Die Firma InfraLeuna GmbH betreibt Abwasseranlagen zur ordnungsgemäßen Entsorgung des am Industriestandort Leuna anfallenden Abwassers. In der Zentralen Abwasserbehandlungsanlage ZAB Leuna werden die anfallenden industriellen Abwässer derzeit in einer zweistraßigen Turmbiologie gereinigt. Die Neuansiedlung weiterer Unternehmen sowie beabsichtigte Produktionsweiterungen bereits ansässiger Firmen führen zu einem erhöhten Abwasseranfall und erfordern eine Erhöhung der vorhandenen Abwasserbehandlungskapazität. Die InfraLeuna GmbH hat darum eine Gesamtplanung zur Erweiterung der Abwasserbehandlungsanlage in drei Bauabschnitten vorgelegt. In einem ersten Bauabschnitt wurde mit Genehmigung vom 12.12.2023 die Errichtung und der Betrieb einer Anaeroben Vorbehandlungsanlage zur Behandlung der zukünftig anfallenden Abwässer der geplanten Bio-Raffinerie der Firma UPM GmbH zugelassen. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgt 2025. Mit der nun geplanten zweiten Anlagenerweiterung soll durch die Errichtung und den Betrieb einer 3. aeroben Behandlungslinie die Redundanz der beiden Straßen der Turmbiologie wieder hergestellt werden. Der eingereichte Antrag sowie die entsprechenden Unterlagen zur Erweiterung der ZAB im 2. Bauabschnitt einschließlich der zusammenfassenden Darstellung und Bewertung der Umweltauswirkungen für das Gesamtvorhaben werden ab sofort und bis einschließlich 6. Februar 2025 auf der Internetseite des Landesverwaltungsamtes unter https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-lvwa/landwirtschaft-umwelt/abwasser/verfahren-fuer-zulassungsentscheidungen veröffentlicht. Darüber hinaus können bei den nachfolgenden Behörden die Anträge und Unterlagen zu den angegebenen Dienstzeiten eingesehen werden. Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 09:00 – 12:00 Uhr Mo. – Do. 13:00 – 16:00 Uhr Es wird um eine telefonische Terminvereinbarung unter 0345-5142889 gebeten. Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 09:00 – 12:00, Die. 13:00 – 18:00 Uhr und Mo., Mi. und Do. 13:00 – 15:00 Uhr. Es wird um eine telefonische Terminvereinbarung unter 03461-2495021 gebeten. Ab sofort und bis einschließlich 6. März 2025 können gegen das Vorhaben Einwendungen schriftlich oder elektronisch (industrieabwasser@lvwa.sachsen-anhalt.de) bei der Genehmigungsbehörde (Landesverwaltungsamt, Dessauer Straße 70, 06118 Halle) vorgebracht werden. Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de
Der Wasser- und Abwasserverband Elsterwerda betreibt zur Behandlung des kommunalen und gewerblichen bzw. industriellen Abwassers der Stadt Elsterwerda eine Abwasserbehandlungsanlage (ABA) nach dem Belebtschlammverfahren mit anaerober Schlammstabiliserung. Die Klärschlammentwässerung erfolgt aktuell mit einer Kammerfilterpresse. Diese soll nunmehr durch eine Zentrifuge inkl. peripherer Anlagen ersetzt werden.
