<p> <p>Das Klimaszenario SSP5-8.5 des Weltklimarats (IPCC) wird nach aktuellem Stand nicht Realität werden. Diese Erkenntnis wird derzeit zum Anlass genommen zu behaupten, die Wissenschaft habe beim Klimawandel unnötig Alarmismus betrieben und es wäre kein Klimaschutz nötig. Das ist falsch. Das Hochemissionsszenario ist gerade wegen des bereits erfolgten Klimaschutzes zum Glück nicht mehr realistisch.</p> </p><p>Das Klimaszenario SSP5-8.5 des Weltklimarats (IPCC) wird nach aktuellem Stand nicht Realität werden. Diese Erkenntnis wird derzeit zum Anlass genommen zu behaupten, die Wissenschaft habe beim Klimawandel unnötig Alarmismus betrieben und es wäre kein Klimaschutz nötig. Das ist falsch. Das Hochemissionsszenario ist gerade wegen des bereits erfolgten Klimaschutzes zum Glück nicht mehr realistisch.</p><p> Worum es geht <p>Der Weltklimarat (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ipcc">IPCC</a>) fasst regelmäßig den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> zusammen und stellt sie Regierungen weltweit für politische Entscheidungen und internationale Klimaverhandlungen bereit. In seinem sechsten Berichtszyklus in den Jahren 2021 bis 2023 wurde noch häufig das so genannte SSP5-8.5‑<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/szenario">Szenario</a> zitiert – ein Szenario mit ungebremst weiter steigenden globalen Treibhausgasemissionen als Folge einer massiven Ausweitung der Nutzung fossiler Brennstoffe bis zum Jahr 2100. Dieses extreme Hochemissionsszenario mit einer globalen Erhitzung von etwa 3,3 bis 5,7 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts kommt in einer <a href="https://gmd.copernicus.org/articles/19/2627/2026/">im April 2026 veröffentlichten, maßgeblichen wissenschaftlichen Publikation</a> nicht mehr vor. Dies wurde zum Beispiel in Medien und auf Social Media zum Anlass genommen zu behaupten, die Klimawissenschaft hätte in den vergangenen Jahren unnötig Alarmismus betrieben und Klimaschutz sei nicht notwendig.</p> Warum das Klima-Szenario SSP5-8.5 nicht „falsch“ war <p>Klima-Szenarien sind wichtige Werkzeuge, um abzuschätzen, wie stark sich das Klima unter verschiedenen Annahmen weiter verändern könnte. Sie werden von der Wissenschaft fortlaufend anhand neuer Erkenntnisse neu bewertet und aktualisiert. Ergreifen immer mehr Staaten Klimaschutzmaßnahmen und schreitet etwa der Umstieg von fossilen zu erneuerbaren Energien weiter voran, werden so die Treibhausgasemissionen reduziert und es wird zunehmend weniger plausibel, dass extreme Hochemissionsszenarien wie das Szenario SSP5-8.5 (und sein Vorgänger RCP8.5) tatsächlich eintreten. In neueren wissenschaftlichen Arbeiten werden sie deshalb nicht mehr als plausible Beschreibung der realen Entwicklung angesehen, sondern vor allem genutzt, um die Folgen extrem hoher Klimarisiken zu untersuchen (zur Einordnung siehe z.B. das Fachpapier „<a href="https://gmd.copernicus.org/articles/19/2627/2026/">The Scenario Model Intercomparison Project for CMIP7</a>“). Dies wird der Weltklimarat (IPCC) dementsprechend in seinem nächsten Berichtszyklus, der noch bis zum Jahr 2029 läuft, berücksichtigen. Grundsätzlich haben aber weiterhin auch Hochemissionsszenarien mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit ihre Berechtigung, um Vorsorge für mögliche Risiken sicherzustellen.</p> Warum Klimaschutz weiter dringend bleibt <p>Im Übereinkommen von Paris hat sich die Welt zum Ziel gesetzt, die globale Erwärmung auf nicht mehr als 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen, um <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/internationale-klimapolitik/uebereinkommen-von-paris/das-15-grad-ziel-nach-dem-uebereinkommen-von-paris#warum-15-grad">schwerwiegende und möglicherweise irreversible Auswirkungen auf das Klima</a> zu vermeiden. Aktuelle Auswertungen globaler Temperaturdaten zeigen, dass die gemittelte globale Oberflächentemperatur heute bereits gut 1,2 bis 1,4 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau liegt und einzelne Jahre zeitweise etwa 1,5 Grad Celsius Erwärmung erreichen (siehe auch den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/indikator-globale-lufttemperatur">Globale Lufttemperatur</a>“ des Umweltbundesamtes, <a href="https://essd.copernicus.org/articles/17/2641/2025/">Forster et al (2024)</a> sowie den Bericht „<a href="https://wmo.int/publication-series/state-of-global-climate/state-of-global-climate-2025">State of the Global Climate 2025</a>“ der Weltorganisation für Meteorologie).</p> <p>Zugleich zeigen neuere Auswertungen, dass Szenarien, die sich an den derzeit umgesetzten Klimaschutzmaßnahmen orientieren, weiterhin zu einer globalen Erwärmung von etwa 3 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 führen, was sich bis zum Jahr 2150 auf etwa 4 Grad Celsius fortsetzen könnte. Weil sich Landmassen und insbesondere Europa viel stärker erwärmen als der Durchschnitt, wäre dann in Deutschland mit einer Erwärmung von ungefähr 4 Grad Celsius (2100) bzw. 5 Grad Celsius (2150) zu rechnen. Derartige Erwärmungen hätten katastrophale Folgen.</p> <p>Die drastische Verringerung der Treibhausgasemissionen bleibt daher dringend notwendig, um die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/internationale-klimapolitik/uebereinkommen-von-paris/das-15-grad-ziel-nach-dem-uebereinkommen-von-paris">Ziele des Übereinkommens von Paris</a> zu erreichen. Dass Klimaschutzmaßnahmen, wie der Hochlauf von erneuerbaren Energien, wirken, zeigt sich gerade darin, dass das extreme Hochemissionsszenario SSP5-8.5 nach aktuellem Kenntnisstand zum Glück so nicht Realität werden wird.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Das Landesklimaschutzgesetz vom 19. August 2014 (GVBl. S. 188), zuletzt geändert durch § 48 des Gesetzes vom 6. Oktober 2015 (GVBl. S. 283), BS 2129-3, trat am 23. August 2014 in Kraft. Das Gesetz bedarf aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen auf internationaler, europäischer sowie Bundesebene einer umfassenden Novellierung. Hierbei handelt es sich insbesondere um das am 12. Dezember 2015 geschlossene und von der Bundesrepublik Deutschland sowie der Europäischen Union ratifizierte „Übereinkommen von Paris“ sowie das zur Umsetzung dieses Übereinkommens mehrfach novellierte Bundesklimaschutzgesetz. Darüber hinaus werden die entsprechenden Ziele des Zukunftsvertrags Rheinland-Pfalz 2021-2026 umgesetzt. Der Entwurf normiert insbesondere ambitionierte Klimaschutz- und Sektorziele bis hin zur Treibhausgasneutralität 2040, das Ziel bis 2030 100 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Rheinland-Pfalz bilanziell mit Strom aus erneuerbaren Energien zu decken sowie das Ziel der treibhausgasneutralen Landesverwaltung bis 2030.
