Description: Das Projekt "Ursachen und Unterdrückung von tonalen Schallemissionen von Hochspannungsleitungen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesamt für Umwelt, Lärmbekämpfung, Luftfahrt, Militär, Gesundheit durchgeführt. Ausgangslage: Unter bestimmten Wetterbedingungen Nebel, nach Regen und bei Bildung von Rauhreif auf den Kabeln) tritt bei Hochspannungsleitungen durch Koronaeffekt eine Schallemission, dessen Frequenz bei 100 Hz liegt, auf. Die Ursachen dieses Phänomens sind erst teilweise geklärt und es wird nach Mitteln zur Reduktion oder Behebung der Lärmemissionen gesucht. Je nach Dauer der zur Tonalen Schallemission führenden Wetterbedingungen, können die Belastungsgrenzwerte der Lärmschutz-Verordnung (LSV) nicht eingehalten werden. Eine wirkungsvolle Maßnahme zur Reduktion dieser Lärmemissionen ist erwünscht. Könne wirksame Abhilfemaßnahmen angeboten werden, und sind diese wirtschaftlich tragbar, so wäre das ein Mittel die Situation zu verbessern. Problematik: Die Voruntersuchung hat die tonale Schallemission mit der periodischen Verformung von Wassertropfen im elektrischen Feld das sich um den Leiter einstellt, korreliert. Signifikante Abschwächung der Emission konnten durch geeignete Oberflächenbehandlung der Leiter aufgezeigt werden. Trotzdem sind wichtige Einzelheiten der Tropfenschwingung z.B. die Rolle der Instabilität und damit verknüpfter Entladungen ungeklärt, ebenso der Mechanismus der akustischen Abstrahlung. Für die Entwicklung von Abhilfemaßnahmen wird das Verständnis der Einzelvorgänge als unabdingbar angesehen, bevor Abhilfemaßnahmen als solche in die Erprobung gehen. Fragen und Zielsetzung: Das erste Ziel des Projektes ist es die Tropfenverformung im elektrischen Feld im Detail abzuklären und ein Modell der akustischen Abstrahlung zu erstellen. Dabei sind die Abhängigkeiten von Oberflächenspannungen, Tropfengröße, Amplitude, Richtung und Frequenz des Wechselfeldes in Beziehung zu Instabilitäten, Schwingungsmoden, verknüpften elektrischen Entladungen darzulegen. Nach Erreichung des ersten Ziels, soll eine Oberflächenbehandlungen der Leiter entwickelt werden, die auf ein beschleunigtes Abtrocknen bzw. Verflachung der Tropfenform zielt. Von der Oberflächenbehandlung wird Wetterbeständigkeit und Anwendbarkeit auf schon bestehende Leitungen angestrebt; dies ist im Laborversuch und an realen Leiterstücken zu verifizieren (Feldmessungen). Für die Realisierung des gesamten CONOR-Projektes (Institut für elektrische Energieübertragung und Hochspannungstechnik, ETH-Zentrum, 8092 Zürich, Ansprechpartner Prof. Dr. Klaus Fröhlich) bedarf es ca. CHF 800.000.- an Fremdbeiträgen. Das BUWAL hat ein großes Interesse am Projekt. Deshalb werden ca. 15 Prozent des gesamten Fremdbetrages vom BUWAL getragen. Erwartete Ergebnisse: Modell der Tropfenverformung und der damit verknüpften akustischen Abstrahlung. Vorschläge von Maßnahmen zur Lärmbekämpfung für bestehende und neue Hochspannungsleitungen.
SupportProgram
Origin: /Bund/UBA/UFORDAT
Tags: Hochspannungsleitung ? Regen ? Zürich ? Akustik ? Lärmemission ? Belastbarkeit ? Energieversorgung ? Lärmbekämpfung ? Nebel ? Schallemission ? Witterungsbeständigkeit ? Emission ? Wirkungsanalyse ? Wirtschaftlichkeit ? Oberflächenbehandlung ? Erschütterung ? Laborversuch ? Oberflächenspannung ? Grenzwert ? Militär ? Luftfahrt ? Elektrisches Feld ? Lärmschutzverordnung ? Zielanalyse ?
License: cc-by-nc-nd/4.0
Language: Deutsch
Time ranges: 2002-07-03 - 2006-12-30
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