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Strategie zur aktiven Regeneration von Bodenverdichtung durch Forstmaschinen und zum vorsorgenden Bodenschutz, Teilvorhaben 3: Armierungswirkung von Erlenwurzeln

Ziel der geplanten Arbeiten ist es zu untersuchen, ob das Wurzelgeflecht der Erle Spannungseinträ-ge von Holzerntemaschinen auf Rückegassen reduzieren und so eine schadhafte Bodenverdich-tung mit negativen Folgen für die Bodenfunktionen vermeiden kann. Auf Basis der Ergebnisse kön-nen Empfehlungen zur Einbindung von aktiven Regenerations- und Schutzmaßnahmen in beste-hende Konzepte zum Maschineneinsatz auf Feinerschließungslinien abgeleitet werden. Dazu wer-den auf mit Erlen bepflanzten Waldflächen, die als unverdichtet angesehen und in Zukunft als Rückegassen genutzt werden können, Fahrtrassen aufgehauen und Befahrungsversuche mit ei-nem Rückezug (Gesamtgewicht von ca. 25 t) durchgeführt. Vergleichend zu der Erlenfläche werden im umliegenden Bestand (z. B. Fichte oder Buche) ebenfalls Rückegassen angelegt und Befah-rungsversuche simuliert. Die Befahrungsversuche werden auf insgesamt drei verschiedenen Bo-densubstraten (sandig, sandig-lehmig, lehmig) wiederholt. Die Auswirkungen der armierenden Wirkung von Erlenwurzeln werden anhand von bodenphysikalischen Parametern in der Fahrspur und in der Mittelspur im Vergleich zu einer unbelasteten Referenz bewertet und mit den Ergebnis-sen des Referenzbestandes (z.B. Fichte oder Buche) verglichen. Der Einsatz auf den drei verschie-denen Flächen ermöglicht eine spezifische oder zu verallgemeinernden Anweisung der zu befol-genden Schutzmaßnahmen. Neben Bodenstabilitätsparametern sowie Intensitäts- und Kapazi-tätswerten des Luft- und Wasserhaushaltes werden an einem Standort zusätzlich Spannungsmes-sungen in verschiedenen Bodentiefen mit dem Stress State Transducer System durchgeführt, um eine mögliche Reduzierung der Spannungseinträge durch die Armierung der Erlenwurzel in tieferen Bodenschichten direkt zu quantifizieren.

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