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Bau einer neuartigen Schmiedepresse

Gustav Grimm Edelstahl-Werk GmbH & Co. KG, eine mittelständische Freiformschmiede, plant die Errichtung einer neuartigen Schmiedepresse in Remscheid / Nordrhein-Westfalen. Durch den Einsatz des innovativen Verfahrens sind deutliche Umweltentlastungen, insbesondere die Einsparung von Energie und Wasser verbunden. Geschmiedete Bauteile für den Maschinenbau, die Automobil-, Luftfahrt-, Energie- und Umweltindustrie werden in Europa von ca. 400 Gesenk- und Freiformschmieden erzeugt. In Freiformschmieden werden Einzelteile und Kleinserien freier Kontur von 50 Kilogramm bis 100 Tonnen hergestellt. Die Verformungsarbeit erfolgt bei Gewichten bis zu 2 Tonnen dem Stand der Technik gemäß überwiegend mit Hilfe von Dampfschmiedehämmern. Diese Hämmer weisen aufgrund des hohen Energie- und Wasserbedarfs bei der Dampferzeugung ein erhebliches Emissionspotenzial auf. Daneben kommen Schmiedepressen in Frage, die jedoch eine deutlich geringere Schmiedeleistung pro Aggregat haben und darüber hinaus deutlich höhere Investitionskosten verursachen. Bei gängigen Freiformschmiedepressen wird das zu schmiedende Material zwischen einem beweglichen Ober- und einem feststehenden Untersattel verformt und fließt in die vier Richtungen, die nicht durch das Schmiedewerkzeug begrenzt werden. Nach erfolgter Überschmiedung einer Seite des Vormaterials wird der Schmiedeknüppel mittels eines Manipulators gedreht und der gleiche Umformvorgang erfolgt wieder- kehrend bis der gewünschte Querschnitt bzw. die gewünschte Länge erreicht ist. Bei dem erstmals geplanten neuartigen Schmiedeverfahren besitzt die Schmiedepresse neben dem von oben pressenden Obersattel ein zusätzliches Schmiedewerkzeug, das eine Breitung des Schmiedematerials unter der Presse verhindert. Diese Maßnahme ermöglicht eine Erhöhung der Schmiedegeschwindigkeit um den Faktor 1,5-2. Damit einher geht auch die mögliche Fertigstellung eines Bauteils in einem Schmiedevorgang, die Handlingprozesszeiten werden reduziert und ein Zwischenwärmen des Materials entfällt. Gleichzeitig soll durch den Einsatz des Schmiedewerkzeugs die Maßhaltigkeit des Schmiedesprozesses deutlich erhöht und damit der Anfall von Abfällen aus der weiteren Bearbeitung reduziert werden. Das Werkzeug soll so multifunktional einsetzbar sein, dass ohne aufwändige Umbauten die verschiedenen Formen und Dimensionen von Stabstählen schmiedbar sind. Daneben sollen die drei vorhandenen Stecköfen durch einen deutlich energieeffizienteren Drehherdofen neuer Bauart und Steuerung sowie die manuellen Manipulatoren durch Schienenmanipulatoren ersetzt werden. Diese Maßnahmen sind notwendig, um den erwarteten Geschwindigkeitsvorteil des neuen Schmiedeverfahrens nutzbar zu machen. Durch den Einsatz der neuartigen Schmiedepresse treten deutliche Umweltentlas- tungen auf: Der Energieeinsatz kann deutlich reduziert werden. Der Wasserverbrauch der Dampfhämmer wird durch das neue Schmiedeverfahren komplett eingespart. Es fällt kein Ölschlamm mehr an, der durch die Vermischung des kondensierten Dampfes mit dem Schmieröl für die Hämmer entstand. Lärm und Erschütterungen des Schmiedeverfahrens können durch den Einsatz der Schmiedepresse deutlich reduziert werden. Durch die verbesserte Maßhaltigkeit des neuen Verfahrens soll der Anfall der Späne halbiert werden. Zudem wird mit der Anwendung des neuen Schmiedepressenverfahrens eine Erhö- hung der Schmiedegeschwindigkeit und damit ein ökonomischer Vorteil erwartet. Durch die erfolgreiche Demonstration dieses Modellvorhabens wird ein Impuls zur Einführung umweltfreundlicher Verfahren in Freiformschmieden ausgehen. Branche: Metallverarbeitung Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Gustav Grimm Edelstahl-Werk GmbH & Co KG Bundesland: Nordrhein-Westfalen Laufzeit: 2003 - 2005 Status: Abgeschlossen

