Norden/Aurich/Emden/Leer . Wenn zwei Schiffe auf der Ems nahe Emden bei stürmischer See kollidieren, dabei große Mengen schweres Heizöl verlieren und dieses sich auf der Ems, im Dollart und an den angrenzenden Küstenabschnitten verteilt und anlandet, ist schnelles und koordiniertes Handeln gefragt. Um auf ein derart herausforderndes Gefahrenszenario vorbereitet zu sein, proben zuständige Stellen regelmäßig im Rahmen von Stabsrahmenübungen für den Ernstfall. So auch am vergangenen Wochenende in Ostfriesland: In verschiedenen Einsatzstäben übten Experten der Landkreise Aurich und Leer, der Stadt Emden und des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zusammen mit dem Havariekommando in einem fiktiven Szenario die Koordination der erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen. Erfolgreiche Übungen sind die Voraussetzung dafür, dass im Fall eines echten Schadstoffunfalls Gegenmaßnahmen schnell und effektiv ergriffen werden können. Unterstützt wurde die Übung von Kräften des Technischen Hilfswerks (THW) sowie der örtlichen Feuerwehren. Wenn zwei Schiffe auf der Ems nahe Emden bei stürmischer See kollidieren, dabei große Mengen schweres Heizöl verlieren und dieses sich auf der Ems, im Dollart und an den angrenzenden Küstenabschnitten verteilt und anlandet, ist schnelles und koordiniertes Handeln gefragt. Um auf ein derart herausforderndes Gefahrenszenario vorbereitet zu sein, proben zuständige Stellen regelmäßig im Rahmen von Stabsrahmenübungen für den Ernstfall. So auch am vergangenen Wochenende in Ostfriesland: In verschiedenen Einsatzstäben übten Experten der Landkreise Aurich und Leer, der Stadt Emden und des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zusammen mit dem Havariekommando in einem fiktiven Szenario die Koordination der erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen. Erfolgreiche Übungen sind die Voraussetzung dafür, dass im Fall eines echten Schadstoffunfalls Gegenmaßnahmen schnell und effektiv ergriffen werden können. Unterstützt wurde die Übung von Kräften des Technischen Hilfswerks (THW) sowie der örtlichen Feuerwehren. „Regelmäßige Übungen und Schulungen wie die koordinierte Öl-Bekämpfung sind wichtige Bausteine in der Schadstoffunfallbekämpfung: Schließlich kommt es darauf an, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen und Organisation auch unter schwierigsten Rahmenbedingungen funktioniert“, betont Dirk Oberliesen, Übungsleitung und Aufgabenbereichsleiter Schiffsbetrieb und Schadstoffunfallbekämpfung beim NLWKN in Norden. Die zur Bewältigung der Aufgaben herangeführten Schiffe, Einsatzkräfte und Spezialgeräte wie beispielsweise schwimm- und watttaugliche Einsatzfahrzeuge oder motorgetriebene Ölaufnahme-Geräte kommen in diesem Fall zwar nur auf dem Papier und auf den Bildschirmen zum Einsatz. Dennoch haben Trockenübungen wie diese einen großen praktischen Nutzen, betonen alle beteiligten Akteure. „Öl macht vor Zuständigkeitsgrenzen keinen Halt“ „Öl macht vor Zuständigkeitsgrenzen keinen Halt“ Hinter mit dem vermeintlich harmlosen Übungstitel „Schadenslage LER-EMD-AUR 2024“ verbarg sich eine ernste und komplexe Lage. Die Annahme: Am Freitagmittag gegen 13:45 Uhr ist es auf der Ems zwischen Emden und Knock zu einer verhängnisvollen Kollision der Schiffe Wotan und Siegfried gekommen. Zum Zeitpunkt der Havarie herrschte stürmisches Wetter mit starkem Wind. Es wird geschätzt, dass etwa 450 Tonnen schweres Heizöl aus dem manövrierunfähigen und inzwischen in den Emder Außenhafen abgeschleppten Tanker Wotan ausgetreten ist. Dieses droht – begünstigt durch das stürmische Wetter – die Ems sowie angrenzende Ufer, Vorländer und Häfen großflächig zu verschmutzen. Ein Horrorszenario für Mensch und Umwelt. Während auf der Ems die Ölbekämpfungsschiffe Leyhörn und Leysand des NLWKN erste Teile der von Wotan verlorenen öligen Fracht aufnehmen konnten, koordinierten Fachleute am Freitag und Samstag an verschiedenen Standorten die weitere Bekämpfung an den Ufern, Häfen und Gewässereinmündungen. Für die Lenkungsgruppe, in der unter der Leitung des NLWKN auch jeweils ein Vertreter der betroffenen Landkreise Aurich und Leer sowie der Stadt Emden vertreten ist, hatte das THW auf dem Gelände der NLWKN-Betriebsstelle in Norden extra eine mobile Leitstelle eingerichtet. Sie stand mit den Stäben in Emden, Aurich und Leer in Kontakt. In der Lenkungsgruppe wurden unter anderem Informationen von den drei