von Hauptzielarten der Erwerbs- und Angelfischerei. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Prüfung der Eignung ausgewählter Seen für eine Bewirtschaftung mit der Großen Maräne als einer heimischen, alternativen Zielart der Fischerei sowie auf Ursachen und Prognosemöglichkeiten starker Ertragsschwankungen bei der Kleinen Maräne gelegt. Ergebnisse: Die Untersuchung der Entwicklung der Fischgemeinschaft des polytrophen, flachen Rangsdorfer Sees nach der Ausstickung im Winter 2009/2010 zeigten eine starke Zunahme der Abundanz und Biomasse der sog. Pionierarten in den Jahren nach der Ausstickung, die auch im Jahr 2014 anhielt. Im Berichtsjahr wurden 13 Fischarten nachgewiesen, wobei Plötze, Blei und Barsch die größten Anteile der Fischbiomasse im Freiwasser bildeten. Die Untersuchung zeigte, dass es in nährstoffreichen Flachseen zu einer schnellen Wiederbesiedlung durch Pionierarten und einem extremen Zuwachs an Fischbiomasse kommt. Trotz der inzwischen wieder geringen Benthosbiomasse aufgrund des gestiegenen Fraßdrucks der Fische steigt im Rangsdorfer See der Fischbestand derzeit weiter an. Im Gudelacksee nahm die Sauerstoffkonzentration zum Ende der Vollzirkulation bereits direkt unter der Sprungschicht auf Werte unter 1 mg/l ab. In seinem derzeitigen Zustand bietet der See trotz genereller Eignung keine ausreichenden Möglichkeiten für den Aufbau eines Maränenbestandes. Als Resultat der Studien zur Bestandsdynamik der Kleinen Maräne zeigte sich bei künstlicher Erbrütung kein signifikanter Unterschied der Schlupfrate zwischen den Untersuchungsseen. Im Kontrast dazu wurden beim natürlichen Larvenaufkommen starke Differenzen beobachtet, wobei hohe Larvenmengen im Breiten Luzin sowie am Stechlinsee, jedoch nur einzelne Larven am Werbellinsee sowie am Sacrower See registriert wurden. Da gleichzeitig eine signifikante Korrelation zwischen den mit Pumpen erzielten Einheitsfängen an Larven und den Einheitsfängen an Sömmerlingen mit Multimaschennetzen im anschließenden Herbst bestand, sind beleuchtete Tauchpumpen als eine geeignete Methode zur Abschätzung der Stärke eines aufkommenden Jahrgangs bereits im Larvenstadium zu bewerten. Durch Markierung von Larven vor dem Besatz konnte belegt werden, dass sich im Sacrower See die einzelnen Kohorten zu 72 - 100 % aus dem jährlich ausgebrachten Besatz (0,5 Mio Larven) rekrutierten (Abb. 1). Im Werbellinsee lag dieser Anteil jedoch bei nur 8 %. Somit ist zu schlussfolgern, dass Maränenbesatz bei geringem natürlichen Eigenaufkommen in manchen Gewässern bestands- und ertragsstützend wirken kann.

Types:
SupportProgram

Tags: Barsch ? Populationsdynamik ? Land Brandenburg ? Fischart ? Seen ? Blei ? Fisch ? Fischbestand ? Kartierung ? Bonitur ? Fischereirecht ? Gewässerüberwachung ? Metalimnion ? Pionierpflanze ? Wiederansiedlung ? Winter ? Flachwasser ? Ökologischer Landbau ? Larve ? Monitoring ? Populationsdichte ? Sauerstoffgehalt ? Studie ? Angelfischerei ? Biomasse ? Fischerei ? Wasserwirtschaft ? Gewässer ? Nachhaltige Bewirtschaftung ? Pumpe ? Brandenburg [Land] ? See [Binnengewässer] ?

Region: Brandenburg

Bounding boxes: 13.01582° .. 13.01582° x 52.45905° .. 52.45905°

License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0

Language: Deutsch

Organisations

Time ranges: 2005-01-01 - 2011-12-31

Status

Quality score

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