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Wrackbergung im Bodensee

Im August 2020 havarierte ein Boot auf dem Bodensee in der Nähe einer Trinkwasserentnahmestelle. Das Institut für Seenforschung der LUBW wurde vom Landratsamt Bodenseekreis um Unterstützung zum Auffinden des Wracks und einer Bewertung der Gefährdung für den Trinkwasserspeicher Bodensee gebeten. Mit dem Seitensicht-Sonar des ISF konnte die Position des Wracks schnell gefunden werden. Schwieriger war es für die Wasserschutzpolizei, das Wrack mit der ferngesteuerten Unterwasserkamera auch tatsächlich zu inspizieren: Ein defektes Sonarsystem an der Kamera machte es unmöglich, trotz gut bekannter Position das Boot aufzusuchen. Mit einem anderen Sonarsystem konnte das ISF die Unterwasserkamera im Rahmen eines weiteren Einsatzes zum Wrack leiten. Das Boot war äußerlich weitgehend unbeschädigt, Hinweise auf austretende Betriebsstoffe gab es nicht. Bild zeigt: Das Bootswrack in 68 m Wassertiefe. Bildnachweis: ISF Im Februar 2021 ergab sich dann ein anderes Bild: An der Wasseroberfläche zeigte sich austretendes Öl. Ein daraufhin in die Wege geleiteter Bergeversuch scheiterte, da trotz gut bekannter Position erneut die Unterwasserkamera des Bergungsunternehmens das Wrack nicht fand. Bei einem zweiten Anlauf kurz vor Ostern war das ISF erneut mit Schiff und eigener Sonartechnik vor Ort, um den Einsatz des Bergungsunternehmens, der Wasserschutzpolizei, des Landratsamtes und der Feuerwehr überhaupt erst zu ermöglichen. Bei besten Wetterbedingungen und einem spiegelglatten See konnte ein Taucher der beauftragten Bergefirma in 68 m Tiefe erfolgreich ein Seil zur Bergung befestigen. Während der Bergung trat erneut eine geringe Menge Kraftstoff aus, die von der Feuerwehr mit einer Ölsperre kontrolliert wurde. Das geborgene Boot wurde dann unter Wasser in einen nahegelegenen Hafen geschleppt, wo es aus dem Wasser geborgen wurde. Bild zeigt: Sonarbild des Bootswracks auf dem Seegrund. Bildnachweis: ISF Die Suche nach Objekten in tiefem Wasser ist ausgesprochen schwierig und erfordert gute technische Ausrüstung und ein hohes Maß an Fachwissen zur Bedienung der Geräte und Beurteilung des Gefahrenpotentials. Beides ist für einen vorsorgenden Gewässerschutz unabdingbar. Auch wenn der Aufwand für eine kleine Menge ausgetretenes Öl (wie im aktuellen Beispiel) sicher sehr hoch ist, müssen der Einsatz der Technik und die weiteren Abläufe geübt werden. Bild zeigt: Einsatzfahrzeuge zur Bootsbergung, Wasserschutzpolizei, Feuerwehr mit Ölsperre. Bildnachweis: ISF Mehr zum Thema:

