In den REA-Wäschern eines Kraftwerkes wird ein hoher Anteil der wasserlöslichen oxidierten Quecksilber-Spezies im Abgas (Hgox-Anteil ca. 90Prozent) nach dem Übergang in die Waschsuspension wieder in elementarer Form re-emittiert. Die Abscheidung des Quecksilbers in den Wäschern ist infolge dieser Re-Emission unbefriedigend. Derartig hohe Re-Emissionen sind ungewöhnlich und bisher nicht in der Literatur beschrieben. Folglich sind auch keine Standard-Maßnahmen zur Beherrschung dieses Phänomens verfügbar. Im Rahmen des Vorhabens sollen folgende Betriebsversuche geplant zur Minderung der Hg-Emissionen begleitet werden: Betrieb der Waschsuspensionsaufbereitung mit erhöhter Hg-Ausschleusung, Betrieb der REA-Wäscher in Ca(OH)2-CaCO3-Hybrid Fahrweise, Betrieb der REA-Wäscher mit TMT Zugabe, Nutzung des Aktivkohleflugstromverfahrens für die Hg-Minderung, Zudem ist vorgesehen, die potentielle Spurenelement-Emissionen bei der Stabilisatherstellung zu bewerten.