<p> So können Sie mit freiwilligen Klimabeiträgen tonnenweise CO2 einsparen: <ul> <li>Gleichen Sie vergangene Treibhausgasemissionen nach Möglichkeit durch freiwillige Kompensationszahlungen für Klimaschutzprojekte aus.</li> <li>Achten Sie bei Spenden für Klimaschutzprojekte auf die Qualität von Anbieter und Angebot (z. B. GoldStandard).</li> <li>Beachten Sie: "Klimaneutrale" sind nicht automatisch auch umweltfreundliche Produkte.</li> <li>Geben Sie der Vermeidung und Minderung von Treibhausgasemissionen Vorrang vor deren Kompensation.</li> </ul> Gewusst wie <p>Zur Eindämmung des Klimawandels hat die weltweite Reduzierung von Treibhausgasemissionen höchste Priorität.</p> <p><strong>Freiwillige Kompensation nutzen: </strong>Unter Kompensation versteht man Zahlungen bzw. Spenden, mit denen Investitionen in Projekte zur Minderung von Treibhausgasen (z.B. effiziente <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biomasse">Biomasse</a>-Kocher-Projekte oder Solarprojekte) finanziert werden. Ziel ist es, entstandene Emissionen durch die Unterstützung solcher Projekte an anderer Stelle rechnerisch auszugleichen. Entsprechende Angebote finden sich in der Regel unter dem Stichwort "Klimabeitrag". Viele Anbieter von Kompensationszahlungen bieten die Möglichkeit, die Treibhausgasemissionen konkreter Aktivitäten rechnerisch auszugleichen (etwa eine Flugreise). Teilweise sind Kompensationszahlungen an den Kauf eines Produktes gekoppelt. Ambitionierter ist es jedoch, den gesamten persönlichen CO2e-Ausstoß* mit einem CO2-Rechner (<a href="https://uba.co2-rechner.de/de_DE/">UBA-CO2-Rechner</a>) zu bestimmen und in entsprechender Höhe Klimabeiträge zu leisten. Für Privatpersonen oder auch Firmen sind freiwillige Kompensationszahlungen demnach eine einfache und kurzfristig wirksame Möglichkeit, Klimaschutzprojekte mit quantifizierter Wirkung zu ermöglichen und so tonnenweise CO2 außerhalb des eigenen Handlungsbereichs einsparen zu helfen.</p> <p><strong>Auf Qualität achten: </strong>Achten Sie bei der Auswahl von Klimaschutzprojekten darauf, dass diese von hoher Qualität sind und die eingesparten Treibhausgasemissionen realistisch berechnet wurden. Die Anbieter sollten transparent und glaubwürdig ihre Angebote darstellen. Insbesondere sollten Sie darauf achten, dass die Klimaschutzprojekte erst durch den Spendenbeitrag ermöglicht werden, d. h. nicht auch ohne Ihre Spende durchgeführt worden wären. Das UBA hat neben diesem wichtigen Kriterium der Zusätzlichkeit weitere Kriterien für die Beurteilung der Qualität von Kompensationsanbietern und -angeboten aufgestellt (Ratgeber <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/freiwillige-co2-kompensation-durch">"Freiwillige CO2-Kompensation durch Klimaschutzprojekte"</a>). Vereinfacht betrachtet gibt es dabei zwei Angebotstypen für Klimabeiträge: Die meisten Anbieter finanzieren konkrete Klimaschutzprojekte (z. B. gemeinnützige Anbieter wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>-Kollekte, atmosfair oder myClimate). Diese werden aus Gründen der Klimagerechtigkeit und aus Kostengründen v. a. in Entwicklungsländern durchgeführt. Für diese ist <a href="https://www.goldstandard.org/">"The Gold Standard"</a> eine wichtige Orientierung für die Qualität der Projekte. In einem deutlich geringeren Umfang werden zur Kompensation auch Emissionszertifikate aus dem verpflichtenden Emissionshandel wie dem Europäischen Emissionshandel (EU-ETS) aufgekauft und dem Markt entzogen (z. B. Compensators e.V. oder ForTomorrow gGmbH).</p> <p><strong>Vorsicht vor Greenwashing:</strong> Achten Sie beim Kauf von Produkten oder Dienstleistungen in erster Linie auf die direkten Produkteigenschaften wie Energieverbrauch, Herstellaufwand oder enthaltene Stoffe. Begriffe wie "klimaneutral" oder "klimaneutral hergestellt" lassen hingegen nicht erkennen, ob das Produkt selbst umweltfreundlich ist. Sie erlauben auch keine Aussagen darüber, ob sich das Unternehmen um eine Reduktion anderer Umweltgefährdungen wie z. B. Gewässerverunreinigungen bemüht. Der Begriff "klimaneutral" auf Produkten ist nicht gesetzlich geschützt und bietet deshalb keine belastbare Orientierung für den Einkauf.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Geben Sie der Vermeidung von Treibhausgasemissionen Vorrang vor deren Kompensation.</li> <li>Beachten Sie unsere Tipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/44459">Urlaubsreisen</a>.</li> <li>Beachten Sie auch unsere zahlreichen Tipps zum Energiesparen in den Themenbereichen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/taxonomy/term/85392">Heizen & Bauen</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/taxonomy/term/82934">Elektrogeräte</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/taxonomy/term/83797">Mobilität</a>.</li> </ul> <p> </p> <p>* Erläuterung: CO2e steht für CO2-Äquivalente. Wenn von CO2e gesprochen wird, heißt dies, dass - neben CO2 - auch weitere klimawirksame Treibhausgase wie Methan und Lachgas berücksichtigt wurden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/gs_logo_stacked_b775_uba-web.jpg"> </a> <strong> The Gold Standard </strong> Quelle: The Gold Standard Foundation <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/gs_logo_stacked_b775_uba-web.jpg">Bild herunterladen</a> (54,20 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/vermeiden-reduzieren-kompensieren.png"> </a> <strong> Vermeiden - Reduzieren - Kompensieren </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/vermeiden-reduzieren-kompensieren.png">Bild herunterladen</a> (222,41 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/klimawirkung-fluege_2022-04-13_web.jpg"> </a> <strong> Treibhausgasemissionen beispielhafter Flüge </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/klimawirkung-fluege_2022-04-13_web.jpg">Bild herunterladen</a> (259,09 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong> Die Reduktion von Treibhausgasemissionen gehört weltweit zu den dringlichsten Herausforderungen. Im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/89763">Übereinkommen von Paris</a> wurde völkerrechtlich verbindlich beschlossen, dass zur Vermeidung gravierender ökologischer, humanitärer und ökonomischer Verwerfungen der Anstieg der globalen Temperatur auf deutlich unter 2°C, möglichst auf 1,5°C begrenzt werden soll. Kohlendioxid ist das wichtigste <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/treibhausgas">Treibhausgas</a>. Die globale atmosphärische Kohlendioxidkonzentration ist von einem Wert in vorindustrieller Zeit (um 1750), der bei etwa 280 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ppm-0">ppm</a> (parts per million, das heißt 280 CO2-Moleküle auf eine Million Luftmoleküle) lag, um etwa 50 % gestiegen und hat den Wert von 420 ppm überschritten. Die hohe Kohlendioxidkonzentration wird hauptsächlich durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe und zu einem geringeren Teil durch Landnutzungsänderungen (zum Beispiel durch Rodungen von Wäldern) verursacht. </p> <p><strong>Gesetzliche Grundlagen:</strong> Der Begriff "klimaneutral" ist gesetzlich nicht geschützt. In Deutschland können aber irreführende Umweltwerbeaussagen nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) beanstandet werden. In der Vergangenheit wurde deshalb Unternehmen mehrfach von Gerichten die Verwendung dieses Begriffs auf Produkten oder in der Werbung untersagt. Allerdings erfolgt eine Prüfung meist erst im Nachhinein im Rahmen von Einzelfallentscheidungen durch Gerichte.