Kriminalitäts- und Verkehrslage

Polizeimeldungen aus der Stadt Halle (Saale) und dem Saalekreis Halle (Saale) Mehrere PKW beschädigt Sonntagmorgen wurde in Halle (Saale), Mannheimer Straße von Passanten ein PKW gemeldet, dessen Heckscheibe eingeschlagen war. In der Straße der Befreiung wurden heute Morgen vier Fahrzeuge mit zerstörter Heckscheibe festgestellt. Hinweise auf den oder die unbekannten Täter liegen nicht vor. Containerbrand Ein Containerbrand wurde Sonntag gegen 01.00 Uhr im Carl-SchorlemmerRing gemeldet. Der 1.200-Liter Papiercontainer wurde hierdurch stark beschädigt. Gewässerverunreinigung Samstag gegen 18.00 Uhr wurde ein Ölfilm auf der wilden Saale im Bereich der Schwanenbrücke gemeldet. Die Feuerwehr errichtete eine Ölsperre in Nähe der Talstraße und leitete weitere erforderliche Maßnahmen ein. Eine Sperrung des Straßenverkehrs in diesem Bereich war für den Feuerwehreinsatz notwendig. Ermittlungen wegen Gewässerverunreinigung gegen Unbekannt wurden aufgenommen und Wasserproben entnommen. Neben der Feuerwehr ist auch der Fachbereich Umwelt der Stadt Halle (Saale) sowie die Wasserschutzpolizei des Landes Sachsen-Anhalt involviert. Sitzbänke entwendet Zwischen Freitagmittag und Samstagabend wurde an einem in Halle (Saale), Fischerring abgestellten Mercedes Sprinter ein Fenster eines PKW aufgehebelt. Aus dem Fahrzeug wurden zwei Sitzbänke entwendet. Kühlschrank gegen PKW Gegen 13.10 Uhr am Samstag kollidierte ein PKW in Halle (Saale), Freiimfelder Straße mit einem Kühlschrank. Dieser war wegen eines Umzugs an einem Grundstück abgestellt und von einer Sturmbö auf die Straße befördert worden. Es entstand Sachschaden. Laubeneinbrüche Im Bereich einer Kleingartenanlage an der Schkeuditzer Straße in Halle (Saale) wurde Samstagmorgen der Einbruch in vier Gartenlauben festgestellt, in drei weitere wurde versucht einzubrechen. Es wurden diverse Gegenstände entwendet, ein Gesamtschaden von mehreren Tausend Euro entstand. Die Tatzeit liegt zwischen Freitag 18.00 Uhr und Samstag 07.00 Uhr. Auch in der Ermlitzer Straße wurden drei Gartenlauben von ungebetenen Gästen heimgesucht. Gestohlen wurde unter anderem Gartenwerkzeug. Verkehrsunfälle 27.03.2019; 21.20 Uhr; Halle (Saale), Richard-Paulick-Straße Ein Mopedfahrer wollte nach links in den Zollrain abbiegen, rutschte dabei mit dem Kraftrad weg und kam zu Fall. der 51Jährige erlitt diverse Verletzungen und musste ärztlich behandelt werden. 27.03.2021; 13.25 Uhr; Halle (Saale), Seebener Straße Ein Radfahrer befuhr die Seebener Straße in Richtung Trothaer Straße, als plötzlich ein Kind (11) zwischen geparkten Fahrzeugen hervortrat, um die Straße zu überqueren. Der Radler versuchte noch ein Bremsmanöver, konnte einen Zusammenstoß jedoch nicht vermeiden. Beide Personen wurden leicht verletzt. Saalekreis Trampolin entwendet Zeugen meldete am Sonntag gegen 00.00 Uhr, dass zwei Personen ein Trampolin von ca. 2,50 Meter Durchmesser aus einer Gartenanlage im Bereich Merseburg, Klobigkauer Straße tragen und vermuteten einen Diebstahl. Als die Zeugen bemerkt wurden, ließ man das Trampolin fallen und flüchteten zunächst. Kurz darauf wurde es doch wieder weiter transportiert. Als die zwei Personen den Funkstreifenwagen bemerkten, wurden das Trampolin zurückgelassen und die Flucht ergriffen. Ein 21Jähriger (1,6 Promille Atemalkohol) konnte gestellt werden und gab den Diebstahl zu. Brand In Merseburg, Bergmannsiedlung kam es in einem Nebengebäude auf einem Wohngrundstück zu einem Brand. Beim Ausschalten eines mittels Gasflasche betriebenen Heizofens kam es zu einer Verpuffung, welche einen Brand auslöste. Eine Person (35) wurde verletzt und ambulant behandelt. Die Feuerwehr löschte den Brand.  Der Sachschaden wird auf etwa 15.000,- Euro geschätzt. Bedrohung Samstag gegen 15.00 Uhr meldete ein 21Jähriger eine Bedrohung in Merseburg, Bahnhofstraße. Ein an einer Bushaltestelle sitzender Mann hatte ein Messer bei sich und hantierte damit herum. Der junge Mann fühlte sich hierdurch bedroht und alarmierte die Polizei. Der unbekannte verließ daraufhin den Ort des Geschehens. Vier Fahrzeuge beschädigt Ein großer Teil eines Baumes brach bei starkem Wind ab und stürzte am Samstag kurz nach 13.00 Uhr auf vier geparkte Fahrzeuge und einen Zaun im Petersberger Ortsteil Gutenberg. An drei der PKW entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Portmonee entwendet In einem Einkaufsmarkt in Merseburg, Querfurter Straße wurde Samstagvormittag einer Kundin das Portmonee samt Bargeld und persönlichen Dokumenten aus der Handtasche entwendet. Polizeiinspektion Halle (Saale) Pressestelle Merseburger Straße 06 06110 Halle (Saale) Tel: (0345) 224 1204 Fax: (0345) 224 111 1088 E-Mail: presse.pi-hal@polizei.sachsen-anhalt.de