Die InfraLeuna GmbH, Am Haupttor in 06237 Leuna hat mit Schreiben vom 30.04.2021 sowie Änderungen vom 03.09.2021 und 26.11.2021 einen Antrag gemäß § 60 Abs. 3 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) zur Erweiterung der Zentralen Abwasserbehandlungsanlage ZAB Leuna bei der zuständigen oberen Wasserbehörde im Landesverwaltungsamt gestellt. Die Zentrale Abwasserbehandlungsanlage nimmt bereits jetzt industrielle Abwässer des Industriestandortes Leuna zur Behandlung an. Die Neuansiedlung weiterer Unternehmen sowie beabsichtigte Produktionsweiterungen bereits ansässiger Firmen führen zu einem erhöhten Abwasseranfall und erfordern eine Erhöhung der vorhandenen Abwasserbehandlungskapazität. Mit der geplanten Anlagenerweiterung soll eine ausreichende Behandlungskapazität geschaffen werden. Für die geplante Erweiterung der ZAB Leuna besteht aufgrund der im Antrag angegebenen Größen- und Leistungswerte gemäß § 9 Abs.1 Nr. 1 UVPG i.V.m. Anlage 1, Punkt 13.1.1 UVPG die unbedingte Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Erweiterung der ZAB Leuna stellt damit eine wesentliche Änderung der bestehenden, mit Bescheid des Regierungspräsidiums Halle vom 16.03.1994 planfestgestellten Abwasserbehandlungsanlage dar und bedarf gemäß § 60 Abs. 3 Nr. 1 WHG i.V.m. § 81 Abs. 3 WG LSA einer wasserrechtlichen Genehmigung. Darüber hinaus unterliegt dieses Vorhaben auch den Anforderungen nach § 60 Abs. 3 Nr. 2 WHG, da die ZAB Leuna eine eigenständig betriebene Abwasserbehandlungsanlage im Sinne der Industrie-Emissionsrichtlinie ist. Es sind hier zusätzlich die Regelungen der Industriekläranlagen-Zulassungs- und Überwachungsverordnung (IZÜV) anzuwenden. Das hier beantragte Vorhaben zur Erweiterung der ZAB Leuna beinhaltet die Errichtung einer Anaeroben Vorbehandlungsanlage zur Behandlung der zukünftig anfallenden Abwässer der geplanten Bio-Raffinerie der Firma UPM GmbH. Das in der Anaeroben Vorbehandlungsanlage in einer ersten Verfahrensstufe erzeugte Biogas wird in einer sich anschließenden Verfahrensstufe einer Biogasreinigung und –verwertung zugeführt. Die Biogasreinigung und –verwertung unterliegt immissionsschutzrechtlichen Bestimmungen. Hierfür wird durch die zuständige Immissionsschutzbehörde beim Landkreis Saalekreis ein eigenständiges Genehmigungsverfahren nach § 4 BImSchG geführt.
Das Unternehmen plant in Goch die Errichtung einer Behandlungsanlage für Produktionsabwasser. Die im Abwasser enthaltenen organischen Stoffe sollen durch anaerobe Prozesse zur Biogasherstellung und damit als Ersatz von Erdgas zur Energiegewinnung genutzt werden. Bisher wird das Produktionsabwasser mechanisch bzw. physikalisch über ein Bogensieb und einen Schrägklärer vorgereinigt und im Anschluss über die Kanalisation in die kommunale Kläranlage geleitet. Mit der neuen Anlage, dem sogenannten „DANA“ Reaktor („dynamisches anaerob aerob System“), soll das vorgereinigte Abwasser weiter behandelt werden. Im „DANA“ Reaktor wird eine anaerobe Behandlung mit einem aeroben Schwebebett- verfahren zur Nachbelüftung in einem Tank realisiert. Als anaerobes Teilverfahren kommt ein „downflow anaerobic carrier system“ (DACS) zum Einsatz. Diese Verfahrensweise mit einem biobewachsenen Trägermaterial soll ein Verfahren ohne aufwendige Abscheider für die Trennung von Biogas, gereinigtem Wasser und Biomasse ermöglichen. Im von oben nach unten durchströmten