Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Die Messung von Abwassermengen wird bei steigenden Kosten der Aufbereitung und höheren Anforderungen an Leitungssysteme immer wichtiger. In dem von der DBU geförderten Projekt 05807/01-03 'Entwicklung eines Verfahrens zur Messung der Abwassermenge in teilgefüllten Gerinnen und Freispiegelleitungen' konnten nicht alle Auflagen erfüllt werden. Bedingt durch eine Geschäftsumorientierung nahm die Jüke Systemtechnik GmbH als rechtliche Nachfolgerin der ursprünglichen Antragstellerin Fa. meta GmbH in Altenberge Abstand davon, das Projekt fortzusetzen. Nach Diskussionen mit Fachleuten der Abwassertechnik stellte sich jedoch heraus, dass durchaus ein Interesse besteht, ein Gerät, das nach dem berührungslosen Laser-Korrelationsverfahren arbeitet, zu entwickeln. Zwischenzeitlich durchgeführte Versuche und Überlegungen führten zu einem deutlich verbesserten, leichter anwendbaren Konzept. Fazit: Es konnte gezeigt werden, dass das Korrelationsverfahren zur Messung der Abwassermenge grundsätzlich geeignet ist. Dies gilt sowohl für die Messung im Zulauf als auch im Auslauf. Dabei sind folgende positiven Eigenschaften hervorzuheben: - berührungslose Messung - großer Dynamikbereich - hohe Genauigkeit der Messung der Strömungsgeschwindigkeit und des Durchflusses - variabler Messquerschnitt. Die zu Beginn des Projektes genannte Zielvorstellung ' .. ohne größere bauliche Eingriffe' messen zu können, muss allerdings relativiert werden. Zur Messung ist auch beim Korrelationsverfahren eine halbwegs gleichgerichtete, zur Messanordnung parallele Strömung, frei von großvolumigen Wirbeln, erforderlich. Um dies zu erreichen, sollte das Gerinne über eine Strecke von etwa fünf- bis zehnfacher Gerinnebreite gerade und ohne Querschnittsveränderung ausgeführt sein. In einer für den Dauerbetrieb geeigneten Ausführung sollte anstelle des Schwimmers eine automatische Höhennachführung verwendet werden. Dabei steht dann auch die aktuelle Füllhöhe als Messwert zur Verfügung, so dass auch die jeweils aktuelle Strömungsquerschnittsfläche recht genau bestimmt werden kann. Das tatsächliche Strömungsprofil über den Querschnitt wird mit Hilfe eines Modells, in das die Gerinneabmessungen und die Beschaffenheit der Begrenzungsflächen eingeht, berechnet.
Fuer den Einsatz von Algen-Bakterien-Mischkulturen bei der aeroben Behandlung oder Nachreinigung fluessiger Abfallstoffe sollen wissenschaftliche Grundlagen erarbeitet und energiesparende Technologien entwickelt werden. Definierte Substrate aus industriellen Fermentationsrueckstaenden werden in diese Versuche einbezogen.