Kreisstäben ausgewertet und zusammengeführt, um sich schnell ein Bild der Lage machen zu können und die nächsten Schritte zu organisieren. „Bei den gegebenen Randbedingungen von Tideeinfluss, Strömungsgeschwindigkeit und Windrichtung muss davon ausgegangen werden, dass der Großteil des ausgetretenen Öls innerhalb des bundesdeutschen Gebietes im Dollart, am Emsufer im Bereich des Emder Hafens bis zur Knock sowie an der Küstenlinie Knock bis Leysiel anlanden wird“, fasste Dirk Oberliesen die komplexe Lage zusammen. In einem realen Szenario wäre auch Niederländisches Landesgebiet betroffen, dies war in diesem Fall aber kein Teil der Übung. „Dieses Beispiel zeigt, dass Öl vor Zuständigkeitsgrenzen keinen Halt macht“, so Oberliesen. Feststellung eines sogenannten Komplexen Schadstoffunfalls Feststellung eines sogenannten Komplexen Schadstoffunfalls Wie bei einer echten Schadenslage, so waren am Samstag neben Kräften des Landesbetriebs auch Vertreter der Stadt Emden, der Landkreise Leer und Aurich und des Havariekommandos im Einsatz. Denn zusammen mit der Feststellung eines sogenannten Komplexen Schadstoffunfalls durch das Havariekommando greifen die Regularien einer speziell in Niedersachsen geschlossenen Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Schadensfall. Sie regelt, dass Landkreise und NLWKN in gemeinsamen Stäben die Zuständigkeitsgrenzen übergreifende Bekämpfung steuern und entscheiden. Unterstützung leisteten auch mehrere Fachzüge „Führung und Kommunikation“ und Fachberater-Öl des THW: Sie stellten in ihren spezialisierten Fahrzeugen komplett eingerichtete und arbeitsfähige Stabsarbeitsräume und Fernmeldezentralen samt entsprechend eingespielter Teams aus Freiwilligen zur Verfügung. Damit ermöglichten sie den Verantwortlichen der Wasserbehörden die Konzentration auf die fachlichen Kernfragen. Rund 20 praktische Ölwehr-Übungen mit NLWKN-Beteiligung gibt es deshalb pro Jahr – nicht nur in Ostfriesland, beispielsweise auf der Ems oder im ostfriesischen Watt, sondern ebenso auch auf der Weser, der Elbe und der offenen Nordsee. Hinzu kommt eine einmal jährlich stattfindende Stabsrahmenübung. „Bei einem Schadstoffunfall an der Küste sind zahlreiche Akteure beteiligt. Das Havariekommando übernimmt in so einem Fall die Gesamteinsatzleitung. Die effektive Zusammenarbeit zwischen Havariekommando, dem NLWKN, den betroffenen Gemeinden und Landkreisen sowie den Einsatzkräften sind entscheidend, um den Unfall schnell und effizient zu bewältigen. Gemeinsame Übungen helfen dabei, unsere Kommunikationswege und Entscheidungsprozesse zu erproben und zu optimieren“, so Jens Rauterberg, Leiter des Fachbereichs Schadstoffunfallbekämpfung Küste beim Havariekommando. Dank an Feuerwehr und THW Dank an Feuerwehr und THW Für die Einsatzkräfte, die sich am Samstag in den mobilen und ortsfesten Einsatzzentralen über die neuesten Driftberechnungen und Lagepläne beugten, bedeutet diese Übung vor allem: Planen, koordinieren und kommunizieren. In den Einsatzstäben in Aurich, Leer, Emden und Norden galt es den ganzen Tag über, rasch eine geeignete Stabs- und Führungsstruktur aufzubauen: Personal- und Geräteeinsätze müssen im Rahmen der Stabsübung koordiniert, detaillierte Bekämpfungskonzepte für den eigenen Zuständigkeitsbereich erarbeitet werden. „Die Übung hat erneut gezeigt, wie wichtig eine enge und reibungslose Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Akteuren ist, gerade bei komplexen Schadenslagen wie einem Ölunfall müssen wir sicherstellen, dass jeder Handgriff sitzt und die Koordination zwischen den verschiedenen Einsatzkräften reibungslos funktioniert. Für die Landkreise Aurich und Leer sowie die Stadt Emden war diese Übung wieder eine wertvolle Gelegenheit, die Einsatzpläne zu testen und weiter zu verbessern“, sind sich Thomas Stamm, zuständiger Leiter aus dem Landkreis Leer, Andree Heinks als Verantwortlicher der Stadt Emden sowie Korwin Davids als zuständiger Abteilungsleiter des Landkreises Aurich, einig. Am Samstag gegen 15.30 Uhr war die Übung beendet – und damit auch das fiktive Horrorszenario. Eine detaillierte Auswertung des Zusammenwirkens der verschiedenen Akteure soll zeitnah erfolgen. Die Übungsleitung nutzte den Rahmen der Abschlussbesprechung, um neben den ortsfesten Einsatzstäben insbesondere auch den ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der THW-Ortsverbände Bremen-Nord, Stade, Oldenburg und Norden sowie den Feuerwehren aus den Landkreisen Aurich und Leer sowie der Stadt Emden für ihr Engagement zu danken. Besprechung der Lagekarte in Leer. Bild aus dem Einsatzleitwagen, der Freitag und Samstag im Innenhof der Kreisverwaltung postiert war (Foto: Landkreis Leer). Fachberater des THW, des Landkreises Leer und des NLWKN beraten über die Vorgehensweise und den Einsatz von Helfern und Material (Foto: Landkreis Leer) Stabsarbeit im Lagezentrum der Stadt Emden (Foto: Stadt Emden)
