Das Vorhaben zielt darauf ab, Instrumente (weiter) zu entwickeln, die eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus auf der Angebots- und Nachfrageseite unterstützen. Mit diesen Instrumenten sollen Transparenz und Vergleichbarkeit sowie Sicht- und Buchbarkeit nachhaltiger Reiseelemente oder auch der gesamten Reisekette ermöglicht werden. Langjährige, regelmäßige Erhebungen - unter Beteiligung BMUV über ReFoPlan-Vorhaben - zeigen, dass die Einstellung der Bevölkerung zum umwelt- und sozialverträglichen Reisen kontinuierlich ansteigt. Trotz der hohen Einstellungswerte gibt es in der Umsetzung deutlich weniger Urlaubsreisen, bei denen tatsächlich auf Nachhaltigkeit geachtet wurde. In der Begründung wird u.a. eine mangelnde Auffindbarkeit entsprechender Angebote genannt. Zudem kann die Verantwortung für nachhaltig ausgerichtetes Reiseverhalten nicht alleine den Verbraucher*innen überlassen werden sondern ist bereits in die Angebotsgestaltung zu integrieren und transparent abzubilden. Hierfür sind Nachhaltigkeitszertifizierungen im Tourismus ebenso in der Diskussion wie einheitliche, vergleichbare Kriteriensets und Berechnungstools, um den CO2-Fußabdruck oder den 'ökologischen Rucksack' einer Reise bzw. ihrer Bestandteile abzubilden. Über Stakeholder-Beteiligungen, Branchendialoge u.ä. soll die Entwicklung unterstützt, die Instrumententauglichkeit diskutiert und ihre Umsetzung erprobt werden. Die Ergebnisse sind in geeigneten Formen (Veröffentlichungen, Online-Tools, Workshop / Konferenz) zu verbreiten und zur Anwendung vorzuschlagen
Das UBA arbeitet seit Jahren kontinuierlich an der Weiterentwicklung von Ökobilanzen. Des Weiteren entwickelt UBA derzeit eine Methode, die Umweltwirkung von Produkten anhand einer vereinfachten Umweltbewertung (VERUM) abzuschätzen. Zielsetzung dieses Vorhabens ist es, die Basisdaten für die Belastungskategorie 'Flächenverbrauch / temporäre Flächennutzung' zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Eignung für Ökobilanzen und VERUM zu verifizieren. Flächenbezogene Wirkungen für Verkehrsträger, Kraftstoffe, Energieträger, Rohstoffe und notwendige Transportdienstleistungen sollen dabei berücksichtigt werden und in einheitliche Datengerüste einfließen. Dabei werden sowohl direkte und indirekte Flächennutzungsänderungen als auch temporäre Flächenbelegungen berücksichtigt. Die Verifizierung der Datensätze erfolgt anhand von beispielhaften Umweltbewertungen ausgewählter Produkte.
Das Vorhaben TP4 wird den Zustand der Wasserressourcen sowie die realen und virtuellen Wasserströme und deren Management auf ihre Nachhaltigkeit untersuchen und bewerten. Dazu wird eine Methode entwickelt. Auf Grundlage der Bewertungsergebnisse sollen nicht-nachhaltige Hot Spots der Wassernutzung sowie Cold Spots des Wasserüberschusses identifiziert sowie ein 'ökologischer Rucksack' der Ströme virtuellen Wassers bilanziert werden. Ein weiteres Ziel von TP4 ist die Identifizierung von institutionellen Optimierungspotenzialen für eine nachhaltige Wassernutzung. Dazu soll ein Kriteriengerüst zur Charakterisierung der Bedingungen räumlicher Wasser-Governance entwickelt werden. Anhand von Fall-Beispielen im Kontext von unterschiedlichen Governance-Systemen des Wassermanagements wird die Anwendbarkeit dieses Klassifizierungsrahmens untersucht und ggf. institutionelle Hemmnisse bzw. Unsicherheiten sowie Best-Practice identifiziert. Arbeitspakete: AP1.0: Co-Design - Co-Production - Co-Dissemination AP4.1: Nachhaltigkeitsbewertung AP4.2: Räumliche Identifikation von hot-spots und cold-spots AP4.3A: Institutionelle Hindernisse AP4.3B: Untersuchung der Anwendbarkeit der typisierten Empfehlungen in Fallstudien AP5.1: Vulnerabilität von Wassernutzung AP5.3: Bewertung der Ergebnisse.
