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Tierzuchtfonds

Tierzuchtfonds als gemeinsame Initiative von vier Partnern aus Tierschutz und Landwirtschaft bündelt die Förderung von Spendern, um sinnvolle und effektive Projekte für eine artgemäße Tierzucht zu unterstützen. Die Projektauswahl erfolgt anhand klarer Förderkriterien in einem transparenten Verfahren. Ein Vergabekreis aus Vertretern aller Partnerorganisationen des Tierzuchtfonds entscheidet unter Beteiligung fachlicher und wissenschaftlicher Gutachter über die Unterstützung von Projekten. Projekte: Lebendige Geschwisterküken: 50 Millionen männliche Küken jährlich werden sofort nach der Geburt getötet. Ihre Mast lohnt sich nicht. Ökologische Geflügelhalter entwickeln Alternativen - mit Unterstützung des Tierzuchtfonds. Je länger, je lieber - Rinderzucht auf Lebensleistung: Statt kurzfristiger Höchstleistung verbessern vorausschauende Milchviehhalter die langjährige Gesundheit und Fruchtbarkeit ihrer Kühe. Die Arbeitsgemeinschaft für Rinderzucht auf Lebensleistung bündelt das Wissen und die praktische Erfahrung. Stiere zurück auf die Bauernhöfe: Öko-Bauern und Berater helfen der Zuchtstierhaltung auf die Sprünge, damit zukunftsfähige Rinderzucht wieder auf den Höfen stattfindet. Eine Chance für das Alte Schwarzbunte Rind: Das bestandsgefährdete robuste Schwarzbunte Niederungsrind wird auf seine Eignung für die ökologische Haltung überprüft, und praxistaugliche Zuchtstrategien werden ausgearbeitet. Typisch Kuh?: Schweizer Wissenschaftlerinnen beobachten das arttypische Verhalten der Milchkuh. Sie forschen nach Zuchtkriterien für eine gesunde Gesamtkonstitution.

Einfuehrung eines elektronischen Informations-, Einkaufs- und Distributionssystems in der EU. Ein Beitrag fuer die Entwicklung des laendlichen Raums

Ziele: Direktvermarktung land- und ernaehrungswirtschaftlicher Produkte durch Nutzung moderner Kommunikationstechnologie und Distributionslogistik. Hypothesen: - Marktorientierung der Landwirtschaft; - Umweltvertraegliche Landbewirtschaftung; - Artgerechte Tierhaltung; - Erhaltung und Aufbau von Arbeitsplaetzen im laendlichen Raum; - Entlastung des Individualverkehrs. Aufgaben: - Programmierung von Datenbanken; - Konstruktion von Home-Pages; - Oeffentlichkeitsarbeit.

ERA-Net SUSAN: Nachhaltige Tierproduktion (AnimalFutures)

Das übergeordnete Ziel in Animal-Futures ist die Entwicklung von Strategien, die die Komplexität der tierischen Produktionssysteme (animal production systems APS) in Bezug auf ihre sozio-ökonomische und ökologischen Einflussfaktoren berücksichtigen und auf Basis derer Aussagen und Handlungsoptionen über die zukünftige Nachhaltigkeit unterschiedlicher Produktionsformen gemacht werden können. Animal-Futures basiert auf der Entwicklung und Bewertung eines Kosten-Nutzen-Portfolios, welches auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit beruht, in dem Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft als gleichrangig betrachtet und unterschiedliche räumliche und zeitlichen Skalen integriert werden. Ein Portfolio besteht aus einer Vielzahl wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte, welche die einzelnen Akteure, z.B. Produktionsbetriebe, bei der Nachhaltigkeitsbewertung als wichtig erachten. Die Nutzen beziehen sich auf ökonomische Parameter (Cashflow, Einkommen etc.), soziale Leistungen (Arbeitsplätze, Produktqualität und Sicherheit im Zusammenhang mit menschlicher Ernährung usw.) und ökologische Vorteile (Biodiversität und Ökosystemleistungen). Kosten umfassen negative Umweltauswirkungen (Treibhausgasemissionen), die Nutzung knapper natürlicher Ressourcen (Land, Wasser, Nährstoffe und Energie) und ethische Fragen im Zusammenhang mit dem Wohlergehen von Nutztieren sowie der Prosperität landwirtschaftlicher Betriebe. Die Arbeit in Animals Futures basiert auf drei Hypothesen: a) ökonomische, ökologische und soziale Vorteile und Kosten von APS sind nicht unabhängig voneinander, und dies führt zu trade-offs und Synergien zwischen Nutzen und Kosten in verschiedenen APS in Europa, b) sozioökonomische und ökologische Rahmenbedingungen prägen das Nutzen-Kosten-Portfolio von APS. Die Verschiedenheit regionsspezifischer Portfolios unterstreicht die Bedeutung regional ausgerichteter Nachhaltigkeitspfade; und c): die Einbettung und Vernetzung verschiedener räumlicher Skalen spielt eine wichtige Rolle bei Nutzen und Kosten z.B. Bauernhof, Region, Nationalstaat, Europa sowie zwischen diesen Skalen. Die Berücksichtigung der Skaleninteraktionen ist notwendig um die mehrdimensionalen Konsequenzen von verschiedenen Innovationen/Strategien abzubilden. Eine Innovation könnte beispielsweise auf einem bestimmten Niveau (z. B. der Farm) greifen, allerdings auf einer höheren räumlichen Ebene aufgrund von Auslagerungseffekten wirkungslos bleiben. Mit Hilfe der Portfolios können Leistungsvergleiche zwischen APS in Europa gemacht werden. (Text gekürzt)

Biologisch-Dynamische Berglandwirtschaft

Dem Projekt liegt eine theortische Biologie zugrunde, die auf der Erkenntniswissenschaft Rudolf Steiners beruht. Es gliedert sich in drei Gruppen, die sich gegenseitig ergaenzen: a) Erhaltung und Weiterzuechtung der alten Berggetreidesorten bei biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise (artgemaesser Pflanzenbau) b) Einfuhr und Weiterzuechtung einer kleinen Rinderrasse im Berggebiet bei artgerechten Haltungs-, Fuetterungs- und Zuchtmethoden (artgerechte Nutztierhaltung) c) Anwendung biologisch-dynamischer Praeparate im Waldbau mit dem Ziel, dadurch die Vitalitaet gefaehrdeter Baeume zu steigern (artgemaesser Waldbau).

Desinfektion von Ausläufen zur Infektions- und Parasitenkontrolle in der Ökologischen Schweinehaltung

