Über die Ausbreitung des Vinylchlorids im Boden über die Gasphase ist nur wenig bekannt. Deshalb wurde eine Versuchsanlage entwickelt und im Rahmen dieses Projektes entscheidend verbessert. Durch die Weiterentwicklung einer aus der Literatur bekannten VC-Derivatisierungsmethode war es außerdem möglich, auch Gasmengen bis zu ca. 10 ml mit relativ wenig Aufwand analysieren zu können. Während der Versuche konnte festgestellt werden, dass Vinylchlorid in der verwendeten Säulenapparatur relativ schnell aus dem Wasser ausgaste. Die Ausbreitung schritt anfangs nur allmählich voran, beschleunigte sich jedoch nach ein paar Wochen. Ursache hierfür könnten Adsorptionsprozesse an der Bodenmatrix bzw. am Haft- und Kapillarwasser sein. Durch Simulation von 2 'Regenereignissen' konnte festgestellt werden, dass bei geringfügigem Wassereintrag die Diffusion des VC nicht gestoppt wurde. Bei Eintrag größerer Mengen Wasser (deutlich mehr als natürliche Niederschlagsereignisse) wurde jedoch unmittelbar danach eine starke Abnahme der VC-Konzentration in der ungesättigten Zone festgestellt.