Bei Maßnahmen des Umweltschutzes werden oft die Kosten in den Vordergrund gestellt, die entstehenden Vorteile rücken dagegen in den Hintergrund. Um auch diese Vorteile stärker in die Entscheidungsfindung einbeziehen zu können, müssen diese quantifiziert und monetarisiert werden. Damit können gleichzeitig die Kosten eines unterlassenen Umweltschutzes verdeutlicht werden. Die Methodenkonvention liefert einen Ansatz für die Bewertung von Umweltschäden. Vor allem die Kostensätze für Energie und Verkehr sind zentrale Ergebnisse, die von Theoretikern und Praktikern der Bemessung von Umweltkosten nachgefragt werden und regelmäßig aktualisiert werden müssen. Die Aktualität der Kostensätze und Empfehlungen der Methodenkonvention ist zu prüfen, insbesondere mit Blick auf die Weiterentwicklung der Methodik und die Anwendung. Für eine umfassendere Bewertung von Umweltschäden ist jedoch die Erweiterung der Konvention auf weitere Umweltgüter sowie Umweltfolgen aus Vorketten ('ökologische Rucksäcke') erforderlich. Als erste Schritte in diese Richtung sollen in diesem Vorhaben Ressourcennutzung (bspw. Rohstoffe, Wasser) und Ökosystemleistungen berücksichtigt werden. Im Bereich der Ressourcennutzung soll auf Grund seiner hohen Ressourcenintensität der Bausektor betrachtet werden. Dieser Sektor bietet sich zudem an, da wegen der starken regionalen Verankerung mit einer guten Datenverfügbarkeit gerechnet werden kann. Zudem lassen sich mit diesem Thema auch angesichts des neuen Ressortzuschnitts Akzente setzen. Darüber hinaus sollte auch die Bewertung von Ökosystemleistungen in die Methodenkonvention integriert werden, da die Erhaltung von Ökosystemen die Grundlage für das menschliche Wohlergehen bildet. Gleichzeitig wird dadurch die Anschlussfähigkeit an Prozesse wie TEEB (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) und PES (Payments for Ecosystem Services) hergestellt. Dies würde die Akzeptanz der Methodenkonvention auch im internationalen Rahmen fördern.
In systemischer Betrachtung stehen Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz im Lebenszyklus von Infrastrukturen (Neubau, Betrieb, Instandhaltung, Rückbau) im Spannungsfeld mit anderen Anforderungen wie Umweltstandards, aber auch Redundanz / Resilienz, d.h. Robustheit gegen negative äußere Einwirkungen oder gegen Funktionsstörungen durch temporäre Unter- oder Überauslastung. Hinzu kommt auf regionaler Ebene die Herausforderung, infolge des demographischen Wandels die Kapazitäten der Infrastrukturen dauerhaft an die veränderte Auslastung anzupassen. Im ersten Schritt sind Infrastrukturen im Hinblick auf Aspekte wie Ressourcen-, Umweltrelevanz (insbes. Ressourcenlager/-ströme und deren ökologishe Rucksäcke), Relevanz für Daseinsvorsorge, Wirtschaft und Fiskus sowie Vulnerabilität (im Hinblick auf o.g. Störungen) zu typisieren. Danach sollen am Beispiel von 2 bis 3 ausgewählten besonders ressourcenrelevanten oder kritischen Infrastrukturtypen optimierte Infrastruktur-Systeme (Investitionsebene) und die Optimierung von Betrieb, Wartung, Sanierung etc. (Systembetrachtung) im Spannungsfeld von Ressourceneffizienz und Umweltgerechtigkeit einerseits und andererseits notwendigen Reservekapazitäten / Redundanzen / Bypässen / (intelligenten) Steuerungsmechanismen zur Reduzierung der Vulnerabiltät und Sicherung des Systems analysiert werden. Dabei soll auch typisiert untersucht werden, wie sich die Anforderungen an Kapazitäten, Wartung und Betrieb von Infrastrukturen durch den demographischen Wandel - insbesondere regionales Wachstum / Schrumpfung - verändern. Aus diesen Analysen sind vor allem aus Sicht des Umweltschutzes und der Ressourcenschonung Defizite und Stolpersteine zu identifizieren. Es sind Vorschläge für die Optimierung der betrachteten Infrastruktursysteme unter dem Gesichtspunkt der Ressourcen- und Kosteneffizienz (Energie-/Flächenaufwand, Stoffströme, Kostenlast öffentlicher / privater Akteure) und Umweltgerechtigkeit zu unterbreiten. (Text gekürzt)
