Description: Die Interpretation der Flussmessungen von N2O im Boden hinsichtlich der Emission von N2O aus dem Grundwasser in die Atmosphäre sollte mit begleitenden Emissionsmessungen an der Bodenoberfläche durch das IMK-IFU evaluiert werden. Mit diesen Messungen erfolgte ein Up-Scaling der Flussmessungen im Boden, was durch die starken horizontalen Inhomogenitäten in den N2O-Gehalten des Bodens notwendig ist. Auf Grund der relativ geringen Emissionsraten des N2O aus dem Boden bieten der Einsatz eines Zeltes für die kontrollierte Anreicherung der freigesetzten Gase und ein längenmittelndes Messverfahren, die FTIR-Absorptionsspektrometrie auf einer Trasse durch das gesamte Zelt sowohl für Treibhaus- als auch Tracer-Gase (SF6), die höchsten Erfolgsaussichten. Es wurde ein Zelt mit einer Grundfläche von ca. 500 m2 (Länge 100 m, Breite 5 m, Höhe 0,60 m) errichtet und mittels monatlicher Messungen von N2O, CO2 (CH4 und H2O) die zeitlichen Variationen der Emissionsraten sowie deren Abhängigkeit vom Grundwasserstand untersucht. Es wurden kontinuierliche N2O- (und CO2-)Konzentrationsanstiege in den Nächten sowohl im Zelt als auch in Umgebungsluft quantitativ bestimmt. Die N2O-Emissionsraten aus dem Boden betrugen 2 bis 11 myg N2O-N m-2 h-1, wobei mit steigenden Außentemperaturen und sinkendem Grundwasserstand ein Anwachsen der Emissionsrate beobachtet wurde. Nachts konnte ebenfalls ein kontinuierlicher N2O-Konzentrationsanstieg in Umgebungsluft auf gleichem Messpfad und bei gleichen Wetterverhältnissen gemessen werden. Dieser Anstieg betrug maximal die Hälfte des Wertes der Messungen im Zelt (ca. 1 myg N2O-N m-2 h-1) und zeigte keine nennenswerte zeitliche Variation. Die gleichen Tendenzen wurden bei CO2 erfasst. Zur Bestimmung der Verlustrate des Zeltes wurde ein SF6-Tracer-Experiment mit einer Linienquelle durchgeführt. Da mit den Zelt-Untersuchungen allein keine Trennung von Retardation und Abbau des N2O in der ungesättigten Zone erfolgen kann, wurde in Abstimmung mit dem UFZ der Diffusionskoeffizient der ungesättigten Zone mit dem Tracer SF6, der an der Grenze zwischen ungesättigter und gesättigter Zone mittels Sonde injiziert wurde, durch Emissionsratenmessung im Zelt bestimmt. Die Emissionen des in 1,30 m Tiefe injizierten gasförmigen SF6 hatten ein Maximum nach 20 Stunden, woraus eine Diffusionskonstante von 1,1 10-5 m2 s-1 bestimmt wurde, was in Übereinstimmung mit den Bodenuntersuchungen des UFZ in der ungesättigten Zone ist. Eine Vorstudie hatte ergeben, dass bei spektrometrischen Messungen eine von der Universität Göttingen untersuchte Änderung des Isotopen-Verhältnisses des N2O nicht als Tracer genutzt werden kann, da die Intensität der Spektrallinien der Isotope 2 und 3 im Infrarot um mehrere Größenordnungen kleiner im Vergleich zum Hauptisotop ist. Die Untersuchungen trugen dazu bei, die Rolle indirekter Emissionen für die Zunahme der Konzentration des Treibhausgases N2O in der Atmosphäre zu bestimmen.
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Tags: Göttingen ? Stickstoffdioxid ? Tracer ? Treibhausgasemission ? Außenluft ? Lachgas ? Emissionsüberwachung ? Kohlendioxid ? Methan ? Schwefelhexafluorid ? Spektralanalyse ? Trasse ? Gasförmiger Stoff ? Ungesättigte Zone ? Emissionsmessung ? Bodenuntersuchung ? Flächennutzung ? Grundwasserstand ? Messverfahren ? Grundwasser ? Boden ? Messung ? Abbau ? Anreicherung ? Atmosphäre ? Treibhausgas ? Linienquelle ? Absorptionsspektralanalyse ? Isotop ? Isotopenverhältnis ? Kontinuierliches Verfahren ? Sonde ?
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License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0
Language: Deutsch
Last harvest: 31.07.2026 00:25
Time ranges: 2005-01-01 - 2010-12-31
Webseite zum Förderprojekt
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/36637409 (Webseite) ✓Accessed 1 times.