Anaerobreaktor sollen 80 Prozent der organischen Belastung abgebaut werden und dabei etwa 90 Kubikmeter pro Stunde Biogas mit einem Methangehalt von 80 Prozent entstehen. Anschließend erfolgt im baulich darüber befindlichen Reaktorteil eine Belüftung in Form eines aeroben Schwebebettverfahrens. Dabei werden geruchsintensive Verbindungen abgebaut. Um Erdgasqualität zu erzielen, wird das erzeugte Biogas anschließend getrocknet und entschwefelt. Das Biogas soll rund 600.000 Kubikmeter Erdgas pro Jahr ersetzen. Dadurch können etwa 1.100 Tonnen CO 2 pro Jahr vermieden werden. Branche: Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Landwirtschaft Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Nähr-Engel GmbH Bundesland: Nordrhein-Westfalen Laufzeit: 2014 - 2018 Status: Abgeschlossen
Derzeit werden in Deutschland etwa 8,6 Mio. Tonnen an Bio- und Grünabfällen aus Haushalten und der Garten- und Parkpflege getrennt gesammelt und verwertet. Die Behandlung erfolgt vorwiegend in reinen Kompostierungsanlagen, zunehmend aber auch anaerob in Vergärungsanlagen. Zum Teil werden bestehende Kompostierungsanlagen mit einer Vergärungsstufe nachgerüstet, zum Teil werden neue Vergärungsanlagen für Bioabfälle geplant, bei denen meist eine Nachrotte der Gärreste vorgesehen ist. Die Emissionen der Anlagen sind sehr unterschiedlich und hängen stark von der Betriebsweise der Anlagen und weniger als erwartet von ihrer technischen Ausstattung ab. Dies ist Ergebnis des Forschungsprojektes „Ermittlung der Emissionssituation bei der Verwertung von Bioabfällen“. Neben den Ergebnissen von Emissionsmessungen an verschiedenen Anlagen enthält der Abschlussbericht daher auch Empfehlungen zum emissionsarmen Betrieb von Kompostierungs- und Vergärungsanlagen. Veröffentlicht in Texte | 39/2015.
Die Hochwald Foods GmbH verarbeitet als genossenschaftlich strukturiertes Unternehmen die von den bäuerlichen Anteilseignern gelieferte Rohmilch. Am Standort in Hünfeld betreibt das Unternehmen eine Produktionsstätte für Käseprodukte. Als Nebenprodukt bei der Käseherstellung fallen große Mengen Molke an, die bisher als Tierfutter oder als Nahrungsergänzungsmittel genutzt wurde. Um eine höherwertige Verwertung z.B. als Zusatz in Säuglingsnahrung, zu erreichen, wurde in Hünfeld ein neues Demineralisierungs- und Trockenwerk gebaut. Dieses erreicht hohe Demineralisierungsgrade und ist das erste Werk dieser Art in Deutschland. Die aus diesem Werk anfallenden, hoch organisch belasteten und stark salzhaltigen Abwasserströme konnten nicht wie bisher die Abwässer der Käseproduktion der kommunalen Kläranlage zugeführt werden. Daher wurde eine Industrieabwasserreinigungsanlage (IAR) geplant, gebaut und parallel zum Demineralisierungs- und Trockenwerk in Betrieb genommen. Es fallen pro Tag ca. 2300 Kubikmeter Abwasser an, mit hohen Belastungen an chemischem Sauerstoffbedarf (CSB), Phosphor, Chlorid und Kalium. Das Abwasseraufkommen verteilt sich etwa gleich auf vier Teilströme, organisch gering belastete Abwässer, organisch hoch belastete Abwässer und überwiegend mineralisch belastete Abwässer aus dem Trockenwerk sowie einen Teilstrom aus der Käseproduktion. Zur zielgerichteten Behandlung werden diese in separaten Leitungen der IAR zugeführt. Die Behandlung erfolgt in den Verfahrensschritten: Elektrodialyse; Reduzierung der Chloridfracht um 1/3 und der Kaliumfracht um 2/3 gegenüber