Description: Veranlassung Bereits im Jahr 2012 wurde von der BfG in Kooperation mit den Elbeanliegern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen ein numerisches 2D-Modell der Elbe zwischen Wittenberge und Geesthacht erstellt und für Untersuchungen zur Wirkung abflussverbessernder Maßnahmen eingesetzt (Bericht BfG-1848). Zwischen 2016 und 2018 wurde das Modell nach oberstrom bis Tangermünde erweitert. Die Erkenntnisse zur Strömungssituation und zu maßnahmenbedingten Auswirkungen zeigten auf, dass eine länderübergreifende Gesamtbetrachtung der (geplanten) abflussverbessernden Maßnahmen an der unteren Mittelelbe, vor allem an hydraulischen Engstellen, notwendig ist, um die Hochwasserschutzmaßnahmen der einzelnen Anrainerländer für die gesamte untere Mittelelbe effektiver zu gestalten. Die Modellierung von topografiebeeinflussenden und vegetationsbezogenen Maßnahmenoptionen, darunter Deichrückverlegungen, Gehölzrückschnitte und Bepflanzungen sowie die gesteuerte Flutung von Poldern, erfolgt mithilfe der Open-Source-Software Delft3D FM. Ziele Die hydraulische Modellierung spielt eine zentrale Rolle im Hinblick auf die Identifikation länderübergreifend abgestimmter Lösungen für den Hochwasserschutz an der Elbe und den Naturschutz in der Elbtalaue. Das Ziel des Projektes ist es, die überregionalen Wirkungen zukünftiger Lösungsoptionen auf große Hochwasser an der Elbe zu beschreiben und bestmögliche Maßnahmenkombinationen zu identifizieren. Der Fokus liegt dabei auf der - Untersuchung von abflussverbessernden (ungesteuerten) Maßnahmen (Deichrückverlegungen, vegetationsbezogene Maßnahmen) und deren Kombinationen mit gesteuert eingesetzten Rückhalteräumen (Polder) - Verbesserung der Strömungsverhältnisse bei Hochwasser an hydraulischen Engstellen (Elbeabschnitte mit geringer Vorlandbreite und hohen Fließgeschwindigkeiten) Die untere Mittelelbe - in den letzten zwei Jahrzehnten von vier außergewöhnlichen Hochwassern betroffen - ist geprägt von Vorländern mit stark wechselnden Breiten- und Bewuchsverhältnissen, die das Abflussverhalten bei Hochwasser beeinflussen. Nutzungsänderungen führten in der Vergangenheit zur Verringerung von Retentionsflächen bei Hochwasser und einer Umgestaltung der Vegetation in den Auen. Nachteilige Auswirkungen auf die Hochwasserstände sind zum Teil spürbar. Die Modellierung von unterschiedlichen vegetations- und topografiebezogenen Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die Wasserstände bei Hochwasser zwischen Tangermünde und Geesthacht stehen deshalb im Fokus des Projekts. Hochwasser sind Naturereignisse, deren Auftreten nicht verhindert werden kann. Allerdings lassen sich ihre nachteiligen Folgen durch ein koordiniertes Vorgehen im Hochwasserschutz abmildern. Mithilfe des 2D-Modells der Elbe von Tangermünde bis Geesthacht werden die Auswirkungen zukünftiger Schutzmaßnahmen länderübergreifend untersucht.
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Tags: Geesthacht ? Niedersachsen ? Schleswig-Holstein ? Mecklenburg-Vorpommern ? Vegetation ? Mittelelbe ? Polder ? Rückhaltebecken ? Hochwasser ? Elbe ? Deichrückverlegung ? Flutung ? Flussaue ? Naturereignis ? Fließgeschwindigkeit ? Hochwasserschutz ? Nutzungsänderung ? Modellierung ? Wasserstand ? Naturschutz ? Anliegerstaat ?
Region: Rheinland-Pfalz
Bounding boxes: 7.5° .. 7.5° x 49.66667° .. 49.66667°
License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0
Language: Deutsch
Time ranges: 2016-09-01 - 2024-02-29
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