</p> <p><strong>Zertifikatstypen:</strong> Grundsätzlich lassen sich die Angebote zur freiwilligen CO2-Kompensation in zwei Hauptkategorien einteilen:</p> <ul> <li>Autorisierte Gutschriften: Hierunter versteht man Emissionsminderungszertifikate, die nach den Regeln des Artikels 6.4 des Pariser Abkommens (Paris Agreement Crediting Mechanism, PACM) ausgestellt und mit sogenannten "Corresponding Adjustments" versehen werden. Das bedeutet, dass die zertifizierten Emissionsminderungen nicht gleichzeitig für die nationalen Klimaziele des Projektlandes angerechnet werden dürfen. Der Käufer darf so die Emissionsminderung offiziell als Kompensation nutzen und berichten.</li> <li>Nicht-autorisierte Gutschriften (Contribution Claims): Diese Kategorie umfasst Emissionsminderungen, die nicht mit einem Corresponding Adjustment versehen sind. Sie werden als "Contribution Claim" bzw. "Klimabeitrag" bezeichnet. Der Gaststaat darf die Emissionseinsparung gleichzeitig für seine eigenen Klimaziele berücksichtigen. Solche Zertifikate entstehen entweder im Rahmen von Artikel 6.4 als <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/mitigation">Mitigation</a> Contribution Units oder stammen aus Projekten aus dem sonstigen freiwilligen Markt. Letztere werden unabhängig von staatlichen Abkommen entwickelt. Unabhängige Standards wie Gold Standard oder Verified Carbon Standard (VCS) bieten eine wichtige Orientierung für die Qualität solcher Projekte.</li> </ul> <p><strong>Marktbeobachtung: </strong>Weltweit befindet sich der Markt für freiwillige CO2-Kompensation in einer Phase des Wandels. Nachdem die Nachfrage und das Handelsvolumen bis 2021 stark gestiegen waren, ist der Markt in den letzten Jahren wieder deutlich geschrumpft. Laut dem aktuellen <a href="https://www.ecosystemmarketplace.com/publications/2025-state-of-the-voluntary-carbon-market-sovcm/">Report von Ecosystem Marketplace</a> (2025) wurden im Jahr 2024 weltweit rund 25 % weniger CO2-Zertifikate gehandelt als im Vorjahr. Der Gesamtwert des Marktes sank um fast ein Drittel auf etwa 535 Millionen US-Dollar. Trotzdem zeigt sich, dass das Interesse an freiwilligen Kompensationen grundsätzlich bestehen bleibt: Die Zahl der tatsächlich genutzten (also "stillgelegten") Zertifikate ist seit 2021 relativ konstant und liegt bei weltweit rund 182 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.</p> <p>Für den deutschen Markt liegen Marktzahlen nur bis zum Jahr 2020 vor. Demnach hat der freiwillige Markt für die Kompensation von Treibhausgasemissionen in Deutschland von 2012 bis 2020 ein deutliches Wachstum erfahren. Das Volumen der stillgelegten Zertifikate für Treibhausgasemissionen zur freiwilligen Kompensation lag in Deutschland im Jahr 2012 bei 3,3 Mio. t CO2e. Allerdings kam nur 14 % der Nachfrage von privaten Konsument*innen, den weit größeren Teil kauften Unternehmen und Organisationen. Bis 2016 stieg diese Menge auf etwa 6,6 Mio. t CO2e, was nahezu einer Verdopplung entspricht (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> 2017). Im Jahr 2020 erreichte die Kompensationsmenge mit 43,6 Mio. t CO2e einen neuen Höchststand (adelphi 2022). Aktuellere Zahlen liegen bisher nicht vor.</p> <p>Bei freiwilligen Kompensationszahlungen lässt sich ein steigendes Bewusstsein bei den Verbraucher*innen feststellen. In einer <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/aktualisierte-analyse-des-deutschen-marktes-zur">Studie im Jahr 2014</a> gab lediglich ein Drittel aller Befragten an, dass sie Klimagasemissionen kompensieren. 2021 gaben in einer <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/infopapier-zur-marktanalyse-freiwillige">Folgestudie</a> bereits zwei Drittel der Befragten an, dass sie im vergangenen Jahr mindestens einmal eine Kompensationszahlung getätigt haben.</p> <p>Weitere Informationen finden Sie auf unseren Themenseiten:</p> <ul> <li><a href="https://www.dehst.de/DE/Themen/Klimaschutzprojekte/Freiwillige-Kompensation/freiwillige-kompensation_node.html">Freiwillige Kompensation</a> (DEHSt/UBA-Themenseite)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/376/bilder/treibhausgasemissionen_pro_person_nach_laendern_2016.png"> </a> <strong> Treibhausgasemissionen pro Person (nach Ländern, 2016) </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/376/bilder/treibhausgasemissionen_pro_person_nach_laendern_2016.png">Bild herunterladen</a> (561,91 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/co2-fussabdruck_im_vergleich.png"> </a> <strong> Der CO2-Fußabdruck im Vergleich </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/co2-fussabdruck_im_vergleich.png">Bild herunterladen</a> (110,81 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> Quellen <ul> <li>Adelphi (2015): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/aktualisierte-analyse-des-deutschen-marktes-zur">Aktualisierte Analyse des deutschen Marktes zur freiwilligen Kompensation von Treibhausgasemissionen</a>. Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes.</li> <li>Adelphi & Sustainable (2017): <a href="https://www.dehst.de/SharedDocs/downloads/DE/projektmechanismen/FreiwilligerMarkt_Marktumfrage.pdf?__blob=publicationFile&v=2">Umfrage 2017 zur freiwilligen Kompensation von THG-Emissionen in Deutschland</a>. Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes.</li> <li>Adelphi & Sustainable (2022): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/infopapier-zur-marktanalyse-freiwillige">Infopapier zur Marktanalyse Freiwillige Kompensation 2021</a>. Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes.</li> <li>(<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmu">BMU</a>/<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Umweltbundesamt (2010): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltbewusstsein-in-deutschland-2010">Umweltbewusstsein in Deutschland 2010: Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage</a>.</li> <li>(BMU/UBA) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Umweltbundesamt (2015): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltbewusstsein-in-deutschland-2014">Umweltbewusstsein in Deutschland 2014: Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage</a>.</li> <li>Ecosystem Market Place (2025): <a href="https://www.ecosystemmarketplace.com/publications/2025-state-of-the-voluntary-carbon-market-sovcm/">State of the Voluntary Carbon Market</a> 2025</li> </ul> </p><p> So können Sie mit freiwilligen Klimabeiträgen tonnenweise CO2 einsparen: <ul> <li>Gleichen Sie vergangene Treibhausgasemissionen nach Möglichkeit durch freiwillige Kompensationszahlungen für Klimaschutzprojekte aus.</li> <li>Achten Sie bei Spenden für Klimaschutzprojekte auf die Qualität von Anbieter und Angebot (z. B. GoldStandard).</li> <li>Beachten Sie: "Klimaneutrale" sind nicht automatisch auch umweltfreundliche Produkte.</li> <li>Geben Sie der Vermeidung und Minderung von Treibhausgasemissionen Vorrang vor deren Kompensation.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Zur Eindämmung des Klimawandels hat die weltweite Reduzierung von Treibhausgasemissionen höchste Priorität.</p> <p><strong>Freiwillige Kompensation nutzen: </strong>Unter Kompensation versteht man Zahlungen bzw. Spenden, mit denen Investitionen in Projekte zur Minderung von Treibhausgasen (z.B. effiziente <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biomasse">Biomasse</a>-Kocher-Projekte oder Solarprojekte) finanziert werden. Ziel ist es, entstandene Emissionen durch die Unterstützung solcher Projekte an anderer Stelle rechnerisch auszugleichen. Entsprechende Angebote finden sich in der Regel unter dem Stichwort "Klimabeitrag". Viele Anbieter von Kompensationszahlungen bieten die Möglichkeit, die Treibhausgasemissionen konkreter Aktivitäten rechnerisch auszugleichen (etwa eine Flugreise). Teilweise sind Kompensationszahlungen an den Kauf eines Produktes gekoppelt. Ambitionierter ist es jedoch, den gesamten persönlichen CO2e-Ausstoß* mit einem CO2-Rechner (<a href="https://uba.co2-rechner.de/de_DE/">UBA-CO2-Rechner</a>) zu bestimmen und in entsprechender Höhe Klimabeiträge zu leisten. Für Privatpersonen oder auch Firmen sind freiwillige Kompensationszahlungen demnach eine einfache und kurzfristig wirksame Möglichkeit, Klimaschutzprojekte mit quantifizierter Wirkung zu ermöglichen und so tonnenweise CO2 außerhalb des eigenen Handlungsbereichs einsparen zu helfen.</p> <p><strong>Auf Qualität achten: </strong>Achten Sie bei der Auswahl von Klimaschutzprojekten darauf, dass diese von hoher Qualität sind und die eingesparten Treibhausgasemissionen realistisch berechnet wurden. Die Anbieter sollten transparent und glaubwürdig ihre Angebote darstellen. Insbesondere sollten Sie darauf achten, dass die Klimaschutzprojekte erst durch den Spendenbeitrag ermöglicht werden, d. h. nicht auch ohne Ihre Spende durchgeführt worden wären. Das UBA hat neben diesem wichtigen Kriterium der Zusätzlichkeit weitere Kriterien für die Beurteilung der Qualität von Kompensationsanbietern und -angeboten aufgestellt (Ratgeber <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/freiwillige-co2-kompensation-durch">"Freiwillige CO2-Kompensation durch Klimaschutzprojekte"</a>). Vereinfacht betrachtet gibt es dabei zwei Angebotstypen für Klimabeiträge: Die meisten Anbieter finanzieren konkrete Klimaschutzprojekte (z. B. gemeinnützige Anbieter wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>-Kollekte, atmosfair oder myClimate). Diese werden aus Gründen der Klimagerechtigkeit und aus Kostengründen v. a. in Entwicklungsländern durchgeführt. Für diese ist <a href="https://www.goldstandard.org/">"The Gold Standard"</a> eine wichtige Orientierung für die Qualität der Projekte. In einem deutlich geringeren Umfang werden zur Kompensation auch Emissionszertifikate aus dem verpflichtenden Emissionshandel wie dem Europäischen Emissionshandel (EU-ETS) aufgekauft und dem Markt entzogen (z. B. Compensators e.V. oder ForTomorrow gGmbH).</p> <p><strong>Vorsicht vor Greenwashing:</strong> Achten Sie beim Kauf von Produkten oder Dienstleistungen in erster Linie auf die direkten Produkteigenschaften wie Energieverbrauch, Herstellaufwand oder enthaltene Stoffe. Begriffe wie "klimaneutral" oder "klimaneutral hergestellt" lassen hingegen nicht erkennen, ob das Produkt selbst umweltfreundlich ist. Sie erlauben auch keine Aussagen darüber, ob sich das Unternehmen um eine Reduktion anderer Umweltgefährdungen wie z. B. Gewässerverunreinigungen bemüht. Der Begriff "klimaneutral" auf Produkten ist nicht gesetzlich geschützt und bietet deshalb keine belastbare Orientierung für den Einkauf.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Geben Sie der Vermeidung von Treibhausgasemissionen Vorrang vor deren Kompensation.</li> <li>Beachten Sie unsere Tipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/44459">Urlaubsreisen</a>.</li> <li>Beachten Sie auch unsere zahlreichen Tipps zum Energiesparen in den Themenbereichen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/taxonomy/term/85392">Heizen & Bauen</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/taxonomy/term/82934">Elektrogeräte</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/taxonomy/term/83797">Mobilität</a>.</li> </ul> <p> </p> <p>* Erläuterung: CO2e steht für CO2-Äquivalente. Wenn von CO2e gesprochen wird, heißt dies, dass - neben CO2 - auch weitere klimawirksame Treibhausgase wie Methan und Lachgas berücksichtigt wurden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/gs_logo_stacked_b775_uba-web.jpg"> </a> <strong> The Gold Standard </strong> Quelle: The Gold Standard Foundation <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/gs_logo_stacked_b775_uba-web.jpg">Bild herunterladen</a> (54,20 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/vermeiden-reduzieren-kompensieren.png"> </a> <strong> Vermeiden - Reduzieren - Kompensieren </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/vermeiden-reduzieren-kompensieren.png">Bild herunterladen</a> (222,41 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/klimawirkung-fluege_2022-04-13_web.jpg"> </a> <strong> Treibhausgasemissionen beispielhafter Flüge </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/klimawirkung-fluege_2022-04-13_web.jpg">Bild herunterladen</a> (259,09 