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Beitrag zur wissenschaftlichen Nutzlast Solar-C (EUVST) für die Phasen B/C (JAXA Phasen A1/A2/B/C/Beginn D) (vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2024).

Neue wissenschaftliche und neuartige technische Ansätze für einen effizienten Wärmehaushalt von textilen Biogasspeichern

Deutschland tritt der Initiative "Zero Routine Flaring by 2030" bei

Deutschland trat am 16. November 2015 der internationalen Initiative gegen das Abfackeln von Gas bei der Erdölgewinnung bei. Die Initiative war im vergangenen April von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gemeinsam mit der Weltbank ins Leben gerufen worden. Sie hat das Ziel, das routinemäßige Abfackeln von Begleitgasen bei der Erdölförderung spätestens bis zum Jahr 2030 zu beenden. Derzeit entstehen durch das Abfackeln weltweit rund 300 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Wichtige Primärenergieträger werden so ohne jeglichen Nutzen verschwendet. Die Initiative "Zero Routine Flaring by 2030" wird derzeit von 12 Staaten (darunter Frankreich, die Niederlande und Norwegen) sowie Unternehmen und zwischenstaatlichen Organisationen unterstützt.

Quantifizierung der Emissionen von industriellen Gasfackeln mittels Sentinel-3 Beobachtungen (GFS3)

Das Vorhaben soll eine Prozessierungskette zur Abschätzung von Verbrennungsraten und Spurengas- und Partikelemissionen von Gasfackeln ('gas flares') aus den Beobachtungen des SLSTR Instrumentes auf den Sentinel-3 Satelliten der europäischen Raumfahrtagentur ESA entwickeln. Die Produkte sollen eine tägliche, globale Abdeckung erreichen, sobald zwei Sentinel-3 Satelliten Beobachtungen liefern. Die für die MODIS und AATSR Instrument bereits existierenden Algorithmen werden kombiniert, um die quantitative 'Fire Radiative Power' (FRP) von Gasfackeln aus den MIR und TIR Kanälen des SLSTR Instrumentes zu berechnen. Ergänzend wird für schwache Gasfackeln ein Algorithmus zur Berechnung von FRP aus dem SWIR Kanal neu entwickelt. Dies wird mithilfe einer Kreuzkalibrierung mit den FRP Beobachtungen der deutschen satellitengestützten BIRD und Fire BIRD Instrumente erreicht. Mithilfe bereits veröffentlichter Konversions- und Emissionskoeffizienten werden anschließend aus FRP die Verbrennungsrate und daraus die Emissionsstärken von Ruß und anderen Spurenstoffen berechnet. Zur Durchführung des Vorhabens werden BIRD und FireBIRD Produkte vom DLR und SLSTR Radianz- und FRP Produkte von der ESA akquiriert. Die Mitarbeit im SLSTR CalVal Team der ESA ermöglicht die Verwendung der jeweils neuesten SLSTR Produkte. Im Gegenzug wird Feedback zur radiometrischen Kalibrierung von SLSTR geliefert. Die berechneten Emissionen und Algorithmen werden dem Copernicus Atmosphärendienst (CAMS) zur Verfügung gestellt.

ERA-Net: Technische und wirtschaftliche Bewertung einer innovativen Technologie zur stofflichen Nutzung von Erdölbegleitgasen in russischen Nordregionen, Teilprojekt: TU Freiberg

OptFlex Biogas - Ermittlung eines technisch-ökonomisch optimierten Betriebs von flexiblen Biogasanlagen^OptFlex Biogas - Ermittlung eines technisch-ökonomisch optimierten Betriebs von flexiblen Biogasanlagen, OptFlex Biogas - Ermittlung eines technisch-ökonomisch optimierten Betriebs von flexiblen Biogasanlagen

