Software zur Erfassung von Artendaten (Artenfunde, Artenvorkommen, Artenkartierungen) sowie zur Erfassung und Fortschreibung von Daten zum Monitoring von FFH-Arten und FFH-Lebensraumtypen - Datenbankbasierte PC-Anwendung - Cloudbasierte Webanwendung - App für Mobilgeräte
Der Datenbestand ermöglicht die Darstellung der Vielfalt der gemeldeten Vorkommen moortypischer Arten innerhalb der Kulisse der niedersächsischen Moore für als moortypisch ausgewählte Arten aus der Gruppe der Gefäßpflanzen, der Amphibien, Reptilien und Libellen. Der Datenbestand bildet die Darstellungsgrundlage für zwei verschiedene Datensichten.1. Bandbreite einer hohen nachgewiesenen Artenvielfalt (rot) bis hin zu einer niedrigen nachgewiesenen Artenvielfalt (blau) in den verschiedenen Moorgebieten Niedersachsens.2. Bandbreite einer hohen (rot) bis hin zu einer niedrigen (blau) nachgewiesenen Vielfalt moortypischer Arten der Roten Liste in den verschiedenen Moorgebieten Niedersachsens. Je höher die Punkteanzahl, desto mehr Rote-Liste-Arten mit höherem Gefährdungsgrad konnten in einem Quadrantenfeld nachgewiesen werden.Für die Interpretation der Daten gilt zu beachten, dass die Artendaten mangels personeller Ressourcen nicht systematisch flächendeckend erhoben werden, sondern i.d.R. auf Meldungen freiwilliger Kartierer*innen mit selbst von ihnen gewählten Meldegebieten basieren. Flächen mit einer geringen nachgewiesenen Artenvielfalt können daher entweder auf ein tatsächlich geringes Artenvorkommen hinweisen. Die derart ausgewiesenen Flächen können jedoch ebenso darauf hindeuten, dass aus diesem Areal keine oder nur wenige Meldungen an den NLWKN weitergeleitet wurden. Auch können dem NLWKN u.U. analoge Daten vorliegen, die mangels personeller Kapazitäten nicht digitalisiert wurden. Nennungen weniger Arten können bspw. auch bedeuten, dass lediglich bestimmte Arten(gruppen) kartiert wurden. Keinesfalls darf aus einer geringen angezeigten Artenzahl geschlussfolgert werden, dass solche Flächen keinen naturschutzfachlichen Wert aufweisen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Flächen mit keinen oder wenigen Artnachweisen einen Untersuchungs-/Kartierbedarf signalisieren. Rasterzellen mit einer hohen Anzahl an Arten lassen hingegen auf Zentren hoher Artenvielfalt schließen.Der Datenbestand sollte zudem vor dem Hintergrund des jeweiligen Naturraums interpretiert werden. So gilt es zu berücksichtigen, dass naturnahe Hochmoorkomplexe i.d.R. weniger artenreich sind, als naturnahe Niedermoorgebiete. Niedermoore sind in Niedersachsen hingegen noch häufiger intensiver genutzt, so dass sich die tatsächlich vorkommende Artenvielfalt im rein bodenkundlichen Vergleich von Hoch- und Niedermoor durchaus ausgleichen könnte. Für eine Interpretation der Daten kann es daher hilfreich sein, den Datenbestand der Moorbiotope mit zu berücksichtigen.Quadrant ist das Viertel des Messtischblattes (Topographische Karte 1:25000). Quadranten werden zu Arten-Kartierungen in Deutschland genutzt. Sie sind Teil der Rasterkartierung der Arten-Erfassungsprogramme der Fachbehörde für Naturschutz im NLWKN.