<p>Für die Produktion von Lebensmitteln werden viele Ressourcen aufgewandt und Treibhausgase ausgestoßen. Lebensmittelabfälle sollten deshalb auch aus Umweltsicht vermieden werden. Ein Leitfaden des Umweltbundesamtes zeigt, wie das beim Catering funktioniert.</p><p>Der „ökologische Rucksack“ von Lebensmitteln</p><p>Die Deutschen konsumieren jedes Jahr pro Kopf 456 Kilogramm Lebensmittel. Diese Menge verursacht in etwa einen Flächenverbrauch von einem halben Fußballplatz, einen Wasserverbrauch von 84 Badewannen sowie Treibhausgasemissionen, die einem Flug von Frankfurt nach New York und zurück entsprechen. Außerdem wird Energie bei Herstellung und Transport benötigt und es werden jedes Jahr in Deutschland für die Lebensmittelproduktion insgesamt rund 46.000 Tonnen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=Pflanzenschutzmittel#alphabar">Pflanzenschutzmittel</a>, rund 5,3 Millionen Tonnen Mineraldünger und rund 220 Millionen Tonnen Wirtschaftsdünger eingesetzt.</p><p>Rund 81 Kilogramm der 456 Kilogramm jährlich pro Kopf konsumierten Lebensmittel werden zu Abfall. Das sind immerhin knapp 20 Prozent und entspricht zwei vollen Einkaufswagen – Lebensmittel im Wert von rund 230 Euro.</p><p>Mehr zu den Umweltwirkungen von Lebensmittelabfällen und Maßnahmen zur Vermeidung siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/entwicklung-von-instrumenten-zur-vermeidung-von">„Entwicklung von Instrumenten zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen“</a></p><p>Zu viel produzierte Lebensmittel belasten die Umwelt unnötig.</p><p>Catering in unserem Alltag</p><p>Der Catering-Markt in Deutschland ist ein spannender und perspektivenreicher Milliardenmarkt. Gleichwohl ist dieses Segment der Lebensmittel- und Dienstleistungswirtschaft äußerst komplex, sehr heterogen und wenig erforscht. Catering im Sinne von „Verpflegung außer Haus“ reicht von der Imbissbude an der Ecke, über die Kantine in der Behörde bis zum Sternerestaurant auf dem Land. Auch in Fußballstadien, Konzerthäusern, Flugzeugen, auf Schiffen und Messen wird Catering angeboten. Die Zahl pro Tag angebotener Mahlzeiten variiert von einer überschaubaren Menge, zum Beispiel in Kindertagesstätten von um die 20 Essen bis zur Verpflegung von 20.000 Gästen an einem Abend bei Großveranstaltungen wie Messen oder Festivals.</p><p>Catering birgt Potential zur Umweltentlastung</p><p>Aktuelle Erkenntnisse zeigen, dass rund ein Drittel der im sogenannten Außer-Haus-Verzehr eingesetzten Nahrungsmittel im Abfall landen. Das Potenzial zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen ist in diesem Bereich also groß. Die Möglichkeiten, mit geringem Aufwand Lebensmittelabfälle zu vermeiden, sind zahlreich.</p><p>Kleine Kniffe – große Wirkung</p><p>Schon kleine Maßnahmen wie eine optimale Mengenkalkulation und das bedarfsgerechte Nachlegen von Speisen an Buffets oder die Verwendung kleinerer Teller und Portionsgrößen haben nicht nur wirtschaftliche Vorteile für den eigenen Betrieb sondern in der Summe aller Betriebe eine große ökologische Wirkung und eine Vorbildfunktion für alle Akteurinnen und Akteure im Lebensmittelmarkt.