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Ersatzneubau der Elsenbrücke

Description: Im Oktober soll die neue Lichtsignalanlage am Knoten Markgrafendamm/Stralauer Allee in Betrieb genommen werden. Ausführungsphase Die Elsenbrücke in Berlin wurde im Jahr 1968 als Straßenbrücke eröffnet. Sie verbindet die beiden Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow-Köpenick miteinander. Die Namensgebung erfolgte nach der Elsenstraße, die in der früheren Straßenführung bis an die Brücke heranführte. Auf der Friedrichshainer Seite läuft die Elsenbrücke auf die Kreuzung der Stralauer Allee, dem Markgrafendamm und der Straße Alt-Stralau zu. Die Brücke liegt auf dieser Seite im Bereich des ehemaligen “Osthafen Berlin”. Hierbei lag das ehemalige Kraftwerk des Hafens auf der Ostseite und der Rest des Hafens auf der Westseite. Im Bezirk Treptow-Köpenick mündet die Elsenbrücke in die Straßenverbindung “An den Treptowers” und verläuft weiter auf der Elsenstraße. Der Straßenzug kreuzt dabei beidseitig die Puschkinallee. Die Baumaßnahme untergliedert sich in vier wesentliche Hauptbauphasen: 1. Bauabschnitt Abriss südöstliche Bestandsbrücke 2. Bauabschnitt Herstellung einer Behelfsbrücke 3. Bauabschnitt Rückbau südwestliche Bestandsbrücke und Herstellung westlicher Ersatzneubau 4. Bauabschnitt Rückbau Behelfsbrücke und Herstellung südöstlicher Ersatzneubau Das Vorhaben Der Bau Verkehrsführung Nachhaltigkeit Zahlen und Daten Die Dreifeld-Konstruktion aus Spannbeton besteht aus zwei parallel errichteten, getrennten Brückenüberbauten. Die Länge beträgt ca. 187,20 Meter. Das größte Feld überspannt dabei 65 Meter und liegt in der lichten Höhe ca. 4,25 Meter über dem Wasserspiegel. Die beiden Anschlussfelder überbrücken jeweils ca. 45 Meter. Die Querschnittsbreite beider Brückenüberbauten liegt bei 34,40 Meter. Aus konstruktionstechnischer Sicht handelt es sich um eine gevoutete Balkenbrücke. Im Zuge der turnusmäßig stattfindenden Bauwerksprüfungen am Bestandsbauwerk wurden im Sommer 2018 umfangreiche Schäden festgestellt, welche zum einen die Standsicherheit der Brücke und zum anderen die Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit nachhaltig beeinträchtigen. Die Ursache ist auf eine Kombination aus verschiedenen Einflussgrößen und hier insbesondere auf den Spannkraftverlust des spannungsrisskorrosionsgefährdeten Spannstahls und einen hohen Temperaturgradienten im Sommer 2018 zurückzuführen. Die Ursachen konnten in Auswertung des Schadensbildes, durch Verformungsauswertungen des Bestandsbauwerkes, der Wertung von Laboruntersuchungen und Schadensbildern von anderen Brückenmaßnahmen sowie rechnerischer FEM-Modelle empirisch belegt werden. Der Bau der Elsenbrücke erfolgte nach dem damaligen Stand der Technik. Die Schäden lassen sich dem verwendeten Spannstahl zuordnen. Gefährdungen einer Spannstahlstahlbewehrung infolge Spannungsrisskorrosion wurden erst zu einem späteren Zeitpunkt belegbar dokumentiert. Der Spannstahl ist über die gesamte Länge unmittelbar mit dem gesamten Bauwerk verbunden. Eine Ertüchtigung des Bauwerks oder der Austausch von geschädigten Spanngliedern im Spannkasten ist nicht durchführbar. Die Ergebnisse