dem Ausgangswert, das entspricht einer Eliminationsleistung von min. 2.200 Kilogramm Chlorid pro Tag bzw. 1.600 Kilogramm Kalium pro Tag Flotation ungelöster Stoffe Anaerobe Abwasserbehandlung; CSB- Abbau, Erzeugung von Biogas als Wertstoff aus einem salzreichen Substrat MAP- Fällung; Entfernung von Phosphor und Erzeugung von Magnesiumammoniumphosphat als Wertstoff Aerobe Abwasserbehandlung in SBR- Reaktoren; weitergehende P- und N- Elimination in einem salzreichen Substrat Die Teilströme, die hohe Konzentrationen an anorganischen Salzen enthalten, werden der Elektrodialyse zugeführt, wobei die Ionen über monovalente Membranen aufkonzentriert und ausgeschleust werden. Die Trockenwerksabwässer, die stark mit organischen Verbindungen (Molkeprotein, ungelöste Stoffe) verunreinigt sind, werden der Flotationsanlage zugeführt, in der unter Zuhilfenahme von Flockungsmitteln ein Teil des CSB sowie Schwebstoffe entfernt werden. Im Wesentlichen wird die Flotation im Sinne einer Fettabscheidung betrieben. Das aus der Flotation ablaufende Wasser wird anschließend dem anaerob arbeitenden R2S- Reaktor zugeführt, in dem der überwiegende Teil der Organik abgebaut wird. Dann wird das Abwasser der MAP-Fällstufe zugeführt, wobei vorgesehen ist, das ausgefällte Magnesiumammoniumphosphat als Wertstoff zu vermarkten. Der Ablauf der MAP-Fällstufe wird anschließend im Belebungsverfahren aerob weiterbehandelt. Dabei kommen zwei SBR- Reaktoren (Sequencing Batch Reaktor) zum Einsatz, die wechselseitig beschickt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mittels Nachfällung weitere Phosphorverbindungen zu eliminieren. Die Eliminationsleistung von Phosphor beträgt über 99,5 Prozent, die gute Eliminationsleistung der organischen Belastung ist über die über 99-prozentige Minderung des chemischen Sauerstoffbedarfs ersichtlich. Diese erstmalig angewendete Technikkombination kann außer bei weiteren Molkedemineralisierungs- und trockenwerken auch zu Minderung von Gewässerbelastungen durch Abwassereinleitungen in anderen Branchen zum Einsatz kommen, die durch hohe organische Frachten als auch hohen Frachten an einwertigen Ionen gekennzeichnet sind. Als Beispiele sind die Zucker- bzw. Bioethanol- und die Lederherstellung zu nennen. Branche: Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Landwirtschaft Umweltbereich: Wasser / Abwasser Fördernehmer: Hochwald Foods GmbH Bundesland: Hessen Laufzeit: 2014 - 2016 Status: Abgeschlossen
Derzeit werden in Deutschland etwa 8,6 Mio. Tonnen an Bio- und Grünabfällen aus Haushalten und der Garten- und Parkpflege getrennt gesammelt und verwertet. Die Behandlung erfolgt vorwiegend in reinen Kompostierungsanlagen, zunehmend aber auch anaerob in Vergärungsanlagen. Zum Teil werden bestehende Kompostierungsanlagen mit einer Vergärungsstufe nachgerüstet, zum Teil werden neue Vergärungsanlagen für Bioabfälle geplant, bei denen meist eine Nachrotte der Gärreste vorgesehen ist. Die Emissionen der Anlagen sind sehr unterschiedlich und hängen stark von der Betriebsweise der Anlagen und weniger als erwartet von ihrer technischen Ausstattung ab. Dies ist Ergebnis des Forschungsprojektes "Ermittlung der Emissionssituation bei der Verwertung von Bioabfällen". Neben den Ergebnissen von Emissionsmessungen an verschiedenen Anlagen enthält der Abschlussbericht daher auch Empfehlungen zum emissionsarmen Betrieb von Kompostierungs- und Vergärungsanlagen.<BR>Quelle: www.umweltbundesamt.de/
