Description: Das Projekt "Optimierung der Saatgutproduktion standortgerechter Gräser und Leguminosen für die Grünlandwirtschaft und den Landschaftsbau im Alpenraum" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein (HBLA) durchgeführt. Das wichtigste Potenzial für einen Grünland- und Viehbauern sind seine Wiesen, Weiden und das Feldfutter. Grundfutter in bester Qualität hat deutlich positive Auswirkungen auf das Betriebsergebnis. Voraussetzung dafür sind stabile, ausdauernde, harmonische, gesunde, hochverdauliche, Ampfer-freie, dem Klima und der Nutzung angepasste Pflanzenbestände. Bei Über-, Nach- sowie Neuansaaten entscheidet die Qualität der Saatgutmischung, ob diese Ziele erreicht werden können. Die Ergebnisse der nationalen Sortenwertprüfung zeigen den speziellen Wert der in Österreich gezüchteten und vermehrten Sorten für die Grünlandwirtschaft. Nicht zuletzt durch die bevorzugte Einmischung dieser Sorten finden Qualitäts-Saatgutmischungen für das Grünland eine in Europa einzigartige Akzeptanz. Im Schnitt der Jahre werden mehr als 50% (ca. 900-1.100 t/Jahr) des gesamten für die Grünlandbewirtschaftung gekauften Saatgutes als Qualitätsmischung nachgefragt (Krautzer et al. 2011, ÖSTAT 2012). Es ist daher von größter Bedeutung, eine ausreichende Produktion und Versorgung des Saatgutmarktes mit diesen Arten/Sorten zu gewährleisten bzw. aufrecht zu erhalten sowie die Wirtschaftlichkeit der Sämereienproduktion zu verbessern. Die Saatgutproduktion von Gräsern, kleinkörnigen Leguminosen sowie Kräutern wird auch als 'die Hohe Schule des Pflanzenbaus' bezeichnet. Verwendung findet das daraus produzierte Saatgut in Saatgutmischungen für Grünland, Feldfutterbau, Landschaftsbau und Sonderstandorte (Krautzer et al. 2011). Bedingt durch besondere Anforderungen, die sich von der Aussaat über die Bestandespflege bis hin zur Ernte, Nachbehandlung und Reinigung hinziehen, sind gute Erträge und gute Preise eine Grundvoraussetzung. Die Anbaufläche für die Saatgutproduktion solcher Sorten und lokaler Herkünfte betrug in der Vergangenheit schon deutlich über 1200 ha. In den letzten Jahren erfolgte ein Einbruch auf etwa 800 ha, bedingt durch einen deutlichen Rückgang der Produktivität (AGES 2013). Von den betroffenen Vermehrern wird diese negative Entwicklung, neben steigenden Preisen im Getreide- und Maisbau, mit einer Stagnation bzw. sogar leicht rückläufigen Erträgen in der Sämereienproduktion erklärt. Entgegen früheren Gepflogenheiten findet sich kaum mehr publizierte Literatur über moderne Produktionstechnik für Sämereien. Zunehmend wird dieses Know How als Firmengeheimnis unter Verschluss gehalten. Um moderne Saattechnik, effiziente Unkrautregulierung sowie dem Stand der Entwicklung angepasste Produktions- Ernte- und Reinigungstechnik in die Produktionsabläufe der einzelnen Arten/Sorten zu integrieren, ist daher eine umfangreiche Betreuung der Vermehrer sowie eine ausreichende Versuchstätigkeit zur Verbesserung einzelner Produktionsabläufe dringend notwendig. Zusätzlich müssen auch dringend verbesserte, wirtschaftlichere Produktionssysteme für die Erzeugung von Biosaatgut entwickelt werden. (Text gekürzt)
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Tags: Landschaftspflege ? Futterbau ? Süßgräser ? Pflanzengenetik ? Leguminosen ? Saatgut ? Wiese ? Genetische Ressourcen ? Österreich ? Ernteertrag ? Grünland ? Pflanzenbestand ? Pflanzenproduktion ? Grünlandwirtschaft ? Genpool ? Produktionstechnik ? Unkrautbekämpfung ? Schule ? Naturraum ? Genetische Vielfalt ? Garten- und Landschaftsbau ? Pflanzenzüchtung ? Alpen ? Europa ? Produktivität ? Forschungseinrichtung ? Standortbedingung ? Landwirtschaft ? Züchtung ? Naturschutz ? Datenerhebung ? Landwirtschaftliche Fläche ? Datenbank ? Preisentwicklung ? ex-situ ? Pflanzenerbgut ? PFEIL15: Nachhaltige landwirtschaftliche Produktionssysteme ?
License: cc-by-nc-nd/4.0
Language: Deutsch
Time ranges: 2014-03-01 - 2020-11-30
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