der Auswertungen belegen, dass der südöstlich gelegene Überbau nicht instandgesetzt werden kann. Der baugleiche Südwestteil muss infolgedessen ebenfalls rückgebaut werden. Voraussichtliche Bauzeit: 2020 bis 2028 Der 1. Bauabschnitt, 2. Bauabschnitt und 3. Bauabschnitt wurden erfolgreich abgeschlossen. Aktuell erfolgen die Restleistungen und Rückbau der Baustelleneinrichtungsflächen im Brückenbereich. Aktuelle Verkehrsinformationen und Hinweise zu möglichen Einschränkungen werden fortlaufend auf dieser Seite veröffentlicht. Mit Abschluss aller Arbeiten am Nordwestlichen Teilbauwerk konnte eine 3+3 Verkehrsführung eingerichtet werden. Die Verteilung erfolgt wie folgt: Richtung Friedrichshain: Verkehr über die Behelfsbrücken mit 3 Fahrstreifen Richtung Treptow: Verkehr über das neue Teilbauwerk (nordwest) mit 3 Fahrstreifen Rad- und Fußverkehr: Beidseitig nutzbar auf den Bauwerken / Behelfsbrücken Mit der neuen Verkehrsführung stehen dem motorisierten Verkehr und dem Fuß- und Radverkehr wieder die ursprünglichen Verkehrsflächen zur Verfügung. Der Ersatzneubau der Elsenbrücke ist zukunftsorientiert und nachhaltig. Der Entwurf berücksichtigt eine dauerhafte und wirtschaftliche Bauweise. Die gewählte Baukonstruktion ermöglicht ein schlankes, materialsparendes Bauwerk. Die Recyclingquote von Stahlbrücken ist auf Grund der guten Trennbarkeit der Materialien außergewöhnlich hoch. Die Brücke ist somit über Ihre Lebensdauer hinweg ressourcenschonend. Vorausschauend lässt die Brückenkonstruktion einen nachträglichen Einbau einer Straßenbahntrasse zu, sodass zukünftig der ÖPNV ausgebaut und gestärkt werden kann. Die Belange von Rad- und Fußverkehr werden entsprechend des Berliner Mobilitätsgesetzes deutlich verbessert und tragen damit zu sicheren Wegebeziehungen und einer Stärkung dieser Verkehr bei. Bauwerksdaten zum Bestandsbauwerk Eröffnung: 1968 Längste Spannweite: 65,00 m Längste Stützweite: 65,00 m Gesamtlänge: 187,20 m Gesamtstützweite: 155,00 m Breite je Überbau: 17,20 m Konstruktion: Dreifeld-Spannbetonbrücke in zwei getrennten Brückenüberbauten Weitere Informationen zur Bauweise: 2 Hohlkästen je Teilbauwerk mit 4 Stegen á 45 cm Stegbreite 1 Spannkasten je Steg mit 532 Drähten á 35 mm im Durchmesser, Hennigsdorfer Spannstahl St140/160 mit einer Nennspannkraft von 1.600 t Gesamtkosten Gesamtkosten für das Land Berlin: ca. 97,7 Mio. Euro Die Baumaßnahme wurde im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundes- und Landesmitteln gefördert.

Types:
Text(
    Editorial,
)

Tags: Allee ? Land Berlin ? Berlin ? Temperaturverteilung ? Solarthermisches Kraftwerk ? Berliner Mobilitätsgesetz ? Lichtsignalanlage ? ÖPNV ? Recyclingquote ? Hafen ? Verkehrsfläche ? Fußverkehr ? Bautechnik ? Stand der Technik ? Verkehrslenkung ? Wirtschaftsstruktur ? Bauliche Anlage ? Rückbau ? Arbeit ? Verkehrssicherheit ? Wasserstand ? Verkehr ? Laboruntersuchung ?

Region: Berlin Berlin

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License: DCAT-AP.de Sonstige geschlossene Lizenz

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Issued: 2026-10-05

Last harvest: 13.10.2026 01:57

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