Thema: Der starke Ausbau der Windenergie in Norddeutschland verursacht mit seiner fluktuierenden Einspeisung fernab der Strombedarfszentren einen hohen Netzausbaubedarf. Zudem kommt es bei hoher Windeinspeisung schon heute in Norddeutschland - mit steigender Tendenz - zu vermehrten Zwangsabregelungen von Biogasanlagen, um die Netzstabilität sicherzustellen. Bei zu geringer Gasspeicherkapazität müssen die Anlagen das überschüssige Gas abfackeln. Durch den starken Ausbau von PV-Anlagen, die in der Regel an die Verteilnetze angeschlossen werden, werden künftig auch vermehrt Probleme in den Verteilnetzen auftreten, sodass es zu vermehrten Rückspeisungen in die überlagernden Netzebenen kommen wird. Zur Sicherung der Netzstabilität müssen daher neben dem Netzausbau auf den verschiedenen Ebenen die Stromproduktion und die Nachfrage stärker in Einklang gebracht werden und die gesicherte Leistung erhöht werden. Eine bedarfsgerechtere Stromerzeugung aus biogenen Quellen bietet hier eine Option, mit weitestgehend bestehenden Technologien zu vergleichsweise moderaten Kosten einen Beitrag zum Ausgleich zu liefern. Dies hat auch die Bundesregierung erkannt und fördert seit dem 1. Januar 2012 über die Flexibilitätsprämie im EEG eine bedarfsgerechtere Strombereitstellung aus Biogas. Die bedarfsgerechte Strombereitstellung und Direktvermarktung über einen Stromhändler bedeutet einen wesentlichen Paradigmenwechsel im Vergleich zur bestehenden auf volllastoptimierte Einspeisung der festen Einspeisevergütung. Ziele: Das Projekt hat zum Ziel zu ermitteln, wie sich bestehende Anlagen durch eine technisch-ökonomisch möglichst optimale Betriebsweise unter den bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen optimal im neuen Marktumfeld positionieren können. Parallel dazu werden die Effekte der veränderten Betriebsweisen und Einspeisungen auf die CO2-Bilanz der Anlagen ermittelt. Ziel des Projektes ist es weiter, Informationen zur praktischen Umsetzung und zur Nutzung der Flexibilitätsprämie aufzuarbeiten, zu verbreiten, sowie der Politik Empfehlungen zur Einführung des Instruments zu geben. Maßnahmen: Im Rahmen des Projektes werden verschiedene Praxisanlagen, die die Flexibilitätsprämie nutzen bzw. planen zu nutzen, detailliert technisch und ökonomisch analysiert. Dabei werden u. a. getätigte sowie geplante Investitionen zur Steigerung der Anlagenflexibilität ermittelt. Das DBFZ entwickelt ein Modell zur technisch-ökonomisch-ökologischen Optimierung. Zudem synchronisiert das DBFZ die vom Vorhabenspartner Next Kraftwerke analysierten unterschiedlichen Vermarktungsoptionen mit den zum Einspeisezeitpunkt erfassten Betriebsdaten der Anlagen und ermittelt, ob eine ökonomisch sinnvollere Vermarktung im Betrachtungszeitraum möglich gewesen wäre. Im nächsten Schritt wird untersucht, ob mit der Veränderung verschiedener Anlagenkomponenten eine ökonomisch sinnvolle Steigerung der Flexibilität möglich ist. (Text gekürzt)

VMPT - Vernetzte Mehrphasentransporttechnik, Sub Sea, Off- und Onshore (Deutsch-Russische F & E-Kooperation), Erweiterung der Berechnungsgrundlagen für Mehrphasenpumpen auf MDA und zur Gewinnung von Kohlenwasserstoffen on- und offshore unter Vermeidung von Gasabfackelung

