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Langfristige Auswirkungen der Waldkalkungen auf den Stoffhaushalt (Dissertation)

Description: Das Projekt "Langfristige Auswirkungen der Waldkalkungen auf den Stoffhaushalt (Dissertation)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Trier, Abteilung Geobotanik durchgeführt. In Rheinland-Pfalz werden seit den 1980iger Jahren zahlreiche waldbauliche Strategien zur Stabilisierung der Waldökosysteme umgesetzt. Beispielgebend hierfür steht der als Leitbild zwischenzeitlich auch im Landeswaldgesetz verankerte naturnahe Waldbau mit der flächenhaften Entwicklung gemischter und geschichteter Waldstrukturen und einer zielgerichteten Einbindung der natürlichen Walddynamik in die Waldbaustrategie. Erwähnt seien aber auch gezielte Stabilisierungsmaßnahmen durch aktive Einbringung von Strukturelementen, etwa in Form des Voranbaus von Buche in Fichtenreinbeständen. Ergänzt werden diese waldbaulichen Maßnahmen seit 1986 durch die Bodenschutzkalkung. Ziel der Bodenschutzkalkung war und ist die Abpufferung der eingetragenen Luftschadstoffe zur Erhaltung, auf den bereits degradierten Standorten auch zur Wiederherstellung, essenzieller Bodenfunktionen. Die Bodenschutzkalkung war ob der Unsicherheit hinsichtlich etwaiger Auswirkungen auf Bodenflora und Bodenfauna auch Gegenstand kritischer Auseinandersetzungen. Um die bestehenden Unsicherheiten fundiert zu klären, hat die Forstliche Versuchsanstalt Rheinland-Pfalz (heute: Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft, FAWF) im Jahre 1988 den 'Vergleichenden Kompensationsversuch mit verschiedenen Puffersubstanzen zur Minderung der Auswirkungen von Luftschadstoffen in Waldökosystemen' (kurz: Kompensationsversuch) angelegt. Die Anlage erfolgte auf in Rheinland-Pfalz häufig vorkommenden basenarmen, versauerten Waldstandorten in den Regionen Eifel, Hunsrück und Pfälzerwald. Eine erste Zwischenauswertung bezog sich auf die Laufzeit von 1988 bis 1991; die Ergebnisse wurden als Band 21/1992 der 'Mitteilungen aus der Forstlichen Versuchsanstalt Rheinland-Pfalz' veröffentlicht. Um die Langzeitwirkung der Bodenschutzkalkung beurteilen zu können, fand 23 Jahre nach der Kalkung eine erneute Untersuchung der Versuchsflächen statt. Die in der vorliegenden Arbeit dargestellten Ergebnisse dokumentieren die grundsätzliche Ökosystemverträglichkeit und Wirksamkeit der Dolomitkalkung im Hinblick auf die angestrebte Abpufferung von Säureeinträgen, weisen aber auch auf die Notwendigkeit ihrer Fortsetzung bei fortbestehender Immissionsbelastung hin. Sie belegen überdies, dass die Wirkung der Dolomitapplikation deutlich länger anhält als erwartet, mit der Folge, dass der Ausbringungsturnus deutlich verlängert und der damit einhergehende finanzielle Aufwand reduziert werden kann.

Types:
SupportProgram

Origin: /Bund/UBA/UFORDAT

Tags: Buche ? Hunsrück ? Pfälzerwald ? Trier ? Waldökologie ? Rheinland-Pfalz ? Landeswaldgesetz ? Langzeitwirkung ? Geobotanik ? Dauerbeobachtungsfläche ? Kalkung ? Saurer Regen ? Waldboden ? Waldökosystem ? Eifel ? Bodenfauna ? Bodenfunktion ? Bodenorganismen ? Bodenschutz ? Bodenversauerung ? Immission ? Neutralisierung ? Stoffbilanz ? Wirkungsanalyse ? Luftschadstoff ? Naturnahe Bewirtschaftung ? Naturnahe Waldwirtschaft ? Forschungseinrichtung ? Forstwirtschaft ? Umweltverträglichkeit ? Eignungsfeststellung ?

Region: Rheinland-Pfalz

Bounding boxes: 7.5° .. 7.5° x 49.66667° .. 49.66667°

License: cc-by-nc-nd/4.0

Language: Deutsch

Organisations

Time ranges: 2011-01-01 - 2015-05-11

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