</p><p>Professionelles Catering im Blick</p><p>Der Schwerpunkt des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/leitfaden-vermeidung-von-lebensmittelabfaellen-beim">UBA-Leitfadens Vermeidung von Lebensmittelabfällen beim Catering</a> liegt auf dem professionellen Veranstaltungscatering, zum Beispiel für öffentliche Events wie Stadtfeste, Ausstellungseröffnungen, Sportveranstaltungen, oder Musikfestivals und Messen, private Anlässe wie Familienfeiern und Firmenveranstaltungen wie Firmengründung, Jubiläen, Filialeröffnungen und Versammlungen.</p><p>Der Leitfaden zeigt, wie durch gezielte Planung und Berücksichtigung aller Prozessschritte im Rahmen eines Caterings Lebensmittel- und Speisenabfälle deutlich reduziert und die dennoch entstehenden Lebensmittelreste noch sinnvoll genutzt werden können.</p><p>Für wen ist dieser Leitfaden?</p><p>Der vorliegende Praxisleitfaden richtet sich gleichermaßen an Caterer, deren Beschäftigte und Zulieferer, an Kundinnen und Kunden eines Caterings und an interessierte Privatpersonen, die ein Catering durchführen. Angesprochen fühlen sollen sich auch Eventmanagerinnen und Eventmanager, Agenturen und alle weiteren Akteurinnen und Akteure, die mit dem Thema Catering Berührungspunkte haben oder ein Catering für eine Veranstaltung planen.</p><p>Fact Sheets – die wichtigsten Tipps auf einen Blick</p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/leitfaden-vermeidung-von-lebensmittelabfaellen-beim">Zehn separate Fact Sheets</a> bündeln Knackpunkte zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen beim Catering für unterschiedliche Akteure. Caterer und Küchenpersonal finden beispielsweise Tipps für eine zeitgemäße Lagerhaltung und für eine klar organisierte Ausgabe des Essens. Weitere Fact Sheets enthalten Informationen zur Einrichtung von Feedbackschleifen für Gäste und Kunden sowie Möglichkeiten der Weitergabe verzehrfähiger Speisen an gemeinnützige Einrichtungen wie etwa die Tafeln.</p>
Der Wandel des Konsumverhaltens ist wesentlich, um Ziele der Nachhaltigkeit zu erreichen. Konsummuster haben sich bisher aber kaum verändert. Ein Beispiel dafür sind Elektronikgeräte, insbesondere Handys. Diese sind eine wichtige Quelle bzw. Senke für ökonomisch wertvolle und ökologisch relevante Ressourcen. Handys werden nicht umweltgerecht entsorgt oder in Haushalten gelagert. Breit angelegte Rücknahmeaktionen haben daran nichts geändert. Ziel dieses Projektes ist es, die vielschichtigen Ursachen dafür zu erkunden. Aufbauend auf Erfahrungswerten und auf erfolgreichen Projekten sozial-ökologischer Forschung soll ein breiter Forschungsansatz verfolgt werden, mit dem die Themenvielfalt von Nutzungstypen bis zum ökologischen Rucksack und von Konsummustern bis zum 'Urban Mining' bearbeitet wird. Das gesamte Projekt besteht aus zwei Schwerpunkten: einem umfassenden sozial-ökologischen Forschungsansatz sowie der Vorbereitung einer breiten Sensibilisierungs-Kampagne zum Handy-Recycling. Schwerpunkt 1 wird in sechs Arbeitspakete unterteilt. In AP1 und AP2 werden Basisstudien erarbeitet. In AP 3 wird eine Umfrageaktion durchgeführt und spezifische Themen erarbeitet für die Durchführung von Fokusgruppen im AP4. Im AP5 werden Fachgespräche geführt. AP6 dient dem Projektmanagement, in dem auch der wissenschaftliche Beirat eingebunden ist. AP7 deckt den zweiten Schwerpunkt ab, die Synthese der Ergebnisse aus Schwerpunkt 1 für die Vorbereitung der Kampagne.