Das gesamte Forschungsvorhaben zielt auf die Ressourcenschonung im Gebiet der Erdöl- und Erdgasgewinnung ab. Bei der reinen Erdölgewinnung entgast das Erdgas und wird häufig nutzlos abgefackelt. Diese Ressourcenverschwendung soll durch den Einsatz von Mehrphasenpumpen reduziert bzw. ganz verhindert werden. Die Förderung der beiden Phasen (Erdöl und Erdgas) soll vom Bohrloch bis zu einer zentralen Sammelstelle komplett mehrphasig erfolgen. Zur Darstellung der Strömungs- und thermodynamischen Effekte im Bohrloch soll eine Versuchsanlage betrieben werden. Hiermit soll die vertikale Strömung des Öl-Gas-Gemisches untersucht und analysiert werden. Außerdem wird mit der Versuchsanlage auch das Strömungsverhalten von vernetzten mehrphasigen Transportmodellen simuliert und untersucht. Auf Basis der experimentellen Untersuchungen soll eine Datenbank erstellt werden, mit welcher ein Simulationsprogramm zur Auslegung verschiedener Mehrphasenpumpen in der gesamten Förderstrecke verbessert werden soll. Sie dient auch zur Findung verbesserter Lösungen des mehrphasigen Erdgas- und Erdöltransports.