Cuxhaven/Stade/Norden Eine Kollision auf Höhe Brunsbüttel, ein gestrandeter Tanker in Not und 372 Tonnen ausgelaufenes Öl in der Elbe: Dieses düstere, aber durchaus realistische Szenario bildete am Wochenende die Ausgangsbasis für eine umfangreiche Stabsrahmen-Übung im östlichen Niedersachsen. In verschiedenen Einsatzstäben probten Vertreter der Landkreise Cuxhaven und Stade, der Stadt Cuxhaven und des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zusammen mit dem Havariekommando die Koordination auf Stabs- und Führungsebene. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass im Fall eines echten Schadstoffunfalls Gegenmaßnahmen schnell und effektiv ergriffen werden. Unterstützt wurde die Übung von den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk. Eine Kollision auf Höhe Brunsbüttel, ein gestrandeter Tanker in Not und 372 Tonnen ausgelaufenes Öl in der Elbe: Dieses düstere, aber durchaus realistische Szenario bildete am Wochenende die Ausgangsbasis für eine umfangreiche Stabsrahmen-Übung im östlichen Niedersachsen. In verschiedenen Einsatzstäben probten Vertreter der Landkreise Cuxhaven und Stade, der Stadt Cuxhaven und des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zusammen mit dem Havariekommando die Koordination auf Stabs- und Führungsebene. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass im Fall eines echten Schadstoffunfalls Gegenmaßnahmen schnell und effektiv ergriffen werden. Unterstützt wurde die Übung von den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk. Die Lage auf den Karten der mobilen Leitstelle, die das THW an diesem Samstagvormittag für die Lenkungsgruppe auf dem Betriebshof des NLWKN in Basbeck eingerichtet hat, ist ernst: Bereits am Donnerstagabend, so die Ausgangslage der Simulation „STD-2CUX 2023“, war es auf der Elbe in Höhe der Ausfahrt des Nordostseekanals zu einer verhängnisvollen Kollision der Schiffe Wotan und Siegfried gekommen. 372 Tonnen Öl des manövrierunfähigen und inzwischen am südlichen Elbeufer gestrandeten Tankers Wotan treiben seitdem – begünstigt durch Ostwind und stürmisches Wetter – teils auch auf die Küste zwischen Nordkehdingen und Cuxhaven zu. Enge Zusammenarbeit auf Stabsebene Enge Zusammenarbeit auf Stabsebene Während auf der Elbe Ölbekämpfungsschiffe Wotans ölige Fracht aufnehmen, koordinieren Fachleute an verschiedenen Standorten die Bekämpfung an den Ufern, Häfen und Gewässereinmündungen. „Öl macht nicht an Zuständigkeitsgrenzen halt und im Ernstfall muss die Zusammenarbeit Hand in Hand laufen“, betont Dirk Oberliesen, Aufgabenbereichsleiter Schiffsbetrieb und Schadstoffunfallbekämpfung beim NLWKN in Norden. Wie bei einer echten Schadenslage, so sind deshalb an diesem Samstag neben Kräften des Landesbetriebs auch Vertreter der Stadt Cuxhaven, der Landkreise Cuxhaven und Stade und des Havariekommandos im Einsatz. Denn zusammen mit der Feststellung eines sogenannten Komplexen Schadstoffunfalls durch das Havariekommando greifen die Regularien einer speziell in Niedersachsen geschlossenen Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Schadensfall. Sie regelt, dass Landkreise und NLWKN in gemeinsamen Stäben die Zuständigkeitsgrenzen übergreifende Bekämpfung steuern und entscheiden. Unterstützung leisten auch mehrere Fachgruppen `Führung und Kommunikation` des Technischen Hilfswerks: Sie stellen in ihren spezialisierten Fahrzeugen komplett eingerichtete und arbeitsfähige Stabsarbeitsräume und Fernmeldezentralen samt entsprechend eingespielter Teams aus Freiwilligen zur Verfügung. Damit ermöglichen sie den Verantwortlichen der Wasserbehörden die Konzentration auf die fachlichen Kernfragen. Regelmäßige Übungen und Schulungen wie die koordinierte Bekämpfung des Öls am südlichen Elbeufer sind wichtige Bausteine in der Schadstoffunfallbekämpfung: Schließlich komme es darauf an, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen und Organisation auch unter schwierigsten Rahmenbedingungen funktioniere, so