Im Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen werden sowohl häusliche Abwässer von 18 Gemeinden als auch Industrieabwasser aus dem angrenzenden Chemie-Park gereinigt. Das Gemeinschaftsklärwerk hat seine Kapazität annähernd voll ausgelastet, so dass eine zusätzliche Belastung ohne Kapazitätserweiterung nicht mehr möglich ist. Im Zuge der gegenwärtig am Standort Bitterfeld-Wolfen laufenden Investitionen wird die Kapazität zur Herstellung von Methylzellulose ab 2009 etwa verdoppelt. Da hierbei organisch hochbelastete und mit ca. 80 g Natriumchlorid pro Liter stark salzhaltige Abwässer anfallen, ist eine Kapazitätserweiterung des Gemeinschaftsklärwerks erforderlich. Unter Fortführung des bisherigen aeroben Verfahrens müsste ein weiterer Biohochreaktor errichtet werden. Aufgrund der hohen organischen Belastung des Methylzelluloseabwassers bietet sich aber eine anaerobe Behandlung als Alternative an. Aus ökologischer Sicht ist diesem Verfahren der Vorzug zu geben, da hiermit eine erhebliche Energieeinsparung verbunden ist. Zusätzlich wird Biogas erzeugt, welches zur Wärme- und Elektroenergieerzeugung genutzt werden kann. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem aeroben Abbau ist der geringere Klärschlammanfall, dessen Menge sich nur um etwa 5 Prozent erhöht, während bei der aeroben Behandlung etwa 28 Prozent mehr Klärschlamm anfallen würde. Das Problem dabei besteht aber darin, dass eine Vergärung bisher nur bis zu einem Salzgehalt von 10 Gramm pro Liter möglich ist. Eine innovative Prozessführung unter Einsatz von Neuronalen Netzen soll dafür sorgen, dass die in den Labor- und Pilotversuchen ermittelten Randbedingungen für eine optimale Behandlung des Methylcelluloseabwassers unter allen Bedingungen eingehalten werden können. Mit dem Demovorhaben soll der Nachweis erbracht werden, dass das energetisch effizientere Anaerobverfahren auch für Abwässer mit einem doppelt so hohen Salzgehalt eingesetzt werden kann. Kernstück der neuen Anlage sind aufwärts durchströmte Schlammbett-Reaktoren. Die Wirkungsweise ist durch die Ausbildung eines Schwebebettes aus Schlammpellets gekennzeichnet, die vom anhaftenden Biogas im Reaktor nach oben getragen werden. Ein Abscheider trennt Biogas von den Pellets, die wieder in das Schlammbett absinken. Weitere wichtige Anlagenteile sind die nachgeschaltete Biogasaufbereitung und -speicherung sowie Blockheizkraftwerke. Es wird erwartet, dass mit der Biogasanlage jährlich 5,7 Gigawattstunden Strom erzeugt werden können. Der Strom wird in das Elektro-Verteilungsnetz des Gemeinschaftsklärwerks eingespeist und damit vollständig zur Eigenverwertung genutzt. Die Abwärme der Blockheizkraftwerke mit etwa 6,3 Gigawattstunde/Jahr ist für den stabilen Betrieb der Anaerobreaktoren erforderlich. Im Vergleich zum jetzigen Zustand vor der Kapazitätserweiterung wird eine CO2-Minderung von etwa 4.066 Tonnen pro Jahr erwartet. Branche: Wasser, Abwasser- und Abfallentsorgung, Beseitigung von Umweltverschmutzungen Umweltbereich: Wasser / Abwasser Fördernehmer: Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen GmbH Bundesland: Sachsen-Anhalt Laufzeit: 2008 - 2012 Status: Abgeschlossen