Die Gemeinde Diemelsee führte unter Federführung der Diemelsee Abwasser GmbH im Zeitraum 2018-2022 die Planung, den Neubau und die Einfahrphase der SBR-Kläranlage Heringhausen durch. Der Diemelsee ist ein beliebtes regionales und überregionales Freizeit- und Erholungsgebiet. Der Ort Heringhausen hat ca. 400 Einwohner. In den Sommermonaten kommen aktuell bis zu 4.000 Übernachtungsgäste und weitere 1.000 Tagesgäste in den Ort. Die Zielstellung des Vorhabens beinhaltet die Umsetzung einer innovativen und zukunftsfähigen Abwasserreinigung zur Verbesserung der Energieeffizienz und Betriebssicherheit und die flexible Anpassung von Klärprozessen an saisonale Belastungsschwankungen, insbesondere durch die Einführung der Steuerung nach dem sogenannten Case-Based Reasoning-System (CBR). Die Neuplanung der Abwasserentsorgung musste dabei besondere Anforderungen bzw. Rahmenbedingungen berücksichtigen: starke Differenz zwischen Einwohnern und saisonalen Übernachtungs- /Tagungsgästen zeitweise spezielle Abwasserzusammensetzung (u a. durch abgestellte Wohnmobile (Stichwort Chemietoilette)) Besuchsspitzen durch Tagesgäste mit stark verändertem Verhältnis von Kohlenstoff und Stickstoff eine ausreichende Adaptierfähigkeit an zukünftige Tourismusentwicklungen eine ausreichende Adaptierfähigkeit an klimawandelbedingte Wetterextreme eine ausreichende Adaptierfähigkeit an stark schwankendes Fremdwasseraufkommen sowie der besonderen Schutzwürdigkeit des Diemelsee als Wasserspeicher und Freizeitgebiet. Förderinhalt war die Realisierung einer auf den zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen ausgerichteten innovativen, erstmals eingesetzten Steuerung nach dem sogenannten CBR-Verfahren (Cased Based Reasoning), einer speziellen Anwendung der Künstlichen Intelligenz. Hierfür musste für die neue SBR-Kläranlage Heringhausen auch die Elektro- und Maschinentechnik angepasst und mit speziellen digitalen Technologien für SBR-Anlagen ausgestattet werden. Hierzu zählten insbesondere: Gezielte Kontrolle der biologischen Aktivität und Belüftung auf Basis von Echtzeitdaten des biologischen Prozesses (NH 4 , NO 3 , O 2 , TS, etc.). Ermittlung, Erkennen und Nutzen effizienz- und reinigungsfördernder Prozesseinstellungen (z.B. durch Simulation erfahrungsbasierter Ereignisfälle); die Ergebnisse gehen als Eingangsdaten in den CBR-Steuerungsalgorithmus ein. Reduktion unnötiger Überschussschlammproduktion durch Vermeidung von Störfaktoren und Stress für die Bakterien durch vorausschauende Betriebsführung und Prozesskontrolle insbesondere bei Mischwasserzufluss. Kontrolle der Zuflussmengen durch vorgeschaltetes Misch- und Ausgleichsbecken und Nutzung des Vorlagespeichers für stoßweise Beschickung sowie Einsatz eines innovativen Klarwasserdekanters mit fein einstellbarem Mengenabfluss und Qualitätskontrolle des Klarwassers. Die Projektziele konnten erfolgreich umgesetzt werden. Das CBR-System ermöglicht eine flexible Anpassung der Klärprozesse an saisonale Schwankungen und führt zu einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz (um bis zu 70 Prozent im Vergleich zu zeitbasiert gesteuerten SBR-Anlagen, ohne Beeinträchtigung der Reinigungsleistung). Die SBR-Kläranlage Heringhausen zählt damit gemäß DWA A 216 zu den energieeffizientesten 5 Prozent der Kläranlagen aller Größenordnungen. In Deutschland laufen zunehmend die Genehmigungen mehrerer hundert Kläranlagen bis 5.000 Einwohnerwerten aus. Eine Genehmigungsverlängerung ist bei nahezu allen Anlagen aufgrund gestiegener Anforderungen ausgeschlossen. Die CBR-Lösung Heringhausen gilt als Muster für viele Kläranlagen, egal ob für einen Neubau oder eine Teilsanierung. Branche: Wasser, Abwasser- und Abfallentsorgung, Beseitigung von Umweltverschmutzungen Umweltbereich: Wasser / Abwasser Fördernehmer: Gemeinde Diemelsee Bundesland: Hessen Laufzeit: 2019 - 2022 Status: Abgeschlossen Förderschwerpunkt: Innovative Abwassertechnik
- Vollzug des hamburgischen Abwassergesetzes bzgl. des Sielanschluss- und Benutzungszwangs - Fertigung und Koordinierung von Stellungsnahmen zu baurechtlichen Verfahren nach § 62 HBauO sowie Beratung der Betriebe/Planverfasser/Fachbetriebe über die Entwässerungstechnik - Zulassung von Zertifizierungsorganisationen, Sachverständigenorganisationen und Fachbetrieben - Erhebung der Abwasserabgabe und Beratung der Direkteinleiter zu Sanierungsmaßnahmen und zu Verrechnungsmöglichkeiten mit der Abwasserabgabe - Vollzug des Umweltschutzrechts (Abwasser-, Wasser- und Abfallrecht) durch Zulassungen und Überwachung bei industriellen, gewerblichen und kommunalen Anlagen und Betrieben sowie Beratung zu anlagen- und betriebsbezogenen Gewässerschutzstandards
Moeglichkeiten zur Kostensenkung und Nutzung angepasster Technologien bei dezentralen Abwassersystemen in mittleren Staedten in Entwicklungslaendern. Fehlende Abwasserkontrolle ist in vielen Entwicklungslaendern Ursache fuer unhygienische und damit gesundheitsgefaehrdende Zustaende. Eine Aenderung dieser Situation kann nur mit Hilfe angepasster, dh den Gegebenheiten der Dritten Welt entsprechender Abwassertechnologie erfolgen. Ausgehend von den Anforderungen an Abwassersysteme seitens der Entwicklungslaender werden moegliche Einzelelemente-Erfassungs-Transport-und Behandlungsanlagen dargestellt, die sich nach dem Baukastenprinzip zu angepassten Gesamtsystemen zusammenfuegen lassen. Unter Beruecksichtigung moeglicher Einflussparameter wurde ein Verfahren zur Auswahl angepasster, dezentraler Abwassersysteme entwickelt.