Dirk Oberliesen. Rund 20 praktische Ölwehr-Übungen in Niedersachsen gibt es deshalb pro Jahr – im ostfriesischen Wattengebiet ebenso wie auf offenen Nordsee, der Weser, der Elbe und der Ems. Hinzu kommt eine einmal jährlich stattfindende Stabsrahmenübung. „Das Besondere an ihr ist der Fokus auf die Zusammenarbeit auf Stabsebene, denn: Auch die notwendigen Stabs- und Führungsstrukturen müssen auf die Bekämpfung einer entsprechenden Schadenslage an unseren Küsten vorbereitet sein, damit im Ernstfall alles läuft“, betont Jörn Drosten, Geschäftsbereichsleiter für Schadstoffunfallbekämpfung im NLWKN. Die zur Bewältigung der Aufgaben herangeführten Schiffe, Einsatzkräfte und Spezialgeräte wie schwimm- und watttaugliche Einsatzfahrzeuge oder motorgetriebene Ölaufnahme-Geräte kommen dabei nur auf dem Papier und auf den Bildschirmen zum Einsatz. Komplexe Koordination an mehreren Standorten Komplexe Koordination an mehreren Standorten Für die Einsatzkräfte, die sich an diesem Samstag in den mobilen und ortsfesten Einsatzzentralen über die neuesten Driftberechnungen und Lagepläne beugen, bedeutet dies vor allem: Planen, koordinieren und kommunizieren. In den Einsatzstäben in Stade, Cuxhaven, Otterndorf und Basbeck gilt es den ganzen Tag über, rasch eine geeignete Stabs- und Führungsstruktur aufzubauen: Personal- und Geräteeinsätze müssen im Rahmen der Stabsübung koordiniert, detaillierte Bekämpfungskonzepte für den eigenen Zuständigkeitsbereich erarbeitet werden. Wie hier in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Stade steckten an mehreren Standorten Expertinnen und Experten am Wochenende die Köpfe zusammen, um effektive Bekämpfungsstrategien zu entwickeln und ihre Umsetzung zu simulieren (Fotos: Landkreis Stade)
Norden/Cuxhaven/Tangermünde. Es soll den Einsatz gegen Schadstoffaustritte im Meer künftig noch effektiver gestalten und obendrein wertvolle Daten für den Küsten- und Gewässerschutz sammeln: Mit einem gemeinsam finanzierten neuen Mehrzweckschiff forcieren die Länder-Partnergemeinschaft über die Bekämpfung von Meeresverschmutzungen und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ihre Anstrengungen im Küstenraum. Der vielseitige Schiffsneubau wurde jetzt bei der SET Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft in Tangermünde (Sachsen-Anhalt) feierlich kielgelegt. Es soll den Einsatz gegen Schadstoffaustritte im Meer künftig noch effektiver gestalten und obendrein wertvolle Daten für den Küsten- und Gewässerschutz sammeln: Mit einem gemeinsam finanzierten neuen Mehrzweckschiff forcieren die Länder-Partnergemeinschaft über die Bekämpfung von Meeresverschmutzungen und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ihre Anstrengungen im Küstenraum. Der vielseitige Schiffsneubau wurde jetzt bei der SET Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft in Tangermünde (Sachsen-Anhalt) feierlich kielgelegt. NB 215 – hinter dieser nüchternen Projekt-Nummer für den bisher noch namenlosen Neubau verberge sich ein hochseetüchtiges Schiff mit wichtigen Aufgaben, betonte im Rahmen des Festakts an der Elbe Jörn Drosten, Geschäftsbereichsleiter Betrieb und Unterhaltung in der NLWKN-Direktion in Norden: „Dieser Neubau wird ein Schiff sein, das in der Lage ist künftige Tragödien zu verhindern“. Gemeint sind Unfälle mit hunderten und tausenden verölten Seevögeln, Fischen, Robben, Schweinswalen und anderen Meerestieren. Denn der gut 40 Meter lange und 9,5 Meter breite Neubau soll zuvorderst die Flotte an Spezialschiffen zur Schadstoffunfallbekämpfung an der deutschen Küste verstärken. Er ersetzt dabei nach Fertigstellung das 42 Jahre alte Ölbekämpfungsschiff THOR (Abkürzung für „Twin hull oil recovery-ship“) , das derzeit von Wilhelmshaven aus im Nordseeraum operiert. Operationsgebiet deutsche Küste Operationsgebiet deutsche Küste Im Rahmen des Projekts investieren Niedersachsen und die übrigen Küstenländer insgesamt rund 20 Millionen Euro in die Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei der Bewältigung von Schadstoffunfällen. Das Havariekommando in Cuxhaven nimmt dabei die Aufgaben der Küstenländer wahr und koordiniert die Projektmaßnahmen. Die Ausschreibungen der Planungsleistungen (Zuschlag: Technolog services GmbH, Hamburg) und des Schiffsneubaus hatten Havariekommando und NLWKN gemeinsam auf den Weg gebracht. „Vor dem Hintergrund der partnerschaftlichen Anschaffung wird das neue Schiff nicht nur im