Auch Wohnungseigentümergemeinschaften befassen sich mit Investitionen in Energieeffizienz und Barrierefreiheit. Es liegt auf der Hand, dass sie hier - noch mehr als bei der reinen Instandhaltung - eine große Herausforderung hinsichtlich der Entscheidungsfindung, Beschlussfassung und Maßnahmenfinanzierung zu bewältigen haben. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden anhand von Fallstudien Investitionsprozesse von Wohnungseigentümergemeinschaften analysiert. Ziel: Aus den Ergebnissen soll abgeleitet werden, - welche typischen Strukturen und Merkmale erfolgreich durchgeführte und gescheiterte Sanierungsprojekte von Wohnungseigentümergemeinschaften haben, - ob und welche Hemmnisse vorliegen und welche Möglichkeiten es gibt, vor diesem Hintergrund Investitionen im Bereich energetischer und altersgerechter Sanierung für Wohnungseigentümergemeinschaften zu erleichtern und zu beschleunigen, - welche Bedeutung Verwalter bei diesen Investitionsprozessen haben, wie sie ihre Rolle ausfüllen und welchen Qualifizierungsbedarf es gegebenenfalls gibt.
Das Projekt GreenEquityHEALTH (www.greenequityhealth.hu-berlin.de) zielt darauf ab, den Beitrag urbaner Grünflächen bei der Abmilderung globaler Herausforderungen im Zusammenhang mit Klimawandel, Urbanisierung und demographischem Wandel zu ermitteln und zu quantifizieren. Regulierende und kulturelle Ökosystemleistungen werden dazu analysiert. Am Beispiel der Stadt Leipzig werden Auswirkungen von Hitze und Luftverschmutzung auf Pflanzeneigenschaften mittels Feldmessungen und Auswertungen von Fernerkundungsdaten erfasst. Parallel dazu geben Gesundheitsmessungen, Beobachtungen und Befragungen zur wahrgenommenen Gesundheit von Parkbesuchern, insbesondere vulnerablen Gruppen wie ältere Menschen oder Kinder, Aufschluss über mögliche positive Gesundheitseffekte. Die Ergebnisse fließen in ein räumlich explizites Multikriterienmodell 'URBAN-HEALTH', das so genannte Hotspot-Flächen in einer Stadt aufzeigen wird, die von einer besonderen Belastung durch Hitze und/oder Luftverschmutzung, hoher Versiegelung, hohen Dichtegraden, geringen Grün- bzw. Freiflächenanteilen etc. gekennzeichnet sind. Aus den Analyseergebnissen werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Stadtplanungen abgeleitet. Die Ergebnisse werden in transdisziplinären Workshops mit Vertretern von Stadtplanungen sowie mit den Kooperationspartnern (Beirat) des Projektes diskutiert sowie in Form von kurzen Handlungsempfehlungen (Factsheets, Video) über diverse Kanäle auf nationaler Ebene über die Stadtplanungen sowie auf internationaler Eben durch bestehende Kooperationen mit IUCN und der WHO verbreitet.
Das Forschungsprojekt 'MobiDig' wird den Einsatz digitaler Datenressourcen für ein innovatives, umfassendes Mobilitätsmodell am Beispiel der Region Hochfranken entwickeln, experimentell testen und evaluieren. Die Stadt Hof will für die Zukunft eine bessere ÖPNV-Versorgung vor dem Hintergrund der sozialen, demografischen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Dies ist nur gemeinsam mit der Region zu realisieren. Die Sicherstellung der Mobilität seiner Bürger ist aufgrund des demographischen Wandels für die Stadt Hof eine besondere Herausforderung. Entsprechend hat die Beteiligung der die Stadt an dem Forschungsprojekt MobiDig eine strategische Bedeutung, da im Rahmen dieses Projekts ein innovatives Mobilitätskonzept für periphere Regionen im demographischen Wandel zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit und ubiquitäre Verfügbarkeit des Mobilitätsangebotes entwickelt wird. Ziel ist daher, auf der Basis der Ergebnisse dieses Projekts gerade ihrer alternden Bevölkerung auch in Zukunft ein umfassendes Angebot an Dienstleistungen im Personenverkehr anbieten zu können.
Die nachhaltige Mobilitätsversorgung in peripheren Regionen, die besonders vom demographischen Wandel betroffen sind, ist eine der großen Aufgaben der Verkehrspolitik. Das Forschungsprojekt 'MobiDig' wird den Einsatz digitaler Datenressourcen für ein innovatives, umfassendes Mobilitätsmodell am Beispielfall der Region Hochfranken konzeptionell entwickeln, testen und evaluieren. Die demografische Entwicklung des Landkreises Wunsiedel erfordert, eine Neustrukturierung des ÖPNV. Die Bürger werden älter und weniger. Es ist notwendig, den ÖPNV an die geänderte Situation anzupassen, im dem neue Angebote geschaffen werden, die auf eine hohe Verfügbarkeit, eine bessere Anbindung der dünn besiedelten Regionen und auf eine Reduktion der Kosten abzielen. Gemeinsam mit den Forschungspartnern soll ein zukunftsfähiges Konzept entwickelt werden, dass die Mobilität der Menschen in der Region erhält.