Evangelische Schule Berlin Zentrum

Die Evangelische Schule in Berlin-Mitte orientiert ihr pädagogisches Konzept eng an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030. Die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule befassen sich im Schulalltag und in vielfältigen Projekten mit Umwelt- und Klimaschutz, nachhaltigem Konsum und sozialer Gerechtigkeit. Schulalltag: Mülltrennung und Energiesparen an der Tagesordnung Der Einsatz für Klima- und Umweltschutz beginnt mit kleinen Gesten im Alltag – so auch in der Evangelischen Schule in Mitte. Abfalltrennung und die Nutzung umweltfreundlicher Schulmaterialien sind an der Gemeinschaftsschule Standard. Auch das Schulgebäude selbst wird mit regulierbaren Heizventilen und einer kleinen Solaranlage auf dem Dach ressourcenschonend gestaltet. Das Schulessen besteht zum hohen Anteil aus regionalen Bio-Produkten. Tierische Lebensmittel stammen von Erzeugern mit artgerechter Tierhaltung. Bei der Etablierung all dieser Standards wird die Schülerschaft aktiv mit einbezogen, sodass ein nachhaltiger Lerneffekt eintritt. Das Engagement der Evangelischen Schule Berlin Zentrum erstreckt sich über die eigene Schüler- und Elternschaft hinaus. Die Schülerinnen und Schüler treten aktiv als Klimabotschafter auf und setzen sich öffentlichkeitswirksam für mehr Umwelt- und Klimaschutz ein. Dazu gehörten in der Vergangenheit unter anderem die Initiierung von Klimaakademien, die Teilnahme an teils internationalen Konferenzen, Seminaren und Summits mit eigenen Beiträgen, die Ausbildung von Grundschulkindern zu Klimabotschafterinnen und Klimabotschaftern und die Organisation von Klima-Veranstaltungen. Die Heranwachsenden lernen durch ihre aktive Rolle, auf welchen Wegen sie sich engagieren können und wie sie über ihre eigenen, klimaschonenden Handlungen hinaus einen nachhaltigen Beitrag für die Zukunft leisten können. Die Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule Berlin Zentrum nehmen an der Aktion „Plant for the Planet“ teil und pflanzten innerhalb eines Schuljahres 100.000 Bäume. Ein Jahr später folgten 20.000 weitere Bäume unter dem Motto „Ein Kinderwald in Pankow“. Der Einsatz für Plant for the Planet erschöpft sich jedoch keinesfalls in der Pflanzung der Bäume. Dem Projekt voraus gingen intensive Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit der Thematik. Ein weiterer, zentraler Bestandteil der Aktion lag in der öffentlichen Kommunikation für mehr Klima- und Umweltschutz – angefangen bei der Sammlung von Spenden zur Durchführung hin zur Organisation von Vorträgen. Das herausragende Engagement für das Projekt wurde im Jahr 2011 durch die Wahl einer Schülerin der Schule in den Weltvorstand von Plant for the Planet gewürdigt. Mitte 2019 wurde der Klimabund an der Schule gegründet. Ziel des Bundes ist es, den Schulalltag noch klimafreundlicher zu gestalten und die Maßnahmen zum Umweltschutz an der Schule voranzutreiben, zu bündeln und zu koordinieren. Der Klimabund setzt sich aus Schülerinnen und Schülern, Mitarbeitenden und Eltern zusammen, die sich für eine klimafreundliche Zukunft einsetzen möchten. Regenerative Energien | Heiz-Management | Ökologisches Schulessen | Abfallvermeidung | Abfalltrennung | Schulprogramm | Projekte Die Evangelische Schule Berlin Zentrum ist eine private Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe. Das Motto der Schule lautet „mutig – protestantisch – weltoffen“. Die Schülerinnen und Schüler werden an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum zu mündigen, zukunftsfähigen und verantwortlichen Weltbürgern erzogen – durch moderne Lernformate, einer aktiven demokratischen Bildung und der Förderung des Diskurses. Die Wichtigkeit des sozialen Miteinanders und der Empathie kommen dabei nicht zu kurz. Energiesparmeister 2011 Vierter Platz beim Wettbewerb Berliner Klimaschulen 2018/2019 UNESCO-Projektschule (Stufe 1) Preisträger Berliner Klimaschule 2009 Ökumenischer Umweltpreis 2009 Bild: Rawpixel/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Mitte Übersicht: Diese Schulen in Mitte engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: Goodluz/Depositphotos.com Handlungsfelder Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

Dathe-Gymnasium

Biostation, Projekte, und AGs: Das Dathe-Gymnasium ist in Sachen Umwelt- und Klimaschutz breit aufgestellt. Diese Vielfalt schafft schon bei den Jüngeren ein tiefes Verständnis für die Notwendigkeit ökologisch nachhaltigen Denkens und Tuns. Biologiestation des Dathe-Gymnasiums Das weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannte Vivarium des Friedrichshainer Gymnasiums wurde durch Heinrich Dathe, dem bekannten Zoologen, langjährigen Direktor des Tierparks und Namensgeber der Schule gefördert. Die Biologiestation ermöglicht den Schülerinnen und Schülern seit über 60 Jahren den direkten Umgang mit Tieren und Pflanzen und schult so deren Bewusstsein für Artenvielfalt, die Notwendigkeit zum Artenschutz und eine positive Grundhaltung zu Naturschutzmaßnahmen. Mehr als 1.000 Tiere in 50 Tierarten leben dort. Darunter sind Axolotl, Degu, Tausendfüßer, Nymphensittich, Rosenkäfer und Buntbarsch, aber auch Korallenfingerfrosch, Kornnatter, Königspython, Wasserschildkröte und Pantherchamäleon. Besonderes Augenmerk liegt auf einer artgerechten Tierhaltung. Damit die Tiere gut versorgt werden, haben Schüler und Eltern einen Nutzpflanzengarten mit Futterpflanzen angelegt. Außer den Schülerinnen kümmern sich auch ein Tierpfleger und weitere erfahrene Mitarbeiter um Reptilien, Fische, Nager und Insekten. Der Seminarkurs “Umwelt baut Brücken” soll gleichzeitig die journalistischen Fähigkeiten, die Kreativität und das Umweltbewusstsein der Schülerinnen und Schüler fördern. Das Projekt wurde vom Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Recherchen über innovative Umwelt- und Naturschutzprojekte und der praktische Umweltschutz vor Ort. Die teilnehmenden Oberstufenschüler des Dathe-Gymnasiums recherchieren zwei Semester lang zu Umweltthemen. Die Ergebnisse werden zum Abschluss des Kurses auf Zeitungsseiten, in Fotoserien oder Videoclips präsentiert. Zum Seminarkurs gehört auch ein achttägiger Austausch mit Schülerinnen und Schülern aus Poprad in der Slowakei. Für die jungen Umweltjournalisten und -reporterinnen aus Berlin geht es dann in das Naturschutzgebiet der Hohen Tatra. Umwelt- und Klimathemen in den Unterricht zu integrieren, ist am Dathe-Gymnasium eine Selbstverständlichkeit. Dafür wird auch immer wieder außerschulische Expertise ins Haus geholt und das Haus verlassen. Die Abholzung der Regenwälder und das Artensterben werden im Unterricht genauso thematisiert wie die Vermeidung und Wiederverwertung von Müll. Die Schülerinnen und Schüler konnten beispielsweise ergründen, wie Solarpaneele funktionieren, warum Fahrradfahren gut fürs Klima ist und wie ein gutes Insektenhotel aussieht. In Zusammenarbeit mit einem Berliner Start-up haben sie an einem Projekt zur Verkleinerung des CO 2 -Abdrucks teilgenommen und das Ziel übererfüllt. 2022 hat erstmalig eine Umweltprojektwoche für die gesamte Schule stattgefunden, in der die Schülerinnen in diversen Projekten ihr Wissen hinsichtlich Klimaentwicklungen erweitern konnten und selbst aktiv wurden, um etwas für die Umwelt und den Klimaschutz zu tun. Sie haben unter anderem Müll gesammelt, über aktuelle Entwicklungen in der Arktis geforscht und aufgeklärt und bei einem Spendenlauf Geld gesammelt, das schließlich an ein Naturschutzprojekt gespendet wurde. Im Rahmen des Geografie-Wahlfplicht-Unterrichts haben Schüler des Dathe-Gymnasiums außerdem an dem Bürgerwissenschaftsprojekt “Plastikpiraten” teilgenommen, das zum Ziel hat, die Plastikverschmutzung Deutschlandweit zu dokumentieren und Maßnahmen gegen diese zu ergreifen. Die Schülerinnen und Schüler haben das Ufer eines Gewässers und dessen Umgebung umfangreich untersucht und im Anschluss ihre Erkenntnisse auf der entsprechenden Webseite eingereicht. Zudem haben sie einen umfangreichen Informations-Flyer gestaltet, in dem sie ihre Ergebnisse noch einmal näher erläutern. Eine Kooperation mit dem NABU-Erlebniszentrum Blumberger Mühle und der Naturwacht Brandenburg führt die 5. und 6. Klassen des Dathe-Gymnasiums in die Schorfheide. Unter der fachkundigen Anleitung von Rangern der Naturschutzwacht erfahren die Schülerinnen und Schüler bei den Exkursionen Wissenswertes und Interessantes zur nachhaltigen Waldnutzung. Ihr Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur stärken die Kinder und Jugendlichen außerdem bei Ausflügen in das Naturschutzgebiet Karower Teiche, im Praktikum “Boden” im Ökowerk oder beim Laubharken zum Schutz vor der Miniermotte. Ökologisches Schulessen | Biodiversität | Schulprogramm | Projekte | Regenerative Energien | Einsatz neuer Technik | Abfalltrennung Die rund 830 Schülerinnen und Schüler des Dathe-Gymnasiums werden von 93 Lehrerinnen, Lehrern und Lehramtsanwärtern unterrichtet. Fremdsprachenassistenten unterstützen den Fremdsprachenunterricht in ihrer Muttersprache. Motto des Dathe-Gymnasiums ist “Aktiv, weltoffen, respektvoll”. Die Biologiestation ist Herzstück der Schule und bestimmt ihr Profil. Neben der Vermittlung von naturwissenschaftlicher Bildung soll die Arbeit im Vivarium auch die Entwicklung von Empathie, Respekt und Verantwortungsbewusstsein bei den Schülerinnen und Schülern fördern. Umweltschule in Europa Berliner Klimaschule Bild: davit85/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg Übersicht: Diese Friedrichshainer und Kreuzberger Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: halfpoint/Depositphotos.com Handlungsfelder Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