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong> Die Reduktion von Treibhausgasemissionen gehört weltweit zu den dringlichsten Herausforderungen. Im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/89763">Übereinkommen von Paris</a> wurde völkerrechtlich verbindlich beschlossen, dass zur Vermeidung gravierender ökologischer, humanitärer und ökonomischer Verwerfungen der Anstieg der globalen Temperatur auf deutlich unter 2°C, möglichst auf 1,5°C begrenzt werden soll. Kohlendioxid ist das wichtigste <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/treibhausgas">Treibhausgas</a>. Die globale atmosphärische Kohlendioxidkonzentration ist von einem Wert in vorindustrieller Zeit (um 1750), der bei etwa 280 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ppm-0">ppm</a> (parts per million, das heißt 280 CO2-Moleküle auf eine Million Luftmoleküle) lag, um etwa 50 % gestiegen und hat den Wert von 420 ppm überschritten. Die hohe Kohlendioxidkonzentration wird hauptsächlich durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe und zu einem geringeren Teil durch Landnutzungsänderungen (zum Beispiel durch Rodungen von Wäldern) verursacht. </p> <p><strong>Gesetzliche Grundlagen:</strong> Der Begriff "klimaneutral" ist gesetzlich nicht geschützt. In Deutschland können aber irreführende Umweltwerbeaussagen nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) beanstandet werden. In der Vergangenheit wurde deshalb Unternehmen mehrfach von Gerichten die Verwendung dieses Begriffs auf Produkten oder in der Werbung untersagt. Allerdings erfolgt eine Prüfung meist erst im Nachhinein im Rahmen von Einzelfallentscheidungen durch Gerichte.</p> <p><strong>Zertifikatstypen:</strong> Grundsätzlich lassen sich die Angebote zur freiwilligen CO2-Kompensation in zwei Hauptkategorien einteilen:</p> <ul> <li>Autorisierte Gutschriften: Hierunter versteht man Emissionsminderungszertifikate, die nach den Regeln des Artikels 6.4 des Pariser Abkommens (Paris Agreement Crediting Mechanism, PACM) ausgestellt und mit sogenannten "Corresponding Adjustments" versehen werden. Das bedeutet, dass die zertifizierten Emissionsminderungen nicht gleichzeitig für die nationalen Klimaziele des Projektlandes angerechnet werden dürfen. Der Käufer darf so die Emissionsminderung offiziell als Kompensation nutzen und berichten.</li> <li>Nicht-autorisierte Gutschriften (Contribution Claims): Diese Kategorie umfasst Emissionsminderungen, die nicht mit einem Corresponding Adjustment versehen sind. Sie werden als "Contribution Claim" bzw. "Klimabeitrag" bezeichnet. Der Gaststaat darf die Emissionseinsparung gleichzeitig für seine eigenen Klimaziele berücksichtigen. Solche Zertifikate entstehen entweder im Rahmen von Artikel 6.4 als <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/mitigation">Mitigation</a> Contribution Units oder stammen aus Projekten aus dem sonstigen freiwilligen Markt. Letztere werden unabhängig von staatlichen Abkommen entwickelt. Unabhängige Standards wie Gold Standard oder Verified Carbon Standard (VCS) bieten eine wichtige Orientierung für die Qualität solcher Projekte.</li> </ul> <p><strong>Marktbeobachtung: </strong>Weltweit befindet sich der Markt für freiwillige CO2-Kompensation in einer Phase des Wandels. Nachdem die Nachfrage und das Handelsvolumen bis 2021 stark gestiegen waren, ist der Markt in den letzten Jahren wieder deutlich geschrumpft. Laut dem aktuellen <a href="https://www.ecosystemmarketplace.com/publications/2025-state-of-the-voluntary-carbon-market-sovcm/">Report von Ecosystem Marketplace</a> (2025) wurden im Jahr 2024 weltweit rund 25 % weniger CO2-Zertifikate gehandelt als im Vorjahr. Der Gesamtwert des Marktes sank um fast ein Drittel auf etwa 535 Millionen US-Dollar. Trotzdem zeigt sich, dass das Interesse an freiwilligen Kompensationen grundsätzlich bestehen bleibt: Die Zahl der tatsächlich genutzten (also "stillgelegten") Zertifikate ist seit 2021 relativ konstant und liegt bei weltweit rund 182 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.</p> <p>Für den deutschen Markt liegen Marktzahlen nur bis zum Jahr 2020 vor. Demnach hat der freiwillige Markt für die Kompensation von Treibhausgasemissionen in Deutschland von 2012 bis 2020 ein deutliches Wachstum erfahren. Das Volumen der stillgelegten Zertifikate für Treibhausgasemissionen zur freiwilligen Kompensation lag in Deutschland im Jahr 2012 bei 3,3 Mio. t CO2e. Allerdings kam nur 14 % der Nachfrage von privaten Konsument*innen, den weit größeren Teil kauften Unternehmen und Organisationen. Bis 2016 stieg diese Menge auf etwa 6,6 Mio. t CO2e, was nahezu einer Verdopplung entspricht (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> 2017). Im Jahr 2020 erreichte die Kompensationsmenge mit 43,6 Mio. t CO2e einen neuen Höchststand (adelphi 2022). Aktuellere Zahlen liegen bisher nicht vor.</p> <p>Bei freiwilligen Kompensationszahlungen lässt sich ein steigendes Bewusstsein bei den Verbraucher*innen feststellen. In einer <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/aktualisierte-analyse-des-deutschen-marktes-zur">Studie im Jahr 2014</a> gab lediglich ein Drittel aller Befragten an, dass sie Klimagasemissionen kompensieren. 2021 gaben in einer <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/infopapier-zur-marktanalyse-freiwillige">Folgestudie</a> bereits zwei Drittel der Befragten an, dass sie im vergangenen Jahr mindestens einmal eine Kompensationszahlung getätigt haben.</p> <p>Weitere Informationen finden Sie auf unseren Themenseiten:</p> <ul> <li><a href="https://www.dehst.de/DE/Themen/Klimaschutzprojekte/Freiwillige-Kompensation/freiwillige-kompensation_node.html">Freiwillige Kompensation</a> (DEHSt/UBA-Themenseite)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/376/bilder/treibhausgasemissionen_pro_person_nach_laendern_2016.png"> </a> <strong> Treibhausgasemissionen pro Person (nach Ländern, 2016) </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/376/bilder/treibhausgasemissionen_pro_person_nach_laendern_2016.png">Bild herunterladen</a> (561,91 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/co2-fussabdruck_im_vergleich.png"> </a> <strong> Der CO2-Fußabdruck im Vergleich </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/co2-fussabdruck_im_vergleich.png">Bild herunterladen</a> (110,81 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Quellen <ul> <li>Adelphi (2015): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/aktualisierte-analyse-des-deutschen-marktes-zur">Aktualisierte Analyse des deutschen Marktes zur freiwilligen Kompensation von Treibhausgasemissionen</a>. Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes.</li> <li>Adelphi & Sustainable (2017): <a href="https://www.dehst.de/SharedDocs/downloads/DE/projektmechanismen/FreiwilligerMarkt_Marktumfrage.pdf?__blob=publicationFile&v=2">Umfrage 2017 zur freiwilligen Kompensation von THG-Emissionen in Deutschland</a>. Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes.</li> <li>Adelphi & Sustainable (2022): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/infopapier-zur-marktanalyse-freiwillige">Infopapier zur Marktanalyse Freiwillige Kompensation 2021</a>. Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes.</li> <li>(<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmu">BMU</a>/<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Umweltbundesamt (2010): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltbewusstsein-in-deutschland-2010">Umweltbewusstsein in Deutschland 2010: Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage</a>.</li> <li>(BMU/UBA) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Umweltbundesamt (2015): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltbewusstsein-in-deutschland-2014">Umweltbewusstsein in Deutschland 2014: Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage</a>.</li> <li>Ecosystem Market Place (2025): <a href="https://www.ecosystemmarketplace.com/publications/2025-state-of-the-voluntary-carbon-market-sovcm/">State of the Voluntary Carbon Market</a> 2025</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>
This dataset provides data on how much financial, capacity building and technology support the EU Member States and other countries have either planned, committed, or provided to developing countries in relation to climate change mitigation or adaptation. The dataset holds further details on the provided support, e.g., the recipient of support, the financial instrument, the funding source, the concrete projects which benefited or the targeted sector. The Member States submit their data to the European Environment Agency (EEA) via the online platform Reportnet 3. Reporting is mandatory for EU Member States. Some information is only mandatory to report if the data is available. The data is then quality checked by DG CLIMA at the European Commission. DG CLIMA also performs aggregation of the data and combines them with other data sources (European Investment Bank, European Commission). This data is being collected under Article 19 of the Governance Regulation 2018/1999. The Regulation aims to help the EU meet its 2030 climate and energy targets by setting common rules for planning, reporting and monitoring. The Regulation also ensures that EU planning and reporting are synchronised with the ambition cycles under the Paris Agreement. Within the data download, there is an additional document providing detailed statistical metadata information on this dataset.
<p> <p>Ab 10. November 2025 – 10 Jahre nach dem Paris-Übereinkommen – verhandelt die Staatengemeinschaft erneut über die Zukunft des globalen Klimaschutzes. Diesmal am Rande des Amazonas im brasilianischen Belèm, einem symbolträchtigen Ort, der als Hotspot der Artenvielfalt und indigenen Völker gilt. Im Fokus stehen die neuen nationalen Klimaschutzbeiträge und die Messbarkeit von Anpassungsfortschritten.</p> </p><p>Ab 10. November 2025 – 10 Jahre nach dem Paris-Übereinkommen – verhandelt die Staatengemeinschaft erneut über die Zukunft des globalen Klimaschutzes. Diesmal am Rande des Amazonas im brasilianischen Belèm, einem symbolträchtigen Ort, der als Hotspot der Artenvielfalt und indigenen Völker gilt. Im Fokus stehen die neuen nationalen Klimaschutzbeiträge und die Messbarkeit von Anpassungsfortschritten.</p><p> <p>Genau zehn Jahre nach Verabschiedung des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/89763">Übereinkommens von Paris (ÜvP)</a> findet vom 10. bis mindestens 21. November 2025 zum 30. Mal die Konferenz der Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention (Conference of the Parties – COP30) statt, diesmal im brasilianischen Belèm. Die diesjährige Konferenz steht im Zeichen des von der COP-Präsidentschaft ausgerufenen „Mutirão“, einem brasilianischen Konzept der gemeinschaftlichen und kollektiven Anstrengung, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.</p> <p>Die Wahl des Austragungsortes der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/un">UN</a>-Klimakonferenz am Tor zum Amazonasgebiets hat auch einen symbolischen Charakter: Der Amazonas ist weltweites Zentrum der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biodiversitaet">Biodiversität</a>, CO2-Senke und steht repräsentativ für die globale Ungleichheit, mit der die Klimakrise verschiedene Länder, Einkommens- und Bevölkerungsgruppen trifft. Allein im Amazonasgebiet leben mehrere Hundert indigene Völker, die besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind, jedoch am wenigsten dazu beigetragen haben. Gleichzeitig sind diese Völker Wissensträger und Hüter der artenreichsten Gebiete der Welt. Themen wie Waldschutz, Biodiversitätsschutz und die Rolle indigener Gemeinschaften und Völker sollen als Eckpfeiler des Klimaschutzes auf der Konferenz stärker in den Fokus rücken.</p> <p>Nachdem letztes Jahr auf der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/113472">COP29 in Baku</a> ein Beschluss für mehr Transparenz, Umweltintegrität und ökologische <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> beim globalen Emissionshandel nach Artikel 6 des ÜvP getroffen wurde, können nun alle Mechanismen des Abkommens umgesetzt werden. In einem <a href="https://cop30.br/en/brazilian-presidency/letters-from-the-presidency/second-letter-from-the-presidency">Brief an die internationale Gemeinschaft im Mai 2025</a> läutete COP30-Präsident André Aranha Correa do Lago nach vielen Jahren zäher Verhandlungen das Zeitalter der Umsetzung ein. Konkret wird es auf der COP30 darum gehen, verbindliche Vereinbarungen zu treffen, wie das Ziel des ÜvP, die globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad zu halten und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen, erreicht beziehungsweise in Reichweite gehalten werden kann.