Ein zentrales Ziel des AuT-Konzepts ist es, durch die Erhöhung der Strukturvielfalt und des Totholzvorkommens in Wirtschaftswäldern, mehr Lebensraum für eine Vielzahl an Arten zu schaffen. Hierbei handelt es sich um ein in die Waldbewirtschaftung integriertes Konzept. Daher müssen bei der Umsetzung des Konzepts neben den ökologischen Anforderungen der zu schützenden Arten, ebenso die Anforderungen der Waldbewirtschaftenden (z.B. Arbeitssicherheit und Verkehrssicherheit) als auch die ökonomischen Ansprüche berücksichtigt werden. Ziel der Evaluation ist es, in diesem komplexen Gefüge, die Qualität des AuT-Konzepts als Artenschutzinstrument zu prüfen und unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren gegebenenfalls anzupassen. Mit Erkenntnissen aus der Evaluation wird angestrebt ein Monitoring System aufzubauen, in dessen Rahmen in regelmäßigen Abständen Daten zur Entwicklung der AuT-Schutzelemente erhoben werden sollen. Die Evaluation lässt sich in zwei Hauptfragen gliedern: 1. Sichert und/oder steigert das AuT-Konzept unter Berücksichtigung der Anforderungen der Waldbewirtschaftung die Biodiversität im Wald? a. Liefert das AuT-Konzept objektive Grundlagen für die Bewertung von Naturschutzleistungen (z.B. die Erhöhung der Strukturvielfalt)? b. Setzt das AuT-Konzept geltendes Recht praxisnah um? c. Können durch das AuT-Konzept (monetäre) Naturschutzleistungen in die Betriebsbilanz einfließen? 2. Erfüllen die AuT-Schutzelemente in ihrer Anzahl und Verteilung eine Trittsteinfunktion? Tragen sie aus Perspektive der zu schützenden Arten zur regionalen und überregionalen Vernetzung der Landschaft bei? Diese Fragen sollen im Rahmen dieses Projekts anhand von Pilotstudien in den Habitatbaumgruppen und Waldrefugien, sowie mittels GIS-basierter Konnektivitäts-Analysen beantwortet werden. Neben fallweiser Artkartierung werden vor allem Indikatoren herangezogen. Dies können zum Beispiel die verschiedenen Zersetzungsgrade von Totholz sein, welche Rückschlüsse auf das Vorhandensein bestimmter Artgruppen zulassen oder auch das Vorkommen von Baum-Mikrohabitaten. In diesem Zusammenhang untersucht ein Partnerprojekt die zeitliche Entstehung und Dynamik von Baum-Mikrohabitaten. Baum-Mikrohabitate tragen zur Struktur- und Artenvielfalt in Wäldern bei und nehmen für einige Artengruppen eine Indikatorfunktion ein. Ziel dieser Arbeit ist es unter anderem die naturschutzfachliche Wertigkeit von Waldflächen besser einschätzen zu können und relevante Ergebnisse auch in die Evaluation des AuT-Konzepts einfließen zu lassen.
Zielsetzung & Anlass: Lichte Waldbiotope bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum, sind in Mitteleuropa derzeit aber selten (Jotz et al. 2017). Viele der auf diese Lebensräume spezialisierten Tier- und Pflanzenarten sind in Deutschland stark gefährdet. Das Ökosystem Wald war in den vergangenen Jahrhunderten tiefgreifenden anthropogenen Eingriffen ausgesetzt, die die Entstehung lichter Waldlebensräume zwar zum Teil begünstigt, in den letzten rund 40 Jahren aber unterbunden haben. Durch die Zurückdrängung und Ausrottung von Großherbivoren und die Einschränkung der natürlichen Fließgewässerdynamik wurde die natürliche lichtschaffende Dynamik im Wald reduziert (Vera 2000). Der Verlust natürlicher dynamischer Prozesse wurde durch anthropogene Nutzung lange Zeit ersetzt, phasenweise vielleicht sogar überkompensiert. Waldweide, Nieder- und Mittelwaldnutzung sowie Holzernte im Kahlhiebsverfahren haben dazu geführt, dass bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein reiches Angebot lichter Waldlebensräume verfügbar war. Seither hat sich die Waldbewirtschaftung jedoch drastisch geändert und anthropogen verursachte Offenflächen im Wald haben deutlich abgenommen (Decocq et al. 2005, Schmalfuß & Aldinger 2012). So sind historische Waldnutzungen wie Nieder- und Mittelwaldwirtschaft nicht mehr rentabel und werden allerhöchstens noch lokal betrieben, Waldweide ist gesetzlich reglementiert und kann nur unter strengen Auflagen als Artenschutzinstrument eingesetzt werden (Bolz 1999, Treiber 2003, Schmalfuß & Aldinger 2012). Staats- und Körperschaftswälder werden nach den Maßgaben der 'naturnahen Waldwirtschaft' bewirtschaftet, welche einen weitgehenden Verzicht auf Kahlhiebe einschließen (Hermann 2021). Zusätzlich zu den Nutzungsänderungen führen gestiegene atmosphärische Stickstoffeinträge zu einem dichteren Kronenschluss und einer beschleunigten Sukzession auf von Natur aus mageren Waldstandorten (Rodenkirchen 1998, WallisDeVries & Bobbink 2017). Folglich sind lichte Lebensräume in den Wäldern Mitteleuropas heutzutage unterrepräsentiert und viele 'Lichtwaldarten' vom