Nach einem Heizöl-Unfall in Frankenthal gab das Umweltministerium Rheinland-Pfalz am 10. Juni 2014 Entwarnung für den Rhein. Das Umweltministerium hatte am Sonntagabend eine Rheinwarnung ausgesprochen, nachdem bei einer Lebensmittelfirma in Frankenthal über die Kanalisation 10.000 Liter Heizöl in den Fluss gelaufen waren. Die Behörde teilte mit, dass der etwa 50 km lange Ölfilm durch die Sommerhitze am Pfingstmontag größtenteils verdunstet und durch die hohe Fließgeschwindigkeit des Rheins schnell verteilt und aufgelöst worden sei. Nebenarme des Flusses und Häfen wurden durch Ölsperren geschützt. Nach Angaben des Landesumweltamtes hat der Ölteppich die Tier- und Pflanzenwelt im Rhein nicht geschädigt. Das hätten die Messungen der Rheingütestation in Worms ergeben.
Das Szenario hat es in sich: Bei dem an der Ölpier NWO in Wilhelmshaven liegenden Tanker "Sparto" strömt aus einem Riss an der Backbordwand mittelschweres Rohöl in die Jade. Mit Hilfe von Ölsperren soll das Öl vor dem Vertreiben aufgehalten und von dem Ölbekämpfungsschiff "THOR" aufgenommen werden. Am Mittwoch wird sich zeigen, ob die verantwortlichen Behörden das Krisenmanagement beherrschen: An der Ölbekämpfungsübung unter der Federführung des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) beteiligen sich die Bugsier-Reederei, der Jade-Dienst, die Motorenwerke Wilhelmshaven und die Nord-West Ölleitung GmbH. Insgesamt werden 25 Personen und fünf Schiffe im Einsatz sein. Bei der Ölbekämpfungsübung handelt es sich um die erste Übung dieser Art in Wilhelmshaven. Hauptziel der Übung ist herauszufinden, ob bei einem Ölunfall in der Jade mit Wasserfahrzeugen und Ölsperren im Schadensbereich eines Tankers austretendes Öl gesichert und mit dem Ölbekämpfungsschiff "Thor" wirkungsvoll Ölunfallbekämpfung betrieben werden kann. Mit dieser Übung sollen erste Erfahrungen gesammelt werden, die dann in ein noch zu erstellendes Konzept münden werden. Weiterhin erhoffen sich die Beteiligten Erkenntnisse darüber, ob und wie die bei dieser Ölbekämpfungsübung zum Einsatz kommenden unterschiedlichen Schleppertypen eingesetzt werden können. "Wir wollen herausfinden, ob die im Ablaufplan dieses Übungsszenarios zugedachten Aufgaben von den beteiligten Schiffen erledigt werden können", erläuterte Hergen Oetken vom NLWKN. Weiterhin soll die Übung die Zusammenarbeit der Institutionen verbessern, damit im Ernstfall wirklich alles reibungslos klappt und jeder Handgriff sitzt. Die Ausbildung am Ölwehrgerät steht für den NLWKN im Mittelpunkt; für alle Beteiligten geht es auch um das Logistiktraining und den Aufbau eines eigenen Sprechfunknetzes. Seit Januar 2005 ist der NLWKN zuständig, wenn es an der Küste und den Tidegewässern um die Bekämpfung von Schadstoff-Unfällen geht. Ölunfälle auf der Elbe, der Weser, der Ems und in den niedersächsischen Küstengewässern – das ist jeweils ein Fall für den NLWKN. Der Tanker "Sparto" ist ein modernes Doppelhüllenschiff - 250 Meter lang und 44 Meter breit. Es wurde erst 2004 gebaut und fährt unter der Flagge Zyperns. Der Tanker wird am 13. Juni 2006 gegen 20:15 Uhr am Löschkopf 1 der NWO mit der Steuerbordseite festmachen und bleibt bis zum 14. Juni 2006 am frühen Abend.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens:
Im Rahmen eines Vorprojektes sollen neben den notwendigen baufachlichen Prüfungen und Untersuchungen Instandsetzungsmaßnahmen von Umweltschäden an der national bedeutenden Parkanlage von Schloss Eutin unter besonderer Berücksichtigung des Küchengartens sowie der Wasserführung vorbereitet werden. Dabei ist der hohe kulturhistorische Wert der Parkanlage, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Nutzwertes des ehem. Küchengartens, der eine Revitalisierung erfahren soll, von Bedeutung.
Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden:
Wegen bestehender schädlicher Umwelteinflüsse auf das Gewässersystem im Eutiner Schlossgarten sollen in einem Vorprojekt konkrete Baumaßnahmen und gutachterliche Untersuchungen einbezogen werden, die dazu beitragen, die ökologischen Bedingungen im gesamten Gewässersystem nachhaltig zu verbessern. Dazu gehören u. a. der Bau eines Sandfanges zur Ablagerung von Sedimenten mit einer Tauchwand als Ölsperre zur Abfangung von Ölpartikeln; ein Gutachten zur Ermittlung der Schadstoffbelastungen des Grabensedimentes im Schlossgraben sowie die Prüfung der Möglichkeiten zur Wieder-herstellung der historischen Wasserverbindung von Gartenteich und Schlossgraben.
Zeitliche Abstufung der Arbeitsschritte im Vorprojekt Revitalisierung des Küchengartens:
Geophysikalisches Gutachten des Küchengarten-Geländes; Untersuchungen, auch archäologische Grabungen der Denkmalpflege im Bereich der Gartenflächen und der Gebäude; wissenschaftliche Dokumentation der Geschichte des Küchengartens; Durchführung eines Planungs- und Vergabeverfahrens für eine Nutzungsstrategie im Bereich der Küchengartens inkl. seiner Gebäude nach VOF; Entscheidung über die Durchführung eines Hauptprojektes; Bildung von Planungs- und Bauabschnitten und Schwerpunktbildung der Nutzungsvorhaben; Festlegung von wissenschaftlichen Untersuchungsschwerpunkten sowie Baumaßnahmen im Gewässersystem; Sanierung und Sicherung der historischen Küchengarten mauer unter besonderer Berücksichtigung der Belange des Denkmal- & Naturschutzes (etwaige Schädigung durch Efeu- bzw. Flechtenbewuchs).
Fazit:
Das Vorprojekt hat als modellhaft-innovative Maßnahme im Hinblick auf die kooperativ-interdisziplinär gestaltete Vorgehensweise sowohl in der Fachwelt als auch in der interessierten Öffentlichkeit eine überaus positive Resonanz. Auch im internationalen Zusammenhang konnten Kontakte geknüpft werden, die einen intensiven Austausch möglich machen. Deshalb plant die Stiftung Schloss Eutin für Ende 2007 ein erstes internationales Kolloquium für Küchengartenexperten. Im Bereich der historischen Küchengarten-forschung steht Deutschland erst am Anfang, so dass eine Verortung im internationalen Gefüge der Küchengartenerhaltung und -erforschung äußerst positive Synergien zur Folge haben wird. Anhand des reichlich vorhandenen Quellenmaterials besteht besonders in Eutin die große Chance, auch in Zukunft auf vielfältige Weise einen Beitrag zu diesem The