Katrin Eder: „Tierschutz ist auf allen Ebenen eine Daueraufgabe“

Umweltministerium fördert Umbaumaßnahmen im Tierheim Montabaur mit 315.000 Euro „Unsere Tierheime sind spätestens seit den Corona-Jahren völlig überlastet. Mit zunehmender Zahl werden Tiere aufgenommen, die beispielsweise illegalem Tierhandel, dem sogenannten Animal Hording und tierschutzwidriger Haltung entstammen. Auch nimmt die Zahl an verhaltensauffälligen Tieren zu, die eine intensive Betreuung benötigen, bevor sie vermittelt werden können. Durch diese schwierige Lage in unseren Tierheimen und Tierschutzvereinen stößt das Ehrenamt immer mehr an seine Grenzen. Der persönliche Einsatz Einzelner – wie hier im Tierheim Montabaur – kann deshalb nicht hoch genug gewertet werden“, sagte Umweltministerin Katrin Eder bei der Übergabe eines Förderbescheids an den Verein Mons & Tabor Tierschutz e.V., der die Trägerschaft für das Tierheim Montabaur übernimmt. Das Tierheim Montabaur erweitert sein bestehendes Katzenhaus durch einen neuen Anbau und saniert das alte Hundehaus, um dort neue Katzenzimmer einzurichten. Hierfür fallen zuwendungsfähige Kosten in einer Gesamthöhe von 675.000 Euro an, die vom Umweltministerium mit 315.000 Euro bezuschusst werden. Das Tierheim fungiert als offizielle Aufnahmestelle für Fundtiere aus der Region. Allein im vergangenen Jahr wurden über 420 Fund- und Abgabetiere aufgenommen – Tendenz steigend. „Neben dem steigenden Aufkommen an Tieren haben Tierheime auch mit zunehmenden Kosten für Energie, Personal oder tierärztliche Behandlungen und die Versorgung der Tiere zu kämpfen. Umso mehr freue ich mich, dass wir die Arbeit, die hier geleistet wird, als Land finanziell unterstützen können. Tierschutz ist auf allen Ebenen eine Daueraufgabe“, so Katrin Eder. Der Mons & Tabor Tierschutz e.V. und das Tierheim Montabaur haben eine hohe Bedeutung für die Region. Neben der täglichen Arbeit mit den beherbergten Tieren kümmert sich der Verein unter anderem auch um Aufklärung und Beratung, Verhütung von Tierquälerei und -misshandlung, Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit im Bereich artgerechte Tierhaltung.

August-Sander-Schule

An der August-Sander-Schule werden unter anderem die „grünen“ Berufstätigen von Morgen ausgebildet. Die Schule ist sich ihrer Rolle als Multiplikator bewusst und schult ihre Jugendlichen im Umwelt- und Klimaschutz. Mehrere Auszeichnungen und Preise würdigen das Engagement der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler. Agrarwirtschaftliche Außenstandorte in der Persiusstraße und in Alt-Stralau Knapp einem Kilometer jeweils von einander entfernt befinden sich die agrarwirtschaftlichen Außenstandorte der Schule. Einer der beiden Standorte fungiert unter anderem als Gartenarbeitsschule. Der grüne Lernort beherbergt eine große Vielzahl an Pflanzen und Tieren und wird nicht nur von den Schülerinnen und Schülern der August-Sander-Schule genutzt. Vielmehr können Kitas und Schulen, die über keinen eigenen Garten verfügen, an der Gartenarbeitsschule lernen, entdecken und sogar eigene Beete unterhalten. Das weitläufige Gelände umfasst mehrere Teichbiotope, Beete für Nutzpflanzen, verschiedene Themengärten, Obstbäume, Gewächshäuser sowie Stallungen und Weideflächen für die vier- und mehrbeinigen Bewohner. Die Schulfarm dient mehreren Schafen, Ziegen, Kaninchen, Enten, Hühnern, Schildkröten und sogar einem Kaiman als Zuhause. Insektenhotels und diverse Nistkästen bieten auch wilden Artgenossen einen artgerechten Lebensraum. Die Berufsschülerinnen und -schüler des Fachbereichs Agrarwissenschaften sind in der Pflege und Weiterentwicklung der Gartenarbeitsschule stark eingebunden. Mit umweltfreundlichen Projekten verteidigt die August-Sander-Schule seit Jahren ihre Auszeichnung als Umweltschule in Europa. Bezeichnend für das Engagement der Schülerinnen und Schüler ist der ganzheitliche Ansatz. So befassten sich die Jugendlichen im Rahmen des Wettbewerbs beispielsweise mit der Herstellung biologisch abbaubarer Lebensmittel. Das Projekt umfasste nicht nur intensive Recherchearbeiten zu dem Themenkomplex, sondern ebenfalls eine durchgängig dokumentierte Experimentier-Reihe sowie die Produktion und anschließende Vermarktung des Produktes. Die Erlöse wurden zum Teil dem Naturschutzbund gespendet. Im Rahmen weiterer Projekte konzipierten die Schülerinnen und Schüler der August-Sander-Schule Balkonkästen für Bienen, setzten sich für die Verminderung des CO[~~2]-Ausstoßes ein, bauten eine schwimmende Garten-Insel und stellten Naturkosmetik ohne Mikroplastik her. Dank der von Schülerinnen und Schülern erarbeiteten Klimachecklisten, die in jedem Klassenzimmer gut sichtbar angebracht wurden, verhalten sich die Jugendlichen auch im Schulalltag möglichst klimafreundlich. Bereits vermeintlich kleine Gesten wie gezieltes Lüften oder das Ausschalten des Lichts beim Verlassen eines Raumes können erheblich zum Ressourcenschutz beitragen. Als erste Schule Berlins wurde die August-Sander-Schule 2014 die Auszeichnung als „Fairtrade School“ verliehen. Diese bescheinigt den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ein besonderes Engagement für den fairen Handel, welches sich im Schulessen, der Wahl der Schulmaterialien und bei Projektarbeiten zeigt. Wie eng Fairtrade und Klimaschutz miteinander verbunden sind, zeigt sich exemplarisch an dem Konzept der Schulcafeteria: Die angebotenen Lebensmittel stammen vornehmlich aus ökologischem und biologischem Anbau. Verarbeitet werden saisonale und regionale Produkte sowie Fleischerzeugnisse, welche zum größten Teil aus artgerechter Haltung kommen. Tee, Kaffee, Schokolade und weitere Produkte sind Fairtrade-zertifiziert. Die von Schülerinnen und Schülern betriebene Cafeteria setzt zudem auf biologisch abbaubare Verpackungen. Von 2015 bis 2020 wurde an der August-Sander-Schule der einjährige, berufsqualifizierende Teilzeitlehrgang „Umwelt und Technik“ angeboten. Der Lehrgang beinhaltete theoretische und praktische Auseinandersetzungen mit den Themen Nachhaltigkeit im Alltag, erneuerbare Energien und Umgang mit der Natur. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei tief in die Materie des Klimaschutzes eintauchen: Alle Handlungsfelder des Umweltschutzes – von Ressourcenschutz über Abfallmanagement hin zu Energieversorgung und nachhaltigen Konsum wurden behandelt. Heiz-Management | Ökologisches Schulessen | Schulgarten | Biodiversität | Grünes Klassenzimmer | Schulprogramm | Projekte Die berufliche Schule gliedert sich in drei Zweige: Berufsschule, Berufsfachschule und Berufsschule mit sonderpädagogischer Aufgabe. Den derzeit rund 950 Schülerinnen und Schülern steht ein breit gefächertes Bildungsangebot zur Verfügung. Die 101 Lehrkräfte der Schule bilden Jugendliche in den Berufsfeldern Agrarwirtschaft, Farbtechnik, Holztechnik, Metalltechnik, Gastgewerbe und Hauswirtschaft, Gesundheit und Sozialwesen aus. Die Lehre an der August-Sander-Schule stützt sich auf drei grundlegende Prinzipien: Integration, Kooperation und soziales Lernen. Die Jugendlichen können sich in den Förderschwerpunkten „Lernen“, „emotional-soziale Entwicklung“, „geistige Entwicklung“ und „Hören“ unterrichten lassen. Dank vielfältiger Kooperationen im schulischen und außerschulischen Bereich erhalten die Schülerinnen und Schüler breit gefächerte Praxiserfahrungen und profitieren von verschiedenen Methodenansätzen. Die August-Sander-Schule setzt sich als „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ und als Friedensschule für ein friedliches und tolerantes Miteinander ein. Umweltschule in Europa Fairtrade-School Bild: Christian Schwier/Fotolia.com Weitere engagierte Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg Übersicht: Diese Friedrichshainer und Kreuzberger Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: halfpoint/Depositphotos.com Handlungsfelder Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