Gewässerverunreinigung im Altarm Baggerelbe (Nähe Pareyer Schleuse)

Gewässerverunreinigung im Altarm Baggerelbe (Nähe Pareyer Schleuse)     Am heutigen Dienstag, den 25.11.2018, gegen 14:30 Uhr, kam es im Altarm Baggerelbe, Höhe km 0,2 (Bereich der Pareyer Schleuse) zu einer Gewässerverunreinigung. Vor Ort wurde ein Ölteppich mit einer Ausdehnung von ca. 10.000 Quadratmetern (auf ca. 50 Meter Breite x 200 Meter Länge) festgestellt. Ursache stellt nach jetzigem Erkenntnisstand ein altes Lagerschiff dar.   Durch die Kräfte der freiwilligen Feuerwehr Derben, Parey und Ferchland wurde in Absprache mit dem Vertreter des zuständigen Landkreises (Jerichower Land) eine landseitige Ölsperre um das Schiff zum Schutz des Gewässers gelegt.   Der Schleusenbetrieb der Pareyer Schleuse wurde vorübergehend für die Schifffahrt eingestellt.   Feuerwehr und Wasserschutzpolizei waren mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort.   Die Wasserschutzpolizei Magdeburg hat die Ermittlungen bezüglich einer Gewässerverunreinigung aufgenommen.   sn. Impressum: Polizeiinspektion Zentrale Dienste - Sachsen-AnhaltWasserschutzpolizeirevierMarkgrafenstr. 12 39114 Magdeburg Tel: +49 391 546 2631 Fax: +49 391 546 2522 Mail: wasserschutzpolizei@polizei.sachsen-anhalt.de

Gewässerverunreinigung im Hafen Frohse bei Schönebeck (Elbe)

Am heutigen Dienstag, den 09. Oktober 2018, wurde gegen 17:00 Uhr, der Polizei eine Gewässerverunreinigung im Hafen Frohse bei Schönebeck (Elbe) gemeldet. Vor Ort konnte die Verunreinigung im gesamten Hafen festgestellt werden.   Durch die Kräfte der freiwilligen Feuerwehr aus Schönebeck (Elbe) wurde in Absprache mit der Unteren Wasserbehörde des Salzlandkreises an der Hafeneinfahrt eine schwimmende Ölsperre zum Schutz des Gewässers ?ELBE? gelegt. Somit ist der Hafen Frohse für jedwede Schifffahrt gesperrt.   Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei bezüglich des Verursachers wurden aufgenommen und dauern an.     hg. Impressum: Polizeiinspektion Zentrale Dienste - Sachsen-AnhaltWasserschutzpolizeirevierMarkgrafenstr. 12 39114 Magdeburg Tel: +49 391 546 2631 Fax: +49 391 546 2522 Mail: wasserschutzpolizei@polizei.sachsen-anhalt.de

Ministerium gibt Entwarnung nach Heizöl-Unfall

Nach einem Heizöl-Unfall in Frankenthal gab das Umweltministerium Rheinland-Pfalz am 10. Juni 2014 Entwarnung für den Rhein. Das Umweltministerium hatte am Sonntagabend eine Rheinwarnung ausgesprochen, nachdem bei einer Lebensmittelfirma in Frankenthal über die Kanalisation 10.000 Liter Heizöl in den Fluss gelaufen waren. Die Behörde teilte mit, dass der etwa 50 km lange Ölfilm durch die Sommerhitze am Pfingstmontag größtenteils verdunstet und durch die hohe Fließgeschwindigkeit des Rheins schnell verteilt und aufgelöst worden sei. Nebenarme des Flusses und Häfen wurden durch Ölsperren geschützt. Nach Angaben des Landesumweltamtes hat der Ölteppich die Tier- und Pflanzenwelt im Rhein nicht geschädigt. Das hätten die Messungen der Rheingütestation in Worms ergeben.