Aussterben bedroht. Damit die derzeit praktizierte Forstwirtschaft auch im Hinblick auf den Erhalt der Lichtwaldarten als 'nachhaltig' gelten kann, werden somit dringend Management-Konzepte benötigt, welche die Lebensraumanforderungen von Lichtwaldarten berücksichtigen. Übergeordnetes Ziel des durchgeführten Projekts war deshalb die Erhebung von Daten zur Entwicklung eines nach naturschutzfachlichen und forstökonomischen Kriterien optimierten Management-Konzepts für Lichtwaldarten. Das Projekt vereinte ökologische Grundlagenforschung und Artkartierung mit der Konzeption und Umsetzung exemplarischer Habitat-Managementmaßnahmen. Die durchgeführten Maßnahmen wurden anhand naturschutzfachlicher und ökonomischer Kriterien evaluiert. Besonderen Wert legten wir bei der Maßnahmenkonzeption darauf, dass die Managementmaßnahmen auf andere Naturräume innerhalb Deutschlands übertragen werden können. Bei der ökonomischen Bewertung der Maßnahmen war es uns wichtig, die Anforderungen verschiedener Waldbesitzarten zu berücksichtigen. Öffentlichkeitsarbeit in Form von Workshops, Informationstafeln, Zeitungsartikeln und wissenschaftlichen Veröffentlichungen sollte zur Akzeptanzförderung und zur Verbreitung der Projektergebnisse beitragen. Arbeitsschritte & Methoden: Die Erhebung populationsökologischer Grundlagendaten war ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Den Schwerpunkt der Forschungsarbeiten bildete (1) die Erfassung von Lichtwaldarten und ihrer Biotope im Alb-Donau-Kreis. (2) Grundlagenforschung zur Populationsökologie des Blauschwarzen Eisvogels als Basis für gezielte Managementmaßnahmen. (3) Grundlagenforschung zu Eiablagepräferenzen des Bergkronwicken-Widderchens. Auf Basis dieser Erkenntnisse konnten naturschutzfachliche Maßnahmen abgeleitet bzw. präzisiert werden. (Text gekürzt)
Global and climate change lead to a modified political and economic framework, requiring an adapted management of forests as one of the key natural resources. Economical competitive pressure, related to globalization, and increasing environmental risks, related to climate change, lead to an increased demand for detailed information on the forest resource, which can support target-oriented forest management and risk and cost reduction. The traditional forest inventory can give this information only on a punctual basis. Moisture information for example, is only available for a small number of sites (10-15) over whole Austria, which cannot address forest managers with an area-wide scope. However, forest soil moisture is one key parameter for the understanding of forest health and the exposure of forests to draught or landslide risks. A second key parameter is the species composition of forests, defining tolerance spectra of trees and the risk for the dispersal of plant diseases. The aim of the project 4DForM-at is to develop an area-wide applicable mapping product for forest soil moisture conditions considering species compositions. The mapping products will combine microwave remote sensing data (Sentinel-1) with multispectral data (Sentinel-2) and will additionally integrate high resolution digital surface models from airborne laser scanning and photogrammetry in order to define homogeneous forest topographic units for multi-temporal analysis. The latter will allow an innovative object based analysis on homogeneous forest units addressing the forest structure and topography in relation to moisture and species composition. The units will be derived by a segmentation approach considering forest structural (tree heights, crown coverage, crown diameters) and topographic metrics (slope, aspect, topographic openness) and will be used for both soil moisture mapping and species mapping. The innovation in moisture mapping will be the aggregation of Sentinel-1 based soil moisture mapping in forest-topographic units, allowing the investigation of the relationships between microwave transmissivity of the forest canopy and the strength of the recorded moisture signal. The innovation in species mapping will be the use of multitemporal signatures derived for forest-topographic units and signal-unmixing experiments using Radiative Transfer Modelling (RTM). An innovative 3D reconstruction of selected forest plots and a monitoring of canopy densities (by Hemispherical Photographs) and leaf reflectance (by field spectrometer) through the year will be conducted and used for detailed signal unmixing experiments by RTM. Besides the management of Sentinel-1 and 2 data, the project is based on a network of in-situ reference sites (Austrian Forest Inventory), were forest structural parameters and soil moisture information is known.
