Description: Im Verbundprojekt 'NOMECOR' sollen innovative Methoden der Mineralaufbereitung und biohydrometallurgische Prozesse entwickelt und angewendet werden, um Wertmetalle wie beispielsweise Kupfer von Halden aus Flotationsrückständen zu gewinnen. Gleichzeitig soll untersucht werden, ob es machbar ist, auch die enthaltenen mineralischen Bestandteile des Haldenmaterials als Ausgangsstoff in der Bauindustrie zu verwerten. Das Haldenmaterial soll zunächst in zwei technologischen Strömen behandelt werden, nämlich durch eine biologische Behandlung, bei der verschiedene Methoden angewandt werden, und außerdem durch eine Anreicherung und Laugung, um die Oxidation des Schwefels und gleichzeitig die Herauslösung der Wertmetalle zu erreichen. Die Laugung erfordert pH-Werte oberhalb von 7 aufgrund der in großen Mengen im Haldenmaterial enthaltenen Karbonate. Darüber hinaus soll ein besonders angepasster und optimierter Prozess zur Metallgewinnung aus den Lösungen entwickelt werden. Außerdem soll ein neuartiger Kalzinationsprozess getestet werden, um aus den mineralischen Rückständen der aufbereiteten Flotationshalden Baumaterial herzustellen. Weiterhin werden Möglichkeiten zur Abscheidung von Aluminium aus den kalzinierten Rückständen untersucht und bewertet. Im Teilprojekt 'Entwicklung eines biohydrometallurgischen Konzeptes, das die effiziente Extraktion von Metallen bei alkalischen Bedingungen erlaubt', werden zunächst verschiedene Forschungsansätze zur biologischen Extraktion von Metallen aus Flotationsrückständen überprüft. Zum einen werden verschiedene Bakterienstämme verwendet, die organische Säuren produzieren. Derartige Metabolite sind prinzipiell für die Biolaugung bei neutralen oder alkalischen Bedingungen geeignet. In einem weiteren Ansatz wird die Eignung schwefeloxidierender alkaliphiler Bakterien untersucht. Basierend auf den Ergebnissen werden Mikroorganismen für die weitere Entwicklung eines effizienten Biolaugungsverfahren ausgewählt und ein Konzept für ein biohydrometallurgisches Verfahren definiert. Im Projekt wird die Eignung der Laugungsrückstände für die Nutzung als Baumaterialien überprüft. Die Nutzung und Verwertung sekundärer Rohstoffe verbessert nicht nur die Ressourceneffizienz, sondern leistet auch einen Beitrag dazu, andere umweltpolitische Ziele wie die Rückgewinnung von Flächen sowie einen geordneten Rückbau von Halden mit ihrem potenziellen Umweltrisiko für Boden und Wasser zu erreichen und damit insgesamt einen positiven Effekt für die Nachhaltigkeit zu erzielen.
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Tags: Metallrecycling ? Rohstoffrückgewinnung ? Baustoff ? Aluminium ? Kobalt ? Nickel ? Reststoffverwertung ? Carbonat ? Eisen ? Kupfer ? Metallurgie ? Zink ? Schwefel ? Sekundärrohstoff ? Organische Säure ? Verfahrenskombination ? Bakterien ? Metall ? Bioleaching ? Deponie ? Extraktion ? Mineralischer Rohstoff ? Oxidation ? pH-Wert ? Bauwirtschaft ? Trennverfahren ? Umweltgefährdung ? Verfahrenstechnik ? Bioakkumulation ? Mikroorganismen ? Abscheidung ? Basizität ? Rückbau ? Umweltziel ? Nachhaltigkeitsforschung ? Aufbereitungstechnik ? Ressourceneffizienz ? Kalzinierung ? Floationshalde ? Stoffwechselprodukt ?
Region: Saxony
Bounding boxes: 13.25° .. 13.25° x 51° .. 51°
License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0
Language: Deutsch
Time ranges: 2016-10-01 - 2019-09-30
Webseite zum Förderprojekt
https://www.tib.eu/de/filter/?repno=033R176A (Webseite)Accessed 1 times.