Pflanzenschutz im Obstgarten: Steinobst

<p> So gelingt die Ernte in Ihrem Obstgarten <ul> <li>Wählen Sie widerstandsfähige Sorten und vielfältige Arten.</li> <li>Achten Sie auf einen passenden Standort, am besten sonnig und luftig.</li> <li>Lichten Sie die Bäume regelmäßig aus.</li> <li>Kontrollieren Sie die Bäume regelmäßig, um frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen.</li> <li>Verwenden Sie engmaschige Kulturschutznetze.</li> <li>Ein Verzicht auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a> schont die Umwelt und Ihre Gartenmitbewohner.</li> </ul> Gewusst wie <p><strong>Schädlingen und Krankheiten vorbeugen:</strong></p> <ul> <li>Wählen Sie Sorten, die gegen problematische Krankheiten resistent bzw. generell robust und widerstandsfähig sind. Informieren Sie sich zu passenden Sorten in Fachmedien und lassen Sie sich im Fachhandel (z.B. Gärtnereien, Baumschulen) dazu beraten.</li> <li>Sorgen Sie für optimale Standortbedingungen um den unterschiedlichen Ansprüchen der Bäume gerecht zu werden. Prüfen Sie, ob die gewünschten Obstarten zum ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>⁠ in Ihrer Region passen.</li> <li>Pflanzen Sie nicht zu eng und entfernen Sie zu dicht stehende oder ins Bauminnere hineinwachsende Äste. Das sorgt für eine gute Durchlüftung.</li> <li>Vermeiden Sie Verletzungen an den Bäumen (z.B. beim Mähen), denn diese erleichtern das Eindringen von Krankheitserregern. Achten Sie beim Baumschnitt auf saubere, fachgerechte Schnittflächen.</li> <li>Gestalten Sie Ihren Garten möglichst naturnah, so dass sich viele Nützlinge darin wohl fühlen. Konkrete Tipps dazu finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57308">HIER</a>.</li> <li>Achten Sie auf hygienische Bedingungen damit sich Erreger gar nicht erst ausbreiten können. Desinfizieren Sie Schnittwerkzeuge mit 70-prozentigem Alkohol, wenn sie Kontakt mit kranken Pflanzen hatten.</li> <li>Entsorgen Sie befallene Pflanzenteile im Haus- oder Biomüll. Im Kompost können die erforderlichen Temperaturen, um die Erreger abzutöten, eventuell nicht erreicht werden.</li> </ul> Die wichtigsten Schädlinge im Überblick <p><strong>Kirschfruchtfliege:&nbsp;</strong>Die Kirschfruchtfliege (<em>Rhagoletis cerasi</em>) wird etwa vier Millimeter groß und ist schwarz-gelb gefärbt. Sie legt ihre Eier in heranreifende, gerne auch in vorgeschädigte Kirschen. Die Kirschfruchtfliege ist der wichtigste heimische Schädling an Süßkirschen, aber auch Sauerkirschen werden befallen.</p> <ul> <li>Bauen Sie Süßkirschen-Sorten an, die früh reifen. Je früher die Reifung, desto weniger Fruchtfliegen sind unterwegs.</li> <li>Gemulchte oder ungemähte Baumscheiben verzögern den Schlupf der Kirschfruchtfliege, weil sich der Boden dann langsamer erwärmt.</li> <li>Bei kleineren Bäumen können Sie die Kronen von Mitte Mai bis zur Ernte mit Kulturschutznetzen umspannen. Das hält die erwachsenen Fliegen von der Eiablage im Baum ab. Gegen Kirschfruchtfliegen reichen Netze mit einer maximalen Maschenweite von 1,3 Millimetern. Um gleichzeitig auch Kirschessigfliegen (siehe unten) abzuwehren, darf die Maschenweite aber nur maximal 0,8 Millimeter betragen.</li> <li>Wenn Sie nicht alle Kirschen brauchen, reicht es auch, nur einzelne Äste einzunetzen. Hungrige Vögel und Insekten freuen sich über die restlichen Früchte.</li> <li>Bei großen Bäumen können Sie, statt der Krone, den Boden unterhalb des Kirschbaums mit einem Netz bedecken. Das Netz sollte Mitte Mai ausgelegt sein und eine maximale Maschenweite von 0,8 Millimetern haben. Das Netz hält aus dem Boden geschlüpfte Fruchtfliegen zurück und senkt den Befall im nächsten Jahr, weil sich die Larven nicht wieder im Boden verpuppen können.</li> <li>Hühner fressen die im Boden eingegrabenen Puppen der Kirschfruchtfliege und vertilgen heruntergefallene Kirschen samt den Maden. Auch eine Schafbeweidung trägt zur Reduzierung der Kirschfruchtfliegen bei. Der Tritt der Tiere dezimiert die schlüpfenden Fliegen im Frühjahr und am Boden liegende Kirschen werden aufgefressen. Achten Sie auf eine artgerechte Haltung der Hühner und Schafe.</li> <li>Sofern nicht die Stare den Baum leer gefressen haben sollten Sie möglichst keine Kirschen hängen lassen und abgefallene Früchte rasch auflesen.</li> <li>Natürliche Feinde der Fruchtfliegen sind Ameisen, Schlupfwespen, Spinnen, Laufkäfer und Kurzflügler. Fördern Sie diese Nützlinge durch eine naturnahe Gartengestaltung und den Verzicht auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>.</li> <li>Sie können gelbe Leimtafeln in den Baumkronen aufhängen. Diese dienen jedoch eher der Befallskontrolle als der direkten Bekämpfung. Gelbtafeln locken Insekten durch ihre Farbe an, einige enthalten auch zusätzlich Lockstoffe (Pheromone). Die Insekten, nützliche wie schädliche, bleiben am Leim kleben. Aber auch <a href="https://www.nabu-leipzig.de/gruppen/arbeitskreis-ornithologie-und-vogelschutz/leimfallen/">Vögel und Fledermäuse können daran kleben bleiben</a> und verenden. Die Flugzeit der Kirschfruchtfliege dauert von Mitte Mai bis Anfang Juli. Ist sie vorbei sollten die Gelbtafeln schnellstmöglich abgenommen werden. Besser wäre, auf Leimtafeln zu verzichten.</li> </ul> <p><strong>Kirschessigfliege:</strong> Die <a href="https://drosophila.julius-kuehn.de/">Kirschessigfliege</a> (<em>Drosophila suzukii</em>) ist nur drei Millimeter groß, kann aber große Ernteverluste verursachen. Sie befällt nicht nur Kirschen, sondern auch andere Steinobstarten und Beerenfrüchte. Markant sind die roten Augen und der sägeartige Ei-Legeapparat, mit dem die Weibchen in die Fruchthaut eindringen. Die invasive, aus Asien stammende Kirschessigfliege wurde 2011 erstmalig in Deutschland nachgewiesen und hat sich innerhalb von nur drei Jahren bundesweit ausgebreitet. Sie wird durch befallene Früchte verbreitet, kann aber auch selbst weite Strecken zurücklegen. Unter den klimatischen Bedingungen in Deutschland kann sie bis zu acht Generationen pro Jahr zeugen. Es gibt keine Insektizide, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind. Aufgrund der hohen Vermehrungsrate und des kurzen Entwicklungszyklus würde die Kirschessigfliege wahrscheinlich schnell Resistenzen gegen Insektizide entwickeln.&nbsp;</p> <ul> <li>Kirschessigfliegen gehören zu den Taufliegen, sie mögen es dementsprechend feucht. Sonne, Wind und Frost mögen sie dagegen nicht. Sorgen Sie also dafür, dass die Obstgehölze möglichst sonnig stehen, fachgerecht geschnitten sind und Unterbewuchs kurzgehalten wird.</li> <li>Kleinere Bäume können mit <a href="https://droso-demo-netz.julius-kuehn.de/index.php?menuid=41">Kulturschutznetzen</a> (Maschenweite maximal 0,8 Millimeter) komplett eingenetzt werden. Schließen Sie die Netze sofort nach der Blüte und kontrollieren Sie die Netze regelmäßig auf Schadstellen.</li> <li>Natürliche Gegenspieler der Kirschessigfliege sind Ohrwürmer und parasitierende Wespen (Gallwespen, Brackwespen, Zehrwespen, Erzwespen). Fördern Sie Nützlinge durch eine naturnahe Gartengestaltung.</li> <li>Pflücken Sie regelmäßig alle reifen Früchte und auch solche, die von Krankheiten und Schädlingen befallen sind. Entsorgen Sie befallene Früchte, am besten gut verpackt, im Hausmüll. Kompostieren können Sie befallene Früchte nur, wenn vorher die Larven der Kirschessigfliege abgetötet werden. Dazu müssen Sie die Früchte entweder in einem dicht verschlossenen Behälter in die Sonne legen oder einfrieren. Auch vergraben in einer Bodentiefe von mindestens 50 Zentimetern ist eine Option.