</p> Die neuen NDCs: Wegweiser für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> bis 2035 <p>Eines der wichtigsten Instrumente für den globalen Klimaschutz sind die nationalen Klimaschutzbeiträge (<em>Nationally Determined Contributions</em> – NDCs), die nach dem ÜvP von allen Vertragsstaaten alle fünf Jahre neu vorgelegt werden sollen. Die neue Runde der NDCs ist dieses Jahr fällig. Ende Oktober veröffentlichte das UN-Klimasekretariat den NDC-Synthesebericht, der alle bis Ende September 2025 eingereichten NDCs zusammenfasst und analysiert. Das Ergebnis: Bis Ende September haben nur 64 Staaten (von 194 Vertragsstaaten des ÜvP plus der EU) ein neues NDC eingereicht, womit nur 30 Prozent der globalen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/treibhausgas">Treibhausgas</a>-Emissionen (THG-Emissionen) abgebildet werden. Die eingereichten NDCs sind ambitionierter als die vorherigen und auf die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/90901">Ergebnisse der ersten globalen Bestandsaufnahme</a> ausgerichtet.</p> <p>Die Analyse zeigt aber auch eine immense Lücke auf: Bei vollständiger Umsetzung der NDCs würden die Emissionen dieser Länder bis 2035 um 17 Prozent gegenüber dem Jahr 2019 sinken. Um auf einen mit dem 1,5-Grad-Ziel kompatiblen Pfad zu kommen, sind aber laut des sechsten Sachstandsberichts des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3196">Weltklimarats</a> (<em>Intergovernmental Panel on Climate Change</em> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ipcc">IPCC</a>) Reduktionen der THG-Emissionen bis 2035 von 60 Prozent gegenüber 2019 nötig. Die EU hat ihr NDC am 05.11.2025 eingereicht. Dieses sieht eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von 66,25 bis 72,5 Prozent bis 2035 gegenüber 1990 vor. Von großer Bedeutung ist auch das chinesische NDC, das am 03.11.2025 eingereicht wurde, mit einem Ziel von 7 bis 10 Prozent Emissionsreduktion bis 2035 gegenüber dem Treibhausgasemissionshöchststand. Chinas Emissionen machen 30 Prozent des globalen Treibhausgasausstoßes aus. Die NDCs dienen als wichtige Grundlage für die Verhandlungen auf der COP30.</p> <p>Laut dem <a href="https://www.unep.org/resources/emissions-gap-report-2025">Emissions Gap Report 202</a>5 des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/unep">UNEP</a>), der auch die von China und der EU bereits während des UN-Klimagipfels im September angekündigten NDCs einbezogen hat, würden die Emissionen bis 2035 bei vollständiger Umsetzung der NDCs um 15 Prozent gegenüber 2019 sinken, und zu einem Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert von 2,3 bis 2,5 °C führen. Mit aktuell umgesetzten Politiken steuert die Welt laut dem UNEP-Bericht auf eine Erwärmung von 2,8 °C bis zum Ende des Jahrhunderts zu. Vor Verabschiedung des ÜvP vor 10 Jahren steuerte die Welt noch auf einen Temperaturanstieg von knapp unter 4 °C zu.</p> Wichtige weitere Verhandlungsthemen der diesjährigen Weltklimakonferenz <ul> <li><strong>Klimafinanzierung – wie bezahlen wir den weltweiten Klimaschutz?</strong> Auf der Weltklimakonferenz 2024 haben sich die Vertragsstaaten auf ein neues Finanzierungsziel von 300 Milliarden US-Dollar pro Jahr ab 2035 geeinigt, das für Klimaschutz und Anpassung in Entwicklungsländern bereitgestellt werden soll. Die gleichzeitig initiierte <a href="https://cop30.br/en/news-about-cop30/cop29-and-cop30-presidents-present-baku-to-belem-roadmap-to-mobilize-us-1-3-trillion-in-climate-finance">„Baku to Belèm Roadmap to 1.3 T“</a> mit der neuen Zielmarke von 1,3 Billionen US-Dollar pro Jahr von öffentlichen und privaten Quellen ab 2035 wurde von der COP29- und COP30-Präsidentschaft in Belèm kurz vor Start der COP30 vorgelegt. Der von der brasilianischen Präsidentschaft initiierte <em>Circle of Finance Ministers</em> hat <a href="https://cop30.br/pt-br/noticias-da-cop30/cop30-circle-of-finance-ministers-report_final.pdf/@@download/file">wegweisende Empfehlungen</a> hierzu gegeben. Dabei steht außer Frage, dass Klimaschutz wirtschaftliche Vorteile hat: Gut konzipierte Klimapolitiken führen laut einer <a href="https://www.oecd.org/en/publications/2025/06/investing-in-climate-for-growth-and-development_9ce9b093/full-report.html">OECD/UNDP-Studie</a> sogar kurzfristig zu stärkerem Wirtschaftswachstum als Szenarien, die auf aktuellen Politiken basieren. Langfristig betrachtet lohnt sich ambitionierter Klimaschutz noch viel mehr: Selbst gemäß der eher konservativen Schätzungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und des United Nations Development Programme (UNDP) verhindern ambitioniertere Klimapläne signifikante klimawandelbedingte wirtschaftliche Verluste und sind notwendig, um langfristig Wohlstand zu sichern. Laut der Studie würden ambitionierte Klimapläne bis 2050 ein Plus von 3 Prozent und bis 2100 von 13 Prozent des globalen Bruttoinlandsproduktes bedeuten.</li> <li><strong>Global Goal on Adaption – Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels wird immer wichtiger</strong>: Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Klimaanpassung, denn schon heute machen zunehmende Extremwetterereignisse wie Hitzewellen und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/starkregen">Starkregen</a> sowie daraus folgende Dürren und Überschwemmungen deutlich, dass reine Emissionsreduktion nicht mehr genügt. Besonders im Amazonasgebiet, wo indigene und ländliche Gemeinschaften von Entwaldung und Wetterextremen betroffen sind, soll die COP30 Wege aufzeigen, wie sich vulnerable Regionen widerstandsfähiger machen lassen. Ziel der Verhandlungen ist ein Abschluss des Arbeitsprogramms zu den Indikatoren zur Messung des Fortschritts bei Klimaanpassungsmaßnahmen.</li> <li><strong>Arbeitsprogramm zum gerechten Übergang (Just Transition Work Program – JTWP)</strong>: Ziel der Verhandlungen zum JTWP ist eine sozial gerechte Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Diese muss insbesondere die Bevölkerungsgruppen einbeziehen, die von der Transformation besonders betroffen sind. Die brasilianische COP-Präsidentschaft setzt hier einen expliziten Fokus. Laut der oben genannten OECD/UNDP-Studie könnten gezielte Investitionen in die Energiewende ergänzt durch Maßnahmen, die auf Ernährungssicherheit, Grundversorgung und Governance-Reformen abzielen, die Entwicklung in neun von zehn Ländern verbessern und haben das Potenzial, 175 Millionen Menschen aus extremer Armut zu holen. Dagegen trug die Verbrennung fossiler Brennstoffe im Jahr 2019 zu 4,2 Millionen vorzeitigen Todesfällen durch Luftverschmutzung bei, wobei 89 Prozent dieser Todesfälle in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen auftraten.</li> <li><strong>Gender Action Plan – für die Gleichstellung der Geschlechter</strong>: Ein weiteres Ziel der COP30 ist die Verabschiedung eines Gender-Aktionsplans zur Förderung langfristiger struktureller Verbesserung bei der Gleichstellung der Geschlechter in allen gesellschaftlichen Bereichen (Gender <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/mainstreaming">Mainstreaming</a>), bei finanzpolitischen Instrumenten (Gender Budgeting) sowie der Bildung und wirtschaftlichen Stärkung von Frauen.