Die Ausbildung in den umwelttechnischen Berufen wurde im Jahr 2002 eingeführt und ersetzte die bis dahin mögliche Ausbildung zum Ver- und Entsorger. Es handelt sich um Berufe des technischen Umweltschutzes. Die Absolventen werden im öffentlichen Dienst und der gewerblichen Wirtschaft ausgebildet. Der NLWKN – Betriebsstelle Hannover-Hildesheim – ist die „Zuständige Stelle“ für diese Ausbildungsberufe im öffentlichen Dienst. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Die Ausbildung in den umwelttechnischen Berufen wurde im Jahr 2002 eingeführt und ersetzte die bis dahin mögliche Ausbildung zum Ver- und Entsorger. Der NLWKN – Betriebsstelle Hannover-Hildesheim – ist die „Zuständige Stelle“ für diese Ausbildungsberufe im öffentlichen Dienst. Zum Download-Bereich mit Vordrucken Die UT-Berufe gliedern sich in vier Fachqualifikationen: Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung Kommunale und gewerbliche Betriebe der Wasserversorgung Umwelttechnologe/in für Abwasserbewirtschaftung Im Bereich von Entwässerungsnetzen sowie der Abwasser- und Klärschlammbehandlung in kommunalen und industriellen Kläranlagen Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft Entsorgungsunternehmen, Deponien, Kompostierungsanlagen, Recyclinganlagen Umwelttechnologe/in für Rohrleitungsnetze Kommunen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft Die UT-Berufe gliedern sich in vier Fachqualifikationen: Die Absolventen werden in den Kommunen und der gewerblichen Wirtschaft ausgebildet. Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Ziel der Ausbildung Ziel der Ausbildung Die Ausbildung dient dazu, Bilder aus der Ausbildungspraxis Bilder aus der Ausbildungspraxis Adresse Adresse NLWKN Betriebsstelle Hannover-Hildesheim Zuständige Stelle UT-Berufe An der Scharlake 39, D-31135 Hildesheim Telefon +49-5121-509-0 (Zentrale) Telefax +49-5121-509-196 Ansprechpartner/in Ansprechpartner/in . Weitere Informationen zu den UT-Berufen - Ausbildungsberufsbild - Ausbilder - Eignung der Ausbildungsstätte - Betriebliche Ausbildung und -überbetriebliche Ausbildung - Berufsschule - Veröffentlichte Prüfungsunterlagen Weitere Informationen zu den UT-Berufen . Weiterbildungsmöglichkeiten • Techniker/-in Wasserversorgungstechnik • Wassermeister/-in • Industriemeister/-in Rohrnetz und Rohrbetrieb • Techniker/-in Abwassertechnik • Abwassermeister/-in • Techniker/-in Abfalltechnik • Meister/-in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigung • Techniker/-in Umweltschutz • Meister/-in für Rohr-, Kanal- und Industrieservice Weiterbildungsmöglichkeiten Rechtsgrundlagen Rechtsgrundlagen
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| Weitere | 4 |
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| Zivilgesellschaft | 23 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 164 |
| Text | 15 |
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| unbekannt | 9 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 42 |
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| Deutsch | 204 |
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