Description: Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Beim Textilwerk Rökona fallen bei den Waschprozessen der Gewirkevorbehandlung beträchtliche Mengen warmer bis heißer Abwässer mit einer TOC-Belastung von über 1.000 mg/l an. Aufgrund der hohen Temperaturen von ca. 60 Grad Celsius können diese Abwässer nicht direkt mit konventionellen Abwasserreinigungsverfahren behandelt werden. Hierfür steht bei der Fa. Rökona eine Membrananlage (UF und NF) zur Wiedergewinnung des Abwassers zur Verfügung. Aufgrund der im Abwasser vorhandenen Spinnpräparationen kommt es jedoch sehr schnell zu einem Verblocken der Membranen, so dass der Einsatz der Membrananlage nicht möglich ist. Im Rahmen des Verbundvorhabens sollte ein innovatives Reinigungsverfahren auf biologischer und membrantechnischer Basis zur Behandlung der Waschwässer entwickelt werden, welches eine deutliche Einsparung der Ressourcen Wasser und Energie ermöglicht. Das wesentliche Ziel des Reinigungsverfahrens zur Kreislaufführung war die Wiedergewinnung von heißem Brauchwasser und dadurch simultane Reduktion der Kosten für Frischwasser, Heizenergie und die Abwasserentsorgung. Die Auswertung aller Ergebnisse sollte zu einem unproblematischen kontinuierlichen Einsatz der vorhandenen Membrananlage zur Wiederverwendung der Waschwässer führen. Darüber hinaus wurde eine wirtschaftliche Abschätzung der erforderlichen Kosten für die Anschaffung und den Betrieb einer großtechnischen biologischen Reinigungsanlage durchgeführt. Fazit: Das mittel- und langfristige Ziel der Fa. Rökona auf dem Abwassersektor ist neben der Reduzierung der Abwasserbelastung vor allem im Hinblick auf eine mögliche Produktionserweiterung die Wiederverwendung von Waschflotten. Hierfür wurde ein Verfahrenskonzept auf Basis einer anaeroben thermophilen Vorbehandlung mit nachgeschalteter Ultrafiltration entwickelt und erprobt, welches sich aus technischer Sicht bestens für diese Aufgabe anbietet. Die Untersuchungen ergaben, dass die anaerobe thermophile Vorbehandlung der heißen Waschflotten wesentliche Vorteile gegenüber einer konventionellen aeroben und/oder anaeroben mesophilen Vorbehandlung aufweist: Die anaerobe thermophile Vorbehandlung zeigt eine höhere Wirtschaftlichkeit aufgrund der Membranfiltrationsleistung, erfordert ein geringen Handlingsaufwand, weist eine geringe Überschussschlammbildung auf und ermöglicht eine effektive Ausnutzung der Wärmeenergie des Abwassers bei der anschließenden Wiederverwendung. Durch Einsatz des ausgewählten Verfahrenskonzeptes können die Abwasserbehandlungskosten im Gegensatz zu den oben beschriebenen Verfahren auf 4,37 Euro/qm reduziert werden Für die Fa. Rökona verbleibt im Verhältnis zu den aktuellen Betriebs- und Abwasserkosten jedoch eine Mehrbelastung von gemittelt 2,50 Euro/qm. Da die Fa. Rökona im äußerst preissensiblen Marktsegment der Automobilinnenausstattung arbeitet, wäre eine daraus ergebende Preiserhöhung an die Kundschaft nicht durchzusetzen.
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Tags: Wasserwiederverwendung ? Wiederverwendung ? Heizenergie ? Ultrafiltration ? Abwasserbehandlung ? Abwasserbeseitigung ? Abwasserverwertung ? Betriebswasser ? Energieträger ? Industrieabwasser ? Membranverfahren ? Temperatur ? Wärme ? Wasserverbrauch ? Wertstoff ? Verfahrenstechnik ? Innovation ? Kostenschätzung ? Kreislaufsystem ? Abwassermenge ? Emissionsminderung ? Textilindustrie ? Textilveredelung ? Trinkwasser ? Energieeinsparung ? Abwasseruntersuchung ? Wassereinsparung ? Energieverbrauch ? Filtration ? Schmutzfracht ? Aufbereitungsanlage ? Energieressourcen ? Ressourcenschutz ? Stofftrennung ? Reinigungsverfahren ? Klärtechnik ? Waschwasser ? Physikalische Abwasserbehandlung ?
Region: Baden-Württemberg Baden-Württemberg
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License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0
Language: Deutsch
Last harvest: 31.07.2026 00:25
Time ranges: 2005-04-04 - 2006-07-04
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