Die strategische Bedeutung von Städten zur Bewältigung aktuellen Herausforderungen und Schaffung von nachhaltigen Strukturen ist nicht mehr zu übersehen. Urbane Transformation ist für eine Mitigation des Klimawandels, Ressourcenschonung im Baubereich, sowie eine umweltorientierte Stadtentwicklung erforderlich. Das Special Issue widmet sich der integrierten, systemischen sowie umsetzbaren Forschung für eine nachhaltige urbane Transformation im Einklang mit den Prinzipien des Neuen Europäischen Bauhauses: Nachhaltig, Ästhetisch, Zusammen. Der Call richtet sich an Arbeiten, die (i) zum Verständnis des Zusammenspiels von umweltbezogenen, sozialen und technischen Dynamiken im Lichte der Transformation beitragen oder (ii) über Wege einer Transformation für mehr Nachhaltigkeit, Lebensqualität, sowie Gesundheit und Wohlbefinden für alle reflektieren. Gefragt ist zudem Forschung zu integrativen und innovativen konzeptionellen oder strategischen Ansätzen, zu Politik- und Planungsinstrumenten sowie zur Arbeit von Change Agents auf allen gesellschaftlichen und Governance-Ebenen. Weitere Informationen zum Call finden Sie hier sowie im Flyer . Der Call wird in Zusammenhang mit dem AdNEB Projekt des Umweltbundesamts durchgeführt. „ AdNEB – Neues Europäisches Bauhaus weiterdenken: nachhaltige Mobilität und resiliente Räume für mehr Lebensqualität “ („Advancing the New European Bauhaus: Sustainable Mobility and Resilient Urban Spaces for a Better Quality of Life) ist ein Eigenforschungsprojekt des Umweltbundesamts. Es knüpft an die Initiative „Neues Europäisches Bauhaus“ (NEB) der Europäischen Kommission an. Im Zentrum dieser Initiative steht die Frage, wo und wie wir in Zukunft leben und wie eine ökologisch nachhaltige, sozial inklusive, gesundheitsverträgliche und attraktive Entwicklung urbaner Räume gelingen kann. Das NEB will kreative Orte der Begegnung schaffen, an denen unter Einbeziehung von Kunst, Kultur, sozialer Inklusion, Wissenschaft und Technologie künftige Lebensweisen ökologisch gestaltet werden. Einen Schwerpunkt der EU-Initiative bilden die gebauten Strukturen und damit verknüpfte Fragen wie Transformation des Gebäudebestands, nachhaltige Baumaterialien und Energieeffizienz. Zur Idee des Neuen Europäischen Bauhauses will AdNEB einen konzeptionellen, methodischen und interdisziplinären Beitrag liefern. Dazu soll der derzeitige Schwerpunkt Bauen um zusätzliche Dimensionen auf alle urbanen Räume – Gebäude, graue Infrastruktur und Grün- und Freiräume – erweitert werden.