Erste öffentliche Diskussion des Asse-Rückholplans

Das Experiment ist gelungen: Zwar ist ein interaktiver Livestream kein Ersatz für eine Diskussion auf Augenhöhe und im gleichen Raum. „Aber die Diskussion über den Rückholplan für die radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II ist mit dem der dreistündigen Übertragung aus der Info Asse nun eröffnet worden“, sagte der Vorsitzende der BGE-Geschäftsführung Stefan Studt im Anschluss an die Veranstaltung. Der Livestream ist insgesamt 1391 Mal wiedergegeben worden, in der Spitze haben 251 Personen den Stream zeitgleich angeschaut, und nach drei Stunden waren immer noch 48 Zuschauerinnen und Zuschauer mit dabei. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat auf Anregung der Asse-2-Begleitgruppe den Rückholplan präsentiert und erstmals zur Diskussion gestellt. Über eine Videokonferenz waren die Mitglieder der Asse-2-Begleitgruppe und ihrem wissenschaftlichen Beratungsgremium der AGO in die Veranstaltung zugeschaltet. Dort haben sich auch der Staatssekretär im Umweltministerium Jochen Flasbarth und der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies mit in die Diskussion eingebracht. Jochen Flasbarth, zugleich auch Aufsichtsratsvorsitzender der BGE, sagte zu Beginn der Veranstaltung: „Ich bin überzeugt, dass wir jetzt einen Plan haben, der eine gelingende Rückholung möglich macht. Dazu müssen wir streiten, aber eben am Ende auch an einem Strang ziehen." Wie Olaf Lies wies auch er darauf hin, dass beide gerne bei einer Präsentation des Plans in der Asse-2-Begleitgruppe am 20. März dabei gewesen wären. Die Sitzung musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Olaf Lies sieht den Rückholplan als Basis für eine „transparente, nachvollziehbare und konsequente“ Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse. Er hatte schon im vergangenen Jahr einen Gesamtplan gefordert und lobte, dass mit dem geplanten Bau des Rückholbergwerks „nun auch sichtbar wird, dass sich etwas tut“. Bisher habe sich viel „im Verborgenen unter Tage“ abgespielt, stellte er fest. Der technische Geschäftsführer der BGE, Dr. Thomas Lautsch, betonte, dass mit dem Rückholplan der Dialog mit den Genehmigungsbehörden begonnen werden soll. Damit die Abfälle zurückgeholt werden können, sei nicht nur das Rückholbergwerk notwendige Voraussetzung sondern auch der Bau einer Abfallbehandlungsanlage mit einem Zwischenlager. Wie sich die BGE die Rückholung und die weitere Bearbeitung der Abfälle vorstellt, stellte der Abteilungsleiter Rückholung, Dirk Laske, vor. (PDF, 2,04 MB) Die Asse-2-Begleitgruppe stellte ihre Fragen direkt in der Videokonferenz. Dabei ging es beispielsweise um die Belüftung des Bergwerks, mögliche radioaktive Emissionen, es ging um das Asse-nahe Zwischenlager und Bergungstechniken. Die Öffentlichkeit beteiligte sich mit Fragen über die Chat-Funktion während des Live-Strams auf dem YouTube-Kanal der BGE. Die langjährige frühere Europaabgeordnete Rebecca Harms wollte beispielsweise wissen, für welches radioaktive Inventar das Zwischenlager geplant wird. Im Chat gab es zahlreiche kritische Fragen, was die Standortauswahl des Zwischenlagers in unmittelbarer Nähe zum Betriebsgelände der Schachtanlage Asse II betrifft. Es ging aber auch um die Kosten und die Frage, warum die BGE für die weitere Erkundung der Einlagerungskammern nur noch jeweils ein Jahr einplant, obwohl doch die Erkundung von zwei Einlagerungskammern im Zuge der sogenannten Faktenerhebung acht Jahre gedauert habe. Dirk Laske und Dr. Thomas Lautsch haben viele der Fragen gleich live beantwortet. Wer sich den Live-Stream noch einmal anschauen möchte, findet die Aufzeichnung des Live-Streams auf dem YouTube-Kanal der BGE (externer Link) . Die Fragen, die im Rahmen der Veranstaltung noch nicht beantwortet werden konnten, werden in den kommenden Wochen schriftlich nachgereicht. Auf der Homepage der BGE im Schwerpunkt Rückholung unter Fragen und Antworten werden die aufgeworfenen Fragen weiter bearbeitet. Und selbstverständlich können auch noch weitere Fragen gestellt werden. Über die E-Mail-Adresse dialog(at)bge.de können jederzeit Anfragen an die BGE gestellt werden.

