Description: Der Einsatz von unterschiedlichen Modellierungssystemen hat sich in den letzten Jahren in Wasserwirtschaft, Wasserbau und Umwelttechnik sowohl in den Hochschulen als auch in Ingenieurbüros sowie der Verwaltung zu einem unersetzlichen Werkzeug für Planungs-, Bemessungs- und Berechnungsaufgaben entwickelt. Dies resultiert aus dem Zusammenspiel der Weiterentwicklungen von Simulationsmethoden, Erkundungs- und Datenaufbereitungsmethoden sowie der rasant wachsenden Rechner- bzw. Hardwareleistung bei meist fallenden Preisen. Ein aktuell und zukünftig großes Anwendungsgebiet solcher Modellierungssysteme befasst sich mit der Simulation von Hochwasserereignissen und, daraus abgeleitet, der Hochwasservorhersage. Die Gründe dafür liegen zum einen in den extremalen Hochwasserereignissen der letzten Jahre sowie zum anderen in dem Inkrafttreten der Europäischen Hochwasserschutzrichtlinie Ende 2007. Im Zuge der Umsetzung dieser Richtlinie müssen Hochwasserrisiken für alle Einzugsgebiete bewertet (bis Ende 2011), Gefahren- und Risikokarten für Hochwasserrisikogebiete (bis Ende 2013) sowie Risikomanagementpläne (bis Ende 2015) aufgestellt werden, wozu die o. g. Modellierungssysteme ein essentieller Baustein sein werden. Bereits seit Mitte der neunziger Jahre werden bundesweit die gesetzlichen Überschwemmungsgrenzen der Gewässer I. und II. Ordnung anhand von Modellrechnungen berechnet und neu festgesetzt. Die Untersuchungen werden in der Regel auf Landes- oder Kreisebene durchgeführt, was zur Folge hat, dass die Standards in den Bundesländern unterschiedlich sind. (...) Im beantragten Projekt sollen erstmalig hydrologische, hydro-numerische und hydro-informatische Modellierungssysteme dahingehend verknüpft werden, dass die o. g. Probleme bzw. Defizite ausgeräumt werden können. Ein solches Produkt ist derzeitig weder auf dem nationalen noch auf dem internationalen Markt verfügbar. Die Grundidee besteht darin, zunächst beispielhaft ein erweitertes Gewässernetz zu definieren, für das eine zweidimensionale hydro-numerische Simulation erfolgt. Die Gebietsgrenzen dieses Gewässernetzes werden aus einer vereinfachten Vorberechnung mit einem Extremereignis (z. B. HQ300, HQ500) ermittelt. Die gesamten Flächen des zugehörigen Einzugsgebietes, in denen die Abflüsse gebildet werden, werden mit einem hydrologischen Niederschlags-Abfluss-Modell (ggf. mit Fließgewässeransatz für Nebengewässer und Bäche) berechnet und direkt mit dem Gewässer- und dem Kanalnetz gekoppelt. Die Kopplung der Modellierungssysteme soll anhand einer gemeinsam neu zu entwickelnden praxisorientierten Benutzeroberfläche gesteuert und analysiert werden. Arbeitspaket FG Wasserwirtschaft und Hydrosystemmodellierung: Entwicklung und Definition der Anforderungen an das Pre- und Postprocessing zur Kombination der Modellierungssysteme; Umfangreiche hydro-numerische Modellierungen; Gekoppelte Berechnungen (Hydrologie/Hydro-Numerik): Prüfen der Ergebnisse auf Plausibilität, Verifizierung.
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Tags: Bach ? Hochwasserprognose ? Kanalisation ? Regenwasserabfluss ? Hochwasser ? Hochwassermodell ? Verfahrenskombination ? Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie ? Risikokarte ? Abflussmodell ? Datenverarbeitung ? Einzugsgebiet ? Mathematisches Modell ? Numerisches Verfahren ? Simulationsmodell ? Überschwemmungsgebiet ? Umwelttechnik ? Wasserbau ? Modellierung ? Hochwasserrisiko ? Extremwetter ? Hydrologie ? Wasserwirtschaft ? Gewässer ? Hochwasserrisikogebiet ? Modellrechnung ? Fluss ? Extremereignis ? Benutzeroberfläche ? Flächengröße ? Gewässersystem ? Planungshilfe ?
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License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0
Language: Deutsch
Last harvest: 16.07.2026 00:18
Time ranges: 2009-06-01 - 2011-05-31
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