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Identifizierung von UV-Filter-Anreicherungsgebieten in der Ostsee - Untersuchung von Transportprozessen und Langzeitsenken im Wasser und Sediment

Die Verschmutzung der marinen Umwelt durch organische UV Filter ist wissenschaftlich zunehmend besorgniserregend. Studien haben gezeigt, dass UV Filter potentielle negative Effekte auf Organismen haben können. Dies führte bereits zu ersten Anwendungsverboten einiger UV Filter in Sonnenschutzmitteln auf Palau und Hawaii. Die Ostsee ist eine beliebte Urlaubs- und Freizeitregion. Sie ist einem hohen anthropogenen Druck durch Verschmutzung ausgesetzt. Jener wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass eingetragene Schadstoffe sich in der Ostsee anreichern. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es jedoch nur wenige Studien über das Auftreten und das Langzeitverhalten von UV Filtern in der Ostsee. Der Fokus dieses Projektes soll es sein, ein grundlegendes, besseres Verständnis über das Verhalten und den Verbleib von UV Filtern in der Ostsee zu erlangen. Bisher wurden sie nur in Küstennähe (Wasserphase) und der offenen Ostsee (Oberflächensediment) detektiert. UV Filter werden hauptsächlich über die Wasserphase direkt bzw. indirekt in die Ostsee eingetragen. Es ist zurzeit nicht belegt, ob diese in der Wasserphase von küstennahen Gebieten bis in die offene Ostsee transportiert werden, ob sie in Buchten akkumulieren und ob es räumlich stark belastete Gebiete gibt. Der Schlüssel zu einem besseren Verständnis von möglichen Transportprozessen ist die Untersuchung der UV Filterdynamiken zwischen den einzelnen Kompartimenten Wasser, Sediment und Biota. Es ist hinreichend bekannt, dass Schadstoffe wie z. B. persistente organische Schadstoffe mit der Frühjahrs- und Sommerblüte im Meerwasser abgereichert und mit der absinkenden Biomasse im Sediment angereichert werden. Dieser Prozess kann auch für den Transport von UV Filtern aus der Wasserphase ins Sediment von großer Bedeutung sein. Es wird angenommen, dass UV Filter an Sedimenten adsorbieren können, welche somit als Senke für sie fungieren könnten. Die Funktion der Sedimente als langzeitige Senke wurde bisher noch nicht eingehend untersucht. Die Erforschung von UV Filtern in unterschiedlichen Sedimentschichten im Zusammenhang mit einer Altersdatierung der Sedimente ist relevant, um die Bedeutung der Sedimentsenkenfunktion und den Verbleib von UV Filtern in der marinen Umwelt zu studieren. Zusätzlich wird die Möglichkeit eröffnet, die Anreicherung von UV Filtern in der Biomasse zu analysieren, um so den Transportprozess aus der Wasserphase ins Sediment zu untersuchen. Mehrere Kampagnen sind geplant, um die Wasser- und Sedimentphase und die Biomasse (Algenblüten) zu unterschiedlichen Jahreszeiten zu beproben. Die UV Filter-Konzentrationen werden mittels moderner analytischer Verfahren quantifiziert und qualifiziert. Die Ergebnisse werden grundlegend dazu beitragen (i) die regional belasteten Gebiete zu identifizieren, (ii) die Transportprozesse von UV-Filtern zwischen den einzelnen Kompartimenten Wasser, Sediment und Biota besser zu verstehen und (iii) die Bedeutung der Sedimente als Langzeitsenke zu demonstrieren.

REFOPLAN 2022 - Ressortforschungsplan 2022, Optimierung der Nützlingsförderung in Schutzgebieten zur Stärkung des biologischen Pflanzenschutzes

FH-Kooperativ 2-2019: Resource Optimized Forming (ROForm)

EXIST-Forschungstransfer: MagnoTherm

Erforschung der Ursachen für die nachgewiesene Gewässerbelastung mit Rodentiziden (PBT-Stoffe) und Erarbeitung von Risikominderungsmaßnahmen zum Schutz der aquatischen Umwelt

