des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] JAHRESBERICHT 2025
des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU)
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Herausgeber:
Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz
Kaiser-Friedrich-Straße 7 • 55116 Mainz
Telefon: 06131 6033-0
www.lfu.rlp.de
Redaktion und Layout: Stabsstelle Planung und Information
Titelbild: Screenshot der Anwendung „HydroZwilling“
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Alle weiteren Abbildungen, falls nicht anders angegeben: LfU
Druck: LM DRUCK + MEDIEN GmbH, Obere Hommeswiese 16, D-57258 Freudenberg
© Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz
Mai 2026
Nachdruck und Wiedergabe nur mit Genehmigung des Herausgebers
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich,
weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle
Geschlechter.
INHALT
Interview mit Präsident Dr. Grünhoff5
30 Jahre Rheingütestation in Worms8
LfU bietet vielfältige Jobs10
KLIMA
12
Neuer Kartendienst des LfU zeigt die „Terrestrische Klimaresilienz der Landschaft“
in Rheinland-Pfalz13
Fachtagung „Naturschutz im Klimawandel – Strategien zur Anpassung
und zum Natürlichen Klimaschutz16
Wasserversorgungsplan Rheinland-Pfalz 2025 – Teil 2 Sensitivitätsanalyse20
UMWELT
24
PFAS im nachsorgenden Bodenschutz –
Identifizierung von Verdachtsflächen als Grundlage für die Gefahrenabwehr25
Geländeökologisches Praktikum „Fließgewässer“29
Fachtagung „Kreislaufwirtschaft auf dem Bau –
Zukunft der Verwertung mineralischer Abfälle in Rheinland-Pfalz“31
NATUR
34
Staatliche Vogelschutzwarte legt neue Rote Liste der Brutvögel für Rheinland-Pfalz vor35
Tiere und Pflanzen des Jahres 202538
Positiver Trend bei Fließgewässer-Insekten40
BEVÖLKERUNG
44
Ultrafeinstaubkonzentration in Mainz-Hechtsheim45
Verbundprojekt KI-HopE-De:
KI-gestützte Hochwasserprognose für kleine Einzugsgebiete in Deutschland49
Anwendung neuer statistischer Verfahren zur Ermittlung von
Hochwasserwahrscheinlichkeiten an Pegeln53
HydroZwilling Rheinland-Pfalz für Kommunen gestartet57
3
4
N. N.
-1307
Geoffrey Köhlerohne Zusatz: Kaiser-Friedrich-Str. 7,
55116 MainzRheinallee 97-101,
55118 MainzWallstraße 1,
55122 MainzRheingütestation Worms,
Am Rhein 1, 67547 Worms
(RA)(WA)(RGS)
Markus Schmitt
-1220
Janina Sehr
-1420
-1401
-1407
-1436
-1517
(WA) Wallstraße 1, 55122 Mainz
Datenschutzbeauftragter
-1201
Martin Franz (RGS) Rheingütestation Worms, Am Rhein 1, 67547 Worms
ohne Zusatz: Kaiser-Friedrich-Str. 7, 55116 -1511
Mainz
Gleichstellungsbeauftragte
Eva Finsterbusch
(RA) Rheinallee 97-101, 55118 Mainz
-1207
Dr. Dirk Paustian
Referat 55
Abwasser
Dr. Andreas Schiwy
Referat 54 (RGS)
Rhein
Dr. Pavel Ondruch
Referat 53
Gewässerchemie
Dr. Matthias Brunke
-1526
-1580
-1537
Referat 52
-1531
Gewässerökologie,
Badegewässerüberwachung,
Fischerei
Christoph Linnenweber
Vertrauensperson der Menschen mit Behinderung
Diana Faller Standorte:
-1423
Dr. Jochen Fischer
Referat 51
Flussgebietsentwicklung
-1501
-1619
-1601
-1069
Christopher Wiehn
Referat 67 (WA)
-1624
Radioaktivitätsbestimmungen und
radiologische Gewässerbeurteilung
Petra Enoch
Referat 66 (WA)
-1683
Organische Spurenanalytik Wasser
Dr. Stefan Ullrich
Referat 65 (WA)
Allg. Wasseranalytik,