WD 8 - 012/18 Einzelfragen zu Hydraulic Fracturing in den USA

Kurzinformation des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 4 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Einzelfragen zu Hydraulic Fracturing in den USA Die Quantifizierung des Anteils klimaschädlicher Gase, die beim Förderprozess / Verarbeitungs- prozess von Erdgas und Erdöl mithilfe von Hydraulic Fracturing in den USA entweichen, ist all- gemein schwer zu beantworten. Die Messungen hängen von der Methodik und zahlreichen weite- ren Faktoren wie beispielsweise dem Wetter ab; beispielsweise fallen Wintermessungen allge- mein höher aus (vgl. hierzu Oltmans et al. 2014 ). Eine standardisierte unumstrittene Methodik 1 und Prozedur existiert nicht. Eine grundsätzliche Diskussion der Problematik findet sich in Allen 2014 , ferner Allen 2016 . 2 3 Abschätzungen sind Gegenstand der Publikationen Karion et al. 2015 und Karion et al. 2013 , 4 5 die Auswirkungen einer Panne werden in Conley et al. 2015 beschrieben. Aufgrund dessen, dass 6 - wie dargestellt - keine einheitlichen Messergebnisse angegeben werden können, ist auch ein quantitativer Vergleich mit dem Aufkommen von Schadstoffen durch andere Prozesse (Haushalt, 1 Oltmans, S., R. Schnell, B. Johnson, G. Pétron, T. Mefford, and R. Neely III. 2014. Anatomy of wintertime ozone associated with oil and natural gas extraction activity in Wyoming and Utah. Elem. Sci. Anthol. 2:000024. doi:10.12952/journal.elementa.000024. 2 Allen, D.T. 2014. Methane emissions from natural gas production and use: Reconciling bottom-up and top- down measurements. Curr. Opin. Chem. Eng. 5:78–83. doi:10.1016/j.coche.2014.05.004. 3 David T. Allen (2016) Emissions from oil and gas operations in the United States and their air quality implica- tions, Journal of the Air & Waste Management Association, 66:6, 549-575, doi:10.1080/10962247.2016.1171263. 4 Karion, A., C. Sweeney, E.A. Kort, J.B. Shepson, A. Brewer, M. Cambaliza, S.A. Conley, K. Davis, A. Deng, M. Hardesty, S.C. Herndon, T. Lauvaux, T. Lavoie, D. Lyon, T. Newberger, G. Pétron, C. Rella, M. Smith, S. Wolter, T. I. Yacovitch, and P. Tans. 2015. Aircraft-based estimate of total methane emissions from the Barnett Shale region. Environ. Sci. Technol. 49:8124–8131. doi:10.1021/acsest.5b00217. 5 Karion, A., C. Sweeney, G. Pétron, G. Frost, R.M. Hardesty, J. Kofler, B.R. Miller, T. Newberger, S. Wolter, R. Banta, A. Brewer, E. Dlugokencky, P. Lang, S.A. Montzka, R. Schnell, P. Tans, M. Trainer, R. Zamora, and S. Conley. 2013. Methane emissions estimate from airborne measurements over a western United States natural gas field. Geophys. Res. Lett. 40:1–5. doi:10.1002/grl.50811. 6 Conley, S., G. Franco, I. Faloona, D.R. Blake, J. Peischl, and T.B. Ryerson. 2016. Methane emissions from the 2015 Aliso Canyon blowout in Los Angeles, CA. Science 351:1317–1320. doi:10.1126/science.aaf2348. WD 8 - 3000 - 012/18 (1. Februar 2018) © 2018 Deutscher Bundestag Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeit- punkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abge- ordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unterliegende, ge- schützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fach- bereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 2 Einzelfragen zu Hydraulic Fracturing in den USA Verkehr etc.) nicht möglich. Allerdings werden einzelne Aspekte des Schadstoffvergleichs in ver- schiedenen Publikationen andiskutiert: Kort et al. 2014 , Lamb et al. 2015 , Litovitz et al. 2013 , 7 8 9 McKain et al. 2015 , Zavala-Araiza et al. 2015 . 10 11 Die vorrangig zu benennenden Quellen für die Freisetzung von Partikeln und flüchtige organi- sche Verbindungen (VOCs), insbesondere Methan, sind laut einer aktuellen Publikation zum „Schiefergas-Boom in den USA“ 12 • Dieselmotoren (LKWs und Stromerzeugungsprozess) • Lecks (in Verarbeitungs- und Transporteinrichtungen entweichen durch Lecks insbe- sondere Methan) • Verdunstung (Verdunstung von Flüssigkeiten, z.B. offene Lagerbecken) • Stützmittel (eventuell durch Kieselsandverwendung) • Abfackeln von Erdgas (Abfackeln von Erdgas aus der Flowbackphase, es entsteht ins- besondere CO2) • bodennahes Ozon (durch Reaktion von Luftschadstoffen). Eine übersichtliche kurze Einführung in die Problematik der Methanemissionen aus der Erdgas- lieferkette bietet das Kapitel „Methane Emissions from the Natural Gas Supply Chain“ in einem 2015 erschienenen Buch zu „Environmental and Health Issues in Unconventional Oil and Gas Development“ . 13 7 Kort, E.A., C. Frankenberg, K.R. Costigan, R. Lindenmaier, M.K. Dubey, and D. Wunch. 2014. Four corners: The largest US methane anomaly viewed from space. Geophys. Res. Lett. 41:6898–6903. doi:10.1002/2014GL061503. 8 Lamb, B.K., S.L. Edburg, T.W. Ferrara, T. Howard, M.R. Harrison, C.E. Kolb, A. Town-send-Small, W. Dyck, A. Possolo, and J.R. Whetstone. 2015. Direct measurements show decreasing methane emissions from natural gas local distribution systems in the United States. Environ. Sci. Technol. 