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Revitalisierung des Ratzengrabens in Biberach

Description: Im flachen Tal der Riß liegt die oberschwäbische Kreisstadt Biberach, deren mittelalterliches Stadtbild mit seinen schmucken Fachwerkhäusern von einer handwerklichen Blütezeit erzählt. Im 15. Jahrhundert gingen von hier aus Leinen- und Hanfprodukte über Venedig und Genua in alle Welt. In dieser Zeit entstanden Mühl- und Bewässerungs-, Gewerbe- und Entsorgungskanäle. Zum Ableiten des Hochwassers und als Wallgraben zur Verteidigung der Stadt legten die Biberacher bereits 1363 den Ratzengraben an, den sie auch bei der Flachsverarbeitung nutzten. Im 19. Jahrhundert wurden aus hygienischen Gründen zahlreiche innerstädtische Fließgewässer überbaut und Mitte des 20. Jahrhunderts die verbliebenen einbetoniert. Dieses Schicksal blieb auch dem Ratzengraben nicht erspart. Mit Unterstützung der Allianz Umweltstiftung haben die Biberacher dem Ratze, wie der Graben von den Einheimischen genannt wird, in den Jahren 2000 bis 2002 jedoch neues Leben eingehaucht. Damit er als erlebbares Fließgewässer wieder stadtökologische Aufgaben erfüllen kann, wurden nach dem Konzept der Gewässerexperten Verbauungen entfernt und sogar ein vollständig verrohrter Abschnitt wieder geöffnet. Aufweitungen und natürliche Uferformen sorgen nun entlang des Bachbetts für Artenvielfalt. Der Gehölzbestand wurde ausgelichtet oder mit standortgerechten Bäumen ergänzt und wo ein Abflachen der Böschungen nicht möglich war, erleichtern Mauern und Treppen den Zugang zum Wasser.

Types:
SupportProgram

Origins: /Bund/UBA/UFORDAT

Tags: Venedig ? Baum ? Fließgewässer ? Hochwasser ? Graben ? Waldfläche ? Artenvielfalt ? Blühzeitraum ? Revitalisierung ? Stadt ? Städtisches Ökosystem ? Gewerbe ? Tal ? Böschung ? Fachwerkgebäude ? Stadtbild ?

Region: Bavaria

Bounding boxes: 11.5° .. 11.5° x 49° .. 49°

License: cc-by-nc-nd/4.0

Language: Deutsch

Organisations

Time ranges: 2000-01-01 - 2001-12-31

Status

Quality score

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