Zuständigkeitsbereich Niedersachsens, sondern bei Bedarf auch in bremischen, schleswig-holsteinischen, mecklenburg-vorpommerischen und hamburgischen Gewässern zum Einsatz kommen können, um Meere und Küsten sowie Tiere und Pflanzen effektiv zu schützen“, unterstrich Dirk Baake vom Fachbereich „Schadstoffunfallbekämpfung Küste“ des Havariekommandos. Um bei einer Havarie mit Schadstoffaustritt schnelle Hilfe leisten zu können, wird der Neubau im Zuge der jetzt in Tangermünde mit der Montage des Schiffsrumpfs begonnenen Schiffbauarbeiten dafür u.a. mit einem Ölauffang- und -abscheide-System ausgestattet: Seitlich in der Außenhaut befinden sich mit Bürstenskimmersystemen ausgestattete Strömungskammern, die über teleskopierbare Auslegerarme die Schadstoffe aufnehmen. Für aufgenommenes Öl sind an Bord insgesamt vier Ladetanks mit einer Auffangkapazität von zusammen 173 Kubikmetern vorgesehen. „Datenkrake“ im Dienst des Küsten- und Meeresschutzes „Datenkrake“ im Dienst des Küsten- und Meeresschutzes Abseits seiner Rolle bei der Bekämpfung von Schadstoffunfällen wird das Mehrzweckschiff mit weiterem Spezialgerät ausgerüstet, denn: der Neubau wird für den NLWKN auch wichtige Aufgaben in der Seevermessung, der Gewässerüberwachung sowie bei Untersuchungen der Biologie und der Morphologie der Nordsee übernehmen. „Ein effektiver Küsten- und Meeresschutz, wie ihn etwa die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie zum Ziel hat und für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels unverzichtbar ist, kann nur unter Rückgriff auf eine breite Datenbasis gelingen. Genau diese Daten wird das neue Schiff in Form von Vermessungsdaten, chemischen Wasserproben, biologischen Proben und Sedimentuntersuchungen künftig sammeln“, so Jörn Drosten. Dafür wird das Mehrzweckschiff in den kommenden Monaten unter anderem mit einer Öffnung im Schiffsrumpf, dem sogenannten „Moonpool“, einem Deckskran, einem Nasslabor, Fächer- und Sedimentlot sowie einem hochgenauen Unterwasserpositionierungssystem ausgestattet.
Norden/ Norddeich – Im Beisein des neuen Niedersächsischen Ministers für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, taufte der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) am Freitag sein neues Mehrzweckschiff auf den Namen „Leysand“. „Die deutsche Bucht, entlang der niedersächsischen Küste, zählt zu den verkehrsträchtigsten Seewasserstraßen der Welt. Das neue, moderne Mehrzweckschiff stellt die Kapazität der küstennahen Ölbekämpfungsschiffe weiterhin sicher und leistet damit einen wichtigen Beitrag für unseren Küstenschutz“, sagte Umweltminister Lies. Taufpatin im Westhafen von Norddeich war die Direktorin des Landesbetriebes, Anne Rickmeyer. „Im Alltag wird die „Leysand“ Transportaufgaben in der Versorgung unserer Küstenschutzbaustellen auf den Inseln wahrnehmen. Bei Öl- und Schadstoffunfällen kann sie dank ihres an Bord eingebauten Aufnahmesystems sofort zum Einsatz fahren, ohne vorher noch Spezialgerät aufnehmen zu müssen“, beschreibt Rickmeyer die Aufgabenfelder des Schiffes. Der Neubau der SET Schiffs- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde ist 40,5 Meter lang und rund neun Meter breit bei einem maximalen Tiefgang von circa zwei Metern. Für den Antrieb sorgen zwei Hauptmaschinen mit einer Gesamtleistung von 750 Kilowatt, die die „Leysand“ auf eine Marschgeschwindigkeit von über zehn Knoten bringen können. Für die alltäglichen Transportaufgaben, steht ein 130 Quadratmeter großes Frachtdeck zur Verfügung, das Fahrzeuge über eine neuartige zwölf Meter lange faltbare Heckrampe erreichen. Für die Schadstoffunfallbekämpfung wird das Ölaufnahmesystem vom Typ „LAMOR“ auf beiden Seiten des Schiffes eingesetzt. Dazu gehören auch vier Ladetanks, die bei Bedarf 130 Kubikmeter Öl-Wassergemisch aufnehmen können. „Dieses System hat sich bereits auf der „Leyhörn“, dem Schwesterschiff der „Leysand“, bewährt. Meine Mannschaft und ich freuen uns auf die Arbeit mit diesem leistungsstarken Schiff“, ergänzt Hillerich Mühlena, künftiger NLWKN-Schiffsführer der Leysand. Explosionsschutz, Gasmesseinrichtung, Kran und Haltepfahl runden die moderne Ausstattung des Schiffes ab. Die „Leysand“ ist der Nachfolgebau für die in die Jahre gekommene „Janssand“. Rund zehn Millionen Euro investierte das Land Niedersachsen zusammen mit der Partnergemeinschaft der Küstenländer zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen in das Mehrzweckschiff.