</li> </ul> <p><strong>Vogelfraß: </strong>Für Amseln, Drosseln und Stare sind Kirschen ein beliebtes Futter. Dabei können insbesondere Stare einen entsprechenden Schaden verursachen, wenn sie in großen Schwärmen auftreten.</p> <ul> <li>Verwenden Sie keine Vogelabwehrnetze! Vögel verfangen sich darin und sterben qualvoll. Wenn Sie trotzdem nicht auf die Netze verzichten wollen, dann achten Sie darauf, dass sie straff gespannt sind und nach unten dicht verschlossen sind. Kontrollieren Sie die Netze mehrmals täglich, um etwaig gefangene Vögel zu befreien.</li> <li>Bringen Sie, anstatt eines Netzes, einen Starenkasten an Ihrem Kirschbaum an. Das darin brütende Starenpaar wird den Baum gegen Artgenossen verteidigen, Sie müssen die Kirschen dann nur mit einem Paar, und nicht mit einem ganzen Schwarm teilen. Bieten Sie dem ansässigen Starenpaar weitere beerentragende Gehölze an, so dass diese über das Jahr verteilt Futter in Ihrem Garten finden. Stare mögen z.B. Holunder, Sanddorn, Ebereschen und Efeubeeren.</li> <li>Weitere Alternativen zu Netzen sind Abwehrdrachen mit Greifvogelsilhouetten oder andere abschreckende Dinge, die während der Kirschreife im Baum aufgehangen werden (z.B. Konservendosen, CDs, Folienstreifen, holographische Bänder, Vogelschreckballons). Leider lernen die schlauen Tiere schnell, dass diese Dinge nicht wirklich gefährlich sind. So sind immer wieder Veränderungen nötig, um den Gewöhnungseffekt zu begrenzen.</li> <li>Auch die Pflanzung einer gelben Kirschsorte kann Abhilfe schaffen. Vögel erkennen reife Früchte an den Signalfarben rot und blauschwarz, gelbe Kirschen werden dagegen als "unreif" angesehen.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/steinobst_made-kirschfruchtfliege.jpg"> </a> <strong> Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi) </strong> <br>Gegen Kirschfruchtfliegen helfen Netze und Hühner. Quelle: Bauer Karl | www.wikimedia.org | Made der Kirschfruchtfliege in einer geöffneten Kirsche | https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/steinobst_kirschessigfliege.jpg"> </a> <strong> Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) </strong> <br>Mit einer Lupe kann man die roten Augen der Kirschessigfliege erkennen. Die Männchen haben auf ihren Flügeln einen gut sichtbaren schwarzen Punkt. Quelle: Martin Hauser Phycus | www.wikimedia.org | male of Drosophila suzukii. California | https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/klebetafel_nabu_leipzig.jpg"> </a> <strong> Vorsicht beim Einsatz von Leimringen und Klebetafeln zur Schädlingsbekämpfung! </strong> Quelle: NABU Leipzig Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> Die wichtigsten Krankheiten im Überblick <p><strong>Schrotschusskrankheit und Sprühfleckenkrankheit:</strong>&nbsp;Beide Krankheiten äußern sich ähnlich und können bei allen Steinobstarten auftreten. Die Schrotschusskrankheit wird durch den Pilz <em>Stigmina carpophila </em>verursacht. Sind Blätter davon befallen, sehen sie aus, als wären sie von Schrotkugeln durchlöchert. Die burgunderroten Blattflecken der Sprühfleckenkrankheit sind etwas kleiner. Diese Krankheit wird durch den Pilz <em>Blumeriella jaapii</em> verursacht. Die Blätter werden kurz nach der Infektion gelb und fallen ab. Beiden Krankheiten können Sie mit denselben Maßnahmen vorbeugen.</p> <ul> <li>Ein regelmäßiger fachgerechter Schnitt beugt der Infektion vor. So gelangen Wind und Sonne gut ins Kroneninnere und Feuchtigkeit kann entweichen.</li> <li>Kontrollieren Sie insbesondere die unteren Triebe regelmäßig und pflücken Sie befallene Blätter ab. Schneiden Sie erkrankte Triebe bis ins gesunde Holz zurück.</li> <li>Die Pilze überwintern im Falllaub. Entfernen Sie deshalb befallenes Laub und entsorgen Sie dieses. Falls Sie das Laub <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15470">kompostieren</a>, decken Sie es gut mit anderen Gartenabfällen ab, damit daraus keine neuen Sporen ausfliegen.</li> <li>Pflücken und entsorgen Sie vertrocknete, im Baum hängengebliebene Früchte. Schaderreger können darin überwintern und den Baum im nächsten Jahr erneut infizieren.</li> <li>Achtung, die Schrotschusskrankheit kann leicht mit Bakterienbrand verwechselt werden. Eine sorgfältige Diagnose ist wichtig um die richtige Bekämpfungsstrategie zu finden. Während erstere durch einen Pilz verursacht wird, entsteht letztere durch ein Bakterium (<em>Pseudomonas syringae</em>).</li> </ul> <p><strong>Scharka-Virus:</strong>&nbsp;Das Scharka-Virus (<em>plum pox virus</em>) tritt vorwiegend an ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflaumen">Pflaumen</a>⁠ auf, kann aber auch Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen treffen. Die befallenen Früchte sind pockenartig eingesunken oder verformt, die Blätter sind unregelmäßig aufgehellt. Das Fruchtfleisch der Pflaumen ist an einigen Stellen rötlich verfärbt, es ist gummiartig zäh und nahezu geschmacklos. Die Übertragung erfolgt durch Blattläuse, insbesondere durch die Grüne Pfirsichblattlaus (<em>Myzus persicae</em>).</p> <ul> <li>Das Scharka-Virus ist eine gefährliche Pflanzenkrankheit und daher meldepflichtig! Übermitteln Sie jeden Verdachtsfall an den<a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/02_Verbraucher/03_HausKleingarten/01_amtl_Auskunftsstellen/Auskunftsstellen_node.html"> in Ihrem Bundesland zuständigen Pflanzenschutzdienst</a>.</li> <li>Sie können das Virus nicht direkt bekämpfen, sondern nur vorbeugen, indem Sie resistente bzw. widerstandsfähige Sorten anbauen.</li> <li>Vom Virus befallene Bäume sollten gerodet werden und durch robustere Sorten ersetzt werden.</li> </ul> <p><strong>Narren- oder Taschenkrankheit:</strong>&nbsp;Früchte, die von dem Pilz <em>Taphrina pruni</em> befallen sind, nehmen eine verkrümmte Form an, die an eine Narrenkappe oder eine Handtasche erinnert. Die sogenannte Narren- oder Taschenkrankheit betrifft vor allem Pflaumen und Pfirsiche. Die befallenen Früchte vertrocknen und bleiben so am Baum hängen.</p> <ul> <li>Beschneiden Sie die Baumkronen regelmäßig. Entfernen Sie zu dicht stehende und in die Krone hineinwachsende Äste. Dann kann Wind durch die Krone wehen und Feuchtigkeit rasch verdunsten.</li> <li>Entfernen Sie alle befallenen Früchte und Fruchtmumien.</li> <li>Bepflanzen Sie die Baumscheibe mit Knoblauch.</li> <li>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/grundstoff">Grundstoff</a> Ackerschachtelhalm kann unterstützend verwendet werden.</li> </ul> <p><strong>Monilia-Pilze:&nbsp;</strong>Die Erreger <em>Monilia laxa</em> und <em>Monilia fructigena</em> befallen vor allem Pflaumen- und Kirschbäume, aber auch Apfel- und Birnbäume. Sie sorgen für Fruchtfäule und lassen die Triebspitzen absterben, man spricht deshalb auch von Spitzendürre. Jede Verletzung der Fruchthaut, z. B. durch Hagel, Wespenfraß oder Pflaumenwicklerbefall, begünstigt eine Infektion. Um die <em>Monilia</em>-Pilze vom Feuerbrand, einer gefährlichen Bakterienerkrankung, zu unterscheiden, können Sie ein Stück eines erkrankten Triebs mit einem feuchten Tuch in eine saubere Kunststofftüte legen. Ist der Trieb mit <em>Monilia laxa</em> befallen, hat sich nach spätestens zwei Tagen ein weißer Pilzrasen gebildet.</p> <ul> <li>Wählen Sie einen sonnigen, aber luftigen Standort. Vermeiden Sie Staunässe.</li> <li>Lichten Sie den Baum regelmäßig aus, damit das Laub schnell trocknen kann.