49:5161−5169. doi:10.1021/es505116p. 9 Litovitz, A., A. Curtright, S. Abramzon, N. Burger, and C. Samaras. 2013. Estimation of regional air quality dam- ages from Marcellus Shale natural gas extraction in Pennsylva-nia. Environ. Res. Lett. 8:014017. doi:10.1088/1748-9326/8/1/014017. 10 McKain, K., A. Down, S.M. Raciti, J. Budney, L.R. Hutyra, C. Floerchinger, S.C. Herndon, T. Nehrkorn, M.S. Zahniser, R.B. Jackson, N. Phillips, and S.C. Wofsy. 2015. Methane emissions from natural gas infrastructure and use in the urban region of Boston, Massachusetts. Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A. 112:1941–1946. doi:10.1073/pnas.1416261112. 11 Zavala-Araiza, D., D.T. Allen, M. Harrison, F.C. George, and G.R. Jersey. 2015. Allocating Methane emissions to natural gas and oil production from shale formations. ACS Sustain. Chem. Eng. 3:492–498. doi:10.1021/sc500730x. 12 Meyer-Renschhause, M.; Klippel, P.: Schiefergas-Boom in den USA, Metropolis-Verlag, Marburg 2017; ISBN: 978-3-7316-1258-2. 13 Kaden, Debra; Rose, Tracie: Environmental and Health Issues in Unconventional Oil and Gas Development; 7. Dezember 2015; ISBN: 9780128041116. Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 3 Einzelfragen zu Hydraulic Fracturing in den USA Auf die Problematik der Lecks wird anhand spezifischer US-amerikanischer Beispiele in folgen- den Publikationen eingegangen: Brandt et al. 2014 , Peischl et al. 2015 , Subramanian et al. 14 15 2015 .16 Die Auswirkung von VOCs auf die Umwelt (und Treibhausbilanz) wird in verschiedenen Publi- kationen diskutiert. Ein Übersichtsartikel aus dem Jahr 2014 untersucht Emissionen und Auswir- kungen von Luftschadstoffen, die mit der Schiefergasproduktion und -nutzung verbunden sind. Emissionen und Auswirkungen von Treibhausgasen, photochemisch aktiven Luftschadstoffen und toxischen Luftschadstoffen werden beschrieben. Neben den direkten atmosphärischen Aus- wirkungen der erweiterten Erdgasförderung werden auch indirekte Effekte genannt. In einem 17 anderen Artikel aus dem Jahr 2015 geht der Autor auf die Klimawirksamkeit von Methan ein. 18 Hier werden unterschiedliche Größen (basierend auf unterschiedlichen Studien) der Methan- emissionen bei der Produktion von Schiefergas angegeben. Zusammenfassend konstatiert der Au- tor, dass die Schiefergasproduktion (im Zeitraum 2009-2011), wenn man sich den gesamten „life cycle“ ansehe (einschließlich Lagerung und Lieferung), zur Emission von durchschnittlich 12% des produzierten Methans geführt hat. Trendbetrachtungen zu Treibhausgasemissionen mit und ohne Methangasemission werden ebenfalls untersucht und grafisch dargestellt. Zwei wesentliche Daten-Quellen für die Methangasemission-Berichterstattung in den USA sind zum einen das US Greenhouse Gas Inventory (GHGI). Hierbei handelt es sich um einen jährli- chen Bericht, der die Schätzwerte US-amerikanischer Treibhausgasemissionen nach Quell-Kate- gorien ab 1990 bis zwei Jahre vor Publikationsdatum angibt. Er wird in Erfüllung der Verpflich- tungen der United Nations Framework Convention on Climate Change publiziert. Es gab in den vergangenen Jahren eine Reihe methodischer Veränderungen. Das Greenhouse Gas Reporting Pro- gram (GHGRP) ist ein obligatorisches Berichterstattungsprogramm für US-amerikanische Einrich- tungen mit einer jährlichen Treibhausgasemission von mehr als 25.000 Tonnen Kohlendioxi- däquivalent. Die neuesten Daten stammen von 2016. 14 Brandt, A.R., G.A. Heath, E.A. Kort, F. O’Sullivan, G. Pétron, S.M. Jordaan, P. Tans, J. Wilcox, A.M. Gopstein, D. Arent, S. Wofsy, N.J. Brown, R. Bradley, G.D. Stucky, D. Eardley, and R. Harriss. 2014. Methane leaks from North American natural gas systems. Science 343:733–735. doi:10.1126/ science.1247045. 15 Peischl, J., T.B. Ryerson, K.C. Aikin, J.A. de Gouw, J.P. Gilman, J.S. Holloway, B.M. Lerner, R. Nadkarni, J.A. Neuman, J.B. Nowak, M. Trainer, C. Warneke, and D.D. Parrish. 2015. Quantifying atmospheric methane emis- sions from the Haynesville, Fayetteville, and northeastern Marcellus shale gas production regions. J. Geophys. Res. Atmos. doi:10.1002/2014JD022697. 16 Subramanian, R., L.L. Williams, T.L. Vaughn, D. Zimmerle, J. R. Roscioli, S.C. Herndon, T.I. Yacovitch, C. Floerchinger, D.S. Tkacik, A.L. Mitchell, M.R. Sullivan, T.R. Dallmann, and A.L. Robinson. 2015. Methane emissions from natural gas compressor stations in the transmission and storage sector: Measurements and com- parisons with the EPA Greenhouse Gas Reporting Program Protocol. Environ. Sci. Technol. 49:3252−3261 doi:10.1021/es5060258. 17 Allen, D.T. 2014. Atmospheric emissions and air quality impacts from natural gas production and use. Annu. Rev. Chem. Biomol. Eng. 5:55–75. doi:10.1146/annurev-chembioeng-060713-035938. 18 Howarth, Robert W.: Methane emissions and climatic warming risk from hydraulic fracturing and shale gas de- velopment: implications for policy; Energy and Emission Control Technologies 2015:3 45–54. Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)