Ölübung in Wilhelmshaven: NLWKN und Partner proben Ernstfall

Wilhelmshaven/Brake - In der Nähe der Kaimauer des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven schwimmen größere Mengen Öl, die mit dem einsetzenden Ebbstrom unter die Kaimauer bzw. auf das offene Meer gespült zu werden drohen. Diesem Szenario folgte am vergangenen Samstag eine Ölwehrübung unter der Regie des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz), an der sich auch verschiedene Ortsvereine des Technischen Hilfswerks, die Bugsier-Reederei sowie der Jade-Dienst beteiligten. Um zu verhindern, dass Öl unter die Kaianlage gelangt, brachten Einsatzkräfte des THW von der Pier aus eine rund 50 Meter lange Ölsperre direkt vor den Eintrittslöchern in der Kaimauer aus. Parallel brachte auf dem Wasser ein Schlepper eine weitere rund 200 Meter lange Ölsperre als so genannte Leitsperre gegen den Ebbstrom entlang der Pier im Hafenbecken aus. Ein weiteres Boot befestigte das Ende dieser Leitsperre an einem Dalben, bevor der Schlepper die Sperre in einen Winkel von etwa 25 Grad zur Kaimauer zog und so eine trichterförmige Formation erzeugte, die das „Öl“ davon abhielt, auf die Nordsee zu treiben. Die Aufnahme des Öls erfolgte durch den simulierten Einsatz eines Spezialschiffes. Übungsleiter Reiner Geveke vom NLWKN in Brake zeigte sich nach Abschluss der Übung zufrieden: „Unser Ziel war es, herauszufinden, welche Gegenmaßnahmen bei einem Ölunfall an den Kaianlagen des Jade-Weser-Ports möglich sind und welche Geräte wir dazu nutzen können. Zudem wollten wir ermitteln, welchen Einfluss die Strömung am Kai auf die eingesetzten Geräte hat“.

Ölwehrübung mit rund 100 Beteiligten in Hooksiel

Brake/ Hooksiel – Unter der Leitung des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) trainierten am Samstagvormittag rund 100 Angehörige unterschiedlicher Institutionen die Bekämpfung eines Ölunfalls im Hafen von Hooksiel. „Neben den Fachleuten des Landesbetriebes aus Brake, Norden und Stade waren Kräfte des Technischen Hilfswerks aus der Region, der Landkreis Friesland, das Deutsche Rote Kreuz aus Jever sowie die Firmen Buhr und Jade Dienst beteiligt“, berichtet Christine Schröder-Jansen vom NLWKN in Brake. Das Szenario: Bei einer Havarie des Schiffes „Clipper Star“ in der Jade sind rund 20 Tonnen Schweröl ausgelaufen, die mit dem Wind auf die Böschung des Hooksieler Hafenbeckens, auf den Molenkopf der Hafeneinfahrt und das nahe gelegene Sandwatt verdriftet wurden. Zudem befand sich ein Teil des Ölteppichs noch auf der Jade südlich des Ortes. „Die verschiedenartigen Untergründe der vier Stationen verlangten jeweils eine andere Herangehensweise des Personals und einen unterschiedlichen Geräteeinsatz“, erläuterte Übungsleiter Hergen Oetken. „So wurde der Ölteppich auf See mit Hilfe eines Schlepperverbandes und eines Spezialschiffes bekämpft, während im Sandwatt zum Beispiel geländegängige Hägglund-Fahrzeuge und motorisierte Schubkarren zum Einsatz kamen“. Ziel dieser größeren Übung mit mehreren Beteiligten war es, die Kommunikation und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Institutionen weiter zu stärken und die Einsatzkräfte an den unterschiedlichen Spezialgräten in verschiedenen Geländeformen weiter zu schulen. Denn: „Im Ernstfall muss die Abstimmung reibungslos funktionieren und jeder Handgriff sitzen, um Schäden von Mensch und Natur abzuwenden oder zu minimieren“, so Oetken. Die Stationen im Einzelnen: Die Stationen im Einzelnen: Um einen realistischen Übungsablauf zu gewährleisten, wurde eine „ Fükom “ genannte Einsatzleitung gebildet, die während der Simulation die Kommunikation zwischen den einzelnen Stationen sicherstellte. Fükom Im Anschluss begaben sich die Einsatzkräfte in den Schwarz-Weiß-Bereich , in dem sie registriert und auf die Stationen aufgeteilt wurden. Ferner empfingen sie hier ihre Schutzausrüstung. Nach Einsatzende wurden sie hier durch Fachpersonal auch wieder entkleidet und gereinigt, um zu verhindern, dass die einzelnen Helfer mit Schadstoffen in Berührung kommen. Schwarz-Weiß-Bereich An der Steinböschung im Hafen von Hooksiel wurde Öl, das nicht direkt aufgenommen werden konnte, mit Hilfe von Saugschaufeln, Hochdruckreinigern und Trogskimmern in so genannten Bigbags entsorgt. Die Wasserversorgung des Hochdruckreinigers an dieser und der folgenden Station erfolgte durch ein Tanklöschfahrzeug. Steinböschung im Hafen Die Böschungsreinigung am Molenkopf erfolgte unter anderem unter Einsatz einer „Flexiboom“ genannten kleinen Ölsperre für den Strandbereich, die verhindert, dass angelandetes Öl wieder abtreibt. Ferner fanden auch hier Trogskimmer, Saugschaufeln und Schlauchpumpen Verwendung sowie ein geländegängiges Hägglunds-Fahrzeug mit Transportbehältern, die das aufgenommene Wasser-Öl-Gemisch zur Sepcon-Anlage beförderten. Molenkopf Ein Hägglunds-Fahrzeug mit Transportmulden unterstützte auch die Ölaufnahme im Sandwatt , die die Einsatzkräfte in erster Linie mit Hilfe motorisierter Schubkarren bewerkstelligten. Sandwatt In der Sepcon-Anlage erfolgte eine Trennung des Öl-Wasser-Gemisches. Sepcon-Anlage Die Ölaufnahme im Jade-Fahrwasser übernahmen zwei Schlepper und das Spezialschiff „THOR“ des NLWKN. Dabei wurde eine rund 200 Meter lange Ölsperre von den Schleppern in der so genannten „U-Formation“ ausgebracht, in der die Schlepper die beiden obersten Punkte des „U“ darstellten, während die Sperre den Bogen des Buchstabens bildete, der den imaginären Ölteppich umschloss. Am untersten Punkt des Bogens befand sich eine 15 Meter breite Öffnung, hinter dem das Spezialschiff „THOR“ Position bezog und das ihr über den Durchlass zugeleitete „Öl“ aufnahm. Die „THOR“ nutzte die Übung, um ihre Vorrichtungen zur Ölaufnahme durchzufahren. Jade-Fahrwasser

