Description: Das Projekt "Biologische Optimierung in Baumstämmen und Holzqualität" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Botanik durchgeführt. Die Fichte (Picea abies (L.) Karst.) ist eine der wirtschaftlich bedeutendsten Baumarten Europas. Der ständig steigende Bedarf an Holzprodukten erfordert die Entwicklung von Strategien, um den Rohstoff Holz möglichst effizient zu nutzen. Ein Ausweg wäre dabei die Selektion von Fichten mit möglichst einheitlichen Holzeigenschaften entlang des gesamten Stammes. Das Holz erfüllt jedoch für den Baum wichtige Funktionen, wie beispielsweise den Wassertransport und die mechanische Stabilität, die sein Überleben garantieren. Die Erfüllung dieser Funktionen erfordert bestimmte Holzstrukturen. Die Kenntnis dieser Zusammenhänge ist nötig, um die Züchtung von Pflanzen zu vermeiden, die zwar ausgezeichnete Holzqualität besitzen, jedoch nur bedingt überlebensfähig sind. 1) Die Holzstruktur innerhalb eines Baumes und von verschiedenen Bäumen ist unterschiedlich, weil die Anforderungen an die hydraulische Effizienz und Sicherheit und an die mechanische Stabilität variieren. 2) Ein bestimmter Aufbau aus Frühholz mit weitlumigen Zellen und Spätholz mit englumigen Zellen ist nötig, um Wasser effizient zu transportieren, gleichzeitig ein Trockenfallen des Wasserleitsystems zu verhindern und mechanische Stabilität zu garantieren. Der Zusammenhang beruht jedoch nicht auf dem Zelldurchmesser an sich, sondern auf bestimmen Eigenschaften der 'Schleusen' (Tüpfel), welche die einzelnen Zellen verbinden. 3) Ausgezeichnete Holzqualität, wie Uniformität entlang des Stammes und hohe Dichte, implizieren nicht immer ausgezeichnete hydraulische und mechanische Eigenschaften. Unser Ziel ist es, die anatomischen und chemischen Grundlagen der natürlichen Holzfunktionen zu untersuchen und deren Konsequenz für die Holzqualität zu prüfen. Um diese Hypothesen zu verifizieren, sind umfassende anatomische und chemische Analysen in Verbindung mit hydraulischen und mechanischen Testverfahren an frischen Holzproben geplant. Die Holzproben unterscheiden sich im Alter der Jahrringe, in der Entnahmehöhe und in ihrer jahreszeitlichen Ausbildung (Früh- und Spätholz). Außerdem werden Fichtenklone, die auf Standorten mit unterschiedlichem Feuchteregime stocken, untersucht.
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Origin: /Bund/UBA/UFORDAT
Tags: Dendrochronologie ? Fichte ? Baustoff ? Jahresring ? Baumstamm ? Norwegen ? Wien ? Baum ? Baumfällung ? Schleuse ? Holzrohstoff ? Chemische Analyse ? Pflanzenart ? Pflanzenproduktion ? Stress ? Topographie ? Dürre ? Bergwerk ? Holz ? Qualitätsmanagement ? Europa ? Zelle ? Chemikalien ? Pflanzenzüchtung ? Prüfverfahren ? Rohstoff ? Lebensalter ? Forstprodukt ? Holzprodukt ? Jahreszeit ? Karstgebiet ? Bewässerung ? Ausbildung ? Wasserknappheit ? Forstwirtschaft ? Zielkonflikt ? Züchtung ? Probenahme ? Strategische Aspekte ? Bedarf ? Alterung ? Holzqualitäten ? Klon ? Leistungsfähigkeit ? Altersabhängigkeit ? Verarbeiten ? Verfrachtung ? Wachstum [biologisch] ? Wasertransport ? Überlebensfähigkeit ? Art [Spezies] ? Auslese ? Dichte ? Druck ? Funktion ?
License: cc-by-nc-nd/4.0
Language: Deutsch
Time ranges: 2003-03-01 - 2006-06-30
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