Anhand von 30 aus der Artenschutzkartierung in Bayern per Zufall ausgewählten Gewässern wurde der Einfluss der Gewässerstruktur und der Umgebung auf die Häufigkeit von Knoblauchkröten untersucht. Zum einen wurden Gewässer mit Knoblauchkrötenbesatz mit naheliegenden Vergleichsgewässern ohne Knoblauchkröten verglichen. Am deutlichsten unterschieden sich Gewässer mit und ohne Knoblauchkröten hinsichtlich des Verlandungsgrades: Gewässer mit Knoblauchkröten waren im Schnitt deutlich stärker verlandet. Gewässer mit Knoblauchkröten waren außerdem im Mittel weniger tief. Gewässer mit Knoblauchkröten sind zwar seltener mit Fischen besetzt, doch war dieser Unterschied statistisch nicht signifikant. Bei der Umfeldanalayse wurden Informationen aus der geologischen Karte (Verteilung von Sandböden etc.), Luftbildern (Verteilung von Acker, Grünland und Brachflächen) und dem ATKIS (Waldanteil) einbezogen. Auf der Basis verschiedener multivariater Analysen wurde die Beziehung zwischen der Anzahl rufender Knoblauchkrötenmännchen (als Maß für die Populationsgröße) und den Umfeldvariablen untersucht. Bei einer Wichtung der Nutzungstypen entsprechend der Entfernung zum Laichgewässer konnte ein hochsignifikanter positiver Einfluss von Brachflächen auf die Populationsgröße festgestellt werden. Auch der Anteil an Offenland hat einen positiven Einfluss. Aus den Ergebnissen wurden erste Empfehlungen für die Umsetzung des Artenhilfsprogramms 'Knoblauchkröte' abgeleitet. Eine Empfehlung betrifft die Erhaltung bzw. Entwicklung von nicht zu tiefen, wenigstens teilweise verlandeten und nach Möglichkeit fischfreien Laichgewässern. Darüber hinaus wird die Etablierung ein- bis zweijähriger Brachestadien im Umfeld der Laichgewässer z.B. im Rahmen der konjunkturellen Flächenstilllegung empfohlen.
Die Studie dient der Entwicklung eines Systems der Langzeitbeobachtung von Charakterpopulationen zur Beurteilung der Lebensraeume und Habitatqualitaeten am Beispiel des mittleren (fraenkischen) Saaletales. Im Einzelnen werden folgende Untersuchungen und Arbeiten durchgefuehrt: - Habitat- und Strukturanalyse des Untersuchungsgebietes; - Sammlung von Artnachweisen auf der Grundlage vorhandener Kartierungen (Artenschutzkartierung, Weinbergskartierung, Brutvogelkartierung etc); - Auswahl repraesentativer Biotopkomplexe, Zonations-Biozoenosen, Umweltgradienten; - Festlegung der zu beobachtenden Charakterpopulationen und der Beobachtungsmethoden; - Monitoring von Charakterpopulationen; - Habitat-Nutzungsanalysen und Gefaehrdungsgradanalyse; - zusammenfassende Bewertung des Untersuchungsansatzes und Pruefung der Uebertragbarkeit auf andere Lebensraeume.
Die landesweite Mooskartierung wurde von der LfU im Bereich bislang wenig kartierter Gebiete finanziell und fachlich gefoerdert. Ergebnis dieser Arbeiten sind 1035 Fundstellen mit 21129 Artenfundmeldungen im Bereich von 165 Messtischblaettern, die EDV-verfuegbar dokumentiert und gut auswertbar sind. Seit 1993 wird das 'Artenschutzprogramm Baden-Wuerttemberg, Teil: Moose' als Grundlagenwerk 'Die Moose Baden-Wuerttembergs' fortgefuehrt und soll 1997 abgeschlossen sein. Das zweibaendige Grundlagenwerk, eine umfassende Darstellung der Moosflora Baden-Wuerttembergs, wird eine wesentliche Arbeitsgrundlage fuer den Artenschutz sein. Fuer jede der bisher aus Baden-Wuerttemberg bekannten 823 Moosarten werden Morphologie, Biologie, oekologische Ansprueche, Verbreitung, Gefaehrdung und moegliche Schutzmassnahmen beschrieben. Eine der wichtigsten Voraussetzungen fuer das Grundlagenwerk ist die landesweite Mooskartierung, die an den Staatlichen Museen fuer Naturkunde bereits in den 80er Jahren begonnen wurde.
