Description: Brandschutz im Endlagerbereich – Evaluierung von Regeln und technischen Entwicklungen BASE-Forschungsprojekt Themenfeld: Endlagerung, Nukleare Sicherheit Status: abgeschlossen Finanzierung: BMUKN-Ressortforschungsplan Projektbeschreibung Projektdaten Förderkennzeichen 4722E03350 Ausführende Stelle TÜV NORD EnSys GmbH & Co. KG, Hamburg Projektzeitraum 12.2022 - 11.2024 Bewilligte Summe 140.000 € Art der Finanzierung BMUKN-Ressortforschungsplan Im Rahmen des Vorhabens „Brandschutz im Endlagerbereich – Evaluierung von Regeln und technischen Entwicklungen“ wurden brandschutzrelevante meldepflichtige Ereignisse in unterschiedlichen Anlagen ausgewertet. Dazu zählen: das Endlager Morsleben ( ERAM ), die Schachtanlage Asse II, deutsche kerntechnische Anlagen Anlagen zur Kernbrennstoffver- und -entsorgung (Landessammelstellen für radioaktiven Abfall, hier: Jülich (JEN-LNRW)) Dabei waren mehr als 80 % der meldepflichtigen Ereignisse in die Bereiche „Ausfälle von brandschutztechnischen Systemen und Komponenten“ sowie „potenziell brandgefährlichen Ereignissen“ einzuordnen. Besonders hervorzuheben sind hierbei Brände mobiler Brandlasten, wie Fahrzeuge und Geräte mit inhärenten Zündquellen. Diese Ereignisse unterstreichen die Notwendigkeit einer angepassten Brandschutzstrategie, insbesondere im Hinblick auf die Wartung und die Notfallplanung. Darüber hinaus erfolgte eine Prüfung vorhandener nationaler und internationaler brandschutztechnischer Regelwerke. Im nationalen Regelwerk (EndlSiAnV, ESK -Leitlinie) sind spezifische Anforderungen an den Brandschutz in den Lebenszyklen Errichtung, Betrieb und Stilllegung von Endlagern beschrieben. Jedoch wird keine eindeutige Methodik für die systematische Untersuchung und Implementierung dieser Anforderungen beschrieben. Die Eindeutigkeit in der Anwendung und Umsetzung der brandschutztechnischen Maßnahmen ist so nicht immer gegeben. Die internationalen Regelwerke und Leitlinien bieten ein strukturiertes und in sich geschlossenes System, das explizite Schutzziele und Methoden zur Einhaltung dieser festlegt. Diese Regelwerke könnten als Empfehlung für die Überarbeitung und Anpassung der nationalen Regelwerke bezüglich der Brandschutzstrategie in Endlagern dienen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurden Empfehlungen für die Weiterentwicklung der brandschutztechnischen Regelwerke und Maßnahmen in Endlagern für radioaktive Abfälle abgeleitet. Bei diesen Empfehlungen handelt es sich um die Implementierung der Brandgefahrenanalyse sowie die Übernahme organisatorischer Brandschutzregelungen aus dem kerntechnischen Bereich. Im Rahmen des Vorhabens wurden brandschutzrelevante meldepflichte Ereignisse im Endlager Morsleben ( ERAM ) und der Schachtanlage Asse II sowie in deutschen kerntechnischen Anlagen und Anlagen zur Kernbrennstoffver- und -entsorgung sowie in Einrichtungen der Entsorgung radioaktiver Abfälle ausgewertet. Die Analyse zeigte, dass mehr als 80 % der meldepflichtigen Ereignisse im Bereich „Ausfälle von brandschutztechnischen Systemen und Komponenten“ sowie „potenziell brandgefährlichen Ereignissen“ einzuordnen sind. Besonders hervorzuheben sind hierbei Brände mobiler Brandlasten, wie Fahrzeuge und Geräte mit inhärenten Zündquellen. Diese Ereignisse unterstreichen die Notwendigkeit einer angepassten Brandschutzstrategie, insbesondere im Hinblick auf die Wartung und die Notfallplanung. Darüber hinaus erfolgte eine Untersuchung vorhandener nationaler und internationaler brandschutztechnischer Regelwerke. Dabei zeigte sich, dass im nationalen Regelwerk spezifische Anforderungen an den Brandschutz in den Lebenszyklen Errichtung, Betrieb und Stilllegung von Endlagern in der EndlSiAnV und der ESK -Leitlinie beschrieben sind, jedoch eine eindeutige Methodik für die systematische Untersuchung und Implementierung dieser Anforderungen nicht näher beschrieben ist. Die Eindeutigkeit in der Anwendung und Umsetzung der brandschutztechnischen Maßnahmen ist so nicht immer gegeben. Die internationalen Regelwerke und Leitlinien, insbesondere die kerntechnischen, bieten ein strukturiertes und in sich geschlossenes System, das explizite Schutzziele und Methodiken zur Einhaltung dieser Ziele festlegt. Diese Regelwerke könnten als Empfehlung für die Überarbeitung und Anpassung der nationalen Regelwerke bezüglich der Brandschutzstrategie in Endlagern dienen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurden Empfehlungen für die Weiterentwicklung der brandschutztechnischen Regelwerke und Maßnahmen in Endlagern für radioaktive Abfälle abgeleitet. Bei diesen Empfehlungen handelt es sich um die Implementierung der Brandgefahrenanalyse sowie die Übernahme organisatorischer Brandschutzregelungen aus dem kerntechnischen Bereich. Kontakt Dr. Christoph Borkel , Leitung Fachgebiet F 3, Sicherheitsforschung für die Entsorgung radioaktiver Abfälle E-Mail christoph.borkel@base.bund.de Fachlicher Abschlussbericht Fachlicher Abschlussbericht Label: Fachinformation Herunterladen (PDF, 754KB, barrierefrei⁄barrierearm)
Tags: Jülich ? Hamburg ? Endlager Asse ? Endlager Morsleben ? Radioaktiver Abfall ? Nukleare Entsorgung ? Endlager ? Brandschutz ? Endlagerung ? Kerntechnische Anlage ? Betriebsschließung ? Meldepflichtiges Ereignis ? Nukleare Sicherheit ? Abschlussbericht ? Finanzierung ? Schutzziel ?
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