Brake/ Wilhelmshaven – Samstag früh sind beim Bebunkern des Schiffes „Cotonou“ mehrere Kubikmeter Schweröl in das Jade-Fahrwasser gelangt. Der starke Ostwind drohte die Masse auf das angrenzende Deckwerk zu verdriften. Mit diesem Szenario leitete der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) am Samstag eine Ölwehrübung im Jade-Fahrwasser vor Wilhelmshaven. Rund 22 Teilnehmer des NLWKN, der Ortsvereine Nordenham und Wilhelmshaven des Technischen Hilfswerkes (THW), der MWB Motorenwerke und der Schlepperfirma Jade-Dienst probten den Alarmierungsablauf, den Informationsaustausch und die praktische Zusammenarbeit. Im Laufe der Übung wurde eine rund 200 Meter lange Ölsperre von den Schleppern „Jade Tug“ und „Maker I“ in der so genannten „U-Formation“ ausgebracht. Dabei stellten die Schlepper die beiden obersten Punkte des „U“ dar, während die Sperre den Bogen des Buchstabens bildete, der den imaginären Ölteppich umschloss. Am untersten Punkt des Bogens befand sich eine 15 Meter breite Öffnung, hinter dem das Spezialschiff „THOR“ als Ölbekämpfungsschiff Position bezog und das ihr über den Durchlass der Sperre zugeleitete „Öl“ aufnahm. Die „THOR“ nutzte die Übung, um ihre Vorrichtungen zur Ölaufnahme durchzufahren und die Arbeitsabläufe an Bord weiter zu trainieren. „Ferner ging es in dieser Übung insbesondere darum, die Mitarbeiter des THW im Umgang mit den Ölsperren weiter zu schulen, da sie seit Anfang März im Rahmen der Arbeitsteilung in der Schadstoffunfallbekämpfung mit der Unterhaltung und dem Einsatz dieser Gerätschaften betraut sind“, betonte Übungsleiterin Christine Schroeder-Jansen. Geschultes Personal und einsatzbereites Material sind unabdingbar, um im Falle eines realen Ölunfalls Schäden zu verhindern oder wenigstens minimieren zu können. Die Übung ist die erste von vier geplanten Trainingseinheiten, die der NLWKN in diesem Jahr auf der Jade durchführt.
Wilhelmshaven/ Brake – Am kommenden Montag findet an der Ölpier der Nord-West Oelleitung GmbH (NWO) im Jade-Fahrwasser die erste Ölwehrübung dieses Jahres unter Leitung des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) statt. Das Szenario: Bei dem an der Pier liegenden Tanker „Atalandi“ treten mittschiffs durch einen Riss in der Bordwand größere Mengen mittelschweren Rohöls aus und gelangen in die Jade. Mit Hilfe von Ölsperren, zwei Schlepperpaaren und dem Ölbekämpfungsschiff „ÖSK 1“ wird das Öl vom Vertreiben aufgehalten und aufgenommen. „Unser Dank gilt der NWO, auf deren Anlage wir üben können. Die Firma zeigte schon immer ein großes Interesse an der Öl- und Schadstoffunfallbekämpfung, damit im Schadensfall ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist. Auf dieser Übung arbeiten wir erstmals mit zwei Schlepperpaaren, die zeitgleich zwei unterschiedliche Manöver durchführen werden“, berichtet Übungsleiter Hergen Oetken von der NLWKN-Betriebsstelle Brake-Oldenburg. Im ersten Manöver begibt sich der Schlepper „Bär“ mit der Ölsperre so dicht wie möglich an die Bordwand des Tankers. Der zweite Schlepper dieses Paares, die „Florian“, fährt dann an das hintere Ende der Ölsperre heran, nimmt sie auf und legt sich mit der Sperre dicht an die Bordwand. Die „Bär“ fährt anschließend in Richtung Fahrwassermitte und hält die Ölsperre in einem Winkel von rund 15 bis 20 Grad gegen den Strom. Im zweiten Manöver bildet das andere Schlepperpaar – bestehend aus der „Wilhelmshaven“ und der „Stella“ – am Heck des Tankers mit Hilfe einer rund 200 Meter langen Ölsperre eine so genannte „U-Formation“. Dabei stellen die Schlepper die beiden obersten Punkte des „U“ dar, während die Sperre den Bogen des Buchstabens bildet, der den imaginären Ölteppich umschließt. Am untersten Punkt des Bogens befindet sich ein Durchlass, hinter dem die „ÖSK 1“ als fünftes beteiligtes Schiff Position bezieht und das ihr über den Durchlass der Sperre zugeleitete „Öl“ aufnimmt. „Nach den 2006 bis 2008 absolvierten Übungen an der Ölpier der NWO wollen wir die gewonnenen Erkenntnisse vertiefen und mit der an der Bordwand gehaltenen Sperre ein weiteres Szenario erproben“, beschreibt Oetken das Übungsziel. Neben dem NLWKN beteiligen sich die Bugsier-Reederei, der Jade-Dienst und die MWB- Motorenwerke Wilhelmshaven mit Personal und Gerät an der Übung. Die Übung am NWO-Pier ist eine von insgesamt drei Schulungen, die der NLWKN für dieses Jahr auf der Jade plant.