FZK-INE 007/01 PSP-Nr.:9G 213 532 100 Auftragnehmer:Institut für Nukleare Entsorgungstechnik Forschungszentrum Karlsruhe Titel des Projekts: Erstellung eines integrierten Nahfeldmodells von Gebinden hochaktiver Abfälle im Salzstock Gorleben: geochemisch fundierter Quellterm für HAW-Glas, abgebrannte Brennelemente und Zement. Berichtszeitraum:01.07.1996-31.12.99 Titel:Kolloide im Nahfeld Verfasser: Forschungszentrum Karlsruhe, den 19.10.01 Abschlussbericht Der Bericht wurde im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) erstellt. Das BfS behält sich alle Rechte vor. Insbesondere darf dieser Bericht nur mit Zustimmung des BfS zitiert, ganz oder teilweise vervielfältigt bzw. Dritten zugänglich gemacht werden. 2 Zusammenfassung Experimentelle Untersuchungen zur Kolloidbildung bei der Brennstoff- und Glaskorrosion in simulierten Salzlaugen und einer realen Gorlebensalzlauge wurden bezüglich einer Relevanz kolloidaler Actinidspezies ausgewertet. Im Vergleich zu entsprechenden Experimenten in Lösungen niedriger Salinität werden deutlich geringere Kolloidkonzentrationen gemessen. Dennoch werden in einigen Experimenten insbesondere für die dreiwertigen Elemente (Am, Cm bzw. Seltenerdelemente) und die tetravalenten Actiniden kolloidale Anteile nachgewiesen. Die auftretenden Kolloidkonzentrationen sind zeitabhängig und nehmen meist mit zunehmender Versuchsdauer ab, was auf ihre Instabilität in Salzlaugen hinweist. Bei der Bestimmung natürlich vorkommender kolloidaler Spezies in Gorlebenlauge konnten zwar sowohl mittels Ultrafiltration als auch mittels Laser-Induzierter Breakdowndetektion (LIBD) Kolloide bestimmt werden. Es handelt sich jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit um Fe(III)oxidhydratpartikel, die trotz anaerober Behandlung der Proben durch Kontakt geringster Sauerstoffmengen mit der Lauge erzeugt wurden, und nicht um ursprünglich vorhandene natürliche Kolloide. Ergebnisse aus Experimenten zur Stabilität von Modellkolloiden zeigen, dass Metalloxidkolloide in konzentrierten Salzlaugen instabil sind und agglomerieren. Aufgrund rein kinetischer Überlegungen können jedoch selbst in Salzlaugen in Zeiträumen, wie sie in Laborexperimenten betrachtet werden, noch messbare Kolloidkonzentrationen verbleiben. In Zeiträumen, wie sie für Langzeitsicherheitsbetrachtungen zur nuklearen Endlagerung relevant sind, sollten sie jedoch aufgrund der niedrigen Konzentrationen keinen wesentlichen Beitrag zur Radionuklidfreisetzung liefern. Diese Aussagen sind jedoch nur gültig unter bestimmten Annahmen, die bislang experimentell nicht verifiziert wurden. So sind Agglomerationsraten bei niedrigen Kolloidkonzentrationen bislang nicht gemessen worden, sondern wurden aus experimentellen Daten, die bei hohen Kolloidkonzentrationen bestimmt wurden, extrapoliert. Des weiteren sind Mechanismen aus der Literatur bekannt, die zur Kolloidstabilisierung auch bei hohen lonenstärken führen können, aber bislang nicht quantifiziert wurden. In neuesten Untersuchungen zur Löslichkeit von tetravalenten Actinidenoxiden/hydroxiden wurde gezeigt, dass kolloidale Spezies auch bei höheren lonenstärken eine dominante Rolle spielen können. 3 Inhaltsverzeichnis Seite Zusammenfassung2 Inhaltsverzeichnis3 Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen4 1. Einleitung6 2. Literaturteil8 2.1 Kolloide und ihre Eigenschaften8 2.2 Relevanz von Kolloiden für die Langzeitsicherheit eines nuklearen Endlagers 11 3. Charakterisierung einer Gorleben-Einschlusslauge14 3.1 Beschreibung der Probe, Probenahme14 3.2 Experimenteller Teil15 3.3 Element- und Anionenkonzentrationen16 3.4 Eh/pH-Werte18 3.5 Bestimmung von Kolloiden in der Gorlebenlauge20 4. Kolloide bei der Korrosion von abgebranntem Kernbrennstoff und hochaktivem Glas in Gorleben-Einschlusslauge 26 5. Experimentelle Untersuchungen zur Kolloidstabilität in salinen Lösungen29 6. Schlussfolgerungen und Diskussion35 7. Literaturverzeichnis39