Anorganische Spurenanalytik
Dr. Michael Weißenmayer
Referat 62 (RA)
-1637
Immissionen und Emissionen Luft
Dr. Matthias Zimmer
Referat 61 (RA)
-1644
Klimawandel, Umweltmeteorologie
Markus Willeke
Abteilung 6 (RA)
Umweltlabor
Dr. Heinrich Lauterwald
Stabsstelle (RA)
Allgemeine Qualitätssicherung
Abteilung 5
Gewässerschutz
-1203
Dr. Thomas Nette
Referat 46
LANIS
Thomas Isselbächer
Referat 45
-1414
Kompetenzzentrum für Staatlichen
Vogelschutz und Artenvielfalt in der
Energiewende (KSVAE)
Steffen Gorell
Referat 44
Daten zur Natur,
DV-Fachanwendungen
Naturschutz
Kathrin Linnemann (Vertretung)
Referat 43
Mensch und Natur
Dr. Marlene Röllig
Referat 42
-1406
Biologische Vielfalt und Artenschutz
Ulrich Jäger
Referat 41
Biotopsysteme und
Großschutzprojekte
Dr. Jana Riemann
Abteilung 4
Naturschutz
-1102
-1902
Vorsitzender des Personalrats
Hans AppelReferat 35
-1304
DV-Fachanwendungen
Kreislaufwirtschaft und Bodenschutz
Referat 34
Deponietechnik,
emissionsbezogener
Grundwasserschutz
-1308
N. N.Referat 27
DV-Fachanwendungen
Gewerbeaufsicht
Standorte:
Telefonnummer
06131 6033-Durchwahl
Eike Grabowski (Vertretung)
Referat 33
Bodenschutz
Referat 26
Lärm, Erschütterungen und
nichtionisierende Strahlung
-1271
-1301
Referat 32
-1320
Betriebliches Stoffstrommanagement,
Sonderabfallwirtschaft
N. N.
------
Allgemeine Vertretung des Präsidenten
Paul Burkhard Schneider
Referat 31
-1317
Kommunales Stoffstrommanagement,
Siedlungsabfallwirtschaft
Eva Bertsch
Abteilung 3
Kreislaufwirtschaft
-1917
N. N.Referat 25
-1202
Sozialer und technischer Arbeits-
schutz, Koordinierungsaufgaben
Gewerbeaufsicht
Dieter Welzel
Dr. Jens Schadebrodt
-1140
-1214
Referat 14
Informations- und
Kommunikationstechnik
Referat 24
Strahlenschutz
Marc DeißrothN. N.
-1135
Referat 13
Haushalt, Vergabe
Referat 23
-1244
Chemikaliensicherheit, Gefahrgut-
transport, Biotechnik, Geräte- u.
Produktsicherheit, Geräte-
untersuchung
Jennifer KleinN. N.Referat 12
Organisation, Innerer Dienst und
Fahrdienst
-1127
Noreen von SchwanenflugMartin Franz
-1201
Referat 21
-1279
Emissionshandel, Luftreinhaltung,
Anlagensicherheit
-1110
Abteilung 2
Gewerbeaufsicht
Referat 11
Personal, Recht,
Aus- und Fortbildung
-1102
Milan Sell
Stabsstelle
Planung und Information
Paul Burkhard Schneider
Abteilung 1
Zentrale Dienste
Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz
Zentrale: 06131 6033-0
Mail: poststelle@lfu.rlp.de
Internet: www.lfu.rlp.de
Präsident
Dr. Dirk Grünhoff
-1712
-1712
-1710
-1717
-1701
Stand: 01.03.2026
Salvador Gámez-Ergueta
Referat 75
-1713
DV-Fachanwendungen Wasser
Dr. Stephan Sauer (Vertretung)
Referat 74
Grundwasserbewirtschaftung
Dr. Stephan Sauer
Referat 73
Hydrologischer Dienst des
Grundwassers,
Grundwasserbeschaffenheit
Norbert Demuth
Referat 72
Hydrometeorologie,
Hochwassermeldedienst
Yvonne Henrichs (komm.)
Referat 71
Hydrologischer Dienst der
oberirdischen Gewässer,
Hochwasserschutz
Dr. Thomas Bettmann
Abteilung 7
Hydrologie
INTERVIEW
Am 15. Oktober 2025 wurde Dr. Dirk Grünhoff
zum Präsidenten des Landesamtes für Umwelt
ernannt. Er folgte auf Dr. Frank Wissmann, der
in den Ruhestand verabschiedet wurde. Präsi-
dent Dr. Grünhoff war zuvor viele Jahre leiten-
der Referent im rheinland-pfälzischen Umwelt-
ministerium, unter anderem Abteilungsleiter.