<p>Lebensmittelabfälle verursachen erhebliche Umweltschäden</p><p>Lebensmittelabfälle aus Gastronomie, Großküchen und Eventcatering wirken sich am stärksten auf die Umwelt aus. Fast die Hälfte der Lebensmittel wird in diesem Bereich vorzeitig entsorgt. Lebenswichtige Ressourcen wie Ackerflächen und Wasser werden dadurch unnötig verschwendet. Dabei kommt es zu Treibhausgasemissionen, die sich vermeiden ließen. Das belegen erste vorläufige Ergebnisse eines Forschungsprojektes des Umweltbundesamtes.<br> UBA-Präsidentin Maria Krautzberger: „Das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung schockiert. Aber in kaum einem anderen Bereich liegt die Abfallvermeidung so zum Greifen nah wie bei Lebensmitteln. 5 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands entstehen durch Lebensmittelverluste. Wir können viel tun, um diese zu verringern und damit einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.” Das Umweltbundesamt empfiehlt unter anderem, rechtliche Standards und Handelsnormen für Aussehen und Form von Obst und Gemüse abzubauen. Bei Lebensmittelabfällen handelt es sich um verzehrfähige Lebensmittel, die aus zahlreichen Gründen vorzeitig entsorgt werden.</p><p>Die meisten Lebensmittelabfälle fallen derzeit in der Landwirtschaft an, beim Anbau und der Ernte von Obst, Gemüse und Getreide. An zweiter Stelle steht der Lebensmittelverbrauch. Besonders hervor sticht die Abfallbilanz in Restaurants, Kantinen und bei Veranstaltungen mit Catering. Im so genannten „Außer-Haus-Konsum“ wird fast die Hälfte der bereitgestellten Lebensmittel vorzeitig entsorgt. In Zahlen: Pro Person werden jährlich 53,3 Kilogramm Lebensmittel in Restaurants, Großküchen oder bei Veranstaltungen bereit gehalten. Davon landen 23,6 Kilogramm bzw. 44 Prozent vorzeitig im Abfall. Wichtige Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung sollten daher in diesem Bereich ansetzen. In privaten Haushalten bzw. im so genannten „Inner-Haus-Konsum“ werden pro Person jährlich rund 430 Kilogramm Lebensmittel eingekauft, 17 Prozent bzw. 82 Kilogramm dieser Menge werden zu früh entsorgt.</p><p>Lebensmittel haben einen bedeutenden ökologischen Rucksack. Für alle Lebensmittel, die ein Mensch pro Jahr in Deutschland kauft, nimmt er die Fläche eines halben Fußballfeldes in Anspruch, verbraucht 84 Badewannenfüllungen an Wasser und emittiert 3 Tonnen Treibhausgase, was den CO₂-Emissionen eines Hin-und Rückflugs von Frankfurt nach New York entspricht. Hochgerechnet auf ca. 80 Millionen und EU-weit 505 Millionen Menschen ergeben sich daraus immense Umweltwirkungen.</p><p>Maria Krautzberger:„Für jedes Lebensmittel brauchen wir Ackerflächen und Wasserressourcen. Diese sind weltweit ein kostbares und knappes Gut. Lebensmittelabfälle zu vermeiden, ist daher ein maßgeblicher Beitrag zum Erhalt unserer Lebensgrundlage. Weniger Lebensmittelabfälle bedeuten auch weniger Dünge- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=Pflanzenschutzmittel#alphabar">Pflanzenschutzmittel</a> in der konventionellen Landwirtschaft.“</p><p>Die freiwilligen Vereinbarungen zwischen Lebensmitteleinzelhandel und Gastronomie zur Reduktion von Lebensmittelabfällen, wie sie im Abfallvermeidungsprogramm des Bundes vorgesehen sind, sollten aus Sicht des Umweltbundesamtes möglichst schnell realisiert werden. Rechtliche Standards und Handelsnormen für Aussehen und Form und Haftungs- und Hygienevorschriften, die unnötigerweise zu Lebensmittelabfällen führen, sollten nach eingehender Prüfung eingeschränkt oder gestrichen werden. Besonders wirkungsvoll ist die Abfallvermeidung bei Lebensmitteln tierischen Ursprungs wie Fleisch- und Milchprodukte. Diese benötigen pro Kilogramm 14-mal mehr Landfläche als pflanzliche Produkte.</p>