Teilprojekt: Tiefgehender Serpentinit-Schlammvulkanismus am Mariana Vorbogen

Das Projekt "Teilprojekt: Tiefgehender Serpentinit-Schlammvulkanismus am Mariana Vorbogen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Innsbruck, Institut für Geologie durchgeführt. Der Antragsteller formuliert zwei Hauptforschungsziele: Bestimmung der räumlichen und zeitlichen Veränderungen in aktiven Schlammvulkanen des Marianen Vorbogens sowie Integrierung der durch Laboranalysen produzierten Datensätze mit ähnlichen Daten von Schlammvulkanen aus der Tiefzone in gealterten Ablagerungskomplexen (Mittelmeer, Japan).Dieser Vergleich wird es ermöglichen, die Funktion von Schlammvulkanen in verschiedenen Subduktionszonen zu ermitteln und Aufschluss geben über ihre Rolle als direktes Fenster zu den abtauchenden Sedimenten. Der erste Teil dieses Antrags fokussiert sich auf den Marianen-Konvergenzrand, den nord-westlichen Pazifik, als eine alte, kalte Subduktionszone, die die größten Schlammvulkane der Erde beherbergt. Während IODP 366 werden drei Profile an Gipfeln und Flanken von drei Schlammvulkanen mit unterschiedlichen Größen, Tiefen und in aufsteigenden Entfernungen zum Graben gebohrt. Besonderer Schwerpunkt der Messungen am MARUM (Universität Bremen) wird die Bestimmung der Beziehung zwischen Rheologie und Mineralogie der Schlammmatrix sein. Der Serpentinit-Schlamm wird auf einachsige Verfestigung getestet, und seine mineralogische Zusammensetzung wird mit speziellem Augenmerk auf den Tonanteil bestimmt, der hochwahrscheinlich für die rheologischen Unterschiede verantwortlich ist. Durch Messungen der Viskosität, Permeabilität und Index-Eigenschaften von beiden - Klast und Schlamm - plant der Antragsteller außerdem die Verbindung zwischen der Geometrie der Zuflusskanäle und der Quelle der Schlammvulkane zu untersuchen. Durch eine vorangestellte Charakterisierung des Eruptionsmechanismus werden diese Messungen ermöglichen, die Schlammvulkan-Gebilde mit ihren tiefen Ursprüngen in Zusammenhang zu setzten. Der zweite Teil der Arbeit basiert auf dem Vergleich der Daten vom Marianen Vorbogen mit Schlammvulkanen am Mittelmeerrücken und am Nankaitrog. Dieser Ansatz ist Teil der Erforschung der sogenannten Subduktionsfabrik, denn Schlammvulkane bieten auf natürliche Weise Einblicke in tiefe Subduktionszonenprozesse. Die IODP Expedition 366 zum Marianen Vorbogen ist ein Unternehmen vergleichbar mit der ODP Expedition 160, bei der im Akkretionskeil des Mittelmeerrückens Bohrungen an ebenso vielen Schlammvulkanen erfolgreich durchgeführt wurden. Die Sedimente von ODP Expedition 160 wurden bereits extensiv mit verschiedenen Techniken analysiert und stellen die Grundlage für eine Reihe von Vergleichsanalysen des Antragstellers dar. Zusätzlich werden Sedimentproben aus verschiedenen Expeditionen des MARUM zum Mittelmeerrücken als auch zum Nankaitrog mit den gleichen Methoden analysiert wie im ersten Teil des Antrages beschrieben. Dadurch können die drei Gebiete, die sich in ihrer Geometrie weitgehend unterscheiden, miteinander verglichen werden und es können Rückschlüsse auf das rheologische Verhalten der Produkte der Schlammvulkane gezogen werden und wie diese die Balance zwischen Fluiden und Festkörpern in Subduktionszonen beeinflussen.

Sicherheitstechnische Fragen der längerfristigen Zwischenlagerung bestrahlter Brennelemente und verglaster hochradioaktiver Abfälle

Das Projekt "Sicherheitstechnische Fragen der längerfristigen Zwischenlagerung bestrahlter Brennelemente und verglaster hochradioaktiver Abfälle" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH durchgeführt.