Herr Dr. Grünhoff, Sie haben das LfU jetzt ein
halbes Jahr intensiv kennengelernt. Zuvor
waren sie viele Jahre in leitender Funktion im
rheinland-pfälzischen Umweltministerium
tätig. Welche zentralen Aufgaben sehen Sie
für unser Landesamt?
Die Natur in Rheinland-Pfalz ist vielfältig und
schützenswert. Sie zu bewahren und ihre Entwick-
lungen zu verstehen, ist unser zentraler Auftrag.
Unter dem Leitmotiv „messen, bewerten, bera-
ten“ erhebt das Landesamt für Umwelt seit über
30 Jahren verlässliche Daten, analysiert Verän-
derungen und stellt Politik, Verwaltung und Öf-
fentlichkeit fundiertes Wissen zur Verfügung. Als
obere Umweltfachbehörde des Landes sind wir
zentraler Ansprechpartner für alle Umwelt- und
Naturschutzfragen im Land. An dieser Stelle Ver-
antwortung zu tragen, empfinde ich als großes
Privileg.
Zu unseren Kernaufgaben gehört die systema-
tische Erhebung von Umweltdaten, sei es in der
freien Natur, an Gewässern mit festen und mobi-
len Messstationen oder mit Arbeitsbooten. Dazu
gehört auch die qualitätsgesicherte Aufbereitung,
Bewertung und transparente Veröffentlichung
dieser Daten.
Als nachgeordnete Fachbehörde des Umwelt
ministeriums ist es unsere Kernaufgabe, Daten
und Fakten zu erheben, auszuwerten und einzu-
ordnen. Wir liefern damit eine wissenschaftlich
fundierte Grundlage für Entscheidungen des
Ministeriums und anderer Behörden. Mit unseren
Ergebnissen wird es nachvollziehbar, wie es um
unsere Umwelt steht. Daraus lassen sich wiede-
rum Maßnahmen zum Schutz unserer Umwelt
ableiten. Und das ist elementar: Denn nur was wir
genau kennen und verstehen, können wir auch
wirksam schützen.
Was erwartet die Leserinnen und Leser in dem
vorliegenden Jahresbericht 2025 des LfU?
Der Jahresbericht 2025 bietet den Leserinnen und
Lesern einen anschaulichen Einblick in die ganze
Bandbreite unserer Arbeit – von der Wasserwirt-
schaft über den Bodenschutz, die Gewerbeauf-
sicht bis hin zur Immissionsüberwachung.
Anhand ausgewählter Projekte zeigen wir exem-
plarisch, wie vielfältig und zugleich praxisrelevant
die Arbeit unserer gut 280 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter ist. Hinter unseren Aufgaben stehen
konkrete Beiträge zum Schutz von Umwelt und
Gesundheit in Rheinland-Pfalz.
Exemplarisch hervorheben möchte ich die Fertig-
stellung der Roten Liste Brutvögel, die einen fun-
dierten Überblick über den Zustand und die Ge-
fährdung unserer heimischen Vogelarten gibt.
5
Mit der Klimaschutznovelle 2011 wurden die Gestaltungsmöglichkeiten der Gemeinden im Rahmen der Bauleitplanung noch einmal verbessert. Bereits seit 2004 wurde im Baugesetzbuch herausgestellt, dass die Aufstellung der Bauleitplanung auch 'in Verantwortung für den allgemeinen Klimaschutz' zu erfolgen hat. Diese Formel wurde klarstellend noch einmal weiterentwickelt. Bauleitplänen sollen nun u.a. auch dazu beitragen, 'den Klimaschutz, insbesondere auch in der Stadtentwicklung, zu fördern'. Zudem wurde in § 1a BauGB ein neuer Absatz 5 eingefügt. Danach soll den Erfordernis des Klimaschutzes sowohl durch Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegenwirken, als auch durch solche, die der Anpassung an den Klimawandel dienen, Rechnung getragen werden. Auch wurden die Möglichkeiten zur Festsetzung von dem Klimaschutz dienenden Maßnahmen durch Änderungen in § 9 Abs. 1 Nr. 12 und Nr. 23b BauGB erweitert. Die Möglichkeiten, Regelungen zur Umsetzung von Zielen des Klimaschutzes in städtebaulichen Verträgen zu vereinbaren, wurde klarstellend weiter präzisiert. Daneben wurde auch das Energiefachrecht mit Einführung des Erneuerbaren Energien und Wärmegesetzes (EEWärmeG) und einer weiteren Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) weiterentwickelt. Die Städte und Gemeinden, die sich in großer Zahl den Zielen des Klimaschutzes verpflichtet fühlen, stellt sich nun auch in der Bauleitplanung die Aufgabe, den Klimaschutz durch geeignete Maßnahmen zu unterstützen. In der Untersuchung für die Landeshauptstadt Potsdam geht es darum, in welcher Weise solche Maßnahmen rechtlich gesichert werden können. Dabei steht einerseits das Verhältnis zu Energiefachrecht im Blick. Andererseits sollen sowohl die satzungsrechtlichen als auch die vertraglichen Gestaltungsmöglichkeiten beleuchtet werden. Grundlage bilden neben einer systematischen juristischen Aufarbeitung der Materie Recherchen zur Praxis anderer Städte, mit denen sowohl Hemmnisse als auch rechtssichere Lösungsansätze ermittelt werden. Die Untersuchung soll im Herbst 2014 abgeschlossen werden.