NLWKN leitet erste Ölwehrübung am JadeWeserPort

Wilhelmshaven/ Brake – Erstmalig leitete der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) unter fachlicher Begleitung des Kapitäns Dirk Ey am vergangenen Samstag eine Ölwehrübung in den Hafenflächen des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven. Insgesamt 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesbetriebes, der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft, des Technischen Hilfswerkes (THW) sowie der Bugsier-Reederei und des Jade-Dienstes kamen mit Spezialgerät bei dieser Premiere an den Pieranlagen des Container-Tiefwasserhafens zum Einsatz. Das Szenario: Beim Bebunkern eines Schiffes ist es Samstag früh zu einem so genannten „Overflow“ gekommen, bei dem Öl ins Wasser gelangt ist. Das ausgetretene Öl war zunächst mit dem Ebbstrom Richtung Norden gedriftet und kehrte Samstagvormittag mit auflaufendem Wasser wieder in den Hafenbereich zurück. „Im ersten Teil der Übung galt es zu verhindern, dass antreibendes „Öl“ unter die Pieranlagen driftet und somit die Entlastungskammer des JadeWeserPorts verschmutzt“, erläuterte Übungsleiter Hergen Oetken vom NLWKN. Hierzu wurde parallel zur Hauptkaje eine rund 50 Meter lange Ölbarriere als Sicherungssperre ausgebracht und deren unteres und oberes Ende an Dalben befestigt. Am unteren Dalben wurde eine weitere, 150 Meter lange Ölsperre angebracht, die anschließend von einem Schlepper in einem 25-Grad-Winkel zur Sicherungssperre ausgebracht wurde. Mit Hilfe dieser „V-förmigen“ Formation wurde der imaginäre Ölteppich einem Trogskimmer zugeleitet, der am unteren Ende der Formation die „Schadstoffe“ aus dem Wasser filterte. Im zweiten Teil der Übung bildeten zwei Schlepper mit Hilfe der 150 Meter langen Ölsperre eine so genannte „U-Formation“. Dabei stellten die Schlepper die beiden obersten Punkte des „U“ dar, während die Sperre den Bogen des Buchstabens bildete, der den imaginären Ölteppich umschloss. „Ziel beider Übungsteile war es, das Hafengelände mit den dort herrschenden Strömungsverhältnissen kennen zu lernen und die Effizienz der Ölbekämpfungsmethoden im neuen Terrain zu überprüfen“, ergänzte Oetken. „Diese Erkenntnisse sind von großer Bedeutung, damit im Ernstfall schnell und zielgerichtet gehandelt werden kann, um Schäden für die Umwelt zu minimieren“, bestätigte Christian Helten, Leiter des Hafenmanagements bei der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft. Helten weiter: „Darüber hinaus war die Übung einer hervorragende Möglichkeit zur Überprüfung unseres Alarmnotfallmanagements. Die Zusammenarbeit mit allen Partnern, insbesondere dem Port Office, hat reibungslos funktioniert“