Brake/ Hooksiel – Dienstag früh befand sich auf dem Jade-Fahrwasser ein Schwerölteppich unbekannter Herkunft, der wegen des starken Ostwindes auf die Strände von Hooksiel, Horumersiel und Schillig zutrieb. Mit diesem Szenario leitete der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) am Dienstag eine Ölwehrübung zwischen Fahrwasser und Hooksieler Strand. Rund 20 Teilnehmer des NLWKN, der MWB Motorenwerke, der Schlepperfirmen Elbeplan und Jade-Dienst sowie der Firma Baar probten den Alarmierungsablauf, den Informationsaustausch und die praktische Zusammenarbeit. Im Laufe der Übung wurde eine rund 200 Meter lange Ölsperre von zwei Schleppern in der so genannten „U-Formation“ ausgebracht. Dabei stellten die Schlepper die beiden obersten Punkte des „U“ dar, während die Sperre den Bogen des Buchstabens bildete, der den imaginären Ölteppich umschloss. Am untersten Punkt des Bogens befand sich ein 15 Meter breiter Durchlass, hinter dem die „THOR“ und die „Janssand“ als Ölbekämpfungsschiffe Position bezogen und das ihnen über den Durchlass der Sperre zugeleitete „Öl“ aufnahmen. Die beiden Spezialschiffe nutzten die Übung, um ihre Vorrichtungen zur Ölaufnahme durchzufahren und die Arbeitsabläufe an Bord weiter zu schulen. „Ferner ging es darum, die Zusammenarbeit zwischen den Schleppern und den Ölaufnahmeschiffen weiter zu optimieren und den Verbund so einzusetzen, dass er die maximal mögliche Menge an Schweröl aufnimmt“, betonte Übungsleiter Hergen Oetken. Geschultes Personal und einsatzbereite Gerätschaften sind unabdingbar, um im Falle eines realen Ölunfalls Schäden zu verhindern oder wenigstens minimieren zu können. Die Übung ist die zweite von drei Trainingseinheiten, die der NLWKN in diesem Jahr auf der Jade durchführt.
Beim ersten Besuch von Umwelt-Staatssekretärin Ulla Ihnen am Mittwoch in der Direktion des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) in Norden hat die Bekämpfung von Schadstoffunfällen im Mittelpunkt gestanden. Die aus Wittmund stammende Ihnen ist seit dem 18. Januar 2012 Staatssekretärin im Umweltministerium. Der NLWKN gehört zum Geschäftsbereich des Ministeriums und ist zuständig, wenn es an der Küste und in den Tidegewässern um die Bekämpfung von Schadstoffunfällen geht. „Ölunfälle auf der Elbe, der Weser, der Ems und in den niedersächsischen Küstengewässern – da sind wir zu Wasser und an Land gefragt“, betonten Siegfried Popp, Direktor des NLWKN, sowie die zuständige Geschäftsbereichsleiterin Birgit Heddinga. Ulla Ihnen nutzte den Besuch, um sich davon zu überzeugen, dass die NLWKN-Mitarbeiter im Ernstfall angemessen reagieren können. „Regelmäßige Übungen und Schulungen zur Vorbereitung auf den Ernstfall sind für den NLWKN wichtige Bausteine in der Schadstoffunfallbekämpfung: Denn schließlich kommt es immer darauf an, dass die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen klappt. 20 Übungen gibt es deshalb pro Jahr – im ostfriesischen Wattengebiet ebenso wie auf der Weser, der Elbe und der Ems“, erklärte Heddinga. Staatssekretärin Ihnen besichtigte auch den Betriebshof des NLWKN in Hilgenriedersiel – direkt an der Küste in der Nähe von Norden, wo das Gerät für die Schadstoffunfallbekämpfung steht, vor allem die geländegängigen Hägglund-Fahrzeuge mit Zubehör, aber auch Gabelstapler, Wattschlitten, mehr als 1000 Meter Ölsperren (davon 600 Meter Hochsee-Sperre) und Notstromaggregate. „Bei der Bekämpfung der Verschmutzung der Küstengewässer mit Öl und anderen Schadstoffen kommt es eben nicht nur darauf an, dass alles Gerät parat steht, sondern auch auf gut geschulte Mitarbeiter, die damit im Ernstfall umgehen können“, sagte die Staatssekretärin nach der Besichtigung. Wichtig für die Bekämpfung von Schadstoffunfällen sind natürlich auch die Ölbekämpfungsschiffe "Janssand" und "Leyhörn" (Heimathafen Norddeich) sowie die "Thor" (Wilhelmshaven).