Restporosität und -permeabilität von kompaktierendem Salzgrusversatz in einem HAW-Endlager (REPOPERM)

Das Projekt "Restporosität und -permeabilität von kompaktierendem Salzgrusversatz in einem HAW-Endlager (REPOPERM)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH - Fachbereich Endlagersicherheitsforschung durchgeführt. Die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle (HAW) in geologischen Steinsalzformationen sieht die Einbringung verglaster HAW-Kokillen, teils auch die direkte Endlagerung von 5 m langen Brennstabkokillen in tiefen vertikalen Bohrlöchern und die direkte Endlagerung von Brennelementen in selbstabschirmenden Pollux-Behältern in horizontalen Strecken vor. Einlagerungs-Bohrlöcher und -Strecken werden für den völligen Einschluss der Abfälle im Wirtsgestein mit artgleichem Salzgrusversatz verfüllt. Anhand der bisherigen Ergebnisse kann nicht sicher genug abgeschätzt werden, welcher Kompaktionsgrad und welche Restporosität/-permeabilität erreicht werden, und welche Konsequenzen sich für Langzeitsicherheitsanalysen ergeben. Es wird ermittelt, welche Prozessabläufe hinsichtlich des vollständigen Einschlusses eine besondere Signifikanz besitzen, und welche experimentellen Daten für verbesserte Systemanalysen bereit zu stellen sind. Ziel ist die relevanten Prozesse bei der Konsolidierung von Salzversatz zu ermitteln und ein Arbeitsprogramm für die erforderliche Weiterentwicklung von THMC-Modellen für die Langzeitsicherheitsanalyse von HAW-Endlagern bereitzustellen.

Abtrennung von Caesium und Strontium aus dem HAW zur Nutzung als Bestrahlungsquelle

Das Projekt "Abtrennung von Caesium und Strontium aus dem HAW zur Nutzung als Bestrahlungsquelle" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Kernforschungsanlage Jülich GmbH, Institut für Chemische Technologie der Nuklearen Entsorgung durchgeführt. Durch Anwendung eines bereits entwickelten Sol/Gel-Verfahrens eroeffnet sich die Moeglichkeit, den gamma-Strahler Cs-137 und den beta-Strahler Sr-90 aus dem hochradioaktiven Abfall einer Wiederaufarbeitungsanlage abzutrennen und diese beiden Radionuklide als Strahlenquellen zu nutzen. Anwendungsgebiete fuer die Nuklide finden sich in Medizin, Biologie und Technik. Die uebrigen im HAW enthaltenen Spaltprodukte und alpha-Strahler werden im Zuge der Durchfuehrung des Verfahrens in keramischen Partikeln fixiert, die ein endlagertaugliches Produkt sein duerften. Der Waermeeintrag in das Endlager wird durch die Abtrennung des Caesiums und Strontiums um ueber 80 v.H. verringert. Grundlage des Prozesses ist ein Sol/Gel-Verfahren, das fuer die fernbedienliche Herstellung von HTR-Brennstoffen entwickelt worden ist. Fuer die Abfallverfestigung wird zunaechst ein HAW-haltiges Hydrosol (z.B. Al2O3-Sol) hergestellt.

Technical Improvement of Systems for Harvest, Transport, Storage and Dehydration of Wood and Straw for Energy under Consideration of Economical Aspects

Das Projekt "Technical Improvement of Systems for Harvest, Transport, Storage and Dehydration of Wood and Straw for Energy under Consideration of Economical Aspects" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität München, Bayerische Landesanstalt für Landtechnik durchgeführt. The study named above is divided into 5 parts. After receiving the first payment in November 1986, we started to work on the part 'briquetting of straw from cereals and rape'. The aim of this part of the study is to minimize the demand for storage space, to increase the energy density and to ease transport and handling of the straw to enlarge the scope to users of small solid fuel combustion plants like tiled stoves or fireplaces. This demands briquetts of good quality. Therefore the suitability of different crushers and briquetting systems should be tested with straw of different cereals and rape and suggestions for improving these systems should be given. First field tests of briquetting rape - and cereal straw were carried out with continuous drive piston presses and a crusher with different sieves. The measured datas of the process are shown in the table.

Lagerung und Verfestigung von MAW/LAW in untertaegigen Hohlraeumen; Arbeiten der NUKEM

Das Projekt "Lagerung und Verfestigung von MAW/LAW in untertaegigen Hohlraeumen; Arbeiten der NUKEM" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Nukem durchgeführt. Zur Lagerung und Verfestigung von MAW/LAW in untertaegigen Hohlraeumen werden die Anforderungen an ein geeignetes Belueftungssystem formuliert und der Einlagerungsbetrieb dargestellt. Fuer das Belueftungssystem werden Erfahrungen gesammelt und ausgewertet sowie Design Criterias aufgestellt. Beim Einlagerungsbetrieb werden unterschiedliche Bohrlochausruestungen beschrieben, Standzeit und Betriebsdauer fuer Kaverne und Bohrlochausruestung geprueft sowie wichtige Stoerfaelle untersucht.