</li> <li>Die Infektion geht von Fruchtmumien aus. Ernten Sie die Obstbäume deshalb vollständig ab. Unbrauchbare Früchte und Fruchtmumien sollten entsorgt werden.</li> <li>Falls es zum Befall kommt, schneiden Sie die Triebe mindestens 20 Zentimeter tief ins gesunde Holz zurück.</li> <li>Die Sporen der <em>Monilia</em>-Pilze sind sehr widerstandsfähig. Entsorgen Sie Schnittabfälle und Fruchtmumien deshalb nicht auf dem Kompost, sondern im Haus- oder Biomüll.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/steinobst_schrotschusskrankheit.jpg"> </a> <strong> Schrotschusskrankheit (Stigmina carpophila) </strong> <br>Rote Blattflecken sind typisch für Kirschen, die von der Schrotschusskrankheit befallen sind. Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Schrotschusskrankheit (Clasterosporium carpophilum) an Süßkirsche | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/clasterosporium_carpophilum.jpg"> </a> <strong> Schrotschusskrankheit (Stigmina carpophila) </strong> <br>Die ehemals roten Blattflecken der Schrotschusskrankheit trocknen nach und nach ein. Das trockene Material fällt aus dem Blatt heraus. Quelle: Rainer Wahl | www.greencommons.de | Schrotschusskrankheit | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/spruehfleckenkrankheit.jpg"> </a> <strong> Sprühfleckenkrankheit (Blumeriella jaapii) am Blatt der Süßkirsche </strong> Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Sprühfleckenkrankheit Blumeriella jaapii an Süßkirsche | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/steinobst_scharka-virus.jpg"> </a> <strong> Scharka-Virus (plum pox virus) </strong> <br>Unregelmäßige bis ringförmige Blattaufhellungen deuten auf das Scharka-Virus hin. Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Typische Blattsymptome durch das Scharka-Virus (PPV = plum pox virus) | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/narrentaschenkrankheit_an_mirabellen.jpg"> </a> <strong> Pflaumen-Narrentasche (Taphrina pruni) </strong> <br>Längliche gekrümmte Früchte sind ein Symptom der Narren- oder Taschenkrankheit. Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Narrentaschenkrankheit an Mirabellen | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/monilia_laxa2.jpg"> </a> <strong> Monilia-Pilze (Monilia laxa und Monilia fructigena) </strong> <br>Monilia-Pilze sorgen unter anderem dafür, dass die Triebspitzen der Bäume absterben. Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Monilia laxa | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> <p><strong>⁠Pflanzenschutzmittel⁠&nbsp;nur im Notfall:</strong>&nbsp;Bevorzugen Sie grundsätzlich immer nicht-chemische Maßnahmen, bevor Sie&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/pflanzenschutzmittel/wissenswertes-ueber-pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>&nbsp;einsetzen. Verwenden Sie Pflanzenschutzmittel nur, wenn alle anderen Maßnahmen keinen Erfolg gebracht haben und wenn mit großen Ernteverlusten zu rechnen ist. Prüfen Sie, ob Ihr Ziel auch mit&nbsp;<a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/04_Pflanzenstaerkungsmittel/psm_Pflanzenstaerkungsmittel_node.html">Pflanzenstärkungsmitteln</a>&nbsp;oder mit dem Einsatz von&nbsp;<a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/04_Anwender/02_AnwendungGrundstoffe/psm_AnwendungGrundstoffe_node.html;jsessionid=FDBEE81656F55AB03C484996E1D3360E.internet942#doc11030656bodyText2">Grundstoffen</a>&nbsp;erreicht werden kann. Entscheiden Sie sich doch für ein Pflanzenschutzmittel, wählen Sie möglichst umweltverträgliche Wirkstoffe. Verwenden Sie nur zugelassene Pflanzenschutzmittel und halten Sie sich genau an die Packungsbeilage. Weitere Tipps zum richtigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57293">HIER</a>.</p> </p><p> So gelingt die Ernte in Ihrem Obstgarten <ul> <li>Wählen Sie widerstandsfähige Sorten und vielfältige Arten.</li> <li>Achten Sie auf einen passenden Standort, am besten sonnig und luftig.</li> <li>Lichten Sie die Bäume regelmäßig aus.</li> <li>Kontrollieren Sie die Bäume regelmäßig, um frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen.</li> <li>Verwenden Sie engmaschige Kulturschutznetze.</li> <li>Ein Verzicht auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a> schont die Umwelt und Ihre Gartenmitbewohner.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p><strong>Schädlingen und Krankheiten vorbeugen:</strong></p> <ul> <li>Wählen Sie Sorten, die gegen problematische Krankheiten resistent bzw. generell robust und widerstandsfähig sind. Informieren Sie sich zu passenden Sorten in Fachmedien und lassen Sie sich im Fachhandel (z.B. Gärtnereien, Baumschulen) dazu beraten.</li> <li>Sorgen Sie für optimale Standortbedingungen um den unterschiedlichen Ansprüchen der Bäume gerecht zu werden. Prüfen Sie, ob die gewünschten Obstarten zum ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>⁠ in Ihrer Region passen.</li> <li>Pflanzen Sie nicht zu eng und entfernen Sie zu dicht stehende oder ins Bauminnere hineinwachsende Äste. Das sorgt für eine gute Durchlüftung.</li> <li>Vermeiden Sie Verletzungen an den Bäumen (z.B. beim Mähen), denn diese erleichtern das Eindringen von Krankheitserregern. Achten Sie beim Baumschnitt auf saubere, fachgerechte Schnittflächen.</li> <li>Gestalten Sie Ihren Garten möglichst naturnah, so dass sich viele Nützlinge darin wohl fühlen. Konkrete Tipps dazu finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57308">HIER</a>.</li> <li>Achten Sie auf hygienische Bedingungen damit sich Erreger gar nicht erst ausbreiten können. Desinfizieren Sie Schnittwerkzeuge mit 70-prozentigem Alkohol, wenn sie Kontakt mit kranken Pflanzen hatten.</li> <li>Entsorgen Sie befallene Pflanzenteile im Haus- oder Biomüll. Im Kompost können die erforderlichen Temperaturen, um die Erreger abzutöten, eventuell nicht erreicht werden.</li> </ul> Die wichtigsten Schädlinge im Überblick <p><strong>Kirschfruchtfliege:&nbsp;</strong>Die Kirschfruchtfliege (<em>Rhagoletis cerasi</em>) wird etwa vier Millimeter groß und ist schwarz-gelb gefärbt. Sie legt ihre Eier in heranreifende, gerne auch in vorgeschädigte Kirschen. Die Kirschfruchtfliege ist der wichtigste heimische Schädling an Süßkirschen, aber auch Sauerkirschen werden befallen.</p> <ul> <li>Bauen Sie Süßkirschen-Sorten an, die früh reifen. Je früher die Reifung, desto weniger Fruchtfliegen sind unterwegs.</li> <li>Gemulchte oder ungemähte Baumscheiben verzögern den Schlupf der Kirschfruchtfliege, weil sich der Boden dann langsamer erwärmt.</li> <li>Bei kleineren Bäumen können Sie die Kronen von Mitte Mai bis zur Ernte mit Kulturschutznetzen umspannen. Das hält die erwachsenen Fliegen von der Eiablage im Baum ab. Gegen Kirschfruchtfliegen reichen Netze mit einer maximalen Maschenweite von 1,3 Millimetern. Um gleichzeitig auch Kirschessigfliegen (siehe unten) abzuwehren, darf die Maschenweite aber nur maximal 0,8 Millimeter betragen.</li> <li>Wenn Sie nicht alle Kirschen brauchen, reicht es auch, nur einzelne Äste einzunetzen. Hungrige Vögel und Insekten freuen sich über die restlichen Früchte.</li> <li>Bei großen Bäumen können Sie, statt der Krone, den Boden unterhalb des Kirschbaums mit einem Netz bedecken. Das Netz sollte Mitte Mai ausgelegt sein und eine maximale Maschenweite von 0,8 Millimetern haben. Das Netz hält aus dem Boden geschlüpfte Fruchtfliegen zurück und senkt den Befall im nächsten Jahr, weil sich die Larven nicht wieder im Boden verpuppen können.