Brake – Unter der Regie des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) fand am Dienstag eine Ölwehrübung statt. Schauplatz war das Jadefahrwasser zwischen Hooksiel und Schillig in Höhe der Tonne 37. Das Szenario: Beim Bebunkern des Schiffes "Belamo" flossen mehrere Kubikmeter Schweröl in die Jade. Starker Ostwind drohte den Ölteppich auf die Strände von Hooksiel und Schillig zu verdriften. Nach Eingang der Meldung wurden das Ölbekämpfungsschiff "THOR" des NLWKN, zwei Schlepper und die MWB Motorenwerke Wilhelmshaven alarmiert. Vor dem gemeinsamen Auslaufen der drei Schiffe wurde einem Schlepper die 200 Meter langen Ölsperre des Typs BALEAR 333 angehängt. Die Sperre war zuvor in der Mitte geteilt und die beiden Enden anschließend wieder mit Taustander verbunden worden, wobei jedoch ein Durchlass von circa 15 Metern erhalten blieb. Während der anschließenden Fahrt zum Übungsort sicherte der zweite Schlepper das frei schwimmende Ende der Ölsperre. An der Tonne 37 angekommen, nahm dieser zweite Schlepper die Schleppleine auf, anschließend gingen beide in die so genannte "U-Formation": Dabei stellten die Schlepper die beiden obersten Punkte des "U" dar, während die Sperre den Bogen des Buchstabens bildete, der den imaginären Ölteppich umschloss. Am untersten Punkt des Bogens befand sich der Durchlass hinter dem die "THOR" als drittes beteiligtes Schiff Position bezog und mit aufgeklapptem Rumpf das ihr über den Durchlass der Sperre zugeleitete Öl aufnahm. Während der Fahrt Richtung Hooksieler Strand prüfte die Besatzung der "THOR" sämtliche für die Ölaufnahme relevanten Systeme. Die Übung endete vor dem Hafen von Hooksiel, indem die "THOR" den Verband verließ und der zweite Schlepper die Verbindung zur Ölsperre löste. Alle drei Schiffe wurden anschließend durch die Hooksieler Schleuse in das Hooksmeer geführt, wo die Ölsperre auf einem Werftgelände eingeholt und wieder in Container verstaut wurde. "Unser vorrangiges Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen den Schleppern der beteiligten Firmen und dem Ölbekämpfungsschiff "THOR" zu üben", erklärte Übungsleiter Hergen Oetken von der Betriebsstelle Brake-Oldenburg des NLWKN im Anschluss an die Nachbesprechung. Die Simulation war Teil einer insgesamt drei Übungen auf der Jade umfassenden Reihe, die 2008 dem Training der Besatzungen und der Kontrolle des eingesetzten Materials dienen.
Brake – Unter der Regie des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) fand am Dienstag eine Ölwehrübung statt. Schauplätze der in zwei Teile gegliederten Übung waren die Weser zwischen Nordenham und Blexen sowie der Hafen Nordenham. Das Szenario: In der Nacht zum Dienstag ist es beim Bebunkern eines Schiffes im Hafen Nordenhams zu einem so genannten Overflow gekommen, in dessen Verlauf größere Mengen schweren Bunkeröls in die Weser gelangten. Ein – fiktiver – Aufklärungsflug stellte am Morgen fest, dass dieser Ölteppich noch zwischen Nordenham und Blexen auf dem Fluss trieb. Nach Eingang der Meldung wurden das Ölbekämpfungsschiff "THOR" des NLWKN und zwei Schlepper der Bugsier-Reederei in Bremerhaven alarmiert. Vor dem gemeinsamen Auslaufen der drei Schiffe wurde ein Schlepper mit einer 200 Meter langen Ölsperre des Typs BALEAR 323 beladen. Die Sperre wurde in der Mitte geteilt und die beiden Enden anschließend wieder mit Draht- und Taustander verbunden, wobei jedoch ein Durchlass von circa 15 Metern erhalten blieb. Am Ort des imaginären Ölteppichs angekommen, begann der erste Teil der Übung: Der erste Schlepper setzte die Ölsperre aus, der zweite nahm das hintere Ende der Sperre auf, anschließend gingen beide Schiffe in die so genannte "U-Formation": Dabei stellten die Schlepper die beiden obersten Punkte des "U" dar, während die Sperre den Bogen des Buchstabens bildete, der den Ölteppich umschloss. Am untersten Punkt des Bogens befand sich der Durchlass hinter dem die "THOR" als drittes beteiligtes Schiff Position bezog und mit aufgeklapptem Rumpf das ihr über den Durchlass der Sperre zugeleitete Öl aufnahm. Nach dem Ende dieses Übungsteils fuhr die "THOR" nach Nordenham und machte an der Pier fest. Die von den Schleppern eingeholte Ölsperre wurde auf 100 Meter verkürzt. Anschließend folgten die Schlepper der THOR nach Nordenham, wo sie das Ölbekämpfungsschiff mit Hilfe der verkürzten Sperre einschlengelten. "Unser vorrangiges Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen den Schleppern der Firma Bugsier und dem Ölbekämpfungsschiff "THOR" zu üben", erklärte Übungsleiter Hergen Oetken von der Betriebsstelle Brake-Oldenburg des NLWKN. "Neben der bereits oft trainierten U-Formation, stand dieses Mal vor allem das Einschlengeln eines Schiffes im Mittelpunkt". Die Simulation war Teil einer insgesamt drei Übungen auf der Weser umfassenden Reihe, die 2007 dem Training der Besatzungen und der Kontrolle des eingesetzten Materials dienten. "Für dieses Jahr ist noch eine Strandreinigungsübung vorgesehen, bei der aber kein Schiffseinsatz erfolgt. 2008 nehmen wir das Training voraussichtlich im Mai wieder auf", ergänzte Oetken.
Origin | Count |
---|---|
Bund | 19 |
Land | 20 |
Type | Count |
---|---|
Förderprogramm | 19 |
Text | 20 |
License | Count |
---|---|
geschlossen | 20 |
offen | 19 |
Language | Count |
---|---|
Deutsch | 39 |
Englisch | 1 |
Resource type | Count |
---|---|
Bild | 3 |
Keine | 31 |
Webseite | 5 |
Topic | Count |
---|---|
Boden | 39 |
Lebewesen & Lebensräume | 39 |
Luft | 39 |
Mensch & Umwelt | 39 |
Wasser | 39 |
Weitere | 38 |