NLWKN und THW: Ölwehrübung im Jade-Fahrwasser

Brake/ Wilhelmshaven – Samstag früh sind beim Bebunkern des Schiffes „Cotonou“ mehrere Kubikmeter Schweröl in das Jade-Fahrwasser gelangt. Der starke Ostwind drohte die Masse auf das angrenzende Deckwerk zu verdriften. Mit diesem Szenario leitete der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) am Samstag eine Ölwehrübung im Jade-Fahrwasser vor Wilhelmshaven. Rund 22 Teilnehmer des NLWKN, der Ortsvereine Nordenham und Wilhelmshaven des Technischen Hilfswerkes (THW), der MWB Motorenwerke und der Schlepperfirma Jade-Dienst probten den Alarmierungsablauf, den Informationsaustausch und die praktische Zusammenarbeit. Im Laufe der Übung wurde eine rund 200 Meter lange Ölsperre von den Schleppern „Jade Tug“ und „Maker I“ in der so genannten „U-Formation“ ausgebracht. Dabei stellten die Schlepper die beiden obersten Punkte des „U“ dar, während die Sperre den Bogen des Buchstabens bildete, der den imaginären Ölteppich umschloss. Am untersten Punkt des Bogens befand sich eine 15 Meter breite Öffnung, hinter dem das Spezialschiff „THOR“ als Ölbekämpfungsschiff Position bezog und das ihr über den Durchlass der Sperre zugeleitete „Öl“ aufnahm. Die „THOR“ nutzte die Übung, um ihre Vorrichtungen zur Ölaufnahme durchzufahren und die Arbeitsabläufe an Bord weiter zu trainieren. „Ferner ging es in dieser Übung insbesondere darum, die Mitarbeiter des THW im Umgang mit den Ölsperren weiter zu schulen, da sie seit Anfang März im Rahmen der Arbeitsteilung in der Schadstoffunfallbekämpfung mit der Unterhaltung und dem Einsatz dieser Gerätschaften betraut sind“, betonte Übungsleiterin Christine Schroeder-Jansen. Geschultes Personal und einsatzbereites Material sind unabdingbar, um im Falle eines realen Ölunfalls Schäden zu verhindern oder wenigstens minimieren zu können. Die Übung ist die erste von vier geplanten Trainingseinheiten, die der NLWKN in diesem Jahr auf der Jade durchführt.