WD 8 - 117/19 Zu Methan-Verlusten

Kurzinformation des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 3 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Zu Methan-Verlusten Die Verluste von Methan bei der Produktion von Erdöl und Erdgas werden seit einiger Zeit im- mer wieder diskutiert, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass es sich hierbei um ein Treibhausgas handelt. In einem Bericht im Deutschlandfunk am 6.12.2017 wird berichtet, dass „Rund 75 Millionen Tonnen – so viel Methan entweicht jedes Jahr bei der Produktion von Erdöl und Erdgas in die Atmosphäre, schätzt die Internationale Energieagentur IEA in Paris.“ In die- 1 sem Artikel werden auch Minderungsmöglichkeiten diskutiert. In einem Beitrag des Bundesver- bandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. wird ebenfalls eine Schätzung für Methanverluste be- zogen auf Deutschland angegeben: „Im Jahr 2012 betrugen die Methanverluste bei der Erdgaspro- duktion in Deutschland rund 0,02 Prozent.“ 2 Das Umweltbundesamt hat ein Projekt „Treibhausgas-Minderungspotenziale in der europäi- schen Gasinfrastruktur“ beauftragt, im Zuge dessen untersucht werden sollte, wie und in wel- chem Ausmaß Methanverluste durch den Import von Erdgas nach und die Verteilung in Deutsch- land entstehen. Emissionen werden hier unterteilt nach dem Zeitpunkt, wann sie anfallen: 3 1) Förderung Die Autoren konstatieren: „Bei der Erdgasförderung entstehen Emissionen durch Blowout, Freifördern/Ausblasen, Abfackeln sowie Undichtheiten von Bohrungen und Obertageanla- gen. Als Hauptquelle wurde das Abfackeln identifiziert, wobei die Emissionen hier nicht als Methan, sondern fast ausschließlich als CO2 anfallen. Die Quantifizierung gestaltete sich insofern schwierig, dass keine Trennung der Emissionen der Erdgas- bzw. der Erdöl- 1 Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/methanverluste-lecks-in-der-oel-und-gasindust- rie.676.de.html?dram:article_id=402450 [Abruf am 4. September 2019]. 2 Quelle: https://www.bveg.de/Erdgas/Umwelt-und-Sicherheit/Klimaschutz [Abruf am 4. September 2019]. 3 Vgl. hierzu: https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Forschungsdatenbank/fkz_3712_41_344_treib- hausgas_minderungspotenziale_bf.pdf [Abruf am 4. September 2019]. WD 8 - 3000 - 117/19 (4. September 2019) © 2019 Deutscher Bundestag Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeit- punkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abge- ordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unterliegende, ge- schützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fach- bereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 2 Zu Methan-Verlusten förderung erfolgen konnte. Somit wurden die Emissionen wahrscheinlich zu hoch ange- setzt. Die Emissionen durch die Erdgasförderungen besitzen auf den meisten Routen einen Anteil von mehr als 50 % und stellen damit die Hauptquelle dar.“ 4 2) Transport und Verteilung Die Autoren konstatieren: „Für die Transportnetzebene konnte auf Basis der detaillierten Berechnungen für die definierte Transportroute 3 b grundsätzlich nachgewiesen werden, dass bei einem klassischen onshore Erdgastransport, über alle Betriebsarten summiert, ca. 77 % der Emissionen an den Anlagen des Transportnetzes (also den Verdichterstationen) und nur ca. 23 % an den Rohrleitungen (hauptsächlich an den Absperrschiebern) entste- hen. Für russische Transportrouten ergaben sich durchschnittlich Verluste in Höhe von ca. 0,3 % der maximalen Importkapazität. Für die wesentlich kürzeren niederländischen Transportrouten liegen die Verluste bei durchschnittlich 0,1 % der Importkapazität und an den norwegischen Transportleitungen konnten keine Emissionen bestimmt werden, da sie offshore verlegt sind und weder Verdichterstationen noch Absperrschieber besitzen. Der exemplarisch durchgeführte Erdgastransport sowie die -verteilung innerhalb Deutsch- lands weist hingegen Emissionen von 98 % (1.397.075 m³/a, russisches Erdgas) für Rohr- leitungen und nur 2 % (21.487 m³/a, russisches Erdgas) für die Anlagen des Gasnetzes (Gasdruckregel-(mess-)anlagen) auf. Hauptursache der Emissionen an den Erdgasleitungen sind Leckagen im Normalbetrieb, die für ungefähr 50 % der Emissionen verantwortlich sind. Der Bereich des inländischen Gastransports/-verteilung enthält im vorliegenden Be- richt keine Zwischenverdichterstationen, da diese ausschließlich beim Transport außer- halb Deutschlands berücksichtigt wurden.“ 5 3) Speicherung Die Autoren konstatieren: „In Deutschland muss nachgewiesen werden, dass ein Erdgas- speicher technisch dicht ist, um bergrechtlich genehmigt zu werden. Ein intensives und kontinuierliches Monitoringprogramm stellt die Sicherheit an deutschen Erdgasspeichern dar. Veröffentlichungen bezüglich Leckageraten für deutsche Untergrundspeicher sind derzeit nicht bekannt.“ 6 4 Ebd., Seite 168 5 Ebd. 6 Ebd. Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 3 Zu Methan-Verlusten Eine Dokumentation der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2018 stellt umfangreich Material zu „Methanverluste entlang der Prozesskette von Flüssiggas (LNG)“ zusammen. 7 *** 7 Quelle: https://www.bundestag.de/resource/blob/565016/7aad8bfcffa7575b29130435b3de6bb5/wd-8-050-18- pdf-data.pdf [Abruf am 4. September 2019]. Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)

