Das Projekt "Innovative Analyse von Bodengefüge und Bodenleben: Entwicklung eines Diagnosewerkzeugs für den Landwirt zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit (DIWELA)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V., Institut für Landnutzungssysteme und Landschaftsökologie durchgeführt. ?Im Rahmen des Projektes wird ein 'Diagnose-Werkzeug' erarbeitet, das der Praxis zur Untersuchung des Bodengefüges zur Verfügung gestellt werden kann. Zur Entwicklung dieses 'Kits' werden systematische Gefügeuntersuchungen mit innovativer Technik auf unterschiedlich bearbeiteten Praxisflächen durchgeführt und durch 'einfache' Bodenuntersuchungen (Spatendiagnose, Einfache Feldgefügeansprache) ergänzt. Dabei sollen Gesetzmäßigkeiten und Trends zwischen landwirtschaftlichen Maßnahmen und dem jeweiligen Gefügezustand ermittelt und dokumentiert werden. Bei der Untersuchung des Bodengefüges wird auf seine Funktion als Raum für das Bodenleben fokussiert (Bodentiere, Mikroorganismen, Pflanzenwurzeln).
Der Einsatz dieses 'Kits' soll dazu beitragen, durch eine bessere Bewertung von Bewirtschaftungsmaßnahmen die Bodenfruchtbarkeit auf landwirtschaftlichen Flächen aufrechtzuerhalten und, wenn möglich, zu steigern. Das erworbene Wissen soll für die landwirtschaftliche Praxis der Region und darüber hinaus verfügbar und nutzbar gemacht werden.
Das Projekt "Grundlagen zur nachhaltigen Entwicklung von Oekosystemen bei veraenderter Umwelt - Teilprojekt D1: Bewertung von Techniken des Waldbaus anhand der Visualisierung von Wachstumsmodellen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Bayreuth, Bayreuther Institut für Terrestrische Ökosystemforschung, Lehrstuhl für Ökologische Modellbildung durchgeführt. Es wird eine neue Verbindung zwischen dem empirischen Wissen des Praktikers und dem biologischen Verstaendnis des Wachstums von Waldbestaenden ausgearbeitet. Damit kann in der Waldbaupraxis bewaehrtes Erfahrungswissen in einer neuen Weise auf seine wissenschaftliche Ueberpruefbarkeit hin getestet werden. Aufgrund der theoretischen und praktischen Grenzen bei der Modellierung von Oekosystemen wird hier ein neues Konzept eingesetzt, in dem der logische Zusammenhang von realistischer Darstellung und genauer Vorhersage vertauscht wird. Ziel ist es, zu zeigen, dass ein derartiges Vorgehen nicht nur praxisnah ist, sondern auch zu einem besseren Verstaendnis von nachhaltig genutzten Oekosystemen fuehrt. Dem Praktiker werden Modelle zur Verfuegung gestellt, die er mit seinem Erfahrungshintergrund benutzen und testen kann. Seine Interaktionen werden registriert und analysiert, um zu einem logisch aequivalenten Modell fuer genutzte Waldoekosysteme zu gelangen. Zwischenbericht 1999: Die Modellierung des Waldwachstums wurde in drei Richtungen vorangetrieben. TRAGIC++ wurde als Ergebnis von Tests erweitert, bei denen neben den aggregierten Bestandesmittelwerten auch die Verteilungen beruecksichtigt werden. TRAGIC++ wurde auf die Simulation von Mischbestaenden vorbereitet und steht nun als Rechenkern zur Verfuegung. Weiterhin wurde eine auf moeglichst einfache intuitive Bedienung ausgerichtete Oberflaeche mit 3D-Visualisierung erstellt. Diese Oberflaeche basiert auf dem vorhandenen Modell und wird internettauglich sein. Die Interaktionen des Benutzers mit dem im Modell simulierten Waldwachstum werden aufgezeichnet und stehen damit fuer eine Analyse des Erfahrungswissens zur Verfuegung. Damit wurden erste Schritte hin zu einem Wissensmanagement im forstlichen Erfahrungsbereich beschritten. Ein Test der neuen Infrastruktur mit Forstpraktikern rundete die zweite Phase des Projektes ab. Durch das Feedback der Praktiker kann in der dritten Phase zielgerichtet das Modell und dessen Visualisierung angepasst werden.
Das Projekt "Konzeption eines dreidimensionalen geowissenschaftlichen Planungsinstruments zwecks effizienter Bearbeitung komplexer Lagerstaettenbereiche, am Beispiel von Kavernenanlagen im Salzgebirge" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Clausthal, Institut für Markscheidewesen durchgeführt. Ziel des projektierten Forschungsvorhabens ist die Konzeption eines dreidimensionalen geowissenschaftlichen Planungsinstruments zur effizienten Bearbeitung komplexer Lagerstaettenbereiche, am Beispiel von Kavernenanlagen im Salzgebirge. Zu diesem Zweck werden zunaechst alle bei Bohrungen sowie bei der Solung und dem Betrieb von Speicherkavernen anfallenden Daten hinsichtlich ihrer Rauminformation ausgewertet und in ein dreidimensionales orthogonales Koordinatensystem eingestellt. Zur Visualisierung der dreidimensionalen Rauminformation werden verschiedene Methoden auf ihre Eignung ueberprueft (Voxel, Boundaries, Primitivs). Es erfolgt eine Anpassung der Methodik an die vorgegebene Problematik (abgelenkte Bohrungen, ueberkippte Lagerung, Massstab). Anschliessend werden Werkzeuge zur interaktiven Rauminterpretation im oben genannten Koordinatensystem konzipiert. Ziele der Entwicklung sind das Ermitteln von Ist- und Planungsdaten in beliebiger Raumrichtung sowie eine plausible dreidimensionale Darstellung aus zielfuehrenden Schnitten und Ausschnitten.