Blaualgen am Dümmer: NLWKN wendet Sofortmaßnahmen an

Sulingen – Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat heute mit dem Einbringen von Nitrat in den Hafen des Segel-Clubs in Lembruch am Dümmer begonnen. „Die wichtigste Randbedingung für den Nitrateinsatz – nämlich ein fast bei Null liegender Sauerstoffgehalt – ist im Hafenbereich erfüllt, da hier kaum ein Wasseraustausch mit dem übrigen See stattfindet“, erklärte Hans-Heinrich Schuster von der Betriebsstelle Sulingen des NLWKN. Mit Hilfe einer Streuvorrichtung wird das granulatförmige Nitrat vom Boot aus auf der rund 4.000 Quadratmeter großen Hafenfläche verteilt. Auf 100 Quadratmeter kommen jeweils fünf Kilogramm Nitrat zum Einsatz, so dass sich eine Gesamtmenge von 200 Kilogramm ergibt. „Der Einsatz bleibt zunächst auf die Hafenfläche von Lembruch beschränkt, da auf der übrigen Seefläche die Randbedingungen noch keine Nitrateinbringung erforderlich machen. Der Wind sorgt für eine gute Durchmischung weiter Teile des Gewässers, so dass die Gesamtsituation mit der des Vorjahres nicht vergleichbar ist“, betonte Schuster. Messungen in den Folgetagen werden über den Erfolg der Maßnahme, die bis Donnerstag Mittag beendet sein wird, Aufschluss geben. Der NLWKN hat schon seit einigen Wochen Vorbereitungen getroffen, um auf eine erneute Blaualgenbelastung am Dümmer mit kurzfristigen Sofortmaßnahmen reagieren zu können. „In Abstimmung mit dem Dümmerbeirat haben wir entsprechende Mengen an Nitrat und rund 1.000 Meter Tauchwände beschafft, von denen bereits 250 Meter vor dem Olgahafen bei Dümmerlohhausen eingebracht wurden“, berichtet Bernd Lehmann, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Sulingen. Neben der optischen Beeinträchtigung zählen die Sauerstoffzehrung und die Geruchsbelästigung zu den unangenehmsten Begleiterscheinungen großer Blaualgenvorkommen. Die Algen an der Wasseroberfläche sterben durch zu hohe Lichtintensität ab, die darunter liegenden Algen können mangels Licht selbst keinen Sauerstoff mehr produzieren und verbrauchen den im Wasser gelösten Sauerstoff. Hinzu kommt, dass abgestorbene Blaualgen durch Bakterien abgebaut werden, was einen zusätzlichen Sauerstoffverbrauch bedeutet. Der so in Gang gesetzte Kreislauf kann im Extremfall zu einem Fischsterben führen. Hinzu kommen Fäulnisprozesse der Algenmasse, die für die Geruchsbildung verantwortlich sind. Um diese Geruchsbildung zu bekämpfen, sollen die fäulnisfähigen organischen Substanzen durch Sauerstoff oxidiert werden. „Hier kommt das Nitrat ins Spiel: Bei geeigneten Randbedingungen wie einem geringen Sauerstoffangebot können die im Wasser befindlichen Bakterien den Sauerstoff aus dem Nitrat nutzen und so Fäulnisprozesse, die mit Geruchsbelästigungen einhergehen, minimieren. Das Nitrat dient in diesem Zusammenhang nicht als Nährstoff für die Algen oder andere Wasserpflanzen, sondern wird durch die Bakterien verwertet und in unschädlichen Luftstickstoff umgewandelt“, ergänzt Lehmann. Die entsprechenden Genehmigungen des Landkreises Diepholz liegen vor, die dort genannten Auflagen müssten exakt eingehalten werden, bevor das Pilotprojekt beginnen konnte. Um sensible Bereiche des Dümmers wie Badestellen, Häfen und stark besuchte Uferbereiche vor antreibenden Blaualgenteppichen zu schützen, stehen als zweite Maßnahme rund 1.000 Meter so genannte Tauchwände zur Verfügung. Die Wände erinnern an Ölsperren, die auch eingesetzt werden können, um an der Wasseroberfläche schwimmende Stoffe wie Treibgut oder Algen an der Ausbreitung zu hindern. Die einzelnen Wandelemente haben eine Länge von 12 Metern und lassen sich durch ein Kupplungssystem miteinander verbinden. Bei einer Gesamthöhe der einzelnen Elemente von 60 Zentimetern entfallen 20 Zentimeter auf den Schwimmkörper, der die Sperre an der Wasseroberfläche hält und 40 Zentimeter auf die so genannte Sperrenschürze, die in den Wasserkörper hineinragt. Diese Aufteilung verhindert zum einen ein Unterströmen der Sperre, so dass schwimmende Stoffe weder über noch unter der Wand vertreiben können. „Wichtig ist, dass Nitrateinbringung und Tauchwände nur als Sofortmaßnahmen gelten können, die kurzfristig die Nutzung des Sees für den Fremdenverkehr sichern helfen. Langfristig führt kein Weg an der umfangreichen Dümmersanierung vorbei, für die mit der Aufstellung eines Rahmenentwurfes auf Grundlage des so genannten 16-Punkte-Planes ein erster Schritt gemacht werden wird“, betonte Lehmann abschließend.

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