In Anlagen zur Intensivhaltung werden v. a. Schweine, Rinder, Schafe, Geflügel (wie Hühner, Puten, Gänse, Enten) jeweils einer Art in großen Stückzahlen zur Aufzucht und Mästung gehalten. Sie dienen der Gewinnung tierischer Produkte, so können z. B. Fleisch, Milch, Eier, Häute, Wolle, Pelze, Federn und tierische Rohstoffe für die Nahrungsmittel-, chemische oder technische Industrie erzeugt werden. In den Haltungsformen variieren die Tierhaltungsanlagen: z. B. geschlossene oder (halb) offene Ställe, geschlossene Böden mit Einstreu oder einstreulose Spaltenböden, manche Ställe mit Freilaufarealen oder kombiniert mit verschiedenen Beweidungsformen. Zu den möglichen anlagebedingten Vorhabensbestandteilen zählen außer den Tierställen und Freilandanlagen ggf. noch Futterlager, -zerkleinerungs- und -mischanlagen, Lüftungssysteme, Beleuchtungen, Anlagen zur Lagerung und Aufbereitung von Wirtschaftsdünger, Feuerungsanlagen zur Wärme- und Stromversorgung (ggf. aus regenerativer Energieerzeugung, z. B. hofeigenem Biogas), Anlagen zur Lagerung und Entsorgung von Tierkörpern, Abwasserbehandlungs- und -ableitungsanlagen, Werkstätten, Wartungs- und Steuerungsanlagen, Personal- und Verwaltungsgebäude, Versorgungsgebäude, befestigte Fahrwege, Hof-, Abstell- und Lagerflächen, Parkplätze und Unterhaltungswege. Mit dem Bau von Tierhaltungsanlagen kann zudem der Neu- oder Ausbau von Zufahrtsstraßen oder die Neuordnung des öffentlichen Straßennetzes einhergehen, um die hohe Anzahl an Lkw-Transporten von Futtermitteln, Tieren, tierischen Erzeugnissen, Wirtschaftsdünger und Abfällen zu bewältigen (vgl. entsprechende Projekttypen). Mögliche baubedingte Vorhabensbestandteile sind u. a. Baustelle/Baufeld, Materiallagerplätze, Maschinenabstellplätze, Erdentnahmestellen, Bodendeponien, Baumaschinen und Baubetrieb, Baustellenverkehr, Baustellenbeleuchtung. Zu den Produktionsprozessen gehören zusätzlich zur eigentlichen Haltung der Tiere (Fütterung, Tränke, Pflege, veterinärmedizinische Betreuung) auch die An- und Abtransporte von Tieren, Tierprodukten (so auch Melkanlagen, Sortierung und Verpackung von Eiern) und Futtermitteln; Treibstoffbelieferung; Abfallentsorgung; die Behandlung und/oder Verregnung des anfallenden Schmutzwassers (Rückstände aus den Anlagen, der Molkerei sowie der Abfluss vom Betriebsgelände). Der anfallende Wirtschaftsdünger wird aufbereitet, z. B. durch mechanische Trennung, Belüftung, Zugabe von Additiva (Bakterienkulturen, Bioabfälle, Enzym-Inhibitoren, Gesteinsmehle, Harnstoff, Säuren, Schwefel u. a.), Verdampfung und Trocknung, Verbrennung, biologische Behandlung (z. B. im Belebtschlammverfahren), Schlamm-Klärteiche, anaerobe Behandlung oder Kompostierung (z. B. unter Verwendung von Kiefernrinde o. ä.). Fest- und Flüssigmist wird als sog. Wirtschaftsdünger auf betriebseigenen Acker- und Grünlandflächen ausgebracht.
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Bund | 249 |
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