Ausgangslage/Betroffenheit: Die Stadt Regensburg hat etwa 134.000 Einwohner (Erstwohnsitze) und ist damit die viertgrößte Stadt Bayerns. Unter den Modellvorhaben weist Regensburg das stärkste Bevölkerungswachstum auf - sowohl in der zurückliegenden Einwohnerentwicklung als auch in den Prognosen bis 2025, nach denen ein Anstieg der Bevölkerung um 5,4Prozent erwartet wird. Regensburg liegt am nördlichsten Punkt der Donau und den Mündungen der linken Nebenflüsse Naab und Regen. Es wird von den Winzerer Höhen, den Ausläufern des Bayrischen Waldes und dem Ziegetsberg umrandet, wodurch die Entstehung von Inversionswetterlagen begünstigt wird. Durch die topographische Pfortenlage weist die Stadt zudem eine hohe Nebelhäufigkeit auf und ist insbesondere in den Wintermonaten anfällig für Feinstaubbelastungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten hat Regensburg einen relativ kompakt gegliederten Stadtkörper und eine insgesamt homogene Siedlungsstruktur. Prägend ist die historische Altstadt mit ca. 1.000 denkmalgeschützten Gebäuden. Diese gilt als einzige authentisch erhaltene, mittelalterliche Großstadt Deutschlands und ist seit 2006 Welterbe der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur). Die Regensburger Altstadt wird als 'Steinerne Stadt' charakterisiert. Ihre historisch gewachsene dichte Baustruktur mit steinernen Plätzen und Gassen, wenig Bäumen im öffentlichen Raum und einer hohen Nutzungsdichte (Wohnen, Einkaufen, Arbeiten, Tourismus) erwärmt sich insbesondere im Sommer stärker als das Umland und wirkt als Hitzespeicher. So können die Temperaturunterschiede im Stadtgebiet bis zu 6 GradC betragen. Das Phänomen der Wärmeinsel, das sich im Zuge des fortschreitenden Klimawandels deutlicher ausprägt, impliziert einen sinkenden thermischen Komfort, löst zusätzliche Energiebedarfe aus und stellt u.U. veränderte Ansprüche an die Gestaltung von Freiflächen. Aufgrund der Lage an der Donau muss sich Regensburg ferner auf häufigere Schwüle und Gefährdung durch Hochwasser einstellen. Aus der Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel erwächst in Verbindung mit anderen Zielbildern einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung ein umfassender planerischer Handlungsbedarf. Im Rahmen des Modellprojekts thematisiert die Stadt Regensburg den Widerspruch zwischen einer Stadtentwicklungs- und Bauleitplanung, die auf Flächensparsamkeit und Innenentwicklung ausgerichtet ist, und erforderlichen Anpassungsstrategien an den Klimawandel, die bei der besonderen städtebaulichen Kompaktheit der Stadt Regensburg tendenziell eine Auflockerung von Baustrukturen und Flächenentsiegelung beinhalten. Im Sinne einer klimaangepassten Stadtentwicklung galt es: - auf strategischer Ebene die Weichen für eine klimaangepasste Flächennutzung für die zukünftige Stadtentwicklung zu stellen - auf operativer Ebene Maßnahmen für restriktive bis persistente Stadt- und Freiraumstrukturen zu entwickeln.