</li> <li>Hühner fressen die im Boden eingegrabenen Puppen der Kirschfruchtfliege und vertilgen heruntergefallene Kirschen samt den Maden. Auch eine Schafbeweidung trägt zur Reduzierung der Kirschfruchtfliegen bei. Der Tritt der Tiere dezimiert die schlüpfenden Fliegen im Frühjahr und am Boden liegende Kirschen werden aufgefressen. Achten Sie auf eine artgerechte Haltung der Hühner und Schafe.</li> <li>Sofern nicht die Stare den Baum leer gefressen haben sollten Sie möglichst keine Kirschen hängen lassen und abgefallene Früchte rasch auflesen.</li> <li>Natürliche Feinde der Fruchtfliegen sind Ameisen, Schlupfwespen, Spinnen, Laufkäfer und Kurzflügler. Fördern Sie diese Nützlinge durch eine naturnahe Gartengestaltung und den Verzicht auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>.</li> <li>Sie können gelbe Leimtafeln in den Baumkronen aufhängen. Diese dienen jedoch eher der Befallskontrolle als der direkten Bekämpfung. Gelbtafeln locken Insekten durch ihre Farbe an, einige enthalten auch zusätzlich Lockstoffe (Pheromone). Die Insekten, nützliche wie schädliche, bleiben am Leim kleben. Aber auch <a href="https://www.nabu-leipzig.de/gruppen/arbeitskreis-ornithologie-und-vogelschutz/leimfallen/">Vögel und Fledermäuse können daran kleben bleiben</a> und verenden. Die Flugzeit der Kirschfruchtfliege dauert von Mitte Mai bis Anfang Juli. Ist sie vorbei sollten die Gelbtafeln schnellstmöglich abgenommen werden. Besser wäre, auf Leimtafeln zu verzichten.</li> </ul> <p><strong>Kirschessigfliege:</strong> Die <a href="https://drosophila.julius-kuehn.de/">Kirschessigfliege</a> (<em>Drosophila suzukii</em>) ist nur drei Millimeter groß, kann aber große Ernteverluste verursachen. Sie befällt nicht nur Kirschen, sondern auch andere Steinobstarten und Beerenfrüchte. Markant sind die roten Augen und der sägeartige Ei-Legeapparat, mit dem die Weibchen in die Fruchthaut eindringen. Die invasive, aus Asien stammende Kirschessigfliege wurde 2011 erstmalig in Deutschland nachgewiesen und hat sich innerhalb von nur drei Jahren bundesweit ausgebreitet. Sie wird durch befallene Früchte verbreitet, kann aber auch selbst weite Strecken zurücklegen. Unter den klimatischen Bedingungen in Deutschland kann sie bis zu acht Generationen pro Jahr zeugen. Es gibt keine Insektizide, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind. Aufgrund der hohen Vermehrungsrate und des kurzen Entwicklungszyklus würde die Kirschessigfliege wahrscheinlich schnell Resistenzen gegen Insektizide entwickeln.&nbsp;</p> <ul> <li>Kirschessigfliegen gehören zu den Taufliegen, sie mögen es dementsprechend feucht. Sonne, Wind und Frost mögen sie dagegen nicht. Sorgen Sie also dafür, dass die Obstgehölze möglichst sonnig stehen, fachgerecht geschnitten sind und Unterbewuchs kurzgehalten wird.</li> <li>Kleinere Bäume können mit <a href="https://droso-demo-netz.julius-kuehn.de/index.php?menuid=41">Kulturschutznetzen</a> (Maschenweite maximal 0,8 Millimeter) komplett eingenetzt werden. Schließen Sie die Netze sofort nach der Blüte und kontrollieren Sie die Netze regelmäßig auf Schadstellen.</li> <li>Natürliche Gegenspieler der Kirschessigfliege sind Ohrwürmer und parasitierende Wespen (Gallwespen, Brackwespen, Zehrwespen, Erzwespen). Fördern Sie Nützlinge durch eine naturnahe Gartengestaltung.</li> <li>Pflücken Sie regelmäßig alle reifen Früchte und auch solche, die von Krankheiten und Schädlingen befallen sind. Entsorgen Sie befallene Früchte, am besten gut verpackt, im Hausmüll. Kompostieren können Sie befallene Früchte nur, wenn vorher die Larven der Kirschessigfliege abgetötet werden. Dazu müssen Sie die Früchte entweder in einem dicht verschlossenen Behälter in die Sonne legen oder einfrieren. Auch vergraben in einer Bodentiefe von mindestens 50 Zentimetern ist eine Option.</li> </ul> <p><strong>Vogelfraß: </strong>Für Amseln, Drosseln und Stare sind Kirschen ein beliebtes Futter. Dabei können insbesondere Stare einen entsprechenden Schaden verursachen, wenn sie in großen Schwärmen auftreten.</p> <ul> <li>Verwenden Sie keine Vogelabwehrnetze! Vögel verfangen sich darin und sterben qualvoll. Wenn Sie trotzdem nicht auf die Netze verzichten wollen, dann achten Sie darauf, dass sie straff gespannt sind und nach unten dicht verschlossen sind. Kontrollieren Sie die Netze mehrmals täglich, um etwaig gefangene Vögel zu befreien.</li> <li>Bringen Sie, anstatt eines Netzes, einen Starenkasten an Ihrem Kirschbaum an. Das darin brütende Starenpaar wird den Baum gegen Artgenossen verteidigen, Sie müssen die Kirschen dann nur mit einem Paar, und nicht mit einem ganzen Schwarm teilen. Bieten Sie dem ansässigen Starenpaar weitere beerentragende Gehölze an, so dass diese über das Jahr verteilt Futter in Ihrem Garten finden. Stare mögen z.B. Holunder, Sanddorn, Ebereschen und Efeubeeren.</li> <li>Weitere Alternativen zu Netzen sind Abwehrdrachen mit Greifvogelsilhouetten oder andere abschreckende Dinge, die während der Kirschreife im Baum aufgehangen werden (z.B. Konservendosen, CDs, Folienstreifen, holographische Bänder, Vogelschreckballons). Leider lernen die schlauen Tiere schnell, dass diese Dinge nicht wirklich gefährlich sind. So sind immer wieder Veränderungen nötig, um den Gewöhnungseffekt zu begrenzen.</li> <li>Auch die Pflanzung einer gelben Kirschsorte kann Abhilfe schaffen. Vögel erkennen reife Früchte an den Signalfarben rot und blauschwarz, gelbe Kirschen werden dagegen als "unreif" angesehen.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/steinobst_made-kirschfruchtfliege.jpg"> </a> <strong> Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi) </strong> <br>Gegen Kirschfruchtfliegen helfen Netze und Hühner. Quelle: Bauer Karl | www.wikimedia.org | Made der Kirschfruchtfliege in einer geöffneten Kirsche | https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/steinobst_kirschessigfliege.jpg"> </a> <strong> Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) </strong> <br>Mit einer Lupe kann man die roten Augen der Kirschessigfliege erkennen. Die Männchen haben auf ihren Flügeln einen gut sichtbaren schwarzen Punkt. Quelle: Martin Hauser Phycus | www.wikimedia.org | male of Drosophila suzukii. California | https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/klebetafel_nabu_leipzig.jpg"> </a> <strong> Vorsicht beim Einsatz von Leimringen und Klebetafeln zur Schädlingsbekämpfung! </strong> Quelle: NABU Leipzig Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Die wichtigsten Krankheiten im Überblick <p><strong>Schrotschusskrankheit und Sprühfleckenkrankheit:</strong>&nbsp;Beide Krankheiten äußern sich ähnlich und können bei allen Steinobstarten auftreten. Die Schrotschusskrankheit wird durch den Pilz <em>Stigmina carpophila </em>verursacht. Sind Blätter davon befallen, sehen sie aus, als wären sie von Schrotkugeln durchlöchert. Die burgunderroten Blattflecken der Sprühfleckenkrankheit sind etwas kleiner. Diese Krankheit wird durch den Pilz <em>Blumeriella jaapii</em> verursacht. Die Blätter werden kurz nach der Infektion gelb und fallen ab. Beiden Krankheiten können Sie mit denselben Maßnahmen vorbeugen.</p> <ul> <li>Ein regelmäßiger fachgerechter Schnitt beugt der Infektion vor. So gelangen Wind und Sonne gut ins Kroneninnere und Feuchtigkeit kann entweichen.</li> <li>Kontrollieren Sie insbesondere die unteren Triebe regelmäßig und pflücken Sie befallene Blätter ab. Schneiden Sie erkrankte Triebe bis ins gesunde Holz zurück.