Das UBA hat mit der strategischen Forschungsagenda zum 'Urbanen Umweltschutz' wichtige Schwerpunkte an der Schnittstelle von Stadt- und Umweltforschung identifiziert. Hieran anknüpfend sollen die identifizierten Forschungslücken zielgerichtet adressiert und Maßnahmenkonzepte für die Stärkung des urbanen Umweltschutzes in Deutschland erarbeitet werden. Ein erster Baustein wurde bereits mit dem Konzept 'Die Stadt für Morgen' gesetzt. Das Konzept greift auf den vom UBA entwickelten Indikator für eine flächensparende Siedlungsentwicklung in Städten mit mehr als 100.000 Einwohner zurück. Als Zielwert hat das UBA hierfür einen Wert von 150 PKW pro 1000 Einwohner ermittelt, der die Rückgewinnung von Verkehrsflächen für andere Nutzungen (bspw. Wohnen, Grün- und Freiräume) ermöglicht. Dieses Vorhaben soll weitere relevante Zielsetzungen, Zielgrößen und ggf. Zielkonflikte für eine umweltschonende Stadtentwicklung in Deutschland im Hinblick auf eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, eine nachhaltige Infrastrukturentwicklung sowie Gesundheit und Sozialverträglichkeit ermitteln und das auf den Verkehr zugespitzte Konzept 'Die Stadt für Morgen' um die Themenschwerpunkte der o.g. Forschungsagenda erweitern. Anhand der Ergebnisse soll schließlich eine Erweiterung des UBA Konzepts der 'Die Stadt für Morgen' erfolgen, die für wichtige Themen- und Handlungsfelder einer umweltverträglichen Stadtentwicklung Zielsetzungen, Zielgrößen und ggf. Zielkonflikte formuliert. Für die ermittelten Zielsysteme sollen Vorschläge abgeleitet werden, wie diese genutzt werden können (z.B. für bundespolitische Programme und Strategien, die kommunale Praxis etc.). Der Bedarf für weitere Zielgrößen beziehungsweise die qualitative und quantitative Unterlegung der Zielsysteme soll dargelegt wer-den (z.B. Notwendigkeit der Datenerhebung oder -harmonisierung).
Das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben. Die Stadt Leipzig will mit der Durchführung des Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens, gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz, die Schaffung urbaner Wälder im Rahmen des Stadtumbaus erproben. Die Waldentwicklung soll sich dabei auf den innerstädtischen Bereich, und hierbei vorzugsweise auf die Stadtumbaugebiete konzentrieren und nach dem Antrag zum Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben insbesondere folgende positive Effekte erzielen: - zur Verbesserung der stadtklimatischen und lufthygienischen Situation beitragen, - die bewaldete Fläche und angrenzende Flächen in Wert setzen, - Erholungsangebote im Wohnumfeldbereich ergänzen, - Grünflächendefizite in stark verdichteten Quartieren ausgleichen, - zur Erhöhung der Biodiversität in der Stadt beitragen und - eine neue Freiflächenkategorie im Stadtumbau und in der Landschaftsplanung im städtischen Raum kreieren. In welchem Maße die im Zuge des Hauptvorhabens geplante Bewaldung ausgewählter Brachen (max. 10 Flächen, 30 ha) die o.g. positiven Effekte insbesondere auf den Naturhaushalt sowie die Stadtgestalt und das Erholungsangebot erzielt, ist Gegenstand der Begleitforschung. Zielsetzung der Begleitforschung und Untersuchungsansatz: Um bundesweit übertragbare Empfehlungen zur Entwicklung urbaner Wälder geben zu können, sind die Wirkungen urbaner Wälder in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien auf den Naturhaushalt, die Stadtgestalt, das Erholungsangebot und die Stadtentwicklung wissenschaftlich zu untersuchen und so aufzubereiten, dass eine Handreichung a) zur Auswahl geeigneter Flächen auf Landschaftsplan- und Flächennutzungsplanebene sowie b) zur konkreten und situationsspezifischen Planung und Umsetzung urbaner Wälder entsteht. Die zu verifizierenden Kriterien für eine Flächenauswahl beinhalten fachliche, inhaltlich-methodische Kriterien, die aus den Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitforschung abgeleitet werden, als auch planungsrechtliche Kriterien und Aspekte der Verfügbarkeit, die in der Voruntersuchung und im Hauptvorhaben thematisiert wurden und werden. Für die Empfehlungen zur Planung urbaner Wälder sollen insbesondere die Erfahrungen in Bezug auf die Artenauswahl als auch in Bezug auf Waldstrukturtypen und -bilder ausgewertet und so weit, wie es wissenschaftlich zulässig ist, abstrahiert werden.
