Auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene haben sich Rahmenbedingungen für eine Politik nachhaltiger Entwicklung in den vergangenen Jahren stark verändert. Dies umfasst u.a. die Belastungen durch die Corona-Krise, neue kriegerische Konflikte, sozio-ökonomische Verwerfungen, das Erstarken populistischer, rechter/rechtsextremer und autoritärer Bewegungen und entsprechender Regierungswechsel, sich polarisierende gesellschaftliche und mediale Diskurse, Druck auf den Multilateralismus, das Fortschreiten des Klimawandels und die Intensivierung von Klimapolitik ("Klima-Primat"). Für Nachhaltigkeitspolitik sind hier Herausforderungen zu erwarten. Das Vorhaben soll daher folgende Fragen adressieren: - Ist es der Nachhaltigkeitspolitik gelungen, ökologische, soziale und ökonomisch Anliegen integriert zu bearbeiten und einen Mehrwert gegenüber sektoraler Politik zu erzeugen? - Hat die Nachhaltigkeitspolitik Umweltanliegen gestärkt oder geschwächt? - Was waren wichtige Erfolge, ggf. auch Misserfolge der deutschen Nachhaltigkeitspolitik aus Sicht der Umweltpolitik (seit 2016)? - Welche Erfolgsfaktoren und Hemmnisse stehen hinter diesen? - Inwieweit ist Nachhaltigkeitspolitik weiterhin eine sinnvolle Richtschnur und hilfreiche Klammer für die Politik? - Welches sind wesentliche neue und ggf. künftige Rahmenbedingungen von Nachhaltigkeitspolitik, die diese (auf nationaler, EU und/ oder internationaler Ebene) erschweren oder erleichtern können? (von Kriegen über Populismus bis hin zu Klimawandel, s.o.) - Wie kann die deutsche Nachhaltigkeitspolitik (Fokus: ökologische Dimension nachhaltiger Entwicklung) angesichts der neuen Herausforderungen gestärkt werden – konzeptionell/inhaltlich, strategisch und institutionell? - Wie kann die deutsche Nachhaltigkeitspolitik besser für die Umsetzung von Prioritäten des Umweltressorts genutzt werden? Welche Rolle spielen dafür die in der Rückschau herausgearbeiteten Erfolgsfaktoren und Hemmnisse?