Festlegungen des Untersuchungsgebietes und der betrachteten Auswirkungen zu prüfender Vorhaben sind z.T. nicht dafür konzipiert und daher nicht in der Lage, relevante Ressourcenschutzaspekte adäquat abzubilden. Ziel dieses UFOPLAN-Forschungsvorhabens ist es daher, die Berücksichtigung des Ressourcenschutzes in Umweltverträglichkeitsprüfungen und strategischen Umweltprüfungen zu erfassen. Darauf aufbauend soll geklärt werden, wie der Ressourcenschutz im UVP-Gesetz gestärkt werden kann und wie dessen praktische Umsetzung methodisch erfolgen kann. Anhand von Fallbeispielen wird dargestellt und erörtert, wie Ressourcenschutzaspekte in den relevanten Schutzgütern in UVP und SUP auf verschiedenen Planungsebenen derzeit berücksichtigt werden und welche Aspekte aus der Perspektive eines weiten Ressourcenbegriffs eventuell noch nicht abgedeckt werden. Der Fokus liegt dabei auf - nicht-erneuerbaren Rohstoffen und den mit ihnen verbundenen ökologischen Rucksäcken sowie - erneuerbarer Biomasse, den mit ihr verbunden ökologischen Rucksäcken sowie der mit ihrer Produktion verbundenen Flächeninanspruchnahme. Darauf aufbauend werden methodische Ansätze zur Ermittlung, Beschreibung und Bewertung von Umweltauswirkungen entwickelt und analysiert, die das bestehende Methodenspektrum der UVP im Hinblick auf die aufgedeckten Defizite im Bereich Ressourcenschutz sinnvoll erweitern können. Passende Indikatoren und Parameter werden identifiziert und eine handhabbare Prüfmethodik vorgeschlagen, anhand derer die Umweltauswirkungen im Bezug auf natürliche Ressourcen in UVP- und SUP-Verfahren ermittelt und bewertet werden können.
In close cooperation with three Austrian companies, the BRIX project develops an index based on resource use indicators, the Business Resource Intensity Index (BRIX). The BRIX index will allow these companies to measure and optimise resource use and resource efficiency of their products and services. The BRIX bases on the tow resource indicators Ecological Rucksack (MIPS = Material Input per Service Unit) and Ecological Footprint respectively Carbon Footprint. This project aims to contribute to a broader application of concepts and indicators of resource use in companies by developing guidelines for the methodological harmonisation and standardisation of different indicator approaches, by developing a new index (the Business Resource Intensity Index - BRIX) and by establishing a new software-based tool, which allows companies to realise improvements in resource efficiency in a systematic and comprehensive manner. Beside the elaboration of concepts for the BRIX, the Wuppertal Institute focuses on practice oriented integration and adaptation in the context of three business case studies.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 32 |
| Wissenschaft | 2 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 13 |
| Text | 11 |
| unbekannt | 8 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 19 |
| Offen | 13 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 24 |
| Englisch | 14 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 10 |
| Keine | 17 |
| Webseite | 15 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 32 |
| Lebewesen und Lebensräume | 30 |
| Luft | 28 |
| Mensch und Umwelt | 32 |
| Wasser | 26 |
| Weitere | 31 |