<p>Die Gestaltung der Straßen und Plätze hat einen großen Einfluss auf die Umwelt- und Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Sie beeinflusst die Art der Nutzung, die Mobilität und die Vielfalt der Aktivitäten im Straßenraum. Die Broschüre „Straßen und Plätze neu denken“ stellt Praxisbeispiele dafür vor, wie Kommunen ihren öffentlichen Raum attraktiver gestalten können.</p><p>Neun von zehn Deutschen sind der Meinung, dass eine städtebauliche Umgestaltung zu einem guten Leben beitragen kann, wenn man durch sie weniger auf das Auto angewiesen ist. Straßen, die auf zu Fuß Gehende und Radfahrende einladend wirken, bieten ein Umfeld für Begegnungen und Gespräche. Auf attraktiven Plätzen mit Bepflanzung, angenehmen Sitzgelegenheiten, Sichtbeziehungen und Spielmöglichkeiten halten sich die Menschen gerne auf. Lärm und Abgase nehmen ab, der öffentliche Straßenraum füllt sich mit Leben.</p>
Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Begleitforschung liegt im Modul 1 auf den klimatischen Wirkungen urbaner Wälder. Insbesondere sollen folgende Forschungsfragen beantwortet werden: - Welchen Beitrag zur CO2-Minderung können die Wälder in den unterschiedlichen Stadien - auf den konkreten Standorten leisten? - Welche Temperaturentwicklung auf den Flächen und im Umfeld ist zu verzeichnen, wie weit wirken die Effekte in die Umgebung? - Inwieweit können urbane Wälder zur Minderung der im Zuge des Klimawandels zunehmenden Wärmebelastung beitragen? - Wie ist die klimatische Wirksamkeit urbaner Wälder gegenüber innerstädtischen - Grünflächen einzuschätzen? -Welchen Einfluss haben die Wälder auf die stoffliche Belastung der Luft? Die Bearbeitung erfolgt durch TU Dresden, Professur Meteorologie. Diese Professur ist sowohl in Fragen des regionalen Klimawandels, des Kohlenstoffhaushaltes und des Stadtklimas durch Projekte und Publikationen ausgewiesen. Bei den Projekten sind insbesondere EU-Projekte (z.B. CarboEurope IP), DFG Projekte (z.B. Landnutzung und Klimawandel), BMBF Projekte (insb. KLIMZUG RegKLam) und zahlreiche Landesprojekte (z.B. die Erarbeitung der sächsischen Klimamonographie: Sachen im Klimawandel ).
Seit 2007 leben mehr Menschen in den Städten als auf dem Land. Im Jahr 2050, so die Prognosen der UNO, werden knapp drei Viertel aller Menschen Stadtbewohner sein. Auch in Deutschland liegt die Verstädterung weit über dem Durchschnitt. Zentrale Aufgabe der Experten ist es, die künftigen sozialen und ökologischen Probleme, Risiken und Wechselwirkungen darzulegen und zu bewerten, auch mögliche Lösungswege aufzuzeigen und sich dem Dialog mit der Öffentlichkeit zu stellen. Die gebotenen Informationen sollen dem Besucher Anreize bieten, persönliches Entscheiden und Verhalten zu hinterfragen und zu ändern. Auf den 15. Münchner Wissenschaftstagen wurden unter dem Motto 'Städte der Zukunft' an vier ereignis-reichen Tagen Themen zur sozialen und ökologischen Stadtentwicklung diskutiert. Rund 350 Wissenschaftler/innen und Experten/innen präsentierten ihre Forschung für jedermann verständlich. Alle Ange-bote wurden sehr gut angenommen. Besonders erfreulich war der Besuch vieler Schülerinnen und Schüler. Die Besucher beteiligten sich aktiv an Workshops, stellten qualitativ hochwertige Fragen an den Markt-ständen und diskutierten im Auditorium intensiv mit.