Bisher erstmalig wurden in einem laufenden UFOPLAN-Vorhaben (FKZ 3712 67 403) Rückstände von Rodentiziden in Fischen aus nahezu allen untersuchten Flüssen in Deutschland darunter Donau, Rhein und Elbe nachgewiesen. Damit erhält die ohnehin schon weitreichende Umweltproblematik der als PBT-Stoffe identifizierten Antikoagulanzien eine neue Dimension: Stand bislang der Schutz terrestrischer Arten wie z.B. Greifvögel vor Vergiftungen mit Rodentiziden im Zentrum von Risikominderungsmaßnahmen, rückt jetzt der Schutz der aquatischen Umwelt in den Fokus. Auf welchen Wegen Rodentizide in Fließgewässer gelangen, ob es sich dabei um Einträge aus der Biozid- oder Pflanzenschutzmittelanwendung handelt, welche aquatischen Tierarten belastet sind und welche Maßnahmen geeignet sind, dieser Belastung entgegen zu wirken, sind zentrale Fragen, die im Rahmen dieses Vorhabens beantwortet werden sollen. Zur Bestimmung der Eintragswege von Rodentiziden in Gewässer eignen sich analytische Methoden des Umweltmonitorings: Sowohl Wasser-, Sediment- und Schwebstoffproben, Kläranlageneinläufe und -ausläufe als auch Klärschlämme sollen im Hinblick auf Rückstände von Rodentiziden analysiert werden. Eine Probenahme vor und nach einer kommunalen Rattenbekämpfung in der Kanalisation erscheint hierfür zielführend. Vorhandene Proben der Umweltprobenbank (u.a. Schwebstoffe, Dreikantmuscheln) sowie Proben weiterer aquatischer Organismen könnten zusätzlich herangezogen werden. Auf Grundlage der durch das Vorhaben gewonnen Erkenntnisse sollen die bisherige Zulassungsstrategie und die Umweltrisikobewertung von Rodentiziden mit Antikoagulanzien im Hinblick auf ihre Wiederzulassung in 2020 überprüft und ggf. angepasst werden. Je nach Erkenntnislage hinsichtlich möglicher Eintragswege sollen geeignete Risikominderungsmaßnahmen erarbeitet werden, die auch ein mögliches Verbot z.B. von Antikoagulanzien der 2. Generation zur Anwendung in der Kanalisation oder an Gewässern in Betracht ziehen.

KMU-innovativ - Klimaschutz: Entwicklung eines Kältemittelverdichters für das Kältemittel CO2 zur Klimatisierung von Omnibussen

Verwertung von Asbest-Zement-Bauabfall in der Zementherstellung

In Deutschland wurden bis 1991 ca. 30 Mio t Baustoffe aus Asbestzement verbaut. Durch Abbau und Erneuerung fallen jaehrlich ca. 650.000 t Asbestzementbauabfall an. Asbest kann als Feinstaub vom Menschen eingeatmet, Krebserkrankungen in Lunge und Bauch-/Rippenfell erzeugen. Wegen dieser Gesundheitsgefaehrdung ist die Verwendung von Asbest in der BRD seit 1993 verboten. Asbesthaltige Abfaelle sind somit fuer die Wiederverwendung nicht geeignet. Asbest zerfaellt bei Temperaturen groesser 800 Grad C in Silikate, die nicht gesundheitsgefaehrlich sind. Durch Tempern bei 1000 Grad C wird der Asbest im Asbestzement zerstoert. Der den Asbest umschliessende Zementstein verliert das chemisch gebundene Kristallwasser. Das getemperte Material ist dem gebrannten Zementklinker aehnlich. Es kann als eigenstaendiges hydraulisches Bindemittel oder als Zementzusatzstoff verwendet werden.

Umweltauswirkungen und daraus resultierender Handlungsbedarf infolge der Schwermetallverbote in den Richtlinien der EU über Altfahrzeuge und Elektronikgeräte

International Collaboration in Chemistry: Development and application of a tuneable diode laser spectrometer for water isotope measurement and scientific studies during cloud simulation experiments in the AIDA chamber

We propose a series of experiments in a cloud simulation chamber to investigate the inhibition of ice growth in cold cirrus clouds using the isotopic fractionation of water molecules during ice condensation as a novel tracer of microphysical processes. The development of the water isotope spectrometer and its application to investigate the inhibition of ice growth in simulated cirrus clouds is designed as a collaborative project between three experienced partners: PCI (Expertise: Laser/Molecular spectroscopy + TDL Sensors), Univ. Chicago (Atmospheric science and isotope research using airborne sensors) and KIT (Cloud experiments using the AIDA simulation chamber).

5. Umwelt-Survey - Präanalytik Phthalate und Pyrrolidone

Zur Prüfung der Relevanz der HBM-Analytik im 5.Umwelt Survey sollen aktuelle Daten und zeitliche Konzentrationsverläufe der Belastung des Menschen mit Phthalaten sowie den Pyrrolidonen NMP und NEP erhoben werden. Bezüglich der Pyrrolidone ist dazu eine retrospektive Zeitreihe für die Jahre 1991 bis 2014 zu generieren. Hiermit sollen auch die aus einer sehr kleinen Vorstudie erhaltenen überraschenden Befunde verifiziert werden, dass (i) schon Mitte der 1990er Jahre junge Erwachsene in vergleichbarer Höhe mit NMP und seinem Substitut NEP belastet waren und (ii) 15 Jahre später die Belastung mit NMP nahezu unverändert ist sich aber die Konzentrationen des Substituts NEP im Urin der Probanden um einen Faktor 10 verringert haben. Bezüglich der Phthalate muss geprüft werden, ob nach zahlreichen Beschränkungsmaßnahmen Phthalate noch in das Programm des 5. Umwelt-Survey aufgenommen werden müssen. Gleichzeitig wird die vorliegende Zeitreihe (1988 bis 2008) bis ins Jahr 2015 fortgeschrieben und deckt damit die Erfolgskontrolle verschiedener Verbote bis heute ab. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen den Erfolg der in der EU umgesetzten Risikominderungsstrategien zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Phthalaten und dem Pyrrolidon NMP sowie seinem Substitut NEP überprüfen.

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