Description: Das Projekt "Biodiversität, Management und Ökosystemfunktionen von Salzmarschen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (BASSIA)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Hamburg, Biozentrum Grindel und Zoologisches Museum durchgeführt. Ziel der Junior-Forschergruppe BASSIA ist es, Zusammenhänge zwischen Biodiversität, Ökosystemfunktionen und Nutzung der Salzmarschen zu erforschen, um die wissenschaftliche Basis für gut fundierte Entscheidungen über Managementstrategien des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zu verbessern. In den vergangenen 20 Jahren wurde in vielen Bereichen des Nationalparks die traditionelle Beweidung der Salzmarschen durch Schafe aufgegeben oder die Beweidungsintensität stark verringert. Gleichzeitig wurde in brachgefallenen Flächen die künstliche Entwässerung (durch Grüppen) eingestellt. Als Resultat existieren heute entlang der schleswig-holsteinischen Nordseeküste viele Teilflächen mit unterschiedlichem (Naturschutz-) Management (intensive und extensive Schafbeweidung, Brache). BASSIA untersucht die Einflüsse der verschiedenen Managementregime auf die Struktur und Diversität der Vegetation und Brutvogelgemeinschaften und auf verschiedene abiotische Ökosystemfunktionen der Salzmarschen. Nach der Einrichtung des Nationalparks im Jahr 1985 führte die veränderte Beweidung in einigen Gebieten zu einer hohen Strukturvielfalt der Vegetation. In anderen Gebieten kam es zur Dominanz einzelner Pflanzenarten wie Elymus athericus. Basierend auf der Auswertung von Monitoringdaten der letzten 20 Jahre sollen die Veränderungen der Struktur und Diversität der Vegetation auf unterschiedlichen Maßstabsebenen quantifiziert und die sukzessionsbeeinflussenden Faktoren analysiert werden. Auswirkungen des Beweidungsregimes auf Brutvogelgemeinschaften in Salzmarschen sind bislang nur auf lokaler Ebene untersucht worden. Zudem sind Daten aus bestehenden Langzeitbeobachtungen von Brutvögeln kaum mit den Monitoringdaten der Vegetation kombinierbar, da sie für einen größeren räumlichen Maßstab vorliegen als letztere. Daher sollen georeferenzierte Daten aktueller Brutvogeluntersuchungen verwendet werden, um die räumliche Verteilung der Brutvögel in Abhängigkeit von der Vegetation und dem Managementregime modellieren zu können. Mit diesen Modellen sollen die in der Vergangenheit beobachteten Veränderungen der Brutvogelbestände erklärt werden. (mehr) Salzmarschen stellen aber nicht nur einen wichtigen Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten dar, sie erfüllen auch verschiedenste abiotische Ökosystemfunktionen: So fungieren sie durch die andauernde Sedimentation von partikulärem Material und Nährstoffen als eine Senke oder ein Speichermedium. Salzmarschen spielen damit unter anderem eine Rolle im Stickstoff-, Phosphor- und Siliziumkreislauf der Küstengewässer. In zwei Kerngebieten wird im Rahmen von BASSIA der Einfluss der unterschiedlichen Managementregime auf die Sedimentation und den Siliziumhaushalt untersucht. Basierend auf den Ergebnissen der Teilfragestellungen zum Einfluss der Managementregime auf die Entwicklung von Vegetation, Brutvogelgemeinschaften und auf abiotische Ökosystemfunktionen erarbeitet BASSIA Handlungsempfehlungen für ein optimiertes und nachhaltige
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Origin: /Bund/UBA/UFORDAT
Tags: Schaf ? Brutvogel ? Populationsdynamik ? Extensive Tierhaltung ? Nährstoffhaushalt ? Salzwiese ? Tierverhalten ? Vegetation ? Vegetationsdynamik ? Hamburg ? Biologische Wirkung ? Nährstoff ? Silizium ? Tierhaltung ? Geofachdaten ? Geoinformation ? Tierart ? Pflanzenart ? Kerngebiet ? Handlungsempfehlung ? Habitat ? Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ? Langzeitbeobachtung ? Geodaten ? Küstengewässer ? Monitoringdaten ? Abiotischer Faktor ? Brachfläche ? Sukzession ? Beweidung ? Nationalpark ? Nutzungsänderung ? Verbreitungsgebiet ? Ökosystemforschung ? Modellierung ? Landschaftsstruktur ? Ökosystemfunktion ? Stoffkreislauf ? Vogelart ? Kommunalebene ? Datenerhebung ? Sedimentation ? Bewirtschaftungssystem ? Biodiversität ? Nordseeküste ? Landschaftsnutzung ? Wechselwirkung ? Handlungsorientierung ? Zeitverlauf ?
Region: Hamburg
Bounding boxes: 9.81667° .. 9.81667° x 54.13333° .. 54.13333°
License: cc-by-nc-nd/4.0
Language: Deutsch
Time ranges: 2008-10-01 - 2011-12-31
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