Vorhaben: Teilprojekt 4^ERANET BONUS: BONUS-73 - BALTIC GAS: Methanemission in der Ostsee: Gasspeicherung und Auswirkungen des Klimawandels und der Eutrophierung^Vorhaben: Teilprojekt 3, Vorhaben: Teilprojekt 2

Bestimmung der Ausbreitung von Methan in durch das BONUS-Projekt definierten Schlüsselregionen der Ostsee: Bestimmung der Ausbreitung von gashaltigen Sedimenten, Visualisierung von Gasblasenaustritten, Bestimmung des Konzentrationsfeldes und der isotopischen Zusammensetzung von Methan, Quantifizierung der Emission von Methan in die Atmosphäre Teilnahme an im BONUS-Antrag definierten Forschungsfahrten (4), Koordination der Fahrt 2009 mit FS Poseidon oder Alkor, Kernbeprobung und Echolotkartierung, Einsatz von Fächerecholot und Single Beam Lot zur 3-D-Visualisierung von Gasflares und hochauflösender battymetrischer Kartierung, Beprobung des Sediments und der Wassersäule auf CH4 und stabile Kohlenstoffisotopien, Bestimmung des Gasaustauschs an der Grenzfläche Wasser-Luft mit Hilfe der Equilibrationstechnik, Veröffentlichung der Ergebnisse und Aufbereitung für die Baltic Gas Datenbank Steigerung des Verständnisses des Methankreislaufs der Ostsee, besonders in Hinblick auf anthropogen verursachte Änderungen, als Grundlage für Gesellschaft und Entscheidungsträger.

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