Description: Planfeststellungsverfahren zur Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben Verfahrensunterlage Titel:Endlager Morsleben 3D Modellierung der Grundwasserbewegung im Deckgebirge unter Süßwasserverhältnissen Modellaufbau, Modellkalibrierung R42, Rechenfall R43 und Referenzfall R44 Autor:Klemenz, W., Klubertanz, G., Oswald, S. & Siegel, P. Erscheinungsjahr:2001 Unterlagen-Nr.:P 144 Revision:00 Unterlagenteil: Colenco Bericht 4305/33 -2- =86$00(1)$6681* W. Klemenz, Dr. G. Klubertanz, Dr. S. Oswald, Dr. P. Siegel Endlager Morsleben. 3D Modellierung der Grundwasserbewegung im Deckgebirge unter Süß- wasserverhältnissen. Modellaufbau, Modellkalibrierung R42, Rechenfall R43 und Referenzfall R44 E R Mo A rsl ebe n Basierend auf der von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erstell- ten Datengrundlage „Hydrogeologische Modellbildung“ mit dem Kenntnisstand 1997 dokumen- tiert der vorliegende Bericht die Entwicklung eines geometrisch komplexen dreidimensionalen hydrogeologischen Modells vom Untergrund des Grundwassereinzugsgebietes am Standort des Endlagers Morsleben, die Umwandlung des hydrogeologischen Modells in eine äquivalente Finite-Elemente-Diskretisierung (3D Süßwassermodell ERAM), die Rechnungen R42 zur Kali- brierung der Durchlässigkeitsverteilung und die Ergebnisse von zwei Simulationsrechnungen R43 und R44 für die Grundwasserbewegung im Deckgebirge unter Süßwasserbedingungen. Die vorgestellten Auswertungen und Schlußfolgerungen basieren auf Modellrechnungen zum Rechenfall R43, der die heutigen hydrogeologischen Verhältnisse mit Grundwasserentnahmen nachbildet und dem sogenannten Referenzfall R44, in dem keine Grundwasserentnahme im Brunnental erfolgt. Ziele der durchgeführten 3D Süßwassermodellierung sind die Beschreibung des regionalen Grundwasserfließsystems und die Ermittlung der Fließwege (Länge, Geschwin- digkeit, Zeit und Austrittsorte) durch reine Advektion. Das berechnete Potentialfeld beider Rechenfälle ist charakterisierbar durch ein von den Erhe- bungen des Lappwalds und der Weferlinger Triasplatte quer zum Allertal gerichtetes Grund- wasserfließfeld. Unterhalb der Aller besteht ein vorwiegend vertikal aufwärts gerichteter Poten- tialgradient. Die Grundwasserentnahme aus dem Jura und Rhät und die mehrfache Wechsella- gerung von Aquitarden und Aquiferen hat eine komplexe Charakteristik des Potentialfeldes der Lappwaldmulde zur Folge. Im Referenzfall R44, ohne Grundwasserentnahme im Brunnental, steigt der Grundwasserspiegel in der Umgebung des Brunnentals teilweise bis zur Gelände- oberfläche an. Auf die Potentialverteilung im Allertal und in der Triasplatte hat die Grundwasser- entnahme keinen Einfluß. Die berechneten Partikelpfade ab Startpunkten 5 m über der Basis des Hutgesteins zur Bio- sphäre enden größtenteils innerhalb des Potentialminimums, das den Verlauf der Aller beglei- tet. Weitere Trajektorien gelangen im Potentialminum entlang des Lappwaldes (Oberkreide, Jura) an die Modelloberfläche. Infolge der Abhängigkeit der Partikelpfadlänge von der Lage der Potentialmimima ergeben sich für die im Hutgestein unterhalb der Aller und entlang des Lappwaldes liegenden Startpunkte minimale Partikelpfadlängen bis 500 m. Südlich des Salzbaches weisen die Trajektorien mit Startpunkten an der südwestlichen bzw. nordöstlichen Verbreitungsgrenze des Hutgesteins Partikelpfadlängen bis rund 1000 m auf. Nördlich des Salzbaches nimmt – infolge der Verlage- rung der Aller an den östlichen Rand der Talsohle – die Pfadlänge der Partikel mit Startpunkten entlang des Lappwaldes bis auf rund 2000 m zu. Die berechneten mittleren Abstandsgeschwindigkeiten weisen im allgemeinen Werte unter 0,01 m/a auf. Startpunkte von Partikelpfaden mit mittleren Abstandsgeschwindigkeiten bis 0,017 m/a befinden sich im Gebiet der Einmündung des Mühlengrabens bzw. des Hauptgrabens in die Aller sowie nahe der nördlichen Modellgrenze in Gebieten, in denen die Partikelpfade über eine anteilsmäßig große Strecke in der relativ gut durchlässigen Einheit A9-K2/246 verlaufen. Colenco Bericht 4305/33 -3- Anderseits werden westlich von Schwanefeld in einem Gebiet mit einem Verlauf der Partikel- pfade über längere Strecken im geringdurchlässigen oberen Gipskeuper A10/247, geringe mittlere Geschwindigkeiten (weniger als 0,004 m/a) und hohe Fließzeiten berechnet. Die Verteilung der Fließzeiten ist jener der mittleren Abstandsgeschwindigkeiten ähnlich. Es läßt sich eine Zonierung der Fließzeiten parallel zur Aller erkennen: die geringsten Fließzeiten (10'000 bis 100'000 Jahre) weisen Trajektorien mit Startpunkten in der Nähe der Aller auf; für die weiter von der Aller entfernt liegenden Startpunkte betragen die Fließzeiten zwischen 100'000 und über 300'000 Jahren. Noch längere Fließzeiten (300'000 bis 1‘000'000 Jahre) wer- den in einem SW-NE verlaufenden Gebietstreifen westlich von Schwanefeld berechnet. n Die Gebiete geringer Ausdehnung mit Fließzeiten zwischen 10'000 und 50'000 Jahren befinden sich entlang des Lappwaldes und vor allem in drei Abschnitten, in denen die Aller entlang der Weferlinger Triasplatte verläuft. Die in diesen Gebieten berechneten Flie ]HLWHQ YHUWHLOHQ VLFK etwa zu 2/5 auf 30'000 Jahren und zu 3/5 auf Fließzeiten zwischen 30'000 und 50'000 Jahren. E R Mo A rsl ebe Durch die Mitberücksichtigung in der Auswertung der in der Nähe der Modelloberfläche oszillie- UHQGHQ)OLH SIDGHUHVXOWLHUHQLQVJHVDPWLQGHQ7UDMHNWRULHQWHQGHQ]LHOOJHULQJH)OLH SIDGOängen XQG )OLH ]HLWHQ 'LH GDUJHVWHOOWHQ 5HVXOWDWH GHU 7UDMHNWRULHQUHFKQXQJHQ VLQG GDKHU LQ LKUHU Tendenz eher als konservativ zu bewerten.
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Origin: /Bund/BGE/Website
Tags: Jura ? Endlager Morsleben ? Grundwasserentnahme ? Endlager ? Planfeststellungsverfahren ? Grundwassergeringleiter ? Grundwasserleiter ? Grundwasserstand ? Grundwasserströmung ? Simulationsmodell ? Trajektorie ? Modellierung ? Untergrund ? Hydrogeologisches Modell ? Advektion ? Partikel ? Stilllegung ? Zoneneinteilung ? Tal ?
Region: Peine
Bounding boxes: 10.2352° .. 10.2352° x 52.31928° .. 52.31928°
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