</li> <li><strong>Action Agenda – Von der Verhandlung zur Umsetzung</strong>: Ein wiederkehrendes Schlagwort der brasilianischen COP-Präsidentschaft lautet: „Delivery, not just diplomacy“. Gemeint ist, dass die COP30 in Belèm nicht nur mit Absichtserklärungen enden darf. Stattdessen sollen die Beschlüsse der globalen Bestandsaufnahme (GST) von der COP28 in Dubai durch konkrete Umsetzungspläne gestärkt werden sowie überprüfbare Mechanismen und neue Partnerschaften aus bestehenden Initiativen entstehen.</li> </ul> Zehn Jahre nach Paris: Jedes zehntel Grad zählt <p>Zehn Jahre nach Verabschiedung des ÜvP muss die internationale Gemeinschaft beweisen, dass sie ihre selbst gesteckten Ziele ernst meint. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/114877">Jedes Zehntelgrad vermiedene Erwärmung ist entscheidend</a>. Laut des neuen, jährlichen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>-Zustandsberichts (<a href="https://academic.oup.com/bioscience/advance-article/doi/10.1093/biosci/biaf149/8303627?login=true"><em>The 2025 State of the Climate Report: a Planet on the Brink</em></a>), liegen die größten Stellschrauben in der Transformation des Energiesektors hin zu Erneuerbaren, dem Schutz und der Wiederherstellung der Ökosysteme sowie der Reduktion von Lebensmittelabfällen und der Umstellung auf eine pflanzenreichere Ernährung. Zudem gibt es neben der Energiesicherheit erhebliche wirtschaftliche Vorteile von erneuerbaren Energien: 2024 waren 91 Prozent der neu in Betrieb genommenen Wind- und Solarprojekte günstiger als die günstigste verfügbare Alternative fossiler Brennstoffe.</p> <p>Die COP30 könnte eine wichtige Wegmarke für die Umsetzung der globalen Klimaschutzziele werden. Der Austragungsort spielt dabei symbolisch eine wichtige Rolle: Der Amazonas wird nicht nur als „Lunge der Erde“ bezeichnet und ist durch Abholzung und die Auswirkungen des Klimawandels bedroht, sondern gilt auch als Brennpunkt globaler Ungleichheit. Klimapolitik ist kein abstraktes Rechenwerk, sondern eine Frage von Überleben und Gerechtigkeit. Klimaschutz bringt Vorteile für viele statt Profite für wenige, die sich mit diesen Profiten vor den fatalen Auswirkungen des Klimawandels schützen können, während die Ärmsten am stärksten unter den Folgen leiden.</p> Das Umweltbundesamt auf der Weltklimakonferenz <p>Das Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) ist als Teil der deutschen Regierungsdelegation der COP30 an den Verhandlungen zu Klimaschutz (Globale Bestandsaufnahme, NDCs), Klimawissenschaft, Landwirtschaft, Emissionsberichterstattung sowie Klimabildung und Zusammenarbeit (Action for Climate Empowerment, ACE) beteiligt. Außerdem ist das UBA Mitorganisator von drei <strong>Veranstaltungen, die Sie per Livestream verfolgen können</strong>:</p> <ul> <li>11.11.2025: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/120673">COP30 Side Event "Harnessing Digital for Environmental Sustainability: Leveraging Common Action for a Sustainable Planet in the Digital Age"</a> (Online-Veranstaltung)</li> <li>13.11.2025: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/120660">COP30 Side Event „Pathways towards Convergence – Recommendations from the Brazilian-German Track 1.5 Dialogue“</a> im Pavillon der brasilianischen Präsidentschaft zum deutsch-brasilianischen Klimadialog</li> <li>17.11.2025: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/120646">COP30 Side Event „Nature-Based Solutions and Beyond – Insights from the Sino-German Track-2-Dialogue“</a> im deutschen Klimapavillon der COP30</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>
Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Das Landesklimaschutzgesetz vom 19.August 2014 (GVBl. S. 188), zuletzt geändert durch §48 des Gesetzes vom 6.Oktober 2015 (GVBl. S. 283), BS 2129-3, trat am 23.August 2014 in Kraft. Das Gesetz bedarf aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen auf internationaler, europäischer sowie Bundesebene einer umfassenden Novellierung. Hierbei handelt es sich insbesondere um das am 12.Dezember 2015 geschlossene und von der Bundesrepublik Deutschland sowie der Europäischen Union ratifizierte „Übereinkommen von Paris“ sowie das zur Umsetzung dieses Übereinkommens mehrfach novellierte Bundesklimaschutzgesetz. Darüber hinaus werden die entsprechenden Ziele des Zukunftsvertrags Rheinland-Pfalz 2021- 2026 umgesetzt. Der Entwurf normiert insbesondere ambitionierte Klimaschutz- und Sektorziele bis hin zur Treibhausgasneutralität 2040, das Ziel bis 2030 100Prozent des Bruttostromverbrauchs in Rheinland-Pfalz bilanziell mit Strom aus erneuerbaren Energien zu decken sowie das Ziel der treibhausgasneutralen Landesverwaltung bis 2030.
Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten über kurz- und langfristige Auswirkungen
This metadata overs the dataset containing information on how EU Member States spend the revenues from auctioning EU ETS emission allowances in one calendar year. More information on the EU Emissions Trading System (EU ETS) can be found here. The revenues from the auctioning of these allowances represent an increasing income source for Member States. This data is being collected under Article 19 of the Governance Regulation. The Regulation’s aim is to help the EU reach its 2030 climate and energy targets by setting common rules for planning, reporting and monitoring. The Regulation also ensures that EU planning and reporting are synchronised with the ambition cycles under the Paris Agreement. Reporting is mandatory for EU Member States. Some information is only mandatory to report if the data is available.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 442 |
| Europa | 15 |
| Global | 1 |
| Land | 26 |
| Weitere | 15 |
| Wissenschaft | 27 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Agrarwirtschaft | 1 |
| Ereignis | 31 |
| Förderprogramm | 133 |
| Gesetzestext | 2 |
| Text | 191 |
| unbekannt | 126 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 310 |
| Offen | 173 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 306 |
| Englisch | 222 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Bild | 49 |
| Datei | 35 |
| Dokument | 155 |
| Keine | 227 |
| Unbekannt | 2 |
| Webseite | 205 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 274 |
| Lebewesen und Lebensräume | 367 |
| Luft | 358 |
| Mensch und Umwelt | 484 |
| Wasser | 220 |
| Weitere | 484 |