So vielfältig die Gewässer Baden-Württembergs sind, so vielfältig sind auch die Arten, die darin oder daran leben. Seit 2014 werden mithilfe von zahlreichen Ehrenamtlichen im Rahmen der Landesweiten Artenkartierung Amphibien kartiert und seit diesem Jahr auch Libellen. Im Ergebnis liegen aktuelle Verbreitungskarten vor, die eine wesentliche Grundlage für gezielte Schutzmaßnahmen bildet. Bei der Landesweite Artenkartierung Amphibien und Reptilien (LAK) beteiligen sich neben der LUBW auch vier Naturschutzverbände und das Naturkundemuseum Stuttgart. Die Gelbbauchunke – unauffällig und doch außergewöhnlich Ein Amphib, das von den Ehrenamtlichen im ganzen Land kartiert wird, ist die Gelbbauchunke. Diese hat ihren Namen von der gelb und dunkel marmorierten Bauchseite, die sie bei Gefahr zeigt und damit signalisiert, dass sie ungenießbar ist. Dafür biegt sie ihre Beine auf dem Bauch liegend nach oben. Ihre Oberseite hingegen ist unscheinbar graubraun gefärbt. Die tagaktiven Unken halten sich während des Sommerhalbjahres meistens an oder in Gewässern auf. Sie bewohnt feuchte Wälder, Kiesgruben, Truppenübungsplätze und Steinbrüche. Ihren Laich legt sie in sehr kleine Wasserstellen ab, wie beispielsweise wassergefüllte Wagenspuren, Suhlen oder Pfützen. Hier gibt es wenig Konkurrenz und kaum Feinde, gleichzeitig erwärmt sich das Wasser schnell und hilft bei der Entwicklung. Allerdings trocknen die Wasserstellen auch schnell aus. Deshalb laicht die Unke mehrmals im Jahr zwischen April und Juli. Die Larven schlüpfen bereits nach zwei bis drei Tagen und ernähren sich von Algenbewuchs. Die Entwicklungszeit bis die Unken dann an Land gehen ist mit ein bis zweieinhalb Monaten sehr kurz. Baden-Württemberg trägt für den Erhalt dieser mit bis zu 5 cm kleinen und unauffälligen Amphibienart eine besondere Verantwortung. Bild zeigt: Die Gelbbauchunke, Bildnachweis: Torsten Bittner Die Libellen – kleine Akrobaten der Lüfte Libellen besiedeln die unterschiedlichsten Gewässer: kleine Gräben, Tümpel, Teiche, Seen oder auch größere Flüsse. Auch die Grüne Flussjungfer, eine grün-schwarze Großlibelle, beginnt ihren Lebensweg im Gewässer. In ihrem Fall in klaren Fließgewässern unterschiedlichster Größe. Aus den im Wasser abgelegten Eiern schlüpfen die Larven. Diese ernähren sich räuberisch und benötigen im Gewässer besonnte Flächen mit Sand zum Eingraben. Nach 2-4 Jahren schlüpft dann die erwachsene Libelle von bis zu 6 cm Länge. Im Gegensatz zu den Larven ist sie sehr mobil und kann einige Kilometer im Flug zurücklegen. Mit der LAK Libellen arbeitet die LUBW nun zusammen mit der Schutzgemeinschaft Libellen BW e.V. an einem dauerhaften Monitoring von Libellen und deren Lebensräumen. Hier kartieren die Mitglieder Libellen in möglichen Habitaten in allen Landesteilen. Das Projekt soll dauerhaft etabliert werden, wodurch Veränderungen in den Populationen sichtbar und somit Grundlagen zur Steuerung von Pflegemaßnahmen geschaffen werden. Durch den Erhalt einer Vielzahl an unterschiedlichen Gewässern wird eine Vielfalt an Arten geschützt. Für die meisten Amphibien- und Libellenarten ist die erste Entwicklung im Gewässer unerlässlich. Und auch später bilden die Tümpel, Seen, Pfützen und andere Wasserstellen die Lebens- und Nahrungsgrundlage für viele Tiere. Bild zeigt: Grüne Flussjungfer, Bildnachweis: Torsten Bittner Mehr zum Thema:
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| Wissenschaft | 1 |
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| Förderprogramm | 7 |
| Text | 21 |
| unbekannt | 13 |
| License | Count |
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| Geschlossen | 32 |
| Offen | 9 |
| Language | Count |
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| Deutsch | 40 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
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| Archiv | 1 |
| Bild | 3 |
| Dokument | 14 |
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| Boden | 41 |
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