Entwicklung eines Verfahrens zur Entsorgung von Eindampfrueckstaenden aus KKW durch Faellung/Flockung und Verfestigung der Faellungsprodukte

Das Projekt "Entwicklung eines Verfahrens zur Entsorgung von Eindampfrueckstaenden aus KKW durch Faellung/Flockung und Verfestigung der Faellungsprodukte" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von NUKEM Dresden durchgeführt. Die z.Z. praktizierte Entsorgung von radioaktiven Abwaessern aus Kernkraftwerken (Verdampfung und Verfestigung) fuehrt zur Inanspruchnahme grosser Endlagerkapazitaeten. Eine Entaktivierung der Eindampfrueckstaende durch Faellung/Flockung bringt eine betraechtliche Volumenreduktion und ermoeglicht die Rueckgewinnung der inaktiven Komponenten. Im Thema erfolgt die Entwicklung eines Faellungsverfahrens zur Abtrennung von Nukliden aus Eindampfrueckstaenden und die Anpassung an die Aufbereitung und Rueckgewinnung der inaktiven Inhaltsstoffe. Das Ziel der Untersuchungen ist ein komplettes Verfahrenskonzept, welches als Grundlage fuer die Auslegung einer Pilotanlage dienen kann.

Verwertung von Abfallstoffen durch Verfestigung mit Huettensand

Das Projekt "Verwertung von Abfallstoffen durch Verfestigung mit Huettensand" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Forschungsgemeinschaft Eisenhüttenschlacken e.V. durchgeführt. ,) Bei industriellen Fertigungsprozessen fallen groessere Mengen schwer verwertbarer Reststoffe in Form von Staeuben und Schlaemmen an, die leicht freisetzbare, umweltrelevante Inhaltsstoffe, insbesondere Schwermetalle, enthalten koennen. Sofern ein Reststoff nicht anders genutzt werden kann, ist die Verfestigung die beste verfuegbare Technologie, um solche Stoffe handhaben zu koennen. Durch eine Verfestigung koennen die Standfestigkeit und die Undurchlaessigkeit des Deponiekoerpers verbessert sowie umweltrelevante Schadstoffe eingebunden werden. Hierzu liegen umfassende Erfahrungen mit Zement nach DIN 1164 vor. 2) Forschungsziel ist es, Bindemittel auf der Basis von Huettensand und feinkoernigen Reststoffen zu entwickeln, um belastete Reststoffe sicher fuer die Umwelt einzubinden. Auf der Grundlage des FV 6600 sollen Bindemittelmischungen fuer die verschiedenen Anwendungsgebiete optimiert und damit eine Verwertung belasteter Reststoffe als Baustoffe sichergestellt werden. 3) Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass aus gemahlenem Huettensand mit 10 bis 40 Prozent Zusaetzen von Wirbelschichtasche aus der Braunkohlen- oder Steinkohlenfeuerung Bindemittel mit hohen Festigkeiten hergestellt werden koennen. Diese Bindemittel eignen sich fuer die Verfestigung von MV-Aschen und Recyclingmaterialien, wobei die damit hergestellten Mineralstoffgemische niedrige Auslageraten und Durchlaessigkeiten aufweisen. Die Mineralstoffgemische zeichnen sich durch hohe Druckfestigkeit aus, die je nach angestrebtem Verwertungsgebiet weiter optimiert werden koennen. 4) Feinkoernige Abfallstoffe koennen nach der Verfestigung im Bereich der Hohlraumverfuellung, als Schuettmaterial oder im Untertagebau eingesetzt werden. Grundsaetzlich ist auch der Einsatz als Dichtungsbaustoff fuer Deponiebasisabdichtungen, zur Bodenverfestigung oder fuer hydraulisch gebundene Tragschichten moeglich. Die Verwertung feinkoerniger Reststoffe durch Verfestigung eroeffnet den mit der Verwertung von industriellen Rest- und Recyclingstoffen befassten ueberwiegend klein- und mittelstaendischen Unternehmen ein neues Anwendungsgebiet, wodurch die wirtschaftliche Basis dieser Unternehmen gestaerkt wird.

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