Teilvorhaben (Modul 2) im Projekt 'Ökologische Stadterneuerung durch Anlage urbaner Waldflächen auf innerstädtischen Flächen im Nutzungswandel - ein Beitrag zur Stadtentwicklung in Leipzig'. Im Rahmen des BfN-Projektes befasst sich das Teilprojekt mit der Wirkung urbaner Wälder auf die floristische Biodiversität. Ziel ist die Beantwortung folgender Forschungsfragen: - Welches floristische Artenspektrum weisen urbane Wälder auf anthropogen überformten innerstädtischen Flächen auf? - Erhöhen urbane Wälder im Vergleich zu Sukzessions- / Brachflächen und herkömmlichen Grünflächen die floristische Biodiversität? - Welche einheimischen und fremdländischen Gehölzarten sind für urbane Wälder vor dem Hintergrund des Klimawandels und den besonderen Eigenschaften des Stadtklimas geeignet? - Welchen naturschutzfachlichen Wert weisen urbane Wälder auf? - Lässt sich die Biodiversität auf diesen Flächen durch Planungs- und Managementmaßnahmen erhöhen?
Vor dem Hintergrund des bereits stattfindenden Klimawandels ist der Klimaschutz eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Auch die Stadtentwicklung kann über die Schaffung der Voraussetzungen zur Erzeugung und Verwendung erneuerbarer Energien sowie zur Energieeffizienz einen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und damit zum Klimaschutz leisten. Das Rechtsgutachten stellt dar, wie sich fachgesetzliche Anforderungen auf das Städtebaurecht auswirken und welche Notwendigkeiten bzw. Potenziale zur Weiterentwicklung im Sinne einer ökologischen Stadtentwicklung bestehen. Wurden Klimabelange im Städtebaurecht bislang als lokale oder regionale Faktoren betrachtet, ist mit dem EAG Bau 2004 auch der allgemeine Klimaschutz in Paragraph 1 Absatz 5 Satz 2 BauGB verankert worden. Klimaschutz und Energieeffizienz in der Stadtentwicklung können über verschiedene planerische Instrumente, wie Bauleitpläne oder durch städtebauliche Verträge erreicht werden. Konkrete Möglichkeiten bietet im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung der Festsetzungskatalog des Paragraph 9 Absatz 1 BauGB. Über die Anwendung und die Reichweite dieser Festsetzungsmöglichkeiten, die überwiegend bei Neuplanungen angewendet werden, bestehen jedoch in der Fachliteratur unterschiedliche Meinungen. Das umfangreichste Potenzial zur Verwendung erneuerbarer Energien und zur Einsparung von Energie liegt jedoch im Bestand. Im besonderen Städtebaurecht, wie zum Beispiel der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme oder dem Stadtumbau spielen Klimaschutz und Energieeffizienz aber bislang nur eine untergeordnete Rolle. Mit dem Integrierten Energie- und Klimakonzept (IEKP) hat die Bundesregierung im Jahr 2007 ein Paket mit verschiedenen energie- und klimapolitischen Zielsetzungen verabschiedet, das auch mehrere Gesetzesvorhaben umfasst. Die bereits vorhandenen und auf der Grundlage des IEKP geplanten fachgesetzlichen Anforderungen zum Einsatz erneuerbarer Energien sowie zur Energieeffizienz haben auch gebietsbezogene Wirkungen, so dass sich hier Überschneidungen mit dem Wirkungsbereich des Städtebaurechts ergeben. In Verbindung mit den bereits vorhandenen Instrumenten und deren Regelungsmöglichkeiten wurde daher geprüft, wie sich die fachgesetzlichen Anforderungen auf das Städtebaurecht auswirken und welche Notwendigkeiten bzw. Potenziale zur Weiterentwicklung im Sinne einer ökologischen Stadtentwicklung bestehen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 22 |
| Kommune | 3 |
| Land | 2 |
| Weitere | 2 |
| Wissenschaft | 4 |
| Zivilgesellschaft | 6 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 14 |
| Text | 9 |
| unbekannt | 3 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 12 |
| Offen | 14 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 26 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 4 |
| Keine | 17 |
| Webseite | 8 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 12 |
| Lebewesen und Lebensräume | 20 |
| Luft | 16 |
| Mensch und Umwelt | 26 |
| Wasser | 8 |
| Weitere | 26 |