</li> <li>Die Pilze überwintern im Falllaub. Entfernen Sie deshalb befallenes Laub und entsorgen Sie dieses. Falls Sie das Laub <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15470">kompostieren</a>, decken Sie es gut mit anderen Gartenabfällen ab, damit daraus keine neuen Sporen ausfliegen.</li> <li>Pflücken und entsorgen Sie vertrocknete, im Baum hängengebliebene Früchte. Schaderreger können darin überwintern und den Baum im nächsten Jahr erneut infizieren.</li> <li>Achtung, die Schrotschusskrankheit kann leicht mit Bakterienbrand verwechselt werden. Eine sorgfältige Diagnose ist wichtig um die richtige Bekämpfungsstrategie zu finden. Während erstere durch einen Pilz verursacht wird, entsteht letztere durch ein Bakterium (<em>Pseudomonas syringae</em>).</li> </ul> <p><strong>Scharka-Virus:</strong>&nbsp;Das Scharka-Virus (<em>plum pox virus</em>) tritt vorwiegend an ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflaumen">Pflaumen</a>⁠ auf, kann aber auch Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen treffen. Die befallenen Früchte sind pockenartig eingesunken oder verformt, die Blätter sind unregelmäßig aufgehellt. Das Fruchtfleisch der Pflaumen ist an einigen Stellen rötlich verfärbt, es ist gummiartig zäh und nahezu geschmacklos. Die Übertragung erfolgt durch Blattläuse, insbesondere durch die Grüne Pfirsichblattlaus (<em>Myzus persicae</em>).</p> <ul> <li>Das Scharka-Virus ist eine gefährliche Pflanzenkrankheit und daher meldepflichtig! Übermitteln Sie jeden Verdachtsfall an den<a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/02_Verbraucher/03_HausKleingarten/01_amtl_Auskunftsstellen/Auskunftsstellen_node.html"> in Ihrem Bundesland zuständigen Pflanzenschutzdienst</a>.</li> <li>Sie können das Virus nicht direkt bekämpfen, sondern nur vorbeugen, indem Sie resistente bzw. widerstandsfähige Sorten anbauen.</li> <li>Vom Virus befallene Bäume sollten gerodet werden und durch robustere Sorten ersetzt werden.</li> </ul> <p><strong>Narren- oder Taschenkrankheit:</strong>&nbsp;Früchte, die von dem Pilz <em>Taphrina pruni</em> befallen sind, nehmen eine verkrümmte Form an, die an eine Narrenkappe oder eine Handtasche erinnert. Die sogenannte Narren- oder Taschenkrankheit betrifft vor allem Pflaumen und Pfirsiche. Die befallenen Früchte vertrocknen und bleiben so am Baum hängen.</p> <ul> <li>Beschneiden Sie die Baumkronen regelmäßig. Entfernen Sie zu dicht stehende und in die Krone hineinwachsende Äste. Dann kann Wind durch die Krone wehen und Feuchtigkeit rasch verdunsten.</li> <li>Entfernen Sie alle befallenen Früchte und Fruchtmumien.</li> <li>Bepflanzen Sie die Baumscheibe mit Knoblauch.</li> <li>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/grundstoff">Grundstoff</a> Ackerschachtelhalm kann unterstützend verwendet werden.</li> </ul> <p><strong>Monilia-Pilze:&nbsp;</strong>Die Erreger <em>Monilia laxa</em> und <em>Monilia fructigena</em> befallen vor allem Pflaumen- und Kirschbäume, aber auch Apfel- und Birnbäume. Sie sorgen für Fruchtfäule und lassen die Triebspitzen absterben, man spricht deshalb auch von Spitzendürre. Jede Verletzung der Fruchthaut, z. B. durch Hagel, Wespenfraß oder Pflaumenwicklerbefall, begünstigt eine Infektion. Um die <em>Monilia</em>-Pilze vom Feuerbrand, einer gefährlichen Bakterienerkrankung, zu unterscheiden, können Sie ein Stück eines erkrankten Triebs mit einem feuchten Tuch in eine saubere Kunststofftüte legen. Ist der Trieb mit <em>Monilia laxa</em> befallen, hat sich nach spätestens zwei Tagen ein weißer Pilzrasen gebildet.</p> <ul> <li>Wählen Sie einen sonnigen, aber luftigen Standort. Vermeiden Sie Staunässe.</li> <li>Lichten Sie den Baum regelmäßig aus, damit das Laub schnell trocknen kann.</li> <li>Die Infektion geht von Fruchtmumien aus. Ernten Sie die Obstbäume deshalb vollständig ab. Unbrauchbare Früchte und Fruchtmumien sollten entsorgt werden.</li> <li>Falls es zum Befall kommt, schneiden Sie die Triebe mindestens 20 Zentimeter tief ins gesunde Holz zurück.</li> <li>Die Sporen der <em>Monilia</em>-Pilze sind sehr widerstandsfähig. Entsorgen Sie Schnittabfälle und Fruchtmumien deshalb nicht auf dem Kompost, sondern im Haus- oder Biomüll.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/steinobst_schrotschusskrankheit.jpg"> </a> <strong> Schrotschusskrankheit (Stigmina carpophila) </strong> <br>Rote Blattflecken sind typisch für Kirschen, die von der Schrotschusskrankheit befallen sind. Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Schrotschusskrankheit (Clasterosporium carpophilum) an Süßkirsche | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/clasterosporium_carpophilum.jpg"> </a> <strong> Schrotschusskrankheit (Stigmina carpophila) </strong> <br>Die ehemals roten Blattflecken der Schrotschusskrankheit trocknen nach und nach ein. Das trockene Material fällt aus dem Blatt heraus. Quelle: Rainer Wahl | www.greencommons.de | Schrotschusskrankheit | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/spruehfleckenkrankheit.jpg"> </a> <strong> Sprühfleckenkrankheit (Blumeriella jaapii) am Blatt der Süßkirsche </strong> Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Sprühfleckenkrankheit Blumeriella jaapii an Süßkirsche | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/steinobst_scharka-virus.jpg"> </a> <strong> Scharka-Virus (plum pox virus) </strong> <br>Unregelmäßige bis ringförmige Blattaufhellungen deuten auf das Scharka-Virus hin. Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Typische Blattsymptome durch das Scharka-Virus (PPV = plum pox virus) | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/narrentaschenkrankheit_an_mirabellen.jpg"> </a> <strong> Pflaumen-Narrentasche (Taphrina pruni) </strong> <br>Längliche gekrümmte Früchte sind ein Symptom der Narren- oder Taschenkrankheit. Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Narrentaschenkrankheit an Mirabellen | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/monilia_laxa2.jpg"> </a> <strong> Monilia-Pilze (Monilia laxa und Monilia fructigena) </strong> <br>Monilia-Pilze sorgen unter anderem dafür, dass die Triebspitzen der Bäume absterben. Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Monilia laxa | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> <p><strong>⁠Pflanzenschutzmittel⁠&nbsp;nur im Notfall:</strong>&nbsp;Bevorzugen Sie grundsätzlich immer nicht-chemische Maßnahmen, bevor Sie&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/pflanzenschutzmittel/wissenswertes-ueber-pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>&nbsp;einsetzen. Verwenden Sie Pflanzenschutzmittel nur, wenn alle anderen Maßnahmen keinen Erfolg gebracht haben und wenn mit großen Ernteverlusten zu rechnen ist. Prüfen Sie, ob Ihr Ziel auch mit&nbsp;<a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/04_Pflanzenstaerkungsmittel/psm_Pflanzenstaerkungsmittel_node.html">Pflanzenstärkungsmitteln</a>&nbsp;oder mit dem Einsatz von&nbsp;<a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/04_Anwender/02_AnwendungGrundstoffe/psm_AnwendungGrundstoffe_node.html;jsessionid=FDBEE81656F55AB03C484996E1D3360E.internet942#doc11030656bodyText2">Grundstoffen</a>&nbsp;erreicht werden kann. Entscheiden Sie sich doch für ein Pflanzenschutzmittel, wählen Sie möglichst umweltverträgliche Wirkstoffe. Verwenden Sie nur zugelassene Pflanzenschutzmittel und halten Sie sich genau an die Packungsbeilage. Weitere Tipps